Blick auf das satte Grün des Ngorongoro Kraters in der Regenzeit

Allgemein

Ein ganz besonderer Platz auf der Erde, geprägt von einem respektvollen Miteinander von Mensch und Tier in einer grandiosen Landschaft!

Lage

Das im nördlichen Tansania gelegene Ngorongoro Naturschutzgebiet (Ngorongoro Conservation Area = NCA) ist Teil des einzigartigen Serengeti Ökosystems. Im Nordwesten läuft das NCA in die Ebenen der Serengeti aus, im Osten grenzt es an die Städte Arusha und Moshi und lehnt sich an den Kilimanjaro.

Geschichte

Eine groß angelegte Untersuchung des Serengeti Reservats (Ngorongoro war damals Teil dieses Reservats) durch Bernhard Grzimek führte 1959 zur Schaffung des Ngorongoro Schutzgebietes. In der Folge erhielt das Naturschutzgebiet 1978 den Status eines UNESCO Weltnaturerbes.

Flora und Fauna

Das NCA liegt auf einer Höhe von 1.020m bis 3.587m und umfasst ganz unterschiedliche Lebensräume, vom offenen Grasland zum Gebirgswald und von Buschebenen bis zur Hochlandheide.

Der Krater

Das Juwel in der Krone des Ngorongoro ist der größte nicht überflutete Kraterkessel (Caldera) der Welt mit einem Durchmesser von 19,2km und einer Tiefe von 260m. Üppige Weidegründe und stets vorhandenes Wasser im Kraterboden ernähren unzählige Tiere. Zu ihnen gehören Gnus, Zebras, Gazellen, Büffel, Elenantilopen, Kongoni (Kuhantilopen) und Warzenschweine. Die Moore und Wälder ernähren Flusspferde, Elefanten, Wasserböcke, Riedböcke und Buschböcke, Paviane und grüne Meerkatzen. Die steilen Kraterhänge bieten dem Dikdik und dem seltenen Bergriedbock Schutz. Auf dem Kraterboden gibt es viele Schakale, Löffelhunde fühlen sich wohl auf den mit kurzem Gras bewachsenen Ebenen. Raubkatzen – Löwen, Leoparden, Geparde und Servals – finden reiche Beute. Ferner durchstreifen große Hyänenrudel den Krater. Giraffen gibt es im Ngorongoro Krater nicht.

Lake Magadi

Der See verdankt sein alkalisches Wasser Ablagerungen von Vulkanasche. Die geringe Seetiefe schwankt das Jahr über und nimmt in der Trockenzeit dramatisch ab. Im Uferbereich pirschen sich oft Löwen, Goldschakale und Hyänen an ihre Beute.

Lerai Forest

Lerai ist die Masai Bezeichnung für die hohen, gelbrindigen Fieberakazien, die den Lerai Wald im Südwesten des Kraters beherrschen. Elenantilopen, Elefanten, grüne Meerkatzen, Buschböcke, Baumschliefer, Afrikasattelstörche, Geier und Adler teilen sich diesen Wald.

Gorigor Swamp

Das von den Ngoitokitok Quellen gespeiste Moor ist das Zuhause vieler Wasservögel. In den Niederungen kann man Flusspferde beobachten und Grasfresser, die zum Trinken kommen.
Geparden kommen zwar im Krater vor, da sie aber immer wieder Gefahr laufen, ihre Beute an die Übermacht von Löwen zu verlieren, weichen manche von ihnen in die Hochlandebenen aus, und entsprechend kann man diese wunderschönen Tiere eher dort beobachten. Leoparden findet man in den Wäldern und entlang des Munge Flusses, doch sind sie scheue Einzelgänger und folglich nicht einfach zu erspähen.

Vögel beobachten

Die Mischung aus Wald, Schluchten, Grasebenen, Seen und Mooren bietet vielen verschiedenen Vögeln Lebensraum. Während der Regenmonate und an den offenen Wasserlöchern kann man eurasische Zugvögel antreffen. Weißstörche, gelbe Bachstelzen und Schwalben mischen sich unter einheimische Vögel wie Stelzenläufer, Afrikasattelstörche, Ibisse, Kampfläufer und verschiedene Entenarten. Zwergflamingos schweben heran, um im Natronsee, ihrer Brutstätte, zu fressen. Auffallende Graslandvögel – Strauße, Riesentrappen und Kronenkraniche – treten in großer Zahl auf. Vogelliebhaber werden aber auch in verschiedenen anderen Gebieten des NCA auf ihre Rechnung kommen.

Beste Reisezeit

Gerade der Krater ist das ganze Jahr über (bis auf die Tage mit intensivem Regen) ein sehr lohnenswertes Ziel mit vielen Tiersichtungen. Ideal für die NCA ist die Zeit von Dezember bis Mitte März, in der der Höhepunkt der Migration der Tiere im Westen der NCA stattfindet. Auch Juni bis Oktober eignen sich für eine Reise, am Kraterrand und im Hochland ist es dann jedoch deutlich kühler.

Unterkünfte

Ngorongoro Sopa Lodge, Rhino Lodge, Sanctuary Retreats Crater Camp