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Lage

Namaqualand ist das Land des großen Naturwunders der Wildblumenblüte vom August bis in den Oktober.
Als Namaqualand, das seinen Namen von der Volksgruppe der Nama hat, bezeichnet man im Wesentlichen eine Region in der Provinz Northern Cape in Südafrika. Sie erstreckt sich vom Atlantischen Ozean im Westen bis zur Kleinstadt Pofadder im Osten, vom Orange River im Norden bis zur Kleinstadt Garies. Im Süden, Richtung Vanrhynsdorp, verschmilzt die karge, schöne Landschaft Namaqua langsam mit der nordwestlichen Kapprovinz.

Sie können bereits in der Postberg Section des West Coast Nationalparks, allerdings abseits der in den Norden führenden N7, Blumenwiesen sehen. Der schnellste Weg ist über die R27 zum West Coast Gate. Postberg ist nur in der Zeit vom 1. August bis 30. September geöffnet. Der Rest des West Coast Nationalparks ist jedoch ganzjährig zugänglich.

Flora und Fauna

Abhängig von den Regenfällen blühen in dieser unwirtlichen und trockenen Wüstenlandschaft je nach Temperaturlage und Sonnenintensität bis Mitte Oktober Millionen von farbenprächtigen Wüstenblumen und zeigen ein Kaleidoskop von Farben, wie man es sonst nirgendwo auf der Welt erleben kann. 4.000 unterschiedliche Pflanzenarten, manchmal spricht man sogar von 6.000, darunter Aloen, Lilien, Gänseblümchen und unendlich viele Staudengewächse, bedecken nun die weiten Landstriche von Namaqua. Einige der Blumen sind Namakwa Daisy, Arctotis fastuosa (Bittergousblom), Colchicum sp. (Cup-and-Saucer), Jordaaniella cuprea (Rankvygie), Tripteris oppositifolia (Skaapbos), Gazania krebsiana (Gousblom).

Außerdem gibt es 250 Vogelarten, 78 Säugetierarten und 132 Reptilien- und Amphibienarten.

Sehenswürdigkeiten

Sehr zu empfehlen ist der Besuch des Namaqualand Nationalpark, der ca. 20 km von Kamieskroon entfernt liegt. Sie können eine Rundstrecke in Skilpad mit dem normalen Fahrzeug fahren und viele unterschiedliche Wildblumen sehen.
Von Springbok aus sollten Sie einen Ausflug in das Goegab Nature Reserve unternehmen.
Auf alle Fälle sollten Sie jedoch auch die Gegend um Nieuwoudtville zur Wildblumenblüte in Ihr Programm einfügen. Eine Rundfahrt auf der Papkuilsfontein Farm oder zum Köcherbaumwald ist sehr eindrucksvoll.

Ramskop Wildflower Garden
Der Ramskop Wildflower Garden in Clanwilliam zeigt etwa 350 hier kultivierte Arten von Wildblumen. Von den Wegen durch den Garten bieten sich auch schöne Ausblicke auf den Stausee von Clanwilliam und die Cederberg Mountains. In den Monaten August und September besuchen Tausende von Gästen diesen Garten.
Am Schönsten sind die Blumen zwischen 11.00 und 15.00 Uhr bei vollem Sonnenschein.

Knersvlakte
Knersvlakte heißt das außergewöhnlich trockene Gebiet der Sukkulenten-Karoo, das sich etwa zwischen den Ortschaften Vanrhynsdorp und Bitterfontein und den Bokkeveld Bergen im Osten erstreckt und sich durch eine besonders große Artenvielfalt auszeichnet. Wahrscheinlich kommt der Name Knersvlakte von dem knarzenden Geräusch, das die eisenbeschlagenen Wagenräder der ersten Siedler auf den Steinen machten.
In dem etwa 48.000 ha großen Gebiet leben 1.324 Pflanzenspezies, von denen 266 nur hier vorkommen. 128 Arten stehen auf der roten Liste der vom Verschwinden bedrohten Arten. Typisch für die Landschaft sind die weißen Quarzkiesel, die den Boden bedecken und manchmal Pflanzen bedecken, die sich mit ihrem unbezähmbaren Überlebenswillen dem Licht entgegenrecken. Der achtlose Besucher sieht vielleicht zunächst nur eine von hellen Quarzsteinen bedeckte Ebene und glaubt, es sei nicht viel zu sehen. Beim genaueren Hinschauen jedoch zeigt sich eine Welt voller kleiner Sukkulenten. Sukkulenten sind saftreiche Pflanzen, die an die hier herrschenden besonderen Klima- und Bodenverhältnisse angepasst sind. Ihr Name kommt vom lateinischen Wort „succus“, d.h. Saft. Dort, wo wenig Regen fällt, sind sukkulente Pflanzen zu Hause. Sie speichern in ihren Blättern, Stämmen oder Wurzeln Wasser und können so längere Trockenzeiten überstehen. Jede einzelne Sukkulente ist auch optisch ein kleines Kunstwerk der Natur.
Manche Sukkulenten tragen lustige englische Namen wie „baby bum“ (Babyhintern), „Donkey ears“ (Eselsohren), „little buttons“ (kleine Knöpfe). Andere sehen wie kleine grüne Murmeln aus, wieder andere wie blühende Kieselsteine. Manche zeigen sich an der Erdoberfläche nur während des Frühlings und ziehen sich unter die Erde zurück, sobald es heiß wird.

Exkursion Tipps zur Blumenstunde:
Die beste Zeit, um Blumen zu sehen, ist etwa zwischen 11.00 und 15.00 Uhr und bei Sonnenschein. Dann sind sie vollständig geöffnet und am prächtigsten. Einige Blumen bleiben bei bedecktem Himmel verschlossen. Die Blumen sind immer zur Sonne ausgerichtet. Versuchen Sie also, die Sonne immer im Rücken zu haben, um den Farbenreichtum besonders gut genießen zu können.
Respektieren Sie das Blumenparadies. Gehen Sie sehr vorsichtig durch die Blumenwiesen und treten Sie nicht auf die Blumen. Und vor allem: Pflücken Sie bitte keine Blumen und keine Blumenzwiebeln. Auch im nächsten Jahr möchten Besucher das Blumenparadies genießen.
Wenn sich während Ihrer Fahrt Fragen ergeben, zögern Sie nicht, sich an die Menschen der Region zu wenden. Man hilft Ihnen gerne, gibt Ihnen auch gerne Tipps, wo die besten Blumen zu sehen sind.

Wenn Sie Ihre Kenntnisse erweitern und Blumen identifizieren wollen, empfiehlt sich ein spezielles Blumenführerbuch, das man in Buchhandlungen kaufen kann, wie z. B. den West Coast Wild Flower Guide, “Wild Flowers of Namaqualand” von Annelise le Roux oder den South African Wild Flower Guide 9 “Nieuwoudtville” von John Manning & Peter Goldblatt.