Eine Welt in einem Land

Atemberaubende Naturlandschaften, die sich vor Ihnen auftun, eine beeindruckende Artenvielfalt, die Sie die Einzigartigkeit dieses Planeten spüren lässt, eine überaus herzliche Gastfreundlichkeit der Einheimischen, die Sie sofort in ihren Bann zieht – und nicht zu vergessen: Kapstadt, eine, wenn nicht sogar die schönste Stadt der Welt. Einmal die „Big Five“ hautnah beobachten, zum Beispiel bei einer Safari im Krüger Nationalpark, die Garden- oder Panoramaroute mit dem Mietwagen erkunden, einmal am Kap der Guten Hoffnung stehen oder das Aufeinandertreffen zweier Weltmeere sehen – all das können Sie schon bald bei Ihrem Traumurlaub in Südafrika erleben!
Oder sind Sie eher ein Strandmensch? Dann nichts wie hin an einen der endlosen Strände Südafrikas, wo Sie entspannen, surfen, oder sich sogar – für die Hartgesottenen – in das kalte Wasser stürzen können. Für die sportlichen Urlauber lohnt sich der Fußweg hoch auf den Tafelberg. Und nicht zu vergessen natürlich die umwerfend guten Tropfen aus den besten Weinregionen des Landes, die Sie in gemütlicher Atmosphäre kosten und genießen können.
Wenn Sie an fremden Kulturen interessiert sind, lohnt sich Südafrika in ganz besonderem Maße. Zahlreiche Museen und Touren bringen Sie näher heran an die spannende Geschichte der Regenbogen-Nation mit insgesamt elf offiziellen Landessprachen.
Egal, für was Sie sich entscheiden – alle Wege führen nach Südafrika, und das 365 Tage im Jahr, abhängig natürlich von Ihren Träumen und Reisewünschen.

Reisen nach Südafrika

Highlights & Sehenswürdigkeiten

Ihre Ansprechpartnerin

Jana Back


Jana Back
Tour Designerin Südliches & Östliches Afrika
06101 49 90 23
j.back@ast-reisen.de

Informationen zum Reiseland Südafrika

Allgemeine Informationen

Südafrika ist ein faszinierendes Reiseland. Weite, wellige Hochflächen und schroffe Gebirge, breite Sandstrände und zerklüftete Felsküsten, fruchtbares Ackerland und wüstenhafte Trockengebiete prägen das abwechslungsreiche Landschaftsbild. Die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt ist in zahlreichen Nationalparks, Wild- und Naturreservaten geschützt. Mit all dem und vielen freundlichen Menschen unterschiedlichster Herkunft und Kultur bietet sich Südafrika dar als „Eine Welt in einem Land“ und lockt mit zahlreichen Attraktionen wie dem weltbekannten Krügerpark, den sagenumwobenen Landschaften der Drakensberge, den Stränden am Kap bis hin zur Garden Route.

Bevölkerungszahl
Bevölkerungszahl: ca. 57,8 Mio. (2018)
Zuwachsrate: ca. 1,0 %

Bevölkerungsdichte
42,4 Einwohner pro km² (Deutschland im Vergleich: 232 Einwohner pro km²)

Ethnische Zusammensetzung
Die Bevölkerung setzt sich unter anderem aus afrikanischen Völkern, Coloureds (Farbige unterschiedlicher, auch europäischer Abstammung) sowie Nachfahren meist deutscher, englischer und niederländischer Einwanderer, die ab dem Ende des 17. Jahrhunderts nach Südafrika auswanderten. Die schwarzen Afrikaner stellen etwa 79 % der Bevölkerung und sind wiederum in unterschiedliche ethnische Gruppen wie Zulu, Xhosa, Basotho, Venda, Tswana, Tsonga, Swazi und Ndebele geteilt. Der Anteil der Weißen und Coloureds an der Bevölkerung beträgt jeweils 8,9%.

Nationalfeiertag
27. April (“Freedom Day”; Tag der ersten freien Wahlen 1994)

Fläche
1.219.912 km² (Deutschland im Vergleich: 3,4 x so groß)

Flagge
Bewusst wurde bei Einführung der Flagge (27. April 1994) auf eine Symbolik-Erläuterung verzichtet, deshalb gibt es auch keine allgemeingültige Interpretation der Farben.
Rot, weiß und blau sind die Farben der Buren, also der Afrikaans sprechenden, europäischen Nachfahren. Außerdem repräsentieren sie die Farben der ehemaligen Kolonialmächte Niederlande und Großbritannien.
Grün, schwarz und gelb sind panafrikanische Farben und auch die Farben des ANC (African National Congress), seit 1994 Regierungspartei von Südafrika, der auch Nelson Mandela angehörte. Schwarz ist außerdem die Farbe der Bevölkerungsmehrheit.

Hauptstadt
Südafrika hat drei Hauptstädte:
Pretoria: ca. 742.000 Einwohner, Sitz der Regierung
Kapstadt: ca. 434.000 Einwohner, Sitz des Parlaments
Bloemfontein: 256.000 Einwohner, Sitz des Obersten Berufungsgerichts
Das Verfassungsgericht ist in Johannesburg ansässig (957.000 Einwohner).

Geographie
Die Republik Südafrika umfasst den südlichen Teil des afrikanischen Kontinents zwischen 22° und 35° südlicher Breite und 17° bis 33° östlicher Länge und liegt größtenteils südlich vom Wendekreis des Steinbocks (23,5° südlicher Breite). Sie wird im Norden begrenzt von Namibia, Botswana und Simbabwe, im Nordosten von Mosambik und Swasiland. Völlig vom Gebiet Südafrikas umschlossen ist Lesotho. Rund 3.000 Kilometer Küste verlaufen entlang des Indischen Ozeans im Osten und Süden und des Atlantischen Ozeans im Westen.
Mehr als 65% der Menschen lebt in Städten, die meisten davon in den großen Ballungszentren um die Städte Johannesburg, Pretoria, Germiston, Durban und Kapstadt. Entsprechend dünn besiedelt ist daher ein sehr großer Teil des Landes, vor allem die Provinz Nordkap im Nordwesten des Landes.

Klima
Durch seine Lage auf der Südhalbkugel sind die Jahreszeiten denen in Deutschland entgegengesetzt.
Insgesamt hat Südafrika ein gemäßigtes und angenehmes Klima, was sich jedoch von Region zu Region zum Teil stark unterscheidet. Die Sommer sind warm bis heiß und die Winter im Süden lassen sich mit gut mit dem deutschen Frühling vergleichen. In höheren Gebirgen und in und um Johannesburg kann Schnee fallen.
In der Provinz Nordkap, vor allem im nördlichen Teil Richtung Grenze zu Namibia und Botswana, kann es zu sehr hohen Temperaturen kommen. Bitte achten Sie unbedingt auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Da es abends allgemein meist abkühlt, empfehlen wir Ihnen, einen Pullover oder eine leichte Jacke mitzunehmen.

Netzspannung
230 Volt Wechselstrom. In Südafrika werden die Steckdosen Typ D, M und N verwendet (dreipolig).

Währung
Zahlungsmittel ist der Südafrikanische Rand (ZAR). 1 Euro entspricht etwa 16 Rand (Stand: Januar 2019).

Banken
In den großen Banken werden Devisen getauscht. Zweigstellen südafrikanischer Banken sind in jeder größeren Stadt sowie an den internationalen Flughäfen zu finden, ebenso Geldautomaten. In den Großstädten halten auch verschiedene internationale Banken ihre Filialen.
EC-Karten, die an das Maestro-System angeschlossen sind, werden an internationalen Geldautomaten akzeptiert. Vorsicht vor der Benutzung von Geldautomaten, die sich außen an Gebäuden befinden. Wir empfehlen an den Automaten in den Banken Geld abzuheben.
Die meisten Geschäfte, Hotels und Restaurants akzeptieren die Bezahlung mit Kreditkarte.
Die meisten Tankstellen akzeptieren keine ausländischen Kreditkarten, sodass immer ausreichend Bargeld mitzuführen ist.

Zeitverschiebung
Während der deutschen Winterzeit geht die südafrikanische Uhr eine Stunde vor, während der Sommerzeit gibt es keine Zeitverschiebung.

Religion
Ca. 75% der Südafrikaner sind Christen, doch davon fühlt sich nur etwa jeder Fünfte einer der klassischen Kirchen (römisch-katholisch, evangelisch) zugehörig, der Rest entfällt auf zahlreiche unabhängige afrikanische Kirchen (zum Beispiel die größte Kirche des Landes, die Zion Christian Church) und weiterer christlicher Kirchen.
Ca. 18% gehören nicht-christlichen Religionen an, zum Beispiel 1,4% Hindus, 1,4% Moslems und 0,2% Juden. 7% der Südafrikaner sind konfessionslos.

Sprache
Verkehrssprache von Südafrika ist Englisch, daneben existieren zehn weitere offizielle Sprachen: Afrikaans, isiZulu, Siswati, Süd-Ndebele, Sesotho, Sepedi, Xitsonga, Setswana, Tshivenda und isiXhosa. Deutsch gehört zu den von der Verfassung geförderten 14 anderen Sprachen.

Telefon & Internet
Vorwahl von Deutschland nach Südafrika: +27.
Mobiltelefone mit deutschen SIM-Karten und Roaming-Funktion können in Südafrika benutzt werden. Für kurzfristige Aufenthalte in Südafrika können südafrikanische SIM-Karten, auch mit Datenvolumen, übergangsweise gemietet werden, die allerdings nicht in allen Fällen Gespräche ins Ausland zulassen. Die großen südafrikanischen Mobiltelefonanbieter betreiben an den internationalen Flughäfen und in allen großen Städten Südafrikas Geschäfte, über die eine Anmietung gegen Vorlage des Reisepasses, des Einreisevisums und eines deutschen Adressnachweises unkompliziert erfolgen kann.
WLAN ist in vielen Unterkünften, Restaurants, Läden etc. und teils ganzen Stadtteilen verfügbar. Mobiles Internet und Telefonie klappen meist reibungslos, in Gegenden mit wenigen Funkmasten kann es teils zu Schwierigkeiten kommen.

Trinkgelder
Trinkgelder sind überall in Südafrika üblich, da zum Beispiel Kellner, Taxifahrer und Tourguides ein äußerst niedriges Grundgehalt haben. Als Richtwert können in Restaurants und Taxis 10% gelten, bei sehr guter Leistung natürlich mehr. Pro Gepäckstück kann man einem Träger 2 Rand, einem Zimmermädchen pro Tag 10 Rand geben. Sind Sie mit der Leistung von Ausflügen zufrieden, bekommt ein Tourguide 10 Rand oder mehr, ein Safari-Ranger 50 bis 100 Rand. Gerade in Innenstädten ist es üblich, dass selbsternannte Parkplatzwächter auf Ihr geparktes Auto gegen ein kleines Trinkgeld von 5 Rand oder mehr aufpassen. Bedenken Sie bitte, dass sich angegebene Pauschalbeträge jederzeit aufgrund Inflation o.ä. „ändern“ können. Im Zweifel einfach nachfragen.

Einreisebestimmungen

Für Reisen nach Südafrika, die maximal 90 Tage andauern, benötigen deutsche Staatsangehörige vor Einreise grundsätzlich kein Visum. Gegen Vorlage eines am Einreisetag noch ausreichend gültigen deutschen Reisepasses und eines gültigen Rückflugtickets wird bei Einreise in aller Regel eine Besuchsgenehmigung („visitor’s visa“) für den Zeitraum der geplanten Reise, jedoch maximal mit einer Gültigkeit von bis zu 90 Tagen erteilt.
Die Reisedokumente müssen maschinenlesbar (Ausnahme gilt für bei Verlust/Diebstahl ausgestellte Ersatzdokumente) sowie mindestens 30 Tage über die Reise hinaus gültig sein und müssen auch bei Ausreise noch über mindestens zwei freie Seiten für Visastempel verfügen. Auch bei Weiterreise von Südafrika in andere Länder mit anschließender Rückkehr nach Südafrika sollten Reisende daher darauf achten, für alle Ein- und Ausreisestempel noch freie Seiten im Pass zu haben.

Reisen mit Minderjährigen
Seit dem 01. Juni 2015 müssen Personen unter 18 Jahren bei Ein- und Ausreise eine vollständige internationale Geburtsurkunde (beim Standesamt anzufordern) vorweisen, aus welcher beide Elternteile hervorgehen. Um Schwierigkeiten bei der Ein- und Ausreise zu vermeiden, wird daher bis auf weiteres empfohlen, internationale Geburtsurkunden bzw. gegebenenfalls beglaubigte englische Übersetzungen mitzuführen. Wenn vorhanden, können Sie auch eine Kopie Ihres Stammbuches mitnehmen. Nachstehend finden Sie eine kurze Übersicht, welche Unterlagen Sie zusätzlich benötigen:

• Kind reist mit beiden Elternteilen: Internationale Geburtsurkunde, gültiger Reisepass
• Kind reist mit einem Elternteil: Internationale Geburtsurkunde, gültiger Reisepass, gerichtlicher Beschluss über alleiniges Sorgerecht bzw. Sterbeurkunde oder eidesstattliche Versicherung („affidavit“), dass der nicht anwesende Elternteil mit der Reise einverstanden ist, sowie beglaubigte Passkopie und Kontaktdaten des nicht anwesenden Elternteils
• Kind reist mit Begleiter: Internationale Geburtsurkunde, gültiger Reisepass, gerichtlicher Beschluss über alleiniges Sorgerecht bzw. Sterbeurkunde oder eidesstattliche Versicherung („affidavit“), dass die nicht anwesenden Eltern mit der Reise einverstanden sind, sowie beglaubigte Passkopie und Kontaktdaten der nicht anwesenden Eltern, Ausweis- und Kontaktdokumente des Begleiters
• Alleinreisendes Kind: Internationale Geburtsurkunde, gültiger Reisepass, gerichtlicher Beschluss über alleiniges Sorgerecht bzw. Sterbeurkunde oder eidesstattliche Versicherung („affidavit“), dass die nicht anwesenden Eltern oder der gesetzliche Vertreter mit der Reise einverstanden sind, sowie beglaubigte Passkopie und Kontaktdaten der nicht anwesenden Eltern, bzw. des gesetzlichen Vertreters, ein Brief der Person, die das Kind in Südafrika in Empfang nehmen wird, inkl. aller Kontaktdaten und eine beglaubigte Passkopie

Es wird dringend empfohlen, englischsprachige Erklärungen, Urkunden bzw. Übersetzungen vorzulegen. Fragen in diesem Zusammenhang kann nur das Department of Home Affairs bzw. die südafrikanischen Botschaft in Berlin verbindlich beantworten.

Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument. Die Einreise mit einem verlängerten oder in jedweder Form veränderten Kinderreisepass (mit zum Beispiel Verlängerungs- oder Aktualisierungsetikett) ist nicht mehr möglich. Bitte beachten Sie zudem, dass auch der Kinderreisepass maschinenlesbar sein muss.

Bitte beachten Sie, dass die genannten Regelungen ausschließlich für deutsche Staatsbürger gelten.

Mehr Informationen finden Sie in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts sowie beim Department of Home Affairs.

Unsere Visa Hinweise sind ohne Gewähr.
Detaillierte und verbindliche Informationen erhalten Sie bei der für Ihren Wohnort zuständigen südafrikanischen Auslandsvertretung.

Botschaften

Südafrikanische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland 
Tiergartenstraße 18
10785 Berlin
Telefon: 030- 22 073 0
Fax: 030 -22 073 190
Konsular-Angelegenheiten: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag: 9 – 12 Uhr
Zuständig für Wohnsitze in folgenden Bundesländern: Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen
E-Mail: berlin.consular@dirco.gov.za
Website der Botschaft

Das Südafrikanische Konsulat in München ist eine Außenstelle der Südafrikanischen Botschaft in Deutschland.

Generalkonsulat der Republik Südafrika
Sendlinger-Tor-Platz 5
80336 München
Telefon: 089 – 231 16 30
Fax: 089 – 231 163 63
Öffnungszeiten Montag bis Freitag 09 – 12 Uhr
Zuständig für Wohnsitze in folgenden Bundesländern: Bayern und Baden-Württemberg

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Südafrika
Postadresse: Embassy of the Federal Republic of Germany, 201 Florence Ribeiro Avenue, Groenkloof Ext 11, Pretoria 0181, Südafrika.
Straßenanschrift: 201 Florence Ribeiro Avenue, Groenkloof Ext 11, Pretoria 0181.
Telefon: +27 – 12 427 89 00
Fax: +27 – 12 427 89 69
Amtsbezirk: Südafrika, Lesotho und und Eswatini (ehemals Swasiland).Konsularischer Amtsbezirk: Provinzen Free State, Gauteng, KwaZulu/Natal, Northern Province, North West und Mpumalanga sowie Lesotho, Mauritius und Eswatini. Der Leiter der Vertretung ist zugleich als Botschafter in Lesotho und in Eswatini mit Sitz in Pretoria bzw. Kapstadt akkreditiert.

Webseite der Botschaft
Auf der Webseite der Botschaft finden Sie Konsulate der Bundesrepublik Deutschland in Südafrika, zum Beispiel in Kapstadt.

Gesundheit

Alle Reisenden müssen in gutem Gesundheitszustand sein, denn in abgelegenen Gegenden ist medizinische Hilfe oft schwierig zu erhalten.
Bei der direkten Einreise aus Deutschland (Direktflug!) sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen. Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes. Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition (Selbstfahrer unter Campingbedingungen, Kontakt zu Wildtieren oder Projektarbeit im Tierschutz) auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen. Für Hepatitis A und B gibt es eine Doppelschutzimpfung.

Allerdings wird bei Einreise aus einem von der WHO als Gelbfieber Endemiegebiet deklariertem Land, der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung verlangt. Das gilt auch für einen transitbedingten Zwischenaufenthalt z.B. in Nairobi oder Addis Abeba. Eine Liste der Gelbfieber Endemiegebiete finden Sie auf der offiziellen Webseite von World Health Organization.

Malaria/Zecken
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria Tropica, die für über 85% der Malariafälle in Südafrika verantwortlich ist, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Hohes Risiko:
Von Oktober bis Mai im Osten der Mpumalanga-Provinz (mit Krügerpark), im Norden und Nordosten von der Limpopo-Provinz, im Nordosten von KwaZulu-Natal (mit Tembe- und Ndumu-Nationalpark). Eine Malariaprophylaxe (s.u.) ist empfohlen.

Mittleres Risiko:
Von Juni bis September im Osten der Mpumalanga-Provinz (mit Krügerpark), im Norden und Nordosten von KwaZulu-Natal

Geringes Risiko:
restliches Tiefland von KwaZulu-Natal

Der Krügerpark und die nördliche Küstenebene der Provinz KwaZulu-Natal sind hierbei touristisch häufig besuchtes endemisches Malaria-Gebiet.

In einer malariagefährdeten Region sollten Sie es vermeiden, Parfum oder After Shave aufzutragen und Sie sollten in der Abenddämmerung und nachts lange Kleidung (Hose, Pullover, geschlossene Schuhe) tragen. Tragen Sie zusätzlich Anti-Moskito-Spray oder -Creme, z.B. No Bite, Tabard oder Anti Brumm Forte regelmäßig und sorgfältig auf die Haut auf. Es gibt inzwischen auch Produkte, die Sie auf die Kleidung aufsprühen, z.B. von No Bite. Weitere Informationen und ausführliche Testergebnisse zu Mückenschutzmitteln finden Sie u.a. in Test 06/2014 und in Test 05/2010 (Stiftung Warentest). Nächtigen Sie unter einem Moskitonetz bzw. halten Sie das Zelt stets geschlossen. Sie können sich auch in einer Apotheke vor Ort beraten lassen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie die Einnahme sollten unbedingt mit ihrem Hausarzt oder einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden, auch bezüglich der Impfungen.

Es gibt einen Bekleidungsstoff, der so fest gewebt ist, dass er keine Mückenstiche durchlässt. Der Stoff heißt G-1000. Die Firma Fjäll Räven stellt diesen Stoff her.

Um das Risiko des häufig auftretenden Zeckenfiebers einzudämmen, empfiehlt es sich, bei Wanderungen ein spezielles Antizeckenmittel auf die Schuhe und die Kleidung aufzutragen (z.B. Bayticol).

Durchfall
Es ist durchaus nichts Ungewöhnliches, dass einige Besucher auf ihrer Reise einen oder zwei Tage mit einem nervösen Magen und Durchfall zu kämpfen haben. Meistens ist dies nichts Schlimmes, sondern eine normale körperliche Reaktion auf veränderte klimatische Bedingungen und andere Lebensmittel als zu Hause. Bitte besprechen Sie dennoch mit Ihrem Hausarzt oder einem Tropen- bzw. Reisemediziner, welche Mittel Sie als Reiseapotheke auf Ihrer Reise dabei haben sollten.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Infrastruktur ist ausgezeichnet. Dennoch ist es ratsam, vom Arzt verschriebene Medikamente in ausreichender Menge mitzubringen. Das Wasser aus dem Hahn ist sauber und Gesundheitsregularien kontrollieren Essensverkäufer auf der Straße.
In abgelegenen Regionen empfiehlt es sich, Wasser aus Flaschen zu trinken und dieses auch für das Zähneputzen zu benutzen.
Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nicht lau aufgewärmtes) und konsequenten Mückenschutz (u.a. Insektenschutzmittel, Mückennetz, bedeckende Kleidung) können die meisten z.T. auch gefährlichen Infektionserkrankungen wie Malaria und Durchfälle vermieden werden.

Um das Risiko des häufig auftretenden Zeckenfiebers einzudämmen, empfiehlt es sich, bei Wanderungen ein spezielles Antizeckenmittel auf die Schuhe und die Kleidung aufzutragen (z.B. Bayticol). Durch das Tragen knöchelhoher Schuhe können Sie das Risiko eines Schlangenbisses weitestgehend ausschließen. Bilharziose-Gefahr besteht in stehenden Gewässern mit niedrigem Wasserstand. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich. Tuberkulose gehört zwar zu den Hauptkrankheiten des Landes, als Tourist kommen Sie aber nur selten damit in Kontakt. AIDS ist weit verbreitet, befolgen Sie hier die gängigen Vorsichtsmaßnahmen.

Sonnenschutz
Oftmals wird die Stärke der afrikanischen Sonne unterschätzt – besonders, wenn man gerade mit Besichtigungen beschäftigt ist. Südafrika liegt geographisch in einer Zone erhöhter UV-Strahlung. Bevor Sie sich nicht vollständig akklimatisiert haben, sollten Sie sich nicht allzu lange der Sonne direkt aussetzen. Gerade während der heißen Tageszeit empfiehlt es sich, den Kopf mit einem Hut zu bedecken. Natürlich sollte auch eine Sonnencreme genutzt und wiederholt auf die Haut aufgetragen werden. Dabei sollte ständig viel Flüssigkeit zu sich genommen werden – weit mehr als man von zu Hause gewohnt ist. Die UV-Strahlung ist in hochgelegenen Städten (z.B. Johannesburg) und am Meer besonders intensiv, daher ist Vorsicht immer angebracht.

Sicherheit

Südafrika ist ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Land. Leider ist in einigen Landesteilen eine erhöhte Kriminalität zu beobachten, sodass vor allem Individualreisende die Sicherheitshinweise beherzigen sollten.

  • Meiden Sie nach Geschäftsschluss und an Sonntagen die Innenstädte von Johannesburg, Pretoria, Durban und Kapstadt.
  • Sowohl Stadtbesichtigungen als auch Township-Besuche sollten in organisierter Form unter ortskundiger Führung stattfinden.
  • Meiden Sie bei Ausflügen in Nationalparks abgelegene Wanderwege und laufen Sie wenn möglich in kleinen Gruppen.
  • Abgeraten wird vom Benutzen der Vorortzüge in Johannesburg, Pretoria, Durban und z.T. in Kapstadt (allenfalls 1. Klasse, nur zu Hauptverkehrszeiten).
  • Taxis sollten Sie möglichst bei zuverlässigen, bekannten Unternehmen reservieren.
  • Von Fahrten per Anhalter und mit sog. Minibustaxis wird dringend abgeraten.
  • Lehnen Sie von Fremden angebotene Getränke in Bars oder Restaurants wegen eventuell beigemischten „K.O.-Tropfen“ dankend ab.
  • Wegen der Gefahr von Fahrzeugentführungen und so genannten „smash-and-grab“-Überfällen sollten im Auto die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein.
  • Bewahren Sie Bargeld und Kreditkarte immer getrennt voneinander auf. Überlegen Sie, wie viel Bargeld Sie an diesem Tag vermutlich benötigen und lassen Sie das übrige Geld im Safe. Sie sollten alle nicht benötigten Wertsachen und Dokumente, wie beispielsweise den Ausdruck Ihres Flugtickets und den Reisepass, im Safe bzw. der Unterkunft aufbewahren.
  • Meiden Sie Geldautomaten, die sich außen an Gebäuden befinden und nutzen Sie die Geldautomaten in Einkaufszentren, Supermärkten und Banken.
  • Wenn Sie Geld am Bankautomat (ATM) abheben, lassen Sie sich dabei nicht von Fremden helfen. Diese verfolgen häufig das Ziel, die EC-/Kreditkarte gegen eine Fälschung auszutauschen („card swapping“). Seien Sie hierbei besonders aufmerksam. Achten Sie darauf, dass Ihnen bei der Eingabe der Geheimzahl niemand über die Schulter blickt. Nehmen Sie sämtliche Quittungen mit, die der Automat Ihnen auswirft.
  • Es wird empfohlen, Kreditkarten bei anstehenden Zahlungen nicht aus dem Auge zu lassen.
  • Zeigen Sie sich nicht unnötig mit Wertgegenständen wie Schmuck oder teuren Uhren in der Öffentlichkeit.
  • Wir raten Ihnen, unter Ihrer Kleidung einen kleinen, eng anliegenden Brustbeutel zu tragen, in dem Sie die wichtigsten Dokumente mitführen können.
  • Handtaschen, Fotoapparate usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen.
  • Stellen Sie im Restaurant Ihre Handtasche nicht unter dem Tisch ab, hängen Sie sie nicht an die Stuhllehne oder Garderobe, sondern behalten Sie sie in Körpernähe.
  • Es wird empfohlen, bei Fahrten in zentrale ländliche Teile der Provinz KwaZulu-Natal und durch die so genannte Transkei in der Provinz Eastern Cape möglichst Hauptverkehrsstraßen zu nutzen.
  • In den übrigen Landesteilen sollten Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr unternommen werden, da Autopannen nach Einbruch der Dunkelheit ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.
  • Es wird davon abgeraten, an Aussichtspunkten oder Rastplätzen Halt zu machen, wenn dort keine anderen Touristen in Sichtweite sind.
  • Aus Sicherheitsgründen wird empfohlen, für die Dauer des Aufenthaltes ein Mobiltelefon mit sich zu tragen.
  • Wenn Ihnen Ihr Reisepass oder Ihre Kreditkarte abhandengekommen sind, informieren Sie bitte unverzüglich die Polizei.

Bitte beachten Sie auch die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Geschichte

Die ersten Bewohner des südlichen Afrika sind die San, die als Jäger und Sammler durch das Land ziehen.

Ab dem 12. Jahrhundert dringen Bantuvölker aus Zentralafrika in den Süden vor. Sie sollten später mit den aus dem Süden in den Norden vorstoßenden Buren, holländischen Farmern, zusammenstoßen. Aufgrund des Fehlens schriftlicher Quellen über die Frühgeschichte ist es allerdings schwer, sichere Aussagen über die Zuwanderung der Bantuvölker zu machen. Archäologische Funde im nördlichen und nordöstlichen Südafrika deuten jedoch darauf hin, dass zwischen 1300 und 1600 die Zuwanderung das Highveld erreicht hat.

Im Jahr 1488 landen Portugiesen unter Bartholomeu Diaz Mossel Bay und 1652 der Holländer Jan van Riebeeck an der Südküste. Die Holländer gründen eine Versorgungsstation der Verenigde Oostindische Compagnie (VOC), des größte Handelsunternehmens der westlichen Welt.

Ab 1653/54 kommen die ersten Sklaven aus Java ans Kap. Nachdem zunächst gute Handelsbeziehungen zwischen den Holländern und den KhoiKhoi bestanden, beginnen bald erste Auseinandersetzungen.
Bereits 1659 wird der erste Wein, der mehr einem Essig ähnelte, produziert.

Von 1666 bis 1679 wird das Castle of Good Hope als Festung, Hauptquartier der VOC, Lager und Gefängnis erbaut. Als Simon van der Stel 1679 neuer Kommandant am Kap wird, erreicht er einen wirtschaftlichen Aufschwung und eine Ausweitung der Kolonie. So wird auch gegen Ende des 17. Jahrhunderts der erste genießbare Wein hergestellt.
Als 1688 wegen der Aufhebung der Glaubensfreiheit in Frankreich die ersten Hugenotten ans Kap kommen, bringen sie auch ihr Wissen um den Weinanbau mit. Die Hugenotten gründen Franschhoek (das „französische Eck“), Paarl und Stellenbosch.

Um die Jahrhundertwende herum ziehen die ersten so genannten Trekburen, trotz des Verbotes der VOC, gen Osten. So wird das Gebiet um etwa 30-40 Meilen pro Jahr ausgedehnt. Dabei stoßen die Trekburen 1779 auf das Volk der Nguni, die zu den Xhosa gehören. Die gewalttätigen Auseinandersetzungen, die so genannten „Kaffernkriege“, dauern fast 100 Jahre an und enden mit der Niederlage der Xhosa.

Die in Europa ab 1780 zwischen Frankreich, England und Holland in unterschiedlichen Allianzen geführten Kriege führen 1795 zur Übernahme der Kolonie am Kap durch England. Die VOC verliert damit endgültig ihre Vorherrschaft am Kap. Zwar wird durch einen Friedensvertrag zwischen England und Frankreich die Kolonie zwischenzeitlich wieder an Holland übergeben, 1806 besetzt England das Land jedoch erneut, das 1814 britische Kronkolonie wird.

Im Jahre 1820 kommen die ersten britischen Siedler ins Land und gründen u. a. Port Elizabeth sowie Grahamstown und in den folgenden Jahren Durban. Ab 1825 ist Englisch offizielle Amts- und Gerichtssprache. Die Buren sprechen weiterhin ihr Holländisch, das 1857 in Paarl als Afrikaans den Status einer eigenständigen Sprache erhält.

Als 1833 die Briten die Sklaverei in der Kapkolonie abschaffen, verlassen viele Buren, die so genannten Voortrekker das Kap, um der Bevormundung der Briten zu entfliehen. Die Abschaffung der Sklaverei im Britischen Empire entzieht nämlich vielen Buren die Existenzgrundlage als Farmer, die billige Arbeitskräfte nutzen.

Zwischen 1836 und 1854 ziehen mehr als 16000 Buren vom Kap nach Norden, und lassen sich vor allem in Transvaal und Natal nieder. Sie gründen, nach zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Zulus, die Republiken Natal (1839), Oranjefreistaat (1842) und Transvaal (1852) als eigene Staaten.

Natal wird bereits 1843 von den Briten annektiert. Nach Kämpfen zwischen Buren und Briten werden das Transvaal 1852 und der Oranjefreistaat 1854 unabhängig. Transvaal und Oranjefreistaat erklären sich 1857 zur Südafrikanischen Republik.

Als 1867 bei Kimberley Diamanten gefunden werden, besetzen die Briten die Diamantenfelder, obgleich auch die Buren einen Anspruch erheben.

Nachdem England 1877 die Südafrikanische Republik annektiert, endet der „Erste Burenkrieg“ (First Anglo-Boer War oder auch First Boer War – 1880/81) mit dem Sieg der Buren. Sie werden von Paul Krüger angeführt, der auch erster Präsident von Transvaal wird.

Im Jahre 1886 werden im Transvaal große Goldvorkommen gefunden. 1899 bricht erneut ein Krieg aus, der von den Engländern auch rücksichtslos gegenüber der Zivilbevölkerung, u. a. mit der Festsetzung der burischen Bevölkerung in „concentration camps“, in denen man die Insassen geplant verhungern läßt, geführt wird. Am Ende des “Zweiten Burenkriegs” (Second Boer War oder Second Anglo-Boer War) von 1899 bis 1902 annektierte Großbritannien Transvaal und den Oranjefreistaat. Alle Siedlungen der Buren werden vernichtet.

Im Jahre 1910 vereinigen sich britischen Kolonien in Südafrika zur Südafrikanischen Union. Louis Botha, der vorher Premierminister von Transvaal war, wird Premierminister.

Im Jahre 1912 wird die erste Partei für Schwarze, der ANC (African National Congress) als Protest- und Bürgerrechtsbewegungen der Schwarzen gegründet.

Die Nationale Partei schürt anti-britische Ressentiments und propagiert die Überlegenheit des weißen Afrikaanertums gegenüber den Schwarzen.

Als 1924 die Nationale Partei an die Regierung gewählt wird, schafft sie zusammen mit der Labour Party die gesetzlichen Grundlagen der späteren Rassentrennung, der Apartheid, zwischen Weißen, Coloureds und Schwarzen. Ab 1948 wird unter Malan und Strijdom sowie Verwoerd die Apartheid vorangetrieben. Unter anderem werden folgende gesetzlichen Regelungen geschaffen:
Ehen zwischen Angehörigen verschiedener Rassen werden verboten,
sexuelle Beziehungen zwischen Weißen und Angehörigen aller anderen Rassen werden unter Strafe gestellt,
für jede ethnische Gruppe werden bestimmte Wohngebiete, Homelands, festgelegt und Schwarze zwangsumgesiedelt,
die Möglichkeit einer höheren Bildung für Schwarze wird stark eingeschränkt.

Alle diese gesetzlichen Regelungen, die mit repressiven Maßnahmen gegen jegliche Opposition durchgesetzt werden, haben zur Folge, dass die Apartheid die Rassen im gesamten öffentlichen und privaten Leben trennt.

Ein Wendepunkt für das Apartheidregime ist das Sharpville-Massaker vom 21. März 1960, bei dem 69 demonstrierende Schwarze von der Polizei erschossen werden. Nachdem ANC und die kommunistische Partei von der Politik des gewaltfreien Widerstandes zum bewaffneten Kampf übergegangen sind, werden 1962 Nelson Mandela, Präsident des ANC, und andere Anführer des schwarzen Widerstands festgenommen und später wegen Hochverrats und Sabotage zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe auf Robben Island verurteilt. Mit der Verurteilung wichtiger Führer des ANC oder deren Flucht ins Exil gelang es Pretoria, den Widerstand für mehrere Jahre zum Erliegen zu bringen. 1976 flammt der Widerstand jedoch wieder auf u. a. im Schüleraufstand von Soweto. Im landesweiten Widerstand sterben mehrere hundert Menschen.

In diesen Jahren wachsen jedoch auch die internationale Kritik und der Druck auf die Regierung und das System der Apartheid, so dass der Staatspräsident Willem Botha einzelne Apartheidbestimmungen aufhebt. Ab 1984 erhalten Asiaten und Mischlinge erweiterte politische Rechte, u. a. werden die Passgesetze und das Verbot der Mischehe aufgehoben.

Im Jahre 1989 tritt Präsident Botha zurück und Frederik Willem de Klerk wird sein Nachfolger. De Klerk verkündet im Parlament das Ende der Apartheid, hebt das Verbot des ANC und weiterer Parteien auf und ebnet so den Weg für erste offizielle Gespräche mit der Opposition. 1990 wird Mandela freigelassen. Südafrika bereitete die ersten allgemeinen und freien Wahlen vor.

1993 werden Nelson Mandela und Frederik de Klerk für ihre Bemühungen um ein demokratisches Südafrika mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Im selben Jahr beschließt die UNO-Vollversammlung die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen Südafrika.
In den ersten freien und allgemeinen Wahlen von 1994 gewinnt der ANC mit über 60 % die meisten Stimmen und Mandela wird erster schwarzer Präsident von Südafrika.

1996 tritt eine neue Verfassung für Südafrika in Kraft.

Bei den zweiten freien Wahlen 1996 wird Thabo Mvuyelwa Mbeki Nachfolger von Mandela.

Weitergehende Informationen finden Sie im Internet u. a.

oder im Sachbuch
Geschichte Südafrikas von Jörg Fisch (Dtv)

oder in dem Roman
Verheißene Erde von James A. Michener (Knauer)

Führerschein & Verkehr

Führerschein
Wenn Sie planen, mit einem Mietwagen zu fahren, benötigen Sie einen internationalen Führerschein. Den können Sie sich bei der örtlichen Kfz-Zulassungsstelle gegen Gebühr ausstellen lassen.

Verkehr
In Südafrika herrscht Linksverkehr, an den Sie sich in der Regel schnell gewöhnen werden. Schauen Sie deshalb immer zuerst nach rechts, dann nach links, wenn Sie die Straße überqueren.

  • Das auf die Straße aufgemalte Wort “ROBOT” kündigt eine Ampel an. An den sogenannten 4 Stopp Kreuzungen hat derjenige Vorfahrt, der als erster die Kreuzung erreicht hat.
  • Ein internationaler Führerschein (zusammen mit dem EU-Führerschein) ist erforderlich.
  • Das Straßennetz ist für Selbstfahrer gut ausgebaut, und die Sehenswürdigkeiten sind in der Regel gut ausgeschildert. Die Gästehäuser sind meistens mit einem braunen Schild am Straßenrand angekündigt.
  • Auf einigen Autobahnen und Landstraßen wird Maut verlangt.
  • Die rechte Fahrbahn ist die Überholspur. Achtung; bei dreispurigen Autobahnen wird auch auf der linken Seite überholt (dies ist nicht illegal in Südafrika, es ist allgemein üblich).
  • Es gibt auch ein Alkoholverbot. Die Einhaltung der Verkehrsregeln wird streng kontrolliert.
  • Es gibt folgende Geschwindigkeitsbegrenzungen: 100 km/h auf der Landstraße, 120 km/h auf Autobahnen und 60 km/h in geschlossenen Ortschaften, 30 – 40 km/h in den Nationalparks. Die Geschwindigkeit wird per Radar kontrolliert.
  • Anschnallen ist Pflicht.
  • Vermeiden Sie, nachts zu fahren und nehmen Sie keine Anhalter mit.
  • Schließen Sie Ihr Fahrzeug immer ab und lassen Sie keine Wertgegenstände im Auto! Öffnen Sie vor den Augen Fremder nicht den Kofferraum, um Dinge ins Auto zu legen.
  • In den größeren Städten wie Johannesburg, Durban und Kapstadt gibt es zu den Hauptverkehrszeiten, d.h. zu Arbeitsbeginn und -ende auch Staus auf der Autobahn. Versuchen Sie, diese Stoßzeiten möglichst zu vermeiden.
  • Fahren Sie nicht alleine in Townships und angrenzende Gebiete, nehmen Sie stattdessen an einer geführten Tour teil, die wir Ihnen empfehlen können.
  • Nehmen Sie für unterwegs immer genügend Wasser oder “Cooldrinks” mit.

Tankstellen
Tankstellen sind in den Städten und entlang den Autobahnen gut verteilt. An den Tankstellen in Südafrika gibt es keine Selbstbedienung. Freundliches Servicepersonal betankt Ihren Wagen und säubert häufig auch die Wagenscheiben. Ihr Tankwart nimmt von Ihnen das Bargeld entgegen und bringt Ihnen eventuelles Wechselgeld aus der Tankstelle zurück. Lassen Sie sich einen Beleg geben (Cash slip). Er freut sich über ein Trinkgeld zwischen zwei und fünf Rand.
Es werden überwiegend keine Kreditkarten akzeptiert. Bitte haben Sie immer ausreichend Barzahlung dabei.

Safariinformationen

Tierbeobachtungen
Beobachten Sie die Tiere in Ruhe und mit möglichst geringer Störung ihrer natürlichen Aktivitäten. Eine laute Unterhaltung während der Tierbeobachtungsfahrt kann die Tiere verjagen.
Versuchen Sie bitte niemals, die Aufmerksamkeit eines Tieres auf sich zu ziehen. Imitieren Sie also nicht die Laute der Tiere, klatschen Sie nicht mit den Händen, schlagen Sie nicht auf das Fahrzeug und werfen Sie auf keinen Fall irgendwelche Gegenstände nach den Tieren.
Respektieren Sie bitte die Entscheidung Ihres Guides/Fahrers bezüglich der Nähe zu Elefanten, Löwen, Geparden und Leoparden. Drängen Sie ihn also bitte nicht, näher an die Tiere heran zu fahren, damit Sie bessere Aufnahmen machen können. Nähert sich ein Fahrzeug dem Tier zu sehr, verjagt man es möglicherweise von seiner Jagdbeute oder verhindert oder unterbricht eine Jagd.

Abfall, besonders Zigarettenfilter, Flaschen und Dosen, die im Nationalpark auf den Boden geworfen werden, können Tiere verletzen, gegebenenfalls sogar so, dass die Verletzung zum Tode führen kann.

Versuchen Sie auf gar keinen Fall ein Tier zu füttern oder sich ihm zu Fuß zu nähern. Dies ist ganz wichtig in der Nähe von Lodges oder Campingplätzen, wo die Tiere schon an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt sind. Wenn Sie in einem offenen Fahrzeug sitzen, wird ein Raubtier Sie nie als Beute betrachten, da die Passagiere mit dem Fahrzeug zu einem Objekt verschmelzen, das zum einen viel zu groß ist, zum anderen weder der Gestalt einer Beute noch deren Geruch entspricht. Bewegen Sie sich jedoch zu Fuß, sieht das ganz anders aus.

Rauchen Sie bitte nicht auf Tierbeobachtungsfahrten. Der trockene afrikanische Busch fängt sehr schnell Feuer und ein Buschfeuer kann viele Tiere töten.

Ein typischer Tag in einer Safari-Lodge
In der Regel sind in Südafrika Pirschfahrten und andere Aktivitäten, die von den Lodges und Camps angeboten werden, bereits im Reisepreis inkludiert. Im Mittelpunkt der Aktivitäten, von Unterkünften die in einem privaten Wildschutzgebiet liegen, stehen Pirschfahrten in offenen Safarifahrzeugen. Wir möchten Ihnen hier eine kurze Erläuterung geben, was Sie während eines klassischen Safaritages erwarten können. Natürlich kann es in der einen oder anderen Lodge bzw. Reiseablauf kleine Abweichungen geben.

Die erste Pirschfahrt findet am frühen Morgen, noch vor dem Frühstück statt. Sie stehen morgens sehr früh auf, um zur Tierbeobachtung in einem Fahrzeug oder zu Fuß zu gehen. Bei Tagesanbruch sind die Tiere noch am aktivsten und am besten zu sehen. Vor der Abfahrt trinken Sie nur einen Tee oder Kaffee und essen eine Kleinigkeit (Toast, Muffins o.ä.). Bei Ihrer Rückkehr ins Camp am Vormittag, wird Ihnen ein reichhaltiges Frühstück serviert (Brunch) und anschließend haben Sie Freizeit zum Ausruhen, Waschen und Lesen.
Gegen 15:30 Uhr (im Winter und Sommer unterschiedlich) unternehmen Sie eine weitere Tierbeobachtungsfahrt oder eine Safari zu Fuß. Zum Sonnenuntergang fährt Ihr Guise zu einem schönen Aussichtspunkt und Sie genießen bei einem Sundowner-Getränk und Snacks den Sonnenuntergang. Anschließend kehren Sie zurück zu Ihrer Lodge/Camp, wo gegen 20:00 Uhr das Abendessen serviert wird.

Fotografie & Film

Mit langer Sonnenscheindauer, trockener Luft, meist optimalen Lichtverhältnissen und großartigen Wolkenbildungen ist Südafrika ein ideales Land für alle, die Freude am Fotografieren haben. Das intensive Licht beschert der Landschaft kräftige, satte Farben und der Himmel beeindruckt durch ein strahlendes Blau oder eindrucksvolle Wolkenformationen. Die Sonnenuntergänge mit ihren tiefen Rot-, Ocker- und Lilafarben bleiben unvergessen. Fügen Sie die Vielfalt der Naturlandschaften, die reiche Tierwelt und die Menschen der Regenbogennation hinzu und Sie erhalten ein Land, das man einfach festhalten muss!
Aufgrund der großen Helligkeit genügen ASA 100-Filme oder eine entsprechende Einstellung bei Digitalkameras. Tagsüber ist ein UV-Filter ratsam. Höher empfindliche Filme (200 oder 400 ASA) sind für die längeren Belichtungszeiten des Teleobjektivs oder für Dämmerungsaufnahmen notwendig.
Nehmen Sie ausreichend Filme bzw. Akkus und Speicherkapazität mit, um die unendliche Vielfalt des Landes festhalten zu können. Kamerazubehör gibt es zu kaufen, allerdings teurer als in Deutschland.
Sie sollten wissen, dass Gebäude, unter anderem Einrichtungen, die der Verteidigung und Sicherheit dienen, in Südafrika nicht fotografiert werden dürfen. Takt und Rücksicht sind immer nötig bei Aufnahmen mit Menschen, denn hier geht es um Stolz und Menschenwürde. Eine freundliche Bitte um Erlaubnis sollte stets vor dem Druck auf den Auslöseknopf stehen.
Lassen Sie die Kamera nie in der Sonne liegen, bewahren Sie die Kamera in einer gut gepolsterten und dicht verschlossenen Fototasche auf, die das Gehäuse vor Umwelteinwirkungen schützt. Gegen Sand und Staub helfen eine Bürste mit eingebautem Blasebalg, Reinigungsflüssigkeit und Linsentücher.

Beste Reisezeit & Klima

Südafrika hat ein gemäßigtes und angenehmes Klima. Die Sommer sind warm bis heiß und die Winter im Süden lassen sich mit gut mit dem deutschen Frühling vergleichen. Die Morgen- und Abendtemperaturen sind jedoch niedriger und die Jahreszeiten entgegengesetzt zu den europäischen.

Frühling: September, Oktober, November
Sommer: Dezember, Januar, Februar
Herbst: März, April, Mai
Winter: Juni, Juli, August

Das Wichtigste vorweg: Südafrika ist ein ausgezeichnetes Reiseziel für das ganze Jahr und zu jeder Jahreszeit eine Reise wert.
Aber je nach Ihren Plänen und Vorstellungen – Wildbeobachtungen? Vogelbeobachtungen? Kapstadt und das Weinland? Kalahari Region oder Karoo? Walbeobachtung? Blumenblüte im Namaqualand? –können andere Zeiten besser für Sie sein. Rufen Sie uns also an und lassen Sie sich beraten. Unsere Telefonnummer finden Sie in der rechten Spalte.

Ein Größenvergleich zwischen Europa und Südafrika zeigt, dass sich – wie hier bei uns – die klimatischen Verhältnisse sehr deutlich unterscheiden. Das Klima reicht von der trockenen Landschaft der Kalahari im Nordwesten über das etwa 1.500 m hoch gelegene Highveld um Johannesburg bis zu subtropischem Klima im Südosten und im Lowveld. Aufgrund des kühlen Atlantiks ist das Klima an der Westküste trockener, an der Ostküste durch den Indischen Ozean feuchter und wärmer.

Während das Highveld, die höher gelegenen Regionen also, im Sommer angenehm warm sind, kann es im Lowveld sehr heiß werden. An der subtropischen Ostküste gibt es im Sommer meist eine hohe Luftfeuchtigkeit. Der Sommer ist auch die Hauptreisezeit der Südafrikaner; dann empfiehlt es sich, rechtzeitig zu buchen.

Das Klima ist von Provinz zu Provinz unterschiedlich. Wenn Sie abends ausgehen, empfehlen wir Ihnen, einen Pullover oder eine leichte Jacke mitzunehmen, da es abends meistens etwas abkühlt. Sie sollten immer auf genügend Flüssigkeitsaufnahme achten.

KAPSTADT
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Max. Temp262625232018171819212425
Mind. Temp1815141298779101315
Regentage54581212111310855

 

DURBAN
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Max. Temp282828262423232323242527
Mind. Temp212120171310101215171820
Regentage1512129755710141615

 

JOHANNESBURG
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Max. Temp252524211916161922242425
Mind. Temp15151311855710121314
Regentage14111173222391313

Die besten Reisezeiten nach Reisezielen (von Norden nach Süden):

Nordosten mit Krüger Nationalpark, private Game Reserves & Lowveld
Die beste Reisezeit für die Tierbeobachtung im Krüger Nationalpark und die Sehenswürdigkeiten im Lowveld sind die Wintermonate, also etwa von Juni bis September. Die Tagestemperaturen sind angenehm, nachts ist es kühl. Vor allem aber ist es eine ideale Zeit für Tierbeobachtungen, denn das Wild muss an die Wasserstellen. Außerdem tragen die meisten Bäume und Büsche keine Blätter, so dass am das Wild besonders gut sehen kann. Wer jedoch Jungtiere sehen möchte, muss im Sommer zwischen Dezember und März kommen. Dann kann es sehr heiß und schwül werden und es kann des Öfteren regnen.

Johannesburg, Pretoria & das Highveld
Im Sommer wird es aufgrund der Höhenlage (etwa 1.500 m) nie zu heiß, nachts kühl sind die Temperaturen angenehm kühl. Man muss mit gelegentlichen Regenfällen rechnen.
Der Winter ist trocken, tagsüber sind die Temperaturen angenehm, nach Sonnenuntergang kann es sehr kühl bis ausgesprochen kalt werden.

Osten mit KwaZulu/Natal
Das Klima Osten von Südafrika mit KwaZulu/Natal wird vom Indischen Ozean bestimmt, so dass es in den Sommermonaten zu starken Niederschlägen kommt. Dann sind zudem die Temperaturen deutlich höher, oft bis über 30 Gard Celsius. Im Gebiet der Drakensberge herrscht aufgrund der Höhenlage jedoch ein gemäßigtes Klima.

Klimatisch angenehm sind die Monate April und Mai sowie der Winter.

Bademöglichkeiten bieten sich entlang der Küste fast das ganze Jahr über an. Je weiter man in den Süden kommt, desto stärker schränkt sich die Badezeit allerdings ein. Im Winter kann das Baden ab Durban und in Richtung Port Elizabeth nur noch für abgehärtete Schwimmer wirklich eine Freude sein.

Südküste , Garden Route & Kleine Karoo
Entlang der Südküste und der Garden Route ist es im Winter zum Baden definitiv zu kalt.
Ansonsten jedoch kann man diese Regionen und auch die Karoo, ein halbwüstenartiges Land, das ganze Jahr über gut bereisen, auch wenn es im Sommer sehr heiß werden kann. Es ist jedoch eine trockene Hitze, die man selbst bei 30 Grad Celsius und mehr gut ertragen kann.
Von Ende Juli bis Anfang Dezember können an der Küste Südafrikas regelmäßig Wale beobachtet werden.

Der Nordwesten mit der Kalahari
In dieser Region muss man im Sommer mit hohen und sehr hohen Temperaturen rechnen, die durchaus belastend für den Kreislauf sein können. Im Winter ist es tagsüber meist sonnig und angenehm, nach Sonnenuntergang fallen die Temperaturen in kurzer Zeit stark ab und es kann sehr kalt werden. Sogar Nachtfröste sind möglich. Warme Kleidung ist absolut vonnöten

Die Westküste
Das Wetter an der Westküste wird vom Benguelastrom bestimmt, der kaltes Wasser aus der Antarktis an der Küste entlang führt.
In den Monaten Juni bis August steigt das Thermometer kaum höher als 20 Grad Celsius; richtig heiß wird es das ganze Jahr über nicht.

Beste Reisezeit für das Namaqualand ist der Frühling, in dem sich ein prachtvolles buntes Blumenparadies entfaltet.

Kapstadt, das Weinland & die Kapregion
Kapstadt, das Weinland und die Kapregion erfreuen sich eines angenehmen mediterranen Klimas ohne extreme Temperaturschwankungen, milden Wintern und warmen Sommern, so dass man die Region als ganzjähriges Reiseziel ansehen kann.

Sobald jedoch im Winter die Sonne untergegangen ist, kann es recht kühl werden.
Im Sommer kann es heftige Winde geben.

Die Wintermonate von Mitte Mai bis Ende August / Anfang September sind kühl. In dieser Zeit gibt es auch die meisten Niederschläge; der Regen fällt aber oft in kurzen Schauern, nach denen es wieder sonnig ist.