Land der Wunder

Simbabwe ist der Geheimtipp schlechthin, wenn Sie nach unberührter und gleichzeitig spektakulärer Natur, einer einzigartigen Tiervielfalt sowie nach angenehmer Ruhe suchen.
Einige der atemberaubenden Höhepunkte, die Sie schon bald erleben können, sind die Victoria Fälle sowie der größte menschengemachte Stausee der Welt, der Lake Kariba. Dieser ist nicht nur Heimat vieler Krokodile und Flusspferde, sondern auch Wasserquelle für viele Landtiere, was für Sie eine exzellente Beobachtungsmöglichkeit darstellt.
Außerdem gibt es viele Nationalparks, die das Land prägen. Eine der größten Elefantenherden der Welt mit vielen Jungtieren wartet auf Sie im Hwange Nationalpark. Der Mana Pools Nationalpark ist UNESCO-Weltnaturerbe, und mit dem Fluss Sambesi ein tolles Ziel für Kanufahrten. Im Gonarezhou Nationalpark hingegen erwartet Sie unberührte Wildnis und viel Ruhe, da dieser Park aufgrund seiner Lage wenig besucht wird.
Was diese und weitere Nationalparks, zum Beispiel der Matusadona und Matobo Nationalpark, eint, ist die faszinierende und atemberaubende Landschaft und die große Anzahl an Tieren, die Sie bestaunen können. Und wenn Ihnen das noch nicht genug ist, können Sie auch noch die Ruinen von Groß-Simbabwe, ein UNESCO Weltkulturerbe, besichtigen.
Simbabwe – ein Land voller Möglichkeiten!

Reisen nach Simbabwe

  • Wildbeobachtung direkt vom Pool aus
    Botswana, Simbabwe

    Abenteuer Botswana

    Erleben Sie in 9 Tagen gemeinsam mit Ihren Kindern ein unvergessliches Abenteuer bei den Viktoria Fällen, Khwai und Okavango Delta. Im Okavango Delta übernachten Sie in einem Camp zur privaten Nutzung.

  • Botswana stilvoll erleben
    Botswana, Simbabwe

    Botswana stilvoll erleben

    Diese erstklassige Flugsafari vereint die spektakulären Viktoria Fälle mit unvergesslichen Wasser- oder Landsafaris im Chobe Nationalpark und privaten Konzessionsgebieten im Okavango Delta.

  • Flusspferd in der Sambesi-Region
    Botswana, Namibia, Simbabwe

    Caprivi – Wunderwelten-Reise

    Die Kleingruppenreise führt Sie zu den Höhepunkten im zentralen Namibia, in den Caprivi, zu einer Stippvisite in Botswanas Chobe Nationalpark und zu den Victoria Fällen als spektakuläres Finale.

  • Flusspferd im Mana Pools Nationalpark
    Simbabwe

    Höhepunkte Simbabwe

    Die atemberaubenden Victoria Fälle, riesige Elefantenherden im Hwange Nationalpark und wildreiche Safarierlebnisse im Mana Pools Nationalpark: Erleben Sie die Höhepunkte Simbabwes.

  • Mit dem Kanu unterwegs auf dem Sambesi
    Simbabwe

    Kanusafari auf dem Sambesi

    Ein unvergessliches Abenteuer: Vier Tage lang fahren Sie mit einem Kanu auf dem Sambesi und entdecken die unberührte Natur und Wildnis Simbabwes aus einer völlig neuen Perspektive.

  • Löwe
    Simbabwe

    Magisches Simbabwe

    Victoria Fälle, Hwange Nationalpark, Lake Kariba und Mana Pools Nationalpark: Bei dieser Reise werden Sie die Wildnis und die Natur Simbabwes von der schönsten Seite kennenlernen.

  • Simbabwe auf eigene Faust erkunden
    Simbabwe

    Simbabwe auf eigene Faust erkunden

    Im eigenen Auto unterwegs erkunden Sie auf dem Weg von Victoria Falls bis nach Harare die zahlreichen Höhepunkte Simbabwes.

  • Sonderreise: Die Perlen Afrikas
    Botswana, Sambia, Simbabwe, Südafrika, Tansania

    Sonderreise: Die Perlen Afrikas

    Von Marokko über Kapstadt bis nach Tansania und Oman: Auf eine außergewöhnlich exklusive Art entdecken Sie während dem Kreuzflug die geheimen Schätze Afrikas.

Highlights & Sehenswürdigkeiten

Ihre Ansprechpartnerin

Daniela Ferschke


Daniela Ferschke
Tour Designerin Südliches Afrika
06101 49 90 22
d.ferschke@ast-reisen.de

Informationen zum Reiseland Simbabwe

Allgemeine Informationen


Bevölkerungszahl
ca. 16,5 Millionen (Stand 2018)

Bevölkerungsdichte
ca. 42 pro km² (Deutschland im Vergleich: 232 pro km²)

Fläche
ca. 390.757 km², etwa 10% größer als Deutschland

Nationalfeiertag
Unabhängigkeitstag: 18. April

Flagge
Je drei dünne horizontale Streifen in grün, gelb und rot laufen von außen nach innen auf einen schwarzes Feld zu. Die Farben sind die der “Zimbabwe African National Union”. An der linken Flaggenseite sieht man ein weißes Dreieck als Zeichen für den Frieden und Fortschritt. Der rote Stern, belegt mit einem goldenen, nistenden und zum Schaft gewandten Vogel, ist das Nationalzeichen.
Flagge seit 18.04.1980

Hauptstadt
Harare (ca. 1,5 Mio. Einwohner)

Geographie
Simbabwe, ein Binnenland, wird umschlossen von Mosambik, Sambia, Botswana und Südafrika. Am Vierländereck treffen sich Sambia, Simbabwe, Botswana und Namibia.
Der Nordwesten besteht hauptsächlich aus Plateaus, bewachsen mit Buschveld und unterbrochen von kleineren, rauen Felsen und glattgeschliffenen Felsrücken, die eine abwechslungsreiche Landschaft entstehen lassen. Im heißen und trockenen Lowveld im südlichen Simbabwe herrscht hauptsächlich Savanne vor, die sich unmerklich zum Limpopo und der südafrikanischen Grenze hin absenkt. Die Eastern Highlands an der Grenze zu Mosambik sind Simbabwes Hauptgebirge. Der höchste Gipfel ist der Nyangani mit 2.592 Metern am nördlichen Ende der Gebirgskette gelegen.

Netzspannung
220V, 50 Hz. Ein Spannungsumwandler wird nicht benötigt. In Simbabwe werden Steckdosen des Typs D&G verwendet, wofür Sie einen Adapter brauchen.
Hin und wieder kann es in Simbabwe zu Stromausfällen kommen. Wir empfehlen daher einen Ersatz-Akku für Ihre Kameras mitzunehmen.

Zeitverschiebung
Während der Winterzeit geht die Uhr in Simbabwe eine Stunde vor, während der deutschen Sommerzeit gibt es keine Unterschiede.

Religion
Etwa 75% Protestanten, ca. 7% Katholiken, außerdem weitere christliche Religionen, traditionelle afrikanische Religionen, 0,5% Muslime. Etwa 10% gehören keiner Religion an.

Sprache
Insgesamt gibt es 16 gleichberechtigte, offizielle Amtssprachen: Englisch, Schona (meistgesprochen), Ndebele (am zweitmeisten gesprochen), außerdem Minderheitensprachen: Chewa, Chibarwe, , Kalanga, Khoisan, Nambya, Ndau, Nord-Ndebele, Shangani, Shona, Sotho, Tonga, Tswana, Venda und Xhosa, darüber hinaus Gebärdensprache.

Geld
Seit dem 24.06.2019 wurde die Wiedereinführung des Simbabwe Dollars durch die Regierung bekannt gegeben.
Sie löst nun die Ära nach Jahren ohne eigene Währung und dem USD als alleiniges Zahlungsmittel nach der Hyperinflation von 2009 ab.
Die Auswirkungen auf internationale Reisende sind dadurch sehr gering. Eine harte Währung wie der US-Dollar ist in Simbabwe weiterhin sehr willkommen. So können die Visagebühren nach wie vor bei der Ankunft in USD in bar bezahlt werden, ebenso die Eintrittsgelder z.B. für die Viktoria Fälle, Rechnungen in Hotels oder Lodges in bar bzw. mit Kreditkarte (Master/Visa).
Bitte beachten Sie, dass Sie nicht mehr als USD 2.000 ohne offizielle Deklaration einführen dürfen.
Den Simbabwe Dollar können Sie, falls nötig, in offiziellen Wechselstuben erhalten.

Telefon & Internet
Landesvorwahl: +263
Das Telefonnetz hat unter dem 2017 abgetretenen Präsident Mugabe stark gelitten. Mobilfunk ist auch in Simbabwe am Kommen, Empfang gerade in ländlichen Regionen kann jedoch nicht immer gewährleistet werden. Falls Sie in Simbabwe telefonieren müssen, lohnt sich die Anschaffung einer Prepaid-Karte.
Internetempfang ist vor allem auf die größeren Städte beschränkt, und hier oft sehr langsam und unterbrochen aufgrund von Stromausfällen. Es gibt mehrere Internetcafés und immer mehr Hotels bieten Wifi an.
Beachten Sie bitte, dass es aufgrund politischer Spannungen und Unruhen zu einer vorübergehenden Abschaltung des Internets kommen kann.

Einreisebestimmungen


Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Simbabwe ein Visum.
Dieses wird bei der Einreise sowohl an den Landesgrenzen sowie auch an den Flughäfen erteilt.

In der Botschaft für Simbabwe in Berlin werden nach derzeitigen Informationen zukünftig keine Visa mehr ausgestellt (Stand Juli 2019). Sollten Sie es im Vorfeld beantragen wollen, können Sie dies online unter der Englisch sprachigen Webseite www.evisa.gov.zw/home machen. Dort werden Sie Schritt für Schritt durch die Beantragung geführt und erhalten nach ca. 48 Stunden Bescheid bzw. die Erteilung des Visums.

Die Gebühren für die Ausstellung eines für die Einreise gültigen Touristenvisums (Single Entry) betragen für deutsche Staatsangehörige z.Zt. ca. 30,- US-Dollar. Für eine zweifache Einreise (Double Entry) fallen Visagebühren in Höhe von ca. 45,- US-Dollar an.
Die Gebühren für das Visum sind bei Einreise bar in US-Dollar zu entrichten. Wechselgeld ist meist nicht vorhanden. Nach Erhalt des Visums sollte umgehend geprüft werden, ob das Visum korrekt erteilt wurde.

Detaillierte Informationen sind unter www.zimimmigration.gov.zw oder bei der Botschaft in Berlin erhältlich.

Botschaften


Botschaft der Republik Simbabwe in der Bundesrepublik Deutschland
Kommandantenstraße 80
10117 Berlin
Telefon: 030 – 206 22 63
Fax: 030 – 204 550 62
Email: infor@zimembassyberlin.com
Winter Öffnungszeiten: Mo bis Do 09:00 bis 16:00 Uhr, Fr 09:00 bis 15:00 Uhr
Sommer Öffnungszeiten: Mo bis Do 09:00 bis 15:00 Uhr, Fr 09:00 bis 13:00 Uhr
Website der Botschaft

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in der Republik Simbabwe
30, Ceres Road, Avondale
P.O. Box A 1475
Harare
Telefon: +263 (0) 242 – 308 656, +263 (0) 242 – 332 326
Notfallnummer: +263 (0) 772 568 343
Öffnungszeiten: Mo bis Do 09:00 bis 15:00 Uhr (nach Terminvereinbarung)
Website der Botschaft

Gesundheit


Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen.
Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarlänger) ist für alle Personen älter als ein Jahr der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Die internationale Impfbescheinigung über die Gelbfieberimpfung hat inzwischen eine lebenslange Gültigkeit.
Das Auswärtige Amt empfiehlt grundsätzlich, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts für Kinder und Erwachsene anlässlich jeder Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphterie, Keuchhusten (Pertussis) sowie gegen Polio, Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza, Pneumokokken und Herpes Zoster (Gürtelrose).
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Meningokokken-Meningitis (ACWY) empfohlen.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung auf dem Lande und in der Hauptstadt ist mit Westeuropa nicht zu vergleichen. Zumindest in der Hauptstadt gibt es einige Kliniken und Krankenhäuser (Privatsektor) mit sehr ordentlichen Verhältnissen. Schwer erkrankte Patienten sollten jedoch nach Südafrika oder Deutschland ausgeflogen werden. In vielen Apotheken findet sich – nicht zuletzt mit Einführung des US-Dollar – wieder eine zufriedenstellende Ausstattung mit Medikamenten.
Bei Reisen in abgelegene Landesteile sollten Sie jedoch eine gut sortierte und individuell abgestimmte Reiseapotheke mit sich führen. Hierzu ist die Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.
Aufgrund oftmals fehlender medizinischer Voraussetzungen für eine ordentliche medizinische Behandlung am Ort wird eine dort gültige Reisekrankenversicherung dringend empfohlen. Diese sollte einen Ambulanz-Rettungsflug mit einschließen. Medizinische Evakuierungen bietet im Gastland Emergency Medical Rescue Services – EMRES – oder auch die Firma ACE Air & Ambulance an. Im medizinischen Notfall wird der komplette Patiententransfer, inklusive Benachrichtigung aller Facharztrichtungen, nach Südafrika organisiert.

Malaria
Simbabwe gehört zur Malaria-Region.
Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Tabletteneinnahme sinnvoll. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden in den betroffenen Regionen empfohlen:
-körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden, geschlossene Schuhe),
-vor allem nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen (z.B. No Bite),
-ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen. Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe des Auswärtigen Amtes.
Es gibt einen Bekleidungsstoff, der so fest gewebt ist, dass er keine Mückenstiche durchlässt. Der Stoff heißt G-1000. Die Firma Fjäll Räven stellt diesen Stoff her.

Durchfall
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände.

Bitte beachten Sie:
Weitere, detaillierte Informationen finden Sie unter “Medizinische Hinweise” des Auswärtigen Amtes.
Grundsätzlich empfehlen wir vor Reisebeginn mit Ihrem Hausarzt oder einem Tropen – bzw. Reisemediziner sich über Ihre geplante Reise nach Simbabwe hinsichtlich Ihrer Gesundheitsvorsorge individuell beraten zu lassen.
Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden können nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Geschichte


Die frühe Geschichte des heutigen Simbabwe ist im Zusammenhang der Geschichte des südlichen Afrikas insgesamt zu sehen, ist aber nur wenig dokumentiert. Etwa in der Zeit von 50.000 bis 10.000 vor Christus besiedelten mit den San (Buschmännern) verwandte Jäger und Sammler den Subkontinent. Bis circa zur Zeitenwende entwickelte sich Viehzucht und Töpferei.

Bis etwa 800 nach Christus drangen Bantu sprechende Völker in das Gebiet zwischen Sambesi und Limpopo. Sie betrieben Viehzucht und Wanderhackbau. Dort entstand im 9. und 10. Jahrhundert eine Kultur mit großen Siedlungen von mehreren Tausend Einwohnern, unter anderem Musina, heute die nördlichste Stadt der Republik Südafrika. Die Bantuvölker werden heute als Vorfahren der Shona gesehen, die die Mehrheit der Bevölkerung von Simbabwe ausmachen (70%).

Ab etwa 1250 entwickelte sich das so genannte Groß-Simbabwe, von dem noch Ruinen im heutigen Simbabwe als “Great Zimbabwe Ruins” erhalten sind. Dieses Reich ging im 15. Jahrhundert aus noch nicht vollkommen geklärten Gründen unter. Möglicherweise sorgte die Bevölkerungskonzentration für eine Auslaugung der Landressourcen.

Vom 15. bis Anfang des 19. Jahrhunderts folgten mehrere Reiche aufeinander, bis das Nguni-Volk der Ndebele 1835 in das Land einwanderten und die Shona unterwarfen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelang es dem englischen Minen-Magnat und Kolonialpolitiker Cecil Rhodes mit skrupellosen und betrügerischen Methoden sowie der Anwendung von Gewalt das Gebiet des heutigen Simbabwe und Malawi 1891 zum britischen Protektorat zu machen. Die sich gegen die weiße Vorherrschaft erhebenden Ndebele und Shona wurden vernichtend besiegt und ihrer wirtschaftlichen Grundlagen beraubt.

1911 wurde das Land geteilt: Nordrhodesien (heute Sambia) und Südrhodesien (Simbabwe). 1930 wurde das Land in weiße und schwarze Siedlungsgebiete aufgeteilt und so die afrikanische Landwirtschaft in ertragsarme Gebiete verdrängt. 1953 wurden die beiden Teile Rhodesiens wieder vereinigt und mit Njassaland, heute Malawi, zur Föderation von Rhodesien und Njassaland unter Führung von Roy Welensky verbunden.

Anfang der 1950er Jahre wurde die wirtschaftliche Lage der schwarzen Bevölkerung durch die Regierung weiter verschlechtert. So durfte jede Familie auf ihrem höchstens 3,2 ha umfassenden Land nur noch Vieh in beschränkter Zahl weiden. Die Rechte der Häuptlinge auf Landzuteilung wurden beschnitten. Das Gesetz zwang viele Schwarze in die Städte, wo sie in den ihnen zugewiesenen Townships ein Proletariat und eine Arbeitsreserve für die weiße Wirtschaft bildeten.

Im November 1965 erklärte die weiße Minderheitsregierung unter Ian Smith ohne Einbeziehung Großbritanniens einseitig die Unabhängigkeit Rhodesiens. Die Mehrzahl der afrikanischen politischen Führer ging daraufhin ins sambische Exil oder wurde von der weißen Regierung inhaftiert. 1970 wurde die Republik ausgerufen, die lediglich von Südafrika anerkannt wurde. Aufgrund des Zensuswahlrechts war die schwarze Bevölkerung nur unzureichend in die politischen Entscheidungsprozesse eingebunden.

Ab 1966, mit einschneidender Wirkung erst ab 1973, kam es zum Guerillakrieg zwischen ZANU- und ZAPU-Rebellen und der Regierung sowie zu Sanktionen der UN. Ab 1977 wurden Gespräche zu einer Übergansregierung geführt, 1979 trat eine neue Verfassung in Kraft. Die Übergangsregierung, von Großbritannien nicht anerkannt, bestand allerdings nicht aus zentralen Akteuren der Kriege, wie zum Beispiel der Patriotic Front. Nach wochenlangen Verhandlungen in London 1979 wurde der Weg für eine anerkannte Unabhängigkeit und Neuwahlen unter Einbeziehung der Patriotic Front freigemacht.

An den ersten Wahlen im Jahr 1980 nahmen über 93% der Wahlberechtigten teil. Dabei gewann die ZANU mit deutlicher Mehrheit und erhielt 57 Sitze im 100-köpfigen Parlament (20 Sitze waren nach dem Lancaster-House-Abkommen für Weiße reserviert). Premierminister wurde Robert Mugabe von der ZANU. Er berief auch Joshua Nkomo von der ZAPU sowie zwei Weiße in sein Kabinett. Am 18. April 1980 wurde Simbabwe formal unabhängig. Doch auch in den Folgejahren kam es immer wieder zu Unruhen.

1987/88 kam es zu Verfassungsänderungen, das Amt des Premierministers wurde abgeschafft und Mugabe wurde Staatspräsident. In den Folgejahren wurde er immer wiedergewählt, zum Teil begleitet vom Vorwurf des Wahlbetrugs. Seit den 1980er Jahren regierte er das Land zunehmend diktatorisch, Oppositionelle wurden unterdrückt und verhaftet. 2001 nahm der Niedergang der Wirtschaft dramatische Formen an, es kam zu Hungersnöten, Hilfslieferungen wurden per Dekret untersagt. In den folgenden Jahren kam es daher vermehrt zu Unruhen und Hungerrevolten.

Im November 2017 übernahm das Militär faktisch die Kontrolle und zwang den mittlerweile 93-jährigen Mugabe zum Rücktritt. Neuer Präsident wurde Mugabes Parteifreund Emmerson Mnangagwa, der 2018 in Wahlen als Amtsinhaber bestätigt wurde.

Klima & beste Reisezeit


Simbabwe ist ein Land, das man das ganze Jahr über bereisen kann. Es herrscht subtropisches bis tropisches Klima. Man unterscheidet zwischen 3 Jahreszeiten: eine Regenzeit von November bis März (90% der jährlichen Niederschläge), eine kühle Trockenzeit von Mai bis August und eine warme Trockenzeit von August bis Oktober. Die Sommer (November bis März) sind teils sehr schwül und heiß (bis über 35°C, vor allem im Westen und Sambesi Tal), die Winter angenehm warm (25°C).

In den Orten auf der Hochebene herrscht ein milderes Klima mit angenehmen und freundlichen Tagen und kühlen Nächten. Im Winter kann es hier auch Nachtfrost geben (bis –5°C). Durch die niedrige Lage der Nationalparks im Süden und Norden des Landes sowie am Karibasee, ist dort meist ein wärmeres Klima vorzufinden.

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temp 28 28 29 28 27 24 24 27 31 33 31 29
Mind. Temp 18 18 17 14 10 10 6 8 13 17 18 18
Regentage 15 13 7 2 1 0 0 0 0 4 8 14

Beste Reisezeit für Tierbeobachtungen
Für Safaris gilt: je trockener, desto besser. Die beste Zeit für Tierbeobachtungen sind also die regenärmeren Monate von März bis November, insbesondere die Zeit zwischen August und Oktober, wenn die Trockenzeit ihren Höhepunkt erreicht. Die Vegetation ist dann nicht so dicht wodurch sich das Wild nicht so gut verstecken kann und gezwungen ist, die permanenten Wasserstellen aufzusuchen. Für Sie also beste Voraussetzungen für ausgiebige Tierbeobachtungen.

Für Safaris im Hwange Nationalpark sollten Sie beachten, dass es zwischen Juni und August besonders nachts sehr kalt werden kann. Gelegentlich gibt es Nachfrost und Sie sollten daher vor allem für die Pirschfahrten am frühen Morgen warme Kleidung einpacken. Der Oktober hingegen ist der heißeste Monat mit Temperaturen bis zu 34°C.

Im Mana Pools Nationalpark sind ebenfalls die Monate August, September und Oktober zu empfehlen, wenn das Wild zum Trinken an den Sambesi kommt. Im Oktober kann es jedoch ebenfalls sehr heiß werden. Die heißesten Monate sind November bis Februar. Während dieser Zeit bestimmen allerdings häufige Regenfälle und Gewitter das Wetter. Aufgrund von Überflutungen haben vielen Camps und Lodges von Ende November bis Anfang April geschlossen.

Beste Reisezeit für die Victoria Fälle
Die Victoria Fälle entspringen aus dem Sambesi und liegen genau zwischen den beiden Ländern Sambia und Simbabwe. Obendrein haben sie eine sehr ungewöhnliche Form und sind die Heimat einer Vielzahl an unterschiedlichen wilden Tieren, welche relativ leicht gesichtet werden können. Aufgrund dessen sind die Victoria Fälle sehr beliebt. Dadurch, dass sich der Wasserstand des Sambesis während des Jahres periodisch verändert, variiert auch der Wasserstand der Victoria Fälle:

„Hoher Wasserstand“ tritt zwischen Februar und Juli auf, und hat seinen Höhepunkt zwischen März und April. Während diesen Monaten steigt das Wasser des Sambesi Flusses um bis zu 1 Meter an, was wiederum zu einem Anstieg von 5 Metern in der Schlucht führt. Der Sprühnebel/Regen der Fälle ist zu dieser Jahreszeit sehr dicht, durchnässend und von dicken Regenbögen umgeben – was einen fantastischen Anblick vor allem von der Luft aus garantiert. Fotoaufnahmen könnten jedoch zum Teil schwierig werden.

„Niedriger Wasserstand“ tritt zwischen August und Januar ein und ist am geringsten zwischen November und frühem Dezember. Zu dieser Zeit ist der Sprühnebel/Regen der Fälle gering und die Besucher können die geologische Formation der Fälle in voller Länge und Breite erkennen. Das Wasser in der Schlucht geht zurück und der Sambesi Fluss wird seinem Ruf als beste Wildwasserrafting Destination gerecht.

Hinweis: Während des niedrigen Wasserstandes ist der Anblick der Fälle auf der Simbabwe Seite beeindruckender, besonders in den Monaten Oktober, November, Dezember, wenn der Regen noch keinen großen Unterschied machen konnte.