Land der Wunder

Simbabwe ist der Geheimtipp schlechthin, wenn Sie nach unberührter und gleichzeitig spektakulärer Natur, einer einzigartigen Tiervielfalt sowie nach angenehmer Ruhe suchen.
Einige der atemberaubenden Höhepunkte, die Sie schon bald erleben können, sind die Victoria Wasserfälle sowie der größte menschengemachte Stausee der Welt, der Lake Kariba. Dieser ist nicht nur Heimat vieler Krokodile und Flusspferde, sondern auch Wasserquelle für viele Landtiere, was für Sie eine exzellente Beobachtungsmöglichkeit darstellt.
Außerdem gibt es viele Nationalparks, die das Land prägen. Eine der größten Elefantenherden der Welt mit vielen Jungtieren wartet auf Sie im Hwange Nationalpark. Der Mana Pools Nationalpark ist UNESCO-Weltnaturerbe, und mit dem Fluss Sambesi ein tolles Ziel für Kanufahrten. Im Gonarezhou Nationalpark hingegen erwartet Sie unberührte Wildnis und viel Ruhe, da dieser Park aufgrund seiner Lage wenig besucht wird.
Was diese und weitere Nationalparks, zum Beispiel der Matusadona und Matobo Nationalpark, eint, ist die faszinierende und atemberaubende Landschaft und die große Anzahl an Tieren, die Sie bestaunen können. Und wenn Ihnen das noch nicht genug ist, können Sie auch noch die Ruinen von Groß-Simbabwe, ein UNESCO-Weltkulturerbe, besichtigen.
Simbabwe – ein Land voller Möglichkeiten!

Reisen nach Simbabwe

  • Botswana stilvoll erleben
    Botswana, Simbabwe

    Botswana stilvoll erleben

    Diese erstklassige Flugsafari vereint die beeindruckenden Victoria Wasserfälle mit unvergesslichen Tierbegegnungen im Chobe Nationalpark und Okavango-Delta.

  • Flusspferd in der Sambesi-Region
    Botswana, Namibia, Simbabwe

    Caprivi – Wunderwelten-Reise

    Diese Reise führt Sie zu den verführerischen Schokoladenseiten Namibias, einer Stippvisite in Botswanas Chobe Nationalpark und mit den Victoria Wasserfällen in Simbabwe als spektakuläres Finale.

  • Elefantenfamilie in Botswana
    Botswana, Simbabwe

    Familienreise “Abenteuer Botswana”

    Erleben Sie auf großer Familienreise gemeinsam mit Ihren Kindern ein unvergessliches Abenteuer in Botswana.

  • Flusspferd im Mana Pools Nationalpark
    Simbabwe

    Höhepunkte Simbabwe

    Erleben Sie die Höhepunkte Simbabwes mit den Victoria Wasserfällen, Hwange Nationalpark und Mana Pools Nationalpark.

  • Mit dem Kanu unterwegs auf dem Sambesi
    Simbabwe

    Kanusafari auf dem Sambesi

    Erleben Sie bei der viertägigen Kanusafari die unberührte Natur Simbabwes aus einer neuen Perspektive. Eine ideale Reise und unvergessliches Abenteuer für erfahrene Afrikareisende.

  • Magisches Simbabwe
    Simbabwe

    Magisches Simbabwe

    Simbabwe ist eines der schönsten und vielfältigsten Länder Afrikas und verspricht unvergessliche Safarierlebnisse. Während dieser Reise lernen Sie neben den Viktoria Wasserfällen gleich drei Nationalparks des Landes kennen.

  • Sonderreise Air Cruise: Die Perlen Afrikas
    Botswana, Sambia, Simbabwe, Südafrika, Tansania

    Sonderreise Air Cruise: Die Perlen Afrikas

    Auf eine außergewöhnlich exklusive Art entdecken Sie während dem Kreuzflug die schönsten Orte Afrikas.

Highlights & Sehenswürdigkeiten

Ihre Ansprechpartnerin

Daniela Ferschke


Daniela Ferschke
Tour Designerin Südliches Afrika
06101 49 90 22
d.ferschke@ast-reisen.de

Informationen zum Reiseland Simbabwe

Allgemeine Informationen

Bevölkerungszahl
ca. 16,5 Millionen (Stand 2018)

Bevölkerungsdichte
ca. 42 pro km² (Deutschland im Vergleich: 232 pro km²)

Fläche
ca. 390.757 km², etwa 10% größer als Deutschland

Nationalfeiertag
Unabhängigkeitstag: 18. April

Flagge
Je drei dünne horizontale Streifen in grün, gelb und rot laufen von außen nach innen auf einen schwarzes Feld zu. Die Farben sind die der “Zimbabwe African National Union”. An der linken Flaggenseite sieht man ein weißes Dreieck als Zeichen für den Frieden und Fortschritt. Der rote Stern, belegt mit einem goldenen, nistenden und zum Schaft gewandten Vogel, ist das Nationalzeichen.
Flagge seit 18.04.1980

Hauptstadt
Harare (ca. 1,5 Mio. Einwohner)

Geographie
Simbabwe, ein Binnenland, wird umschlossen von Mosambik, Sambia, Botswana und Südafrika. Am Vierländereck treffen sich Sambia, Simbabwe, Botswana und Namibia.
Der Nordwesten besteht hauptsächlich aus Plateaus, bewachsen mit Buschveld und unterbrochen von kleineren, rauen Felsen und glattgeschliffenen Felsrücken, die eine abwechslungsreiche Landschaft entstehen lassen. Im heißen und trockenen Lowveld im südlichen Simbabwe herrscht hauptsächlich Savanne vor, die sich unmerklich zum Limpopo und der südafrikanischen Grenze hin absenkt. Die Eastern Highlands an der Grenze zu Mosambik sind Simbabwes Hauptgebirge. Der höchste Gipfel ist der Nyangani mit 2.592 Metern am nördlichen Ende der Gebirgskette gelegen.

Netzspannung
220V, 50 Hz. Ein Spannungsumwandler wird nicht benötigt. In Simbabwe werden Steckdosen des Typs D&G verwendet, wofür Sie einen Adapter brauchen.
Hin und wieder kann es in Simbabwe kann es zu Stromausfällen kommen. Wir empfehlen daher einen Ersatz-Akku für Ihre Kameras mitzunehmen.

Zeitverschiebung
Während der Winterzeit geht die Uhr in Simbabwe eine Stunde vor, während der deutschen Sommerzeit gibt es keine Unterschiede.

Religion
Etwa 75% Protestanten, ca. 7% Katholiken, außerdem weitere christliche Religionen, traditionelle afrikanische Religionen, 0,5% Muslime. Etwa 10% gehören keiner Religion an.

Sprache
Insgesamt gibt es 16 gleichberechtigte, offizielle Amtssprachen: Englisch, Schona (meistgesprochen), Ndebele (am zweitmeisten gesprochen), außerdem Minderheitensprachen: Chewa, Chibarwe, , Kalanga, Khoisan, Nambya, Ndau, Nord-Ndebele, Shangani, Shona, Sotho, Tonga, Tswana, Venda und Xhosa, darüber hinaus Gebärdensprache.

Geld
Von 1980 bis 2015 war der Simbabwe-Dollar die offizielle Währung Simbabwe. Nach starker Hyperinflation wurde der Simbabwe-Dollar 2009 ausgesetzt und 2015 endgültig abgeschafft.
Seit 2009 sind der US-Dollar, der südafrikanische Rand und der Euro als offizielles Zahlungsmittel zugelassen, 2015 auch der Renminbi, die Währung der Volksrepublik China. Der US-Dollar ist dabei die gängigste Währung.
Die Versorgung mit Bargeld durch Abhebung mit internationalen Bankkarten an Bankautomaten ist fast unmöglich. Kreditkarten werden nur noch sehr selten akzeptiert; wenn überhaupt, dann zumeist Visa-Kreditkarten, Mastercard und andere hingegen kaum noch.
Touristische Einrichtungen wie Hotels, Lodges, Camps, Restaurants, Läden, Aktivitäten-Veranstalter und auch Tankstellen bieten mehrheitlich die Möglichkeit der Zahlung mit Kreditkarte, vor allem in Städten. Ausnahmen sind aber auch hier möglich, vor allem in abgelegenen, ländlichen Gebieten.
In der Regel sind in unseren Reise Vollpension sowie Aktivitäten enthalten. Die Nebenkosten vor Ort sind daher überschaubar. Nichtsdestotrotz sollten Sie ihre Reise mit ausreichend Bargeld antreten, am besten in US-Dollar in kleinen Scheinen, da nicht immer ausreichend Wechselgeld vorhanden ist. Das Auswärtige Amt weist zudem auf das erhöhte Diebstahlrisiko hin. Es ist ratsam, nach Ankunft größere Geldbeträge in Hotels etc. im Safe zu deponieren, um das Diebstahlrisiko zu minimieren.

Telefon & Internet
Landesvorwahl: +263
Das Telefonnetz hat unter dem 2017 abgetretenen Präsident Mugabe stark gelitten. Mobilfunk ist auch in Simbabwe am Kommen, Empfang gerade in ländlichen Regionen kann jedoch nicht immer gewährleistet werden. Falls Sie in Simbabwe telefonieren müssen, lohnt sich die Anschaffung einer Prepaid-Karte.
Internetempfang ist vor allem auf die größeren Städte beschränkt, und hier oft sehr langsam und unterbrochen aufgrund von Stromausfällen. Es gibt mehrere Internetcafés und immer mehr Hotels bieten Wifi an.
Beachten Sie bitte, dass es aufgrund politischer Spannungen und Unruhen zu einer vorübergehenden Abschaltung des Internets kommen kann.

Einreisebestimmungen

Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Simbabwe ein Visum.
Dieses wird nur bei der Einreise an den Landesgrenzen sowie auch an den Flughäfen erteilt. Die Gebühren für die Ausstellung eines für die Einreise gültigen Touristenvisums (Single Entry) betragen für deutsche Staatsangehörige z.Zt. ca. 30,- US-Dollar. Für eine zweifache Einreise (Double Entry) fallen Visagebühren in Höhe von ca. 45,- US-Dollar an.
Die Gebühren für das Visum sind bei Einreise bar in US-Dollar zu entrichten. Wechselgeld ist meist nicht vorhanden. Nach Erhalt des Visums sollte umgehend geprüft werden, ob das Visum korrekt erteilt wurde.

Botschaften

Botschaft der Republik Simbabwe in der Bundesrepublik Deutschland
Kommandantenstraße 80
10117 Berlin
Telefon: 030 – 206 22 63
Fax: 030 – 204 550 62
Email: infor@zimembassyberlin.com
Winter Öffnungszeiten: Mo bis Do 09:00 bis 16:00 Uhr, Fr 09:00 bis 15:00 Uhr
Sommer Öffnungszeiten: Mo bis Do 09:00 bis 15:00 Uhr, Fr 09:00 bis 13:00 Uhr
Website der Botschaft

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in der Republik Simbabwe
30, Ceres Road, Avondale
P.O. Box A 1475
Harare
Telefon: +263 (0) 242 – 308 656, +263 (0) 242 – 332 326
Notfallnummer: +263 (0) 772 568 343
Öffnungszeiten: Mo bis Do 09:00 bis 15:00 Uhr (nach Terminvereinbarung)
Website der Botschaft

Gesundheit

Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen.
Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarlänger) ist für alle Personen älter als ein Jahr der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Die internationale Impfbescheinigung über die Gelbfieberimpfung hat inzwischen eine lebenslange Gültigkeit.
Das Auswärtige Amt empfiehlt grundsätzlich, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts für Kinder und Erwachsene anlässlich jeder Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphterie, Keuchhusten (Pertussis) sowie gegen Polio, Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza, Pneumokokken und Herpes Zoster (Gürtelrose).
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Meningokokken-Meningitis (ACWY) empfohlen.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung auf dem Lande und in der Hauptstadt ist mit Westeuropa nicht zu vergleichen. Zumindest in der Hauptstadt gibt es einige Kliniken und Krankenhäuser (Privatsektor) mit sehr ordentlichen Verhältnissen. Schwer erkrankte Patienten sollten jedoch nach Südafrika oder Deutschland ausgeflogen werden. findet sich – nicht zuletzt mit Einführung des US-Dollar – wieder eine zufriedenstellende Ausstattung mit Medikamenten.
Bei Reisen in abgelegene Landesteile sollten Sie jedoch eine gut sortierte und individuell abgestimmte Reiseapotheke mit sich führen. Hierzu ist die Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.
Aufgrund oftmals fehlender medizinischer Voraussetzungen für eine ordentliche medizinische Behandlung am Ort wird eine dort gültige Reisekrankenversicherung dringend empfohlen. Diese sollte einen Ambulanz-Rettungsflug mit einschließen. Medizinische Evakuierungen bietet im Gastland Emergency Medical Rescue Services – EMRES – oder auch die Firma ACE Air & Ambulance an. Im medizinischen Notfall wird der komplette Patiententransfer, inklusive Benachrichtigung aller Facharztrichtungen, nach Südafrika organisiert.

Malaria
Simbabwe gehört zur Malaria-Region.
Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Tabletteneinnahme sinnvoll. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden in den betroffenen Regionen empfohlen:
-körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden, geschlossene Schuhe),
-vor allem nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen (z.B. No Bite),
-ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen. Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe des Auswärtigen Amtes.
Es gibt einen Bekleidungsstoff, der so fest gewebt ist, dass er keine Mückenstiche durchlässt. Der Stoff heißt G-1000. Die Firma Fjäll Räven stellt diesen Stoff her.

Durchfall
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände.

Bitte beachten Sie:
Weitere, detaillierte Informationen finden Sie unter “Medizinische Hinweise” des Auswärtigen Amtes.
Grundsätzlich empfehlen wir vor Reisebeginn mit Ihrem Hausarzt oder einem Tropen – bzw. Reisemediziner sich über Ihre geplante Reise nach Simbabwe hinsichtlich Ihrer Gesundheitsvorsorge individuell beraten zu lassen.
Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden können nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Geschichte

Die frühe Geschichte des heutigen Simbabwe ist im Zusammenhang der Geschichte des südlichen Afrika insgesamt zu sehen, ist aber nur wenig dokumentiert. Etwa in der Zeit von 50.000 bis 10.000 vor Christus besiedelten mit den San (Buschmännern) verwandte Jäger und Sammler den Subkontinent. Bis circa zur Zeitenwende entwickelte sich Viehzucht und Töpferei.

Bis etwa 800 nach Christus drangen Bantu sprechende Völker in das Gebiet zwischen Sambesi und Limpopo. Sie betrieben Viehzucht und Wanderhackbau. Um etwa 1.000 nach Christus folgten ihnen das später Shona genannte Volk.

Ab etwa 1250 entwickelte sich das so genannte Groß-Simbabwe, von dem noch Ruinen im heutigen Simbabwe als “Great Zimbabwe Ruins” erhalten sind. Dieses Reich ging im 15. Jahrhundert aus noch nicht vollkommen geklärten Gründen unter.

Im 15. bis Anfang des 19. Jahrhunderts folgten mehrere Reiche aufeinander, bis aus dem Süden Ndebele, den Zulu zugehörig, aufgrund der Ausdehnung des Zulu-Reiches unter dem Herrscher Shaka in den Norden wanderten. Sie wichen auch vor den aus dem Süden vordringenden Buren und britischen Siedlern nach Norden aus und besiedelten das nach ihnen benannte Matabeleland im heutigen Simbabwe.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelang es dem englischen Minen-Magnat Cecil Rhodes mit skrupellosen und betrügerischen Methoden sowie der Anwendung von Gewalt das Gebiet des heutigen Simbabwe und Malawi 1891 zum britischen Protektorat zu machen. Die sich gegen die weiße Vorherrschaft erhebenden Ndebele und Shona wurden vernichtend besiegt und ihrer wirtschaftlichen Grundlagen beraubt.

1907 wurde das Protektorat in die Kolonie Njassaland umgewandelt.
Im Jahre 1923 entscheiden sich die weißen Siedler dafür, dass das nun Rhodesien genannte Land britische Kolonie wird. In den folgenden Jahren wird das Land in schwarze Reservate und weiße Siedlungsgebiete eingeteilt. Den Schwarzen wird lediglich ein knappes Drittel des Landes, zumeist auf den weniger fruchtbaren Böden, zugewiesen. Anfang der fünfziger Jahre wird die wirtschaftliche Lage der schwarzen Bevölkerung durch die Regierung weiter verschlechtert. So darf jede Familie auf ihrem höchstens 3,2 ha umfassenden Land nur noch Vieh in beschränkter Zahl weiden. Die Rechte der Häuptlinge auf Landzuteilung werden beschnitten. Das Gesetz zwingt viele Schwarze in die Städte, wo sie in den ihnen zugewiesenen Townships ein Proletariat und eine Arbeitsreserve für die weiße Wirtschaft bilden.

Im Jahre 1953 bilden Süd- und Nordrhodesien (das spätere Sambia) sowie das Protektorat Nyassaland (Malawi) die Zentralafrikanische Union, die sich 1963 wieder auflöst.
Nachdem in den Jahren von 1957 mehrer politische Parteien der Opposition und Widerstandsbewegung, denen Joshua Nkomo und Robert Mugabe angehörten, gegründet und prompt verboten worden waren, tritt 1961 die Zimbabwe African People´s Union (ZAPU) auf, von der sich aber bald die Zimbabwe African National Union (ZANU) abspaltet. Die ZANU nennt als ihre Ziele Umverteilung des Landes, freie Bildung für alle, Abschaffung der rassistischen Gesetze und die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien.

Im November 1965 erklärt die weiße Regierung der Rhodesian Front ohne Einbeziehung Großbritanniens einseitig die Unabhängigkeit Rhodesiens. Großbritannien und später auch die Vereinten Nationen verhängen Sanktionen. Es gelingt der Regierung, den Guerilla-Verbänden von ZANU und ZAPU, die bereits drei Jahre vorher mit Sabotageakten begonnen hatte, schwere Niederlagen zuzufügen. Nachdem weitere Verhandlungsversuche zwischen Großbritannien und Rhodesien, das sich 1970 zur Republik erklärt hatte, gescheitert waren, u. a. weil die Afrikaner nicht mitwirken durften, begann die ZANU einen Befreiungskrieg von Mozambique aus.
Nach Verhandlungen mit den USA und Südafrika 1976 akzeptiert der rhodesische Regierungschef Smith im Prinzip die Bildung einer Mehrheitsregierung innerhalb von zwei Jahren. Großbritannien beruft alle Parteien zu einer Rhodesien-Konferenz nach Genf ein. Sie scheitert. ZANU und ZAPU schließen sich zur Patriotischen Front (PF) zusammen und verstärken ihre militärischen Operationen. Smith bildet ein Bündnis mit gemäßigten schwarzen Führern wie Bischof Abel Muzorewa, um eine so genannte interne Lösung voranzutreiben.

Bei Wahlen 1979 ohne ZANU und ZAPU wird Muzorewa Ministerpräsident einer Übergangsregierung von Simbabwe-Rhodesien. Sie wird von der britischen Regierung nicht anerkannt.
Der britischen Premierministerin Margaret Thatcher gelingt es Anfang August, alle beteiligten Parteien zu einer Verfassungskonferenz ins Lancaster-House nach London einzuladen. Die Verhandlungen beginnen im September und enden im Dezember mit der Unterzeichnung eines Friedensplanes zur Unabhängigkeit Simbabwes. Die Parteien einigen sich in London auf eine neue Verfassung sowie freie und allgemeine Wahlen. Das Land wird wieder unter britische Verwaltung gestellt.

An den ersten Wahlen im Jahr 1980 nehmen über 93 Prozent der Wahlberechtigten teil. Aufgrund des nie überwundenen Misstrauens treten ZANU und ZAPU wieder getrennt an. Die ZANU gewinnt mit deutlicher Mehrheit und erhält 57 Sitze im 100-köpfigen Parlament (20 Sitze sind nach dem Lancaster-House-Abkommen für Weiße reserviert). Premierminister wird Robert Mugabe von der ZANU. Er beruft auch Joshua Nkomo von der ZAPU sowie zwei Weiße in sein Kabinett. Am 18. April 1980 wird Simbabwe formal unabhängig.

Im April 1995 gewinnt die ZANU/PF in den Parlamentswahlen 118 der 120 Sitze und ein Jahr später wird Mugabe erneut zum Staatspräsidenten gewählt. Im Laufe der folgenden Jahre verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage des Landes zum Teil dramatisch. Die Enteignung von weißen Farmern führt zu einem Einbruch in der Lebensmittelproduktion, Preiserhöhungen führen zu gewaltsamen Protesten in Harare. 1999 bildet sich eine neue Partei, die Bewegung für Demokratischen Wandel – Movement for Democratic Change mit dem Gewerkschaftsführer Morgan Tsvangirai an der Spitze.

Begleitet von zumindest geduldeten Landbesetzungen wird 2000 ein Programm zur Landumverteilung verkündet und mit rechtlich fragwürdigen Mitteln und mit Gewalt durchgesetzt. Neun von zehn kommerziellen Farmen werden konfisziert. Viele dieser Farmen gehen in den Besitz führender Politiker oder einflussreicher einheimischer Geschäftsleute. Diese Politk zerstört praktisch die gesamte kommerzielle Landwirtschaft und führt zu drastischen Verlusten an Devisenerlösen. Die Landfrage hat in Simbabwe – aber auch in den Nachbarländern – eine hohe emotionale Komponente, die von Politikern leicht instrumentalisiert werden kann und in Simbabwe seit Ende der 1990er Jahre instrumentalisiert wurde. Bei den Parlamentswahlen im Juni verliert die MDC nur knapp gegen die ZANU. Im Wahlkampf war es zu massiven Einschüchterungen Oppositioneller und gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Parteien gekommen.

Im folgenden Jahr 2001 nimmt der Niedergang der Wirtschaft von Simbabwe weiter dramatische Formen an. Die Auslandsschulden belaufen sich auf 4,5 Mrd. US$, die Inflation steigt über 55%. IWF und Weltbank stellen wegen der fehlenden rechtsstaatlichen Verhältnisse ihre Zahlungen für Simbabwe ein. Augrund der Landbesetzungen fällt die Ernte um ca. 42% geringer aus als im Vorjahr. Obwohl eine Million Menschen an Hunger leiden, verbietet Mugabe im November den Hilfsorganisationen per Dekret, Nahrungsmittelhilfe zu Die Regierung erhöht die Repression.

Das Parlament billigt im Januar 2002 ein umstrittenes Pressegesetz, das alle Medien einer strikten Kontrolle unterwirft. Im Februar verhängt die EU Sanktionen gegen Simbabwe.
Bei den Präsidentschaftswahlen im März setzt sich Robert Mugabe gegen seinen Herausforderer Morgan Tsvangirai von der MDC knapp durch. Der Wahlkampf wird von gewaltsamen Auseinandersetzungen begleitet. Internationale Beobachter erklären die Wahlen als nicht korrekt durchgeführt. Die Opposition erkennt das offizielle Ergebnis nicht an. Morgan Tsvangirai wird mit zwei weiteren MDC-Mitgliedern im April wegen Hochverrats vor Gericht gestellt.

Zu Jahresbeginn 2003 erlebt Simbabwe Hungerrevolten. In Bulawayo und Chitungwiza kommt es zu Zusammenstößen mit der Polizei. Während der Hochverratsprozess gegen Tsvangirai beginnt, beschließt die EU im Februar die Fortführung der Sanktionen. Auf einen erfolgreichen Generalstreik im März folgt eine Welle von Verhaftungen.

Der regionale und internationale Druck auf die Regierung wächst. Im Mai treffen sich die Staatschefs Südafrikas, Nigerias und Malawis in Harare mit Präsident Mugabe und Oppositionsführer Tsvangirai, um Wege zur Überwindung der andauernden Krise auszuloten. Im Juni wird Tsvangirai erneut verhaftet und des Hochverrats angeklagt.

Die MDC, die nach einem erfolgreichen Generalstreik im März bereits Nachwahlen in Harare gewonnen hatte, erringt im August einen deutlichen Sieg bei Kommunalwahlen in zwölf Städten. Mit Robert Mugabe, der zunächst der Hoffnungsträger Afrikas war, werden nun Korruption, Misswirtschaft und politische Gewalt verbunden.

Klima & beste Reisezeit

Simbabwe ist ein Land, das man das ganze Jahr über bereisen kann. Es herrscht subtropisches bis tropisches Klima. Man unterscheidet zwischen 3 Jahreszeiten: eine Regenzeit von November bis März (90% der jährlichen Niederschläge), eine kühle Trockenzeit von Mai bis August und eine warme Trockenzeit von August bis Oktober. Die Sommer (November bis März) sind teils sehr schwül und heiß (bis über 35°C, vor allem im Westen und Sambesi Tal), die Winter angenehm warm (25°C).

In den Orten auf der Hochebene herrscht ein milderes Klima mit angenehmen und freundlichen Tagen und kühlen Nächten. Im Winter kann es hier auch Nachtfrost geben (bis –5°C). Durch die niedrige Lage der Nationalparks im Süden und Norden des Landes sowie am Karibasee, ist dort meist ein wärmeres Klima vorzufinden.

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temp 28 28 29 28 27 24 24 27 31 33 31 29
Mind. Temp 18 18 17 14 10 10 6 8 13 17 18 18
Regentage 15 13 7 2 1 0 0 0 0 4 8 14

Beste Reisezeit für Tierbeobachtungen
Für Safaris gilt: je trockener, desto besser. Die beste Zeit für Tierbeobachtungen sind also die regenärmeren Monate von März bis November, insbesondere die Zeit zwischen August und Oktober, wenn die Trockenzeit ihren Höhepunkt erreicht. Die Vegetation ist dann nicht so dicht wodurch sich das Wild nicht so gut verstecken kann und gezwungen ist, die permanenten Wasserstellen aufzusuchen. Für Sie also beste Voraussetzungen für ausgiebige Tierbeobachtungen.

Für Safaris im Hwange Nationalpark sollten Sie beachten, dass es zwischen Juni und August besonders nachts sehr kalt werden kann. Gelegentlich gibt es Nachfrost und Sie sollten daher vor allem für die Pirschfahrten am frühen Morgen warme Kleidung einpacken. Der Oktober hingegen ist der heißeste Monat mit Temperaturen bis zu 34°C.

Im Mana Pools Nationalpark sind ebenfalls die Monate August, September und Oktober zu empfehlen, wenn das Wild zum Trinken an den Sambesi kommt. Im Oktober kann es jedoch ebenfalls sehr heiß werden. Die heißesten Monate sind November bis Februar. Während dieser Zeit bestimmen allerdings häufige Regenfälle und Gewitter das Wetter. Aufgrund von Überflutungen haben vielen Camps und Lodges von Ende November bis Anfang April geschlossen.

Beste Reisezeit für die Victoria Wasserfälle
Die Victoriafälle entspringen aus dem Sambesi und liegen genau zwischen den beiden Ländern Sambia und Simbabwe. Obendrein haben sie eine sehr ungewöhnliche Form und sind die Heimat einer Vielzahl an unterschiedlichen wilden Tieren, welche relativ leicht gesichtet werden können. Aufgrund dessen sind die Victoriafälle sehr beliebt. Dadurch, dass sich der Wasserstand des Sambesis während des Jahres periodisch verändert, variiert auch der Wasserstand der Victoriafälle:

„Hoher Wasserstand“ tritt zwischen Februar und Juli auf, und hat seinen Höhepunkt zwischen März und April. Während diesen Monaten steigt das Wasser des Sambesi Rivers um bis zu 1 Meter an, was wiederum zu einem Anstieg von 5 Metern in der Schlucht führt. Der Sprühnebel/Regen der Fälle ist zu dieser Jahreszeit sehr dicht, durchnässend und von dicken Regenbögen umgeben – was einen fantastischen Anblick vor allem von der Luft aus garantiert. Fotoaufnahmen könnten jedoch zum Teil schwierig werden.

„Niedriger Wasserstand“ tritt zwischen August und Januar ein und ist am geringsten zwischen November und frühem Dezember. Zu dieser Zeit ist der Sprühnebel/Regen der Fälle gering und die Besucher können die geologische Formation der Fälle in voller Länge und Breite erkennen. Das Wasser in der Schlucht geht zurück und der Sambesi River wird seinem Ruf als beste Wildwasserrafting Destination gerecht.

Hinweis: Während des niedrigen Wasserstandes ist der Anblick der Fälle auf der Simbabwe-Seite beeindruckender, besonders in den Monaten Oktober, November, Dezember, wenn der Regen noch keinen großen Unterschied machen konnte.