Prüfender Blick des Silberrückens durchs Blätterwerk

Allgemein

Der Nationalpark ist als DER Gorillapark Ruandas bekannt. Er ist weltweit berühmt geworden durch seine Berggorillas und die amerikanische Primatologin Dian Fossey, die ihr Leben der Erforschung und dem Schutz der Tiere widmete.

Lage

Er liegt im äußersten Nordwesten des Landes. Die Staatsgrenze zwischen Ruanda, der Demokratischen Republik Kongo und Uganda verläuft über die Gipfel der Virunga-Vulkane. Der Park ist Teil eines grenzübergreifenden Schutzgebiets mit dem Virunga Nationalpark und dem Mgahinga Nationalpark. Die drei Parks werden getrennt voneinander verwaltet.

Geschichte

Aus dem 1925 gegründeten Albert-Nationalpark entstanden nach der Teilung 1969 zwei Parks: zum einen der Virunga-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo, zum anderen der Volcanoes Nationalpark in Ruanda. Der Park wurde 1994 im Gefolge des Genozids in Ruanda geschlossen, aber Ende der 90er wiedereröffnet. Die Berggorillas sind auch heute noch der Hauptgrund für den Besuch des Parks.

Flora und Fauna

Der Park schützt auf einer Höhe zwischen 2.400 und 4.500m den tropischen Regenwald an den Hängen der freistehenden Vulkane. Bis 3.000m wächst vorwiegend Bambus, darüber ist Bergnebelwald mit Lobelien und Senezien vorherrschend, über 4.000m liegt die afro-alpine Trockenzone. Der Nationalpark geht abrupt in landwirtschaftlich intensiv und dicht bevölkertes Land über, weshalb es wenig freilebende Säugetiere gibt. Da es über 150 Vogelarten gibt, bieten sich auch Vogelbeobachtungen an.
Hauptattraktion sind die Gorillas: Die Suche nach den Gorillas führt durch dichten Bergwald mit engen Pfaden, steilen Hängen mit Büschen und Lianen und abgestorbenen Baumstämmen auf dem Boden. Der Aufstieg kann also recht anstrengend werden. Alle Mühen und Anstrengungen werden jedoch von einem großartigen und unvergleichlichen Erlebnis belohnt, das nur wenigen Menschen vergönnt ist – der Begegnung mit den sanftesten Riesen der Welt, den Berggorillas.
Die wenigen Gäste dürfen sich eine Stunde lang bei den Gorillas aufhalten und müssen dann wieder absteigen. Beim Auf- und beim Abstieg ergeben sich immer wieder großartige Ausblicke über die Vulkane der Bergkette und die fruchtbare Landschaft am Fuße der Vulkane.

Beste Reisezeit

Das gesamte Gebiet ist sehr niederschlagsreich – regnen kann es hier eigentlich immer. Am ehesten trocken ist es von Juni bis September und Dezember bis Februar. Die Gorillas halten sich aber weiten unter am Berg auf in der feuchteren Saison, während sie in der Trockenzeit in höheren Regionen anzutreffen sind – was zur Folge eine längere Gehzeit bedeutet.

Unterkünfte

Virunga Lodge, Mountain Gorilla View Lodge, Sabyinyo Silverback Lodge