Bootsfahrt in Walvisbay

Lage

Lüderitz, das Städtchen an der rauen Atlantikküste, liegt ca. 800 km von Windhoek entfernt. Die Gründerstadt Namibias wurde am Rande der Namib Wüste auf nacktem Granitfelsen erbaut.

An einer natürlichen Bucht gelegen und geschützt durch die „Lüderitzhalbinsel“ ist der Ost ein Paradies für Seevögel und wird zudem intensiv für die Zucht von Austern genutzt.

Geschichte

Die Geschichte des Örtchens beginnt 1488. Damals landet dort der portugiesische Seefahrer Bartholomeu Diaz, nennt die Stelle “Angra Pequeria” (Kleine Bucht) und errichtet ein Steinkreuz. Eine Nachbildung davon kann heute noch am so genannten Diaz-Point besichtigt werden.

Jahrhunderte später, im Mai 1883, erwirbt der Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz das Gebiet, welches nun seinen Namen trägt. Als etwas später englische Kriegsschiffe den Hafen von Lüderitz blockieren, ruft der Händler das Deutsche Reich zur Hilfe. Reichskanzler Bismarck sendet die Marine, die 1884 in Lüderitz die deutsche Fahne hisst – die Geburtsstunde der deutschen Kolonie Südwestafrika.

Als im Juni 1908 ein Beamter der Deutschen Reichsbahn in Südwestafrika sein Pflichtbewusstsein für einige Tage vergaß, da begann die Blütezeit einer in jeder Hinsicht ungewöhnlichen Stadt. August Stauch, jener Bahnmeister, hatte den richtigen Instinkt und stieß seinerzeit auf Diamanten. Einige Monate später war Stauch Multimillionär und Lüderitz die reichste Stadt Afrikas. Doch mit der Verlagerung des Diamantenabbaus 1920 verging der Boom, und Lüderitz schrumpfte wieder auf seine ursprünglichen Maße. Heute leben noch rund 8.000 Menschen in dem Ort – viele von ihnen Nachfahren jener Pioniere, die mit Lüderitz ein Stück Deutschland im südlichen Afrika geschaffen hatten.

Sehenswürdigkeiten

Noch heute kann das Stadtbild von Lüderitz diese Vergangenheit kaum verheimlichen. Die Ankunft in dem verschlafenen Küstenörtchen mit Blick auf die Felsenkirche wirkt wie eine Reise durch die Zeit. Adrette, helle Häuschen im Kolonialstil blicken von den steinig, kargen Hügeln vorwitzig auf die blaue See hinunter. Gemütlich tuckern kleine Fischerboote über den südlichen Atlantik, in friedlicher Eintracht mit Möwen und Pinguinen – es ist einfach eine andere Welt.

Ein markantes Etikett für deutsche Architektur drückt vor allem das Goerkehaus der Stadt auf. Am Hang des Diamantberges gelegen, wurde es wie die meisten Gebäude zwischen 1908 und 1914 erbaut. Auch die Felsenkirche ist eine Attraktion des Ortes, besonders wenn die Abendsonne durch ihre bunten Fenster scheint und den Altar in wirklich sakralen Farben erstrahlen lässt. Das Museum in der Diaz Straße informiert über die Geschichte der Stadt und des Diamantenbergbaus.

Auf der Haifischinsel, eine schmale Landzunge nördlich des Stadtkerns, steht das Denkmal von Adolf Lüderitz und von hier aus haben Sie eine wundervolle Aussicht auf die Stadt und den Hafen. Natürlich lädt auch der Hafen selbst zum Staunen ein. Hier herrscht ständig reges Treiben, denn neben dem Tourismus und dem Diamantenabbau leben die Menschen der Stadt hauptsächlich von der Fischerei.

Lohnenswert ist auch ein Besuch des Naturschutzgebietes auf der „Lüderitzhalbinsel“, mit seinen kleinen Buchten und unberührten Stränden. Die Überfahrt führt Sie um die Lagune herum, wo es oft Flamingos zu sehen gibt.

Am Abend laden auf der Waterfront Meile zahlreiche exzellente Restaurants zum leckeren Essen von fangfrischem Fisch, Muscheln, Austern und Hummer ein. Bars, Cafés, Boutiquen und Souvenirläden finden Sie hier ebenfalls.

Unterkunft

In Lüderitz möchten wir Ihnen gerne das Lüderitz Nest Hotel empfehlen.