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Lage

Kolmanskop, die berühmte deutsche Geisterstadt, liegt ca. 15 km von Lüderitz entfernt. Der Name Kolmanskop lässt sich von Johnny Coleman ableiten. Dieser transportiere mit seinem Ochsenkarren Waren zwischen Keetmanshop und Lüderitzbucht. 1905 kam er in einen Sandsturm und konnte sich retten, seinen Karren jedoch nicht. So wurde an dieser Stelle, wo er sein Gespann zurücklassen musste, später die Stadt Kolmanskop errichtet.

Geschichte

Nachdem Adolf Lüderitz schon viele Jahre tot war, begann im Jahr 1908 der Diamantenrausch in Lüderitz. Ein Arbeiter der Eisenbahngesellschaft, Zacharias Lewala, fand den ersten Diamanten und zeigte diesen seinem Vorgesetzten August Stauch. Dieser hielt den Fund zunächst geheim, doch schon bald stürmten alle in die Wüste mit der Hoffnung auf Diamanten und das damit verbundene Glück. Schnell wurde ein Sperrgebiet eingerichtet und Claims abgesteckt. Der Ort Kolmanskop entstand in wenigen Jahren in der kargen Sandwüste.

Kolmanskop und das 30 km entfernte Elizabeth Bay, wo zunächst der Diamentenabbau industriell stattfand wurden nach dem ersten Weltkrieg unter die Kontrolle des südafrikanischen Diamanten-Monopolisten De Beers in Kimberley genommen, wenig später gingen die Funde zurück und die beiden Orte wurden zu Geisterstädten.

Sehenswürdigkeiten

Kolmanskop können Sie nur mit einer geführten Tour besichtigen. Sie müssen sich jedoch nicht vorher anmelden, sondern können sich einfach zu den Zeiten der Führungen vor Ort einfinden. Zwei Führungen finden Montag bis Samstag jeweils am Vormittag statt. An Sonn- und Feiertagen nur um 10 Uhr.
Während dieser Führungen erfahren Sie alles Interessante über die ehemalige Diamantenstadt. Ein Museum, im ehemaligen Kasino der Stadt, erzählt viel über den Diamantenabbau in der Region. Ein Restaurant sowie ein Souvenirshop befinden sich ebenfalls auf dem Gelände der Geisterstadt.

Sollten Sie die Geisterstadt alleine erkunden möchten, müssen Sie sich vorab ein Permit in Lüderitz, bei Lüderitz Safaris & Tours besorgen. Mit diesem Permit können Sie die Geisterstadt bereits zur aufgehenden Sonne, bei bestem Licht zum Fotografieren, durch einen Seiteneingang besuchen.

Bitte bedenken Sie, dass ab Mittag oft ein Wind aufkommt, der durch die Namib Wüste sehr unangenehm sein kann.

Exkursion Pomona

Pomona hat seinen Namen durch die vorgelagerte Insel „Pomona Island“. Die Siedlung liegt ca. 40 km südlch von Kolmanskop und 4 km von der Atlantikküste im Sperrgebiet. Damals war Pomona eine der ertragreichsten Gebiete des Diamentenabbau, anfangs konnte man diese mit der bloßen Hand im Sand einsammeln, später wurden mehr als 1 Mio. Karat (zwischen 1912 und 1914) gefördert. Heute ist Pomona ebenso eine Geisterstadt und kann mit Sondergenehmigung besucht werde. Diese muss mind. 3 Tage vor dem geplanten Besuch bei Coastaways Tours in Lüderitz beantragt werden.

Exkursion Sperrgebiet

Das ehemalige Diamantensperrgebiet wird seit 2008 nur noch als Sperrgebiet Nationalpark bezeichnet. Die Gewinnung der Diamanten zieht sich immer weiter in den andere Gebiete zurück und so ist es geplant das Gebiet dem Namib Skelettküsten Nationalpark anzugliedern. Für den Besuch des Sperrgebietes benötigen Sie ein Permit, welches Sie in Lüderitz mind. 6 Tage vor Ihrem Besuch beantragen können. Bei dem Besuch des Gebietes kommen Sie zu den Orten Pomona, Märchtal Valley und einer weiteren Geisterstadt, der Bogenfels Ghost Town vorbei.

Exkursion Oranjemund – Diamantenabbau heute

Als dritt größter Diamantenlieferant der Welt ist Namibia nicht unbedeutend. Die Mine bei Oranjemund ist eine der größten. Die Stadt, in der nahezu alle Bewohner für den Diamantenabbau arbeiten, war bis 2011 Eigentum des Konzerns NAMBED. Seit 2012 gibt es einen Stadtrat. Oranjemund ist dennoch für Besucher geschlossen und darf nur von Bewohnern betreten werden. Ein Großteil des Diamantenabbaus findet auch schon auf See im Atlantik statt.