Gepardenporträt
Omaheke Region

Lage

Die Harnas Wildlife Foundation befindet sich auf der Harnas Gästefarm in der Omaheke Region, etwa 100 km nördlich von Gobabis. Von Windhoek aus ist das Schutzgebiet in einer halbtägigen Fahrt, ca. 300 km, gut zu erreichen.

Geschichte

Die Harnas Wildlife Foundation (HWF) ist eine Organisation in Namibia. Sie betreibt ein Tier-Waisenhaus und medizinisches Zentrum, das missbrauchte, verletzte und gefangen gehaltene wilde Tiere aus Namibia, Botswana und den südlichen Ländern Afrikas aufnimmt. Die Harnas Wildlife Foundation wurde 1993 von der Familie van der Merwe gegründet. Heute trägt sich die Stiftung u. a. durch Spenden und durch ein Freiwilligenprogramm.

Flora und Fauna

Die Farm umfasst verschiedene Gehege, eine Volontärs-Zentrale, eine Gästefarm und ein Schutzgebiet – Lifeline – um das Haupthaus. Im Schutzgebiet leben Geparden, Löwen, Karakals, Meerkatzen, Mungos, Zebras, Paviane, Springböcke, Wildhunde, Leoparden, Krokodile und weitere Tiere, wobei sich der Tierbestand situationsbedingt ändert. Sobald die Tiere fit und in der Lage sind die Anlagen zu verlassen, werden sie in die Freiheit oder in das Schutzgebiet entlassen.

Bevölkerung

Die Harnas Wildlife Foundation kümmert sich auch besonders um die in der Region lebenden San. Die San waren ursprünglich ein Volk, das halb-nomadisch lebte und sich von der Jagd und dem Sammeln von Honig sowie Wurzeln und Früchten ernährte. Da heutzutage ihre Jagdgründe von Farmen eingenommen wurden, leben viele San am unteren Ende der sozialen Skala und sind gezwungen, sich der modernen Gesellschaft anzupassen – einem Konzept, das allem fremd gegenüber steht, das sie wertschätzen. Auf Harnas lebt und arbeitet eine große Gemeinschaft von San. Durch ihre Mitarbeit bei der Tierfütterung und allen Farmarbeiten spielen sie eine wichtige Rolle in der Vision und Mission von Harnas. Vor nicht allzu langer Zeit war das Kalahari-Becken ihr Zuhause …

Auf Harnas unterstützen Marieta, Schalk und Jo van der Merwe die San im Überlebenskampf in ihrer veränderten Umwelt. Sie riefen die Cheeky Cheetah Kindertagesstätte in Leben: eine bunte und geschäftige Vorschule. Die Kinder sollen alle Fähigkeiten lernen, die zum Besuch einer Schule notwendig sind. Ziel ist es, die Liebe zum Lernen zu wecken, moralische Werte nahezulegen, hygienische Grundregeln zu erlernen und die Kinder emotional, physisch und akademisch auf den Schulbesuch vorzubereiten.

Die Harnas Wildlife Foundation bittet Sie, San Kindern zu helfen, indem Sie eine Patenschaft für ein Kind übernehmen.

Reisezeit

Harna hat seine Tore das ganze Jahr über geöffnet. Im afrikanischen Sommer können Sie die Farm täglich von 07:00 bis 20:00 Uhr, im Winter von 07:00 bis 19:00 Uhr besuchen.

Aktivitäten / Projekte

Das “Life Line”-Projekt
Das Ziel des Life Line-Projekts ist die Schaffung eines ausgewogenen und sicheren 8.000 ha großen Gebietes für all die Tiere, die Kandidaten für eine Auswilderung sind. In diesem Gelände haben sie die Möglichkeit, sich wieder an ihre natürliche Umgebung anzupassen. In dieser Sicherheitszone, in der die Tiere ohne menschlichen Einfluss leben, können sie ihre animalischen Fähigkeiten und Instinkte entwickeln. Hier lernen sie erneut, Gefahren zu erkennen, ihre Umgebung einzuschätzen und welche Feinde man besser nicht herausfordert.

Sollte dieser Versuch jedoch scheitern, kommt das Tier zurück in ein geräumiges Gehege, wo es versorgt wird, bis es bereit ist, ein zweites Mal den Weg in die Wildnis zu wagen.

Wild Dog Project – Wildhund Projekt
Der Afrikanische Wildhund ist einer der am stärksten bedrohten Raubtiere Afrikas. Der Bestand dieser einheimischen Tiere ist in den letzten 30 Jahren in einem solch alarmierenden Maße gefallen, dass nur noch kleine Wildhundgruppen in 14 Ländern leben, wo es vorher 39 waren. In diesen 14 Ländern gibt es nur noch 6 Populationen mit mehr als 100 Hunden. Eine der wenigen in Gefangenschaft lebenden Wildhund-Populationen Namibias befindet sich auf Harnas. Diese Gruppe stammt aus verschiedenen Rudeln. Alle Hunde des ersten Rudels auf Harnas waren schwerwiegend verwundet. Ein zweites Rudel von Jungtieren kam 1996 aus der Otjozondjupa Region nach Harnas. 2008 stießen zwei weitere Rudel dazu, eines erneut aus der Otjozondjupa Region, das andere aus der Oshikoto Gegend. Harnas beherbergte in 2011 29 Afrikanische Wildhunde.

Unterkunft

Zur Übernachtung bietet sich die Harnas Gästefarm an.