Wrack an der Skeleton Coast Namibias

Lage

Die Skelettküste im Nordwesten Namibias ist eine der beeindruckendsten und lebensfeindlichsten Landschaften der Welt. Der 16.000 km² große Skeleton Coast Park beginnt etwa 75 km nördlich der Robbenkolonie bei Cape Cross. Der Park umfasst den gesamten nordwestlichen Küstenstreifen Namibias. Er ist etwa 500 Kilometer lang und bis zu 60 Kilometer breit.

Man kann die Skelettküste in zwei Bereiche aufteilen:
Im südlichen Teil vom Ugab River bis Torra Bay ist der Park ein für die Allgemeinheit zugänglich, jedoch benötigen Sie an den Eingangstoren bei Soingbockwater und Ugabmund ein Permit. Dieses bekommen Sie in Windhoek, Swakopmund oder an den Eingängen selbst.
Der zweite Teil, reicht von Torry Bay bis hinauf zum Kunene an der Grenze zu Angola. Dieser Bereich ist nicht frei zugänglich. In diesen Teil des Skeleton Coast Park können Sie nur mit einer gebuchten Tour über ein örtliches Safariunternehmen gelangen, welche dafür eine speziell erteile Konzession und Qualifikation hat. In dieser Region liegt auch das landschaftlich reizvollste Gebiet des Nationalparks. Es ist eine wirklich atemberaubende, wilde und menschenleere Region. Die kühle Luft vom Ozean trifft auf die warme Wüstenluft, so dass das Land fast jeden Morgen mit Nebel bedeckt ist, der die für Flora und Fauna überlebenswichtige Feuchtigkeit bringt.

Ganz im Süden des eigentlichen Skeleton Coast Park liegt das Naherholungsgebiet, das National West Coast Tourist Recreation Area. Dieses gehört ebenfalls zur Skelettküste, ist jedoch ein eigenständiger ca. 180 km langer Küstenabschnitt. Dieser Küstenabschnitt reicht von der Mündng des Ugab bis nach Swakopmund und Walvis Bay. Da es für jedermann zugänglich ist, ist es auch bei Anglern, wegen seines großen Fischreichtums sehr beliebt. Doch nicht nur die Angler freuen sich über diesen Reichtum, auch die Zwergpelzrobben von Cape Cross.

Geschichte

Geologisch gehört ein Großteil der Skelettküste mit einem Alter von bis zu 1,5 Milliarden Jahren zu den ältesten Gesteinsformationen der Erde.
Über die Herkunft des Namens gibt es zwei Versionen: Zum einen sagt man, der Name kommt davon, dass hier ehemals viele Wale strandeten und ihr Leben lassen mussten. Die Skelette zierten die Küste. Ovahimbas nutzen die Knochen zum Bau ihrer Hütten.
Die zweite Version ist, dass die Skelettküste den Schiffen, die hier wegen des Wetters im Laufe der Jahrhunderte sanken, seinen Namen verdankt. Die Seeleute, die das Unglück überlebten und sich an Land retten konnten, verdursteten meistens in der trockenen Wüste.

2010 wurde der Abschnitte des Naherholungsgebietes des Skelettküste in den neuen Dorob Nationalpark integriert.

Flora und Fauna

Viele beeindruckende Tiere haben sich trotz der lebensfeindlichen Umgebung an das Leben an der Skelettküste angepasst. Da wären zum einen Wüstenelefanten, Nashörner, Wüstenlöwen, Braune Hyänen, Schakale, Giraffen, Oryxe, Kudus, Zebras und die Robben bei Cape Cross.

Trotz kaum vorhandener Niederschläge, haben sich auch einige Pflanzen an das Wüstenklima angepasst und leben von dem täglichen Nebel. Da wäre die Welwitschia, die !Nara Melone, verschiedene Lithops-Sukkulenten, Flechten und Bleistiftbüsche.

Reisezeit

Die Benguela Strömung bringt kaltes, an Plankton und Fischen reiches Wasser aus der Antarktis und mäßigt die Temperaturen entlang der Küste. Die durchschnittlichen Temperaturen schwanken zwischen 28 Grad Celsius und 10 Grad Celsius. Selbst die Sommer sind sehr mild.

Aktivitäten

Die Region der Skelettküste können Sie auf organisierten Touren entdecken und erleben. Auch Rundflüge eröffnen Ihnen einen Blick über die lebensfeindliche Region Namibias und deren atemberaubende Weite. Angeln können Sie in dem ausgewiesenen Naherholungsgebiet.

Übernachtungen

Direkt im Skelettküsten Nationalpark liegt das Terrace Bay Camp, welches wir Ihnen als Übernachtung empfehlen möchten. In unmittelbarer Nähe zur Skelettküste befindet sich das Hoanib Skeleton Coast Camp, auch dieses ist zu empfehlen.