Sonnenuntergang in der Kalahari

Der Tod des Okavango ist die Auferstehung der Kalahari-Wüste

Lage

Der Gondwana Kalahari Park befindet sich nordöstlich von Mariental. Mariental selbst entstand im Jahre 1894 und wurde nach Maria Brandt, der Ehefrau des ersten deutschen Siedlers der Region, Hermann Brand, benannt.

Geschichte

1937 erwarb der deutsche Fürst Friedrich Hermann zu Solms die fast 50.000 ha große Farm Dabib und ließ sie zunächst von einem Verwalter bewirtschaften. Nachdem er als Gegner Hitlers während des Zweiten Weltkrieges all seinen Besitz verlor, zog er 1948 mit seiner Familie nach Dabib. An seinem Lieblingsplatz am ‘Solmschen Posten’ wurde er begraben. Sein Sohn Friedrich Wilhelm verkaufte später Teile von Dabib, darunter auch ein 10.000 ha großes Stück namens Anib, das weiter zur Schafzucht und ab 1992 auch als Gästefarm genutzt wurde.
Im Dezember 2004 erwarb die Gondwana Desert Collection die Farm Anib und wandelte sie um zum Gondwana Kalahari Park. Die Schafzucht wurde eingestellt, die inneren Zäune demontiert und wildgerechte Wasserstellen eingerichtet, so dass sich die Tiere wieder frei bewegen können. Gäste des Parks sind auf den Rundfahrten nicht nur begeistert vom vielen Wild, sondern wundern sich auch stets über das Kreuz am ‘Solmschen Posten’. Der Gondwana Kalahari Park ist auch deshalb von Bedeutung, weil es in der südlichen Kalahari nur wenige Naturschutzgebiete gibt.

Flora und Fauna

Nicht nur jeder Fotograf gerät ins Schwärmen: Der Gondwana Kalahari Park wird geprägt von einer malerischen Landschaft aus lang gestreckten Dünen und Tälern, mit ihrem roten Sand, gelben Gras und grünen Akazien. In dem privaten Naturschutzgebiet erlebt man die schönsten Seiten der Kalahari.
Das 100 km² große Gebiet des Gondwana Kalahari Parks ist Heimat typischer Tiere der Kalahari wie Springbock, Gemsbock, Schakal und Löffelhund sowie Strauß, Riesentrappe und vieler weiterer Vogelarten. Der Park umfasst zwei Vegetationstypen: Die Baum- und Strauchsavanne der Südlichen Kalahari, mit Gräser und Akazien, und das Karas Zwergstrauchland, das bereits der Nama Karoo zugerechnet wird.

Wer sich für Geologie interessiert, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Das riesige Kalahari-Becken mit seinen gewaltigen Mengen an Sedimenten entstand nach dem Bruch des Ur-Kontinents Gondwana vor etwa 120 Mio. Jahren. Die Hunderte Kilometer langen und bis zu 30 m hohen Längsdünen allerdings bildeten sich erst vor 16.000 bis 2. 000 Jahren. Im nahe gelegenen Ort Stampriet kann man übrigens sehen, dass die Kalahari reich an Grundwasser ist: Im Tal des Auob sprudelt es in mehreren artesischen Quellen zutage.

Bevölkerung

Wo Wasser ist, gibt es auch Menschen. Schon vor Jahrtausenden haben Jäger und Sammler die Gegend durchstreift. Etwa im 16. Jahrhundert siedelten hier Nama der ‘Roten Nation’. Der Ort Hoachanas galt als ihr Zentrum. Später kamen auch Gruppen der Orlam, mit den Nama verwandt, aus dem Süden. Ende des 19. Jahrhunderts hat Hendrik Witbooi, Kaptein der Witbooi Nama, Land in dieser Gegend – darunter auch das Gebiet des heutigen Parks – an europäisch stämmige Siedler verkauft.

Reisezeit

Für die Reise in die Kalahari gibt es keine Jahreszeit, die nicht völlig ungeeignet ist. Sie sollten sich nur auf die folgenden klimatischen Bedingungen einstellen und entsprechend vorbereiten.

Im afrikanischen Sommer, von Dezember bis Februar/März sind die Temperaturen typisch für eine Wüste, tagsüber sehr heiß und kühlen nachts nur wenig ab. Ganz anders im afrikanischen Winter, Juni und Juli. Hier sind tagsüber die Temperaturen zwar sehr angenehm mit 25 °C, jedoch kann es nachts auch frieren.

Aktivitäten

Auf Wanderungen oder Pirschfahrten können Sie den geschützten Gondwana Canyon Park erleben. Oder Sie genießen die Stunden des Sonnenuntergangs auf der Terrasse bzw. bei einem Candle-light-Dinner im Restaurant und lassen sich von den Spezialitäten des Hauses verwöhnen.

Unterkünfte

Die perfekten Unterkünfte im Gondwana Kalahari Park sind die grünen Oasen der Kalahari Anib Lodge und des Kalahari Farmhouse, wo Sie sich wie zu Hause, nur im Zauber der Ferne Namibias, fühlen.