Das Land der großen Weite

Eine Reise nach Namibia bedeutet für Sie ein einzigartiger Urlaub voller Sonnenschein, atemberaubender Natur und spannender Kultur. „Der Weg ist das Ziel“ ist hier das Motto, wenn Sie von einer Attraktion ganz entspannt zur Nächsten fahren und sich währenddessen am endlosen Horizont und den malerischen Landschaften gar nicht genug sattsehen können. Staunen Sie über die älteste Wüste der Welt, die Namib-Wüste, mit ihren ständig wechselnden Farbtönen, sowie über die Skelettküste mit einer Reihe von Schiffswracks. Erleben Sie den beeindruckenden Fish River Canyon, den zweitgrößten Canyon der Welt, oder auf einer Fahrt durch den Caprivizipfel die abwechslungsreiche Landschaft aus Wäldern, Sümpfen und Flüssen.
Namibia wartet darauf, von Ihnen entdeckt zu werden und Ihnen seine artenreiche und spektakuläre Tierwelt zu zeigen. Sehen Sie seltene Geparden und Spitzmaulnashörner im Etosha National Park oder Elefanten in der Kunene Region.
Des Weiteren hat Namibia bedeutende Kultur und Geschichte zu bieten! Besuchen Sie die sehenswerten und teils bis zu 24.000 Jahre alten Felsbilder der Buschmänner, zum Beispiel in Twyfelfontein. Lernen Sie die Menschen kennen, die in 12 Volksgruppen und mit 28 Sprachen neben dem Englischen friedlich und demokratisch nebeneinander leben. Oder schauen Sie in Swakopmund vorbei, dessen Gebäude den Einfluss europäischer Kulturen aus der deutschen Kolonialzeit widerspiegelt.
Ein Urlaub in Namibia bedeutet Ihre ganz persönliche Entschleunigung vom Alltag und Entspannung pur, denn die namibische Uhr tickt anders. Hektik gibt es nicht. Ein Urlaub in Namibia bedeutet für Sie: Freiheit.

Reisen nach Namibia

  • Abenteuer Namibia

    Abenteuer Namibia

    Die 17-tägige Kleingruppenreise ist ideal für diejenigen, die gern die Höhepunkte Namibias sehen möchten, kombiniert mit etwas Abenteuer.

  • Flusspferd in der Sambesi-Region

    Caprivi – Wunderwelten-Reise

    Diese Reise führt Sie zu den verführerischen Schokoladenseiten Namibias, einer Stippvisite in Botswanas Chobe Nationalpark und mit den Victoria Wasserfällen in Simbabwe als spektakuläres Finale.

  • Im Sossusvlei

    Die Magie Namibias

    Erleben Sie Namibias großartige Landschaften, artenreiche Tierwelt und freundliche Menschen hautnah mit Ihrem Mietwagen.

  • Große Namibia Rundreise

    Große Namibia Rundreise

    Entdecken Sie die Höhepunkte Namibias vom Fish River Canyon im Süden bis zum Etosha Nationalpark im Norden mit dem Mietwagen.

  • Ovahimbafrau mit Ziege

    Kaokoveld – Camping-Abenteuer in unberührter Natur

    Auf der 7-tägigen Campingsafari im Kaokoveld, Teil der Kuneneregion, erleben Sie die unberührte Natur auf eine ganz besondere, authentische Art und Weise.

  • Oryxantilopen

    Klassische Namibia-Rundreise

    Auf der 12-tägigen geführten Kleingruppenreise lernen Sie die beeindruckenden Hauptsehenswürdigkeiten Namibias in kurzer Zeit kennen.

  • Namibia komfortabel erleben

    Namibia komfortabel erleben

    Auf der privat geführten Rundreise lernen Sie in zwei Wochen die Höhepunkte Namibias kennen. Eine Land mit vielen eindrucksvollen Facetten, das die Reise einzigartig macht.

  • Über der Weite Namibias

    Über der Weite Namibias

    Eine Flugsafari durch Namibia ist zweifellos das Exklusivste, was wir Ihnen in Namibia anbieten können!

  • Wildreiche Nationalparks im Caprivi-Streifen

    Wildreiche Nationalparks im Caprivi-Streifen

    Starten Sie Ihre Mietwagenreise von Windhoek aus in den äußersten Nordosten Namibias.

Highlights & Sehenswürdigkeiten

Ihre Ansprechpartnerin

Daniela Ferschke


Daniela Ferschke
Tour Designerin Südliches Afrika
06101 49 90 22
d.ferschke@ast-reisen.de

Informationen zum Reiseland Namibia

Allgemeine Informationen

Bevölkerungszahl
ca. 2,1 Millionen (2006), Vergleich Deutschland 82 Mill (2006)

Bevölkerungsdichte
2,4 je qkm

Fläche
ca. 824 292 qkm, Vergleich Deutschland: 357 042 qkm

Ethnische Zusammensetzung
Zumeist der Sotho-Tswana Gruppe innerhalb der Bantu-Familie zugehörig; daneben rund 50 000 Buschmänner, 35 000 Hereros, rund
12 000 Nichtafrikaner, darunter rund 4 000 Europäer.

Feiertage
1. Januar, 21. März Unabhängigkeitstag, 6. April Karfreitag, 8. April Ostersonntag, 9. April Feiertag, 1. Mai Tag der Arbeit, 4. Mai Cassinga Tag, 17. Mai Himmelfahrt, 25. Mai Afrika Tag, 26. August Heldentag, 27. August Feiertag, 10. Dezember Tag der Menschenrechte, 25. Dezember Weihnachten, 26. Dezember Familientag
Unabhängigkeitstag 21. März (Unabhängigkeitstag)

Fläche
825 418 qkm

Flagge
Die Flagge basiert auf zwei Dreiecken in grün und blau. Sie wird diagonal von einem mit weißen Rändern versehenen roten Streifen durchzogen. Es handelt sich um die Farben der “South West African People Organization” (SWAPO), die den Freiheitskampf anführte.
Im blauen Feld der Flagge oben links steht die Sonne in gelb als Zeichen für Licht, Wärme und Leben.

Hauptstadt
Windhoek ca. 243 000 Einwohner

Geographie
Namibia liegt im Südwesten Afrikas und grenzt an Südafrika, Botswana, Zambia und Angola. Es ist ein großes, aber hauptsächlich aus Wüste bestehendes Land. Der Caprivi Zipfel bildet ein Dreiländereck mit Zambia und Zimbabwe. Im Westen verläuft eine 1 280 km lange, größtenteils öde und einsame Küste. Der Hafen Walvis Bay liegt etwa in der Mitte und wurde erst im Februar 1994 von Südafrika an Nambia übergeben. Entlang der gesamten Küste erstreckt sich die Namib Wüste zwischen 80 bis 130 km landeinwärts. Im Landesinneren verläuft ein Nord / Süd Plateau, das im Süden in die sandige Kalahari ausläuft. Im Nordosten liegt das 66 000 qkm große Kaokoland Berggebiet. Es erstreckt sich entlang der Küste. Weiter landeinwärts liegt die Etoscha Pfanne, ein ausgetrockneter Salzsee, umrandet von Grasflächen, Busch und Wald. Am bekanntesten ist der Etoscha Nationalpark.

Klima
Vom Süden bis in die zentralen und östlichen Regionen erreichen die Tagestemperaturen im Winter 18 bis 25°C, bei kalten Nächten mit gelegentlichem Frost. Im Sommer steigen die Tagestemperaturen bis auf 35°C an (manchmal noch höher). Die Regenzeit wärt von Oktober / November bis März / April. Wegen der sporadischen und vereinzelten Regenschauer wird das Reisen in der Regenzeit normalerweise nicht wesentlich beeinträchtigt.
In der Küstenregion im Westen des Landes liegen die Tagestemperaturen zwischen 15 und 25°C. Wegen des kalten Benguela Stromes an der Küste unterliegt das Wetter jedoch starken Schwankungen, von klarem Himmel bis zu dichter Nebelbedeckung. Der extrem südliche Teil der Küstenregion erhält manchmal auch Niederschläge im Winter.
Der Norden des Landes unterliegt einem subtropischen Klima; die Tagestemperaturen schwanken zwischen 26°C im Winter und 43°C im Sommer, der sehr schwül werden kann.
Es ist ratsam, immer Sonnenschutzcreme, Hut und Sonnenbrille zu benutzen. Im Winter sind warme Kleidung für die kalten Abende und Morgen erforderlich. Man sollte sowohl im Sommer als auch im Winter geeignete Kleidung für jeweils warme und kalte Wetterbedingungen mitführen.
Unser Tipp sind die Monate Mai und Juni. Durch den geringen Niederschlag herrscht in Namibia meist ein sehr trockenes Klima.
Die Temperaturen schwanken im Sommer (Oktober bis April) zwischen 18° C und 35° C und im Winter (Mai bis September) zwischen 0° C und 20° C. An der Küste herrscht in der Regel mildes Klima und man muss mit Nebel rechnen.

Kreditkartenverlust
American Express 011 – 358 0400
Diners Club 011 – 337 3244
Master Card 011 – 498 4699
Visa 011 – 489 4699

Netzspannung
220 / 240 Volt Wechselstrom. Die Steckdosen sind dreipolig und die Stecker haben ein anderes Format. Unsere Schukostecker passen nur mit einem Adapter, den Sie in Elektrogeschäften in Namibia kaufen können.

Öffnungszeiten
Banken: Montag bis Freitag 09:00 – 15:30 Uhr, Samstag 08:30 – 11:00 Uhr
Geschäfte: Montag bis Freitag 09:00 -17:00 Uhr, Samstag 09:00 – 13:00 Uhr. Einige größere Supermärkte haben auch sonntags von 11:00 – 13:00 und 16:00 – 19:00 Uhr geöffnet.

Ortszeit
Je nach Sommer-Winterzeit /-1

Religion
Ca. 87 % Christen, davon ca. 80 % Protestanten und ca. 20 % Katholiken; Rest Stammesreligionen.

Sprache
Offizielle Amtssprache: Englisch; sonstige Sprachen: Afrikaans, Oshivambo, Otjiherero, Nama, Damara, Deutsch

Telefon & Mobiltelefon
von Deutschland: 00264
von Namibia nach Deutschland: 0049
Besucher aus Deutschland können ihr GSM900 Handy in Namibia nutzen. Schalten Sie einfach Ihr Handy an, warten Sie, bis es sich in das MTC-Netz eingeloggt hat und wählen Sie.
Telefon: Es werden noch viele Gespräche mit Hilfe eines Vermittlers hergestellt. Bei der Post gibt es Telefonkarten für N$ 10, 20 oder 50.

Notrufnummer
International SOS Assistance (Pty) Ltd
Reginald Walker Street, Lolopark, Olympia, Windhoek
P.O Box 31220, Pionierspark, Namibia
Tel: 00264 – 61 – 231236
Fax: 00264 – 61 – 231254
Alarm Centre 00264 – 61 -230 505
Fax: 00 264 – 61 – 248 113 / 4

Trinkgelder
In Restaurants wird ein Trinkgeld von 10 % des Rechnungsbetrages empfohlen. Dies liegt natürlich in Ihrem Ermessen.

Einreisebestimmungen

Für Deutsche besteht keine Visumpflicht. Der Reisepass muss noch mindestens 6 Monate nach Ausreise gültig sein. Kinder benötigen einen eigenen Reisepass. Kopieren Sie Ihren Pass und Ihre Flugcoupons, damit Ihnen im Fall eines Verlustes schneller Ersatzpapiere ausgestellt werden können. Bewahren Sie die Kopien getrennt von den Originalen auf.

Hier können Sie die Information des Auswärtigen Amtes lesen.

Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt, wenn er ein Bild enthält (notwendig ab 0 Jahren) und außerdem genügend Raum für Ein- und Ausreisestempel aufweist. Alternativ empfiehlt sich die Ausstellung eines eigenen Passes für Kinder.

Prüfen Sie auch bei Familienangehörigen mit Kinderausweisen / Pässen anderer Staaten, ob unterschiedliche Bestimmungen zu beachten sind.

GRENZÜBERGÄNGE:
Namibias Grenzen verfügen zur Zeit über 30 Grenzübergange, von denen die folgenden die wichtigsten sind:
Zwischen NAMIBIA und SÜDAFRIKA: Noordoewer, Oranjemund, Ariamsvlei, Velloorsdrift, Hohlweg und Klein Menasse.
Zwischen NAMIBIA und BOTSWANA: Trans-Kalahari Post, Mohembo und Ngoma.
Zwischen NAMIBIA und ZAMBIA: Katima Mulilo (Wenela).
Süden: Die beiden wichtigsten Grenzübergänge nach Südafrika befinden sich bei Ariamsvlei / Nakop und Noordoewer; sie sind beide rund um die Uhr in Betrieb. Wegen der langen Dienststunden der Grenzbeamten ist Geduld angebracht.
Norden: Die beiden Grenzposten Ngoma und Mohembo sind der Zugang nach Botswana. Sie sind von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang in Betrieb. In Hinsicht auf Fahrzeuge muss eine polizeiliche Abklärung und, falls es nicht das eigene Fahrzeug sein sollte, eine Nutzungserlaubnis des Eigentümers vorliegen.
Osten: Der Grenzübergang nach Botswana ist der Trans-Kalahari-Posten. In Betrieb von 07:00 bis 19:00 täglich (Botswana Ortszeit). Ergänzen Sie Ihren Sprit am Grenzübergang, da Tankstellen in Botswana dünn gesät sind. Das Tragen der Sicherheitsgurte, auch für Passagiere, ist in Botswana Pflicht. Halten Sie sich an die angegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Rechnen Sie immer mit Geschwindigkeitskontrollen, auch nachts. Man sollte genügend Bargeld in Botswana Währung mitführen, da andere Währungen in Botswana kaum angenommen werden.

Botschaften & Fremdenverkehrsamt

Botschaft der Republik Namibia
Wichmannstrasse 5, D – 10787 Berlin
Tel. 0 30 – 25 40 95-0 0 30 – 25 40 95-0
Fax 0 30 – 25 40 95 55
E-Mail info@namibia-botschaft.de
Hier gelangen Sie zur Webseite der Botschaft in Berlin.

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Namibia
Sanlam Center – Independence Avenue 154, 6. Etage
P.O. Box 23, Windhoek – Namibia
Tel. 00264 – 61 – 273 100 00264 – 61 – 273 100 oder 273 133
Bereitschaftsdienst 00264 – 81 – 124 3572 00264 – 81 – 124 3572
Fax 00264 – 61 – 222 981
eMail info@german-embassy-windhoek.org
Hier gelangen Sie zur Webseite der Botschaft in Namibia.

Fremdenverkehrsamt
Namibia Tourism Board
Schillerstraße 42 – 44
D-60313 Frankfurt/Main
Deutschland

Tel. +49 (0) 69 13 37 36-0 +49 (0) 69 13 37 36-0
Fax +49 (0) 69 13 37 36-15
info@namibia-tourism.com

Gesundheit & Sicherheit

Gesundheit
Impfungen sind nicht vorgeschrieben. Nehmen Sie, wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, diese von Deutschland mit.
Normaler Impfschutz über Tetanus, Diphtherie und Polio sollte vorliegen. Hepatitis A und B Schutz sowie Malaria Prophylaxe werden empfohlen. Bitte konsultieren Sie Ihren Hausarzt.

Schauen Sie bitte auch unsere Seite Gesundheitsvorsorge an.

Hier finden Sie mehr über Malaria, die in Namibia nur im nördlichen Bereich des Landes (Etoscha Nationalpark – Caprivi Streifen) vorkommt.

Neben einer eventuellen Malaria Prophylaxe ist der beste Schutz eine langärmelige Kleidung in möglichst hellen Farben (dunkle Kleidung zieht Moskitos an) und geschlossene Schuhe. Besonders anfällig sind die Knöchel. Sprühen oder reiben Sie ungeschützte Körperstellen mit Insekten abwehrenden Mitteln ein.

Wir empfehlen Ihnen, eine Auslandskrankenversicherung oder ein ganzes Versicherungspaket abzuschließen.

Sicherheit
Aktuelle Hinweise zur Sicherheit finden Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amtes.

Geschichte

Seit etwa 3 000 vor Christus lebten in Namibia Buschmänner.

Im 15. Jahrhundert wanderten Bantuvölker aus dem ostafrikanischen Raum in den Norden und Nordwesten Namibias ein. Die Himba blieben im Kaokoveld, die Herero zogen später weiter nach Süden, wo sie auf die vom Oranje nordwärts ziehenden Nama trafen.

Als erster Europäer erreichte 1486 der Portugiese Diego Cao auf dem Seeweg die Küste am heutigen Cape Cross, wo er durch die Aufstellung eines Steinkreuzes das Land für Portugal in Besitz nahm, ohne das dies jedoch weitere unmittelbare Auswirkungen für Namibia hatte.

Die vorkoloniale Zeit in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war durch die Arbeit der Missionare insbesondere der Rheinischen Missionsgesellschaft bestimmt.

Die eigentliche Kolonisierung Namibias begann mit dem Erwerb von Land um das heutige Lüderitz durch den Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz im Jahre 1883.

Von 1884 bis 1914 war Namibia so genanntes Deutsches Schutzgebiet und hieß Deutsch Südwestafrika. Das deutsche Reich entsandte die Kaiserlich Deutsche Schutztruppe, die in Kämpfen bis ins Jahr 1908 die einheimische Bevölkerung wie die Herero, die sich gegen die Inbesitznahme ihres Landes gewehrt hatten, unterwarf.

Beim Ausbruch des ersten Weltkrieges besetzte Südafrika das Land und erhielt es 1920 vom Völkerbund als Mandatsgebiet.
Als sich Südafrika aber weigerte, die Aufhebung des Mandats durch die UNO zu akzeptieren, begannen militärische Auseinadersetzungen zwischen Südafrika und der Befreiungsorganisation SWAPO.

Am 21. März 1990 schließlich erhielt Namibia eine demokratische Verfassung. Die SWAPO gewann auch die ersten demokratischen Wahlen.

Währung & Wirtschaft

Währung
Namibia Dollar (N$), Südafrikanischer Rand (ZAR)
1 Namibia-Dollar (N$) = 100 Cents
Sie können in Namibia mit südafrikanischen Rand bezahlen, nicht aber in Südafrika mit namibianischen Dollar.
Die Kurse sind recht starken Schwankungen unterworfen.

Devisen können in Form von Reiseschecks eingeführt und in jeder Bank eingetauscht werden. Wenn Sie bei einer Bank (am besten bei der First National Bank) Geld umtauschen möchten, gehen Sie zum Schalter ‘Foreign Exchange’, wo nach Vorlage Ihres Reisepasses ein Formular ausgefüllt wird mit dem Sie zum Auszahlungsschalter ‘Teller’ gehen. Hier erhalten Sie Ihr Geld. Es werden immer Gebühren einbehalten.

Namibische Dollar dürfen nicht mehr als N$ 2.000 eingeführt werden.
Internationale Kreditkarten, wie Visa- und Master Card, werden von den meisten Hotels / Restaurants und Geschäften akzeptiert. In kleineren Ortschaften und in ländlichen Gebieten kann es passieren, dass Läden nur Bargeld annehmen. Tankstellen nehmen nur Bargeld an.

Banken
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag 9.00 – 15.30 Uhr
Samstag 8.30 – 11.00 Uhr

Wirtschaft
Die wichtigsten Gebiete der Wirtschaft sind Bergbau, Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus.
Im Bergbau (Diamanten, Uran, Gold, Silber, Zink, Kupfer, Blei, Zinn, Marmor und Granit sowie Halbedelsteine) werden etwa zwei Drittel des Bruttosozialprodukts erwirtschaftet.
In der Landwirtschaft sind über die Hälfte aller Arbeitsplätze angesiedelt.
Seit der Einrichtung einer 200 Seemeilen Zone im Jahre 1990 ist die Fischerei wieder zu einem wichtigen Wirtschaftszweig geworden. Lüderitz und Walvis Bay sind die Zentren der Fischindustrie.
Der Tourismus spielt in Namibia eine immer wichtigere Rolle.
Obgleich Namibia – nach Südafrika und Botswana – zu den reicheren Ländern Afrikas zählt, beträgt das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen umgerechnet dennoch nur etwa 120 Euro pro Monat, wobei die Mehrheit der Bevölkerung noch mit weitaus weniger Geld auskommen muss. Rund 40 % der erwerbsfähigen Menschen sind arbeitslos.
Namibia ist Schwerpunktpartnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

Zollbestimmungen & Devisenbestimmungen

Zollbestimmungen
Gegenstände des persönlichen Bedarfs können eingeführt werden.
Ferner kann pro Person zollfrei eingeführt werden, Wein (nicht mehr als 2 Liter), Spirituosen (nicht mehr als 1 Liter), Zigaretten (nicht mehr als 400 Zigaretten oder 50 Zigarren), 50 ml. Parfüm, andere neue und gebrauchte Waren bis zu einem Wert vonN$ 1.250.

Zusätzliche Waren oder Güter bis zu einem Gesamtwert von N$ 10.000 pro Person sind mit einer einheitlichen Rate von 20 % zollpflichtig. Güter im Wert über N$ 10.000 sind nach den allgemeinen Tarifen zollpflichtig.

Vorsicht bei exotischen Souvenirs.

Bitte informieren Sie sich bereits vor Antritt Ihrer Reise darüber, welche Reiseandenken aus Artenschutzgründen nicht eingeführt werden dürfen. Nicht wenige Touristen erleben bei ihrer Rückkehr eine böse Überraschung, wenn das Erinnerungsstück vom Zoll beschlagnahmt wird oder sogar Strafen folgen.

Devisenbestimmungen
Die Währung des Landes heißt Namibia-Dollar (N$). Da der N$ zur Zeit nur bei wenigen Banken in Europa erhältlich ist, können Sie auch den südafrikanischen Rand (ZAR) kaufen, da dieser als gleichwertige Währung in Namibia anerkannt ist. Pro Person dürfen N$ 2000,00 bzw. ZAR eingeführt werden. Devisen können in unbegrenzten Mengen als Bargeld oder in Form von Reiseschecks eingeführt werden. Reiseschecks können in jeder Bank in Namibia getauscht werden. Anerkannte Kreditkarten sind: Visa-, Master- oder Diners Card. Mit der EC-Karte (mit Maestro) kann man bisher nur bei der Standard Bank Geld abheben, die jedoch in allen größeren Ortschaften vertreten ist. Die meisten Unterkünfte, Restaurants und Geschäfte akzeptieren Kreditkarten. Bitte erkundigen Sie sich vorab.

Verkehr & Führerschein

Verkehr
In Namibia herrscht Linksverkehr. Namibia eignet sich sehr gut für Selbstfahrertouren.

Die Straßen (Asphalt, Schotter, Salz) sind zumeist gut befahrbar und verleiten deshalb zu überhöhten Geschwindigkeiten. Bitte befolgen Sie die Geschwindigkeitsbegrenzungen (Ortschaften: 60 km/h; Schotterstraßen: 60 km/h; Asphaltstraßen: 120 km/h; ).

Unerwartete Verspülungen und Tiere auf der Straße können fatal sein. Die Selbstbehalte im Schadensfall sind sehr hoch. Empfehlenswert sind Tagesabschnitte von 300 km. Bitte führen Sie immer Wasser und einen Extra Benzinkanister mit.
Es gibt zwar überall Tankstellen, durchschnittlich jedoch nur alle 250 km; sie akzeptieren meistens Tankkreditkarten, aber nicht gewöhnliche Kreditkarten.

Automobilclub
Die AAN Automobile Association of Namibia ist die namibische Entsprechung zum ADAC. Sie bekommen hier z. B. Kartenmaterial, wenn Sie Ihren ADAC Ausweis vorzeigen.
Bougain Villa Complex
Hebenstreit Straße
Windhoek
Tel. (+2 64) 61 / 22 42 01

Führerschein
Zwar akzeptieren Autovermieter in der Regel den nationalen EU Führerschein, im Umgang mit staatlichen Behörden wie der Polizei sieht es jedoch anders aus.
Wenn Sie in Namibia wie auch in anderen Ländern im südlichen Afrika (Südafrika, Botswana, Zimbabwe) einen Mietwagen anmieten oder mit einem anderen Auto selbst fahren möchten, benötigen Sie einen internationalen Führerschein, der nur in Verbindung mit dem nationalen Führerschein gültig ist.

Reisegepäck & Safariausrüstung

Leichte Baumwollkleidung bzw. Kleidung aus Microfaser, Windjacke, Regenschutz, ein langärmeliger Pullover und festes Schuhwerk sind empfehlenswert.

Morgens und abends kann es im Winter sehr kühl sein, und die Temperaturen können sehr stark schwanken. Auch im Sommer sollten Sie eine warme Jacke dabei haben. Bitte vergessen Sie nicht Sonnenbrille, Sonnenhut und -creme, Mückenschutzmittel und Fernglas sowie genügend Filmmaterial und Batterien. Videofilmer können ihre Akkus am Abend laden, sollten aber noch Ersatzakkus mitnehmen, damit immer aufgeladene Akkus vorhanden sind. Vergessen Sie nicht genügend Videobänder und Filme.

Fotografieren & Filmen

Wie überall auf der Welt dürfen Sie auch in Namibia keine militärischen Anlagen fotografieren. Sie sollten auch vorsichtig sein bei Soldaten, Polizisten, Gefängnissen, Flughäfen und Regierungsgebäuden.

Nehmen Sie genügend Filme oder Speicherkarten mit und denken Sie an die Batterien im Fotoapparat.

Nehmen Sie auch genügend Videobänder mit. Es macht nichts aus, wenn Sie zwei leere Bänder wieder mit nach Hause nehmen. Sie ärgern sich aber sehr, wenn Sie plötzlich feststellen müssen, dass Sie kein Band mehr haben – gerade dann, wenn es besonders interessant ist.

Bitte respektieren Sie unbekannte Kulturen und Gebräuche, ein freundliches Fragen vor dem Fotografieren gehört dazu!

Klima & beste Reisezeit

Vom Süden bis in die zentralen und östlichen Regionen erreichen die Tagestemperaturen im Winter 18 bis 25 C, bei kalten Nächten mit gelegentlichen Frost. Im Sommer steigen die Tagestemperaturen bis auf 35°C an (manchmal noch höher).

Die Regenzeit dauert von Oktober/November bis März/April. Wegen der sporadischen und vereinzelten Regenschauer wird das Reisen in der Regenzeit normalerweise nicht wesentlich beeinträchtigt.

In der Küstenregion im Westen des Landes liegen die Tagestemperaturen zwischen 15 und 25°C. Wegen des kalten Benguela-Stromes an der Küste unterliegt das Wetter jedoch starken Schwankungen, von klarem Himmel bis zu dichter Nebelbedeckung. Der extrem südliche Teil der Küstenregion erhält manchmal auch Niederschläge im Winter.

Der Norden des Landes unterliegt einem subtropischen Klima; die Tagestemperaturen schwanken zwischen 26°C im Winter und 43°C im Sommer, der sehr schwül werden kann.

Es ist ratsam, immer Sonnenschutzcreme, Hut und Sonnenbrille zu benutzen. Im Winter sind warme Kleidung für die kalten Abende und Morgen erforderlich. Man sollte sowohl im Sommer als auch im Winter geeignete Kleidung für jeweils warme und kalte Wetterbedingungen mitführen.

Beste Reisezeit
Unser Tipp sind die Monate Mai und Juni. Durch den geringen Niederschlag herrscht in Namibia meist ein sehr trockenes Klima.
An der Küste herrscht in der Regel ein mildes Klima, und man muss immer mit Nebel rechnen.

WINDHOEK
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Max. Temp302827262320202327293031
Mind. Temp17161512976912141617
Regentage788410000235

 

SWAKOPMUND
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Max. Temp202020191920171615161819
Mind. Temp161714131110999111314
Regentage010100000000

Hereros

Die Hereros sind mit etwa 150 000 Menschen die drittgrößte Bevölkerungsgruppe in Namibia. Sie wohnen vorwiegend in Zentralnamibia. Zu erkennen sind die Hererofrauen an ihren weit ausladenden viktorianischen Röcke und die bunten, an Rinderhörner erinnernden Kopfbedeckungen. Diese Tracht der Frauen geht auf den Einfluss von Missionaren zurück, die sich an der ursprünglich sehr spärlichen Bekleidung der Hereros störten.

Seit Jahrhunderten sind die Hereros ein Hirtenvolk. Rinder sind die Grundlage ihrer wirtschaftlichen Existenz und zugleich wichtigstes Statussymbol. Die wirtschaftliche Nutzung der Rinder beschränkt sich aber fast nur auf die Verwendung der Milch. Die Haltung der Rinder führt aber immer wieder zur Überweidung ganzer Landstriche.
Die Hereros wanderten im Laufe des 16. Jahrhunderts aus Zentralafrika in das Gebiet des heutigen Namibia ein und verdrängten die dort lebenden San.

Im Laufe des 18. Jahrhunderts wird Okahandja zum Zentrum des Hererovolkes. In Okahandja findet auch heutzutage noch jährlich im August ein großes Fest zum Gedenken an die Ahnen statt. Der Ahnenkult spielt auch heute noch eine wichtige Rolle im Leben vieler Hereros.
Wegen einer lang anhaltenden Dürre dehnen die Herero um 1830 ihre Weidegebiete immer stärker in den Süden aus und verdrängen so die dort lebenden Nama, denen es aber dann zusammen mit Orlam- und Afrikaner-Stämmen gelingt, die Herero bis etwa auf die Höhe von Windhoek zurück zu drängen. Diese kriegerischen Auseinadersetzungen dauerten das ganze 19. Jahrhundert über an. In dieser Zeit kommen auch Missionare und Händler ins Land, die teilweise eine recht umstrittene Rolle spielten.

Ende des 19. Jahrhunderts kommen die ersten europäischen Siedler ins Land, die sich dauerhaft niederlassen wollen. Deutsche Siedler erwerben im Gebiet des heutigen Windhoek Land für den Aufbau von Farmen von den Herero. 1883 schließt der Kaufmann Lüderitz aus Bremen einen Vertrag mit einheimischen Stämmen, der die Grundlage der späteren deutschen Kolonialherrschaft wird.

Der lange Zeit widerstrebende Bismarck gab nun dem Meinungsdruck einer an dem Kolonialthema interessierten Öffentlichkeit nach und ließ am 7. August 1884 die deutsche Flagge in Lüderitzbucht hissen. Anschließend erfolgten ebensolche Aktionen an verschiedenen Küstenstellen bis hinauf zur angolanischen Grenze. Damit war das so genannte Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika als Kolonie etabliert.

Erst 5 Jahre später kam als Kernzelle einer künftigen Schutztruppe eine Truppeneinheit von 20 Mann unter dem Befehl von Hauptmann Curt von Francois in Namibia an. Im Oktober 1870 besetzte er mit der auf 50 Mann angewachsenen Truppe Windoek. Erstmals wurde ohne vorangegangene Verträge – so zweifelhaft diese auch gewesen sein mögen – Land gegen den Anspruch Eingeborener, hier der Herero, annektiert.

Obgleich zunächst ein gutes Einvernehmen zwischen Herero und deutscher Kolonialverwaltung besteht, kommt es aufgrund von Streitigkeiten wegen Land- und Wasserrechten, wegen rechtlicher Diskriminierung und wirtschaftlicher Ausbeutung und sich daraus ergebender Verarmung mit weiteren Landverkäufen zu vermehrten und heftigeren Konflikten. Eine Rinderpest, die etwa 95 % aller Rinder vernichtete, und eine Heuschreckenplage im Jahre 1897 sind besonders katastrophal. Diese Konflikte führen 1904 zum Hereroaufstand.

Nach dem anfänglichen erfolgreichen Angriff der gut organisierten und mit Schusswaffen ausgerüsteten aufständischen Armee gegen die zahlenmäßig weit unterlegene Schutztruppe unter Gouverneur Oberst Leutwein sendet das Deutsche Reich ein Expeditionskorps unter Generalleutnant von Trotha mit etwa 15 000 Mann. Ihnen gelingt es rasch, die Herero zurückzudrängen. In der Schlacht am Waterberg werden die Herero vernichtend geschlagen. Auf der Flucht sterben eine große Zahl Herero in der von der deutschen Schutztruppe und den mit ihnen verbündeten Orlam-Witbooi abgeriegelten wasserlosen Omaheke-Steppe. Im Krieg und danach kommen zwischen 25 000 und 100 000 (vermutlich 65 000) Herero und 1749 Deutsche um. Nur etwa 1000 Herero gelingt mit ihrem Häuptling Samuel Maharero die Flucht ins Betschuanaland, dem heutigen Botswana.

Zum 100. Jahrestag hat auch die deutsche Ministerin für Entwicklungszusammenarbeit Heidemarie Wieczorek-Zeul vor Ort der Toten gedacht und sich dabei erstmals zur politischen und moralischen Schuld der deutschen Kolonialverwaltung bekannt. Sie bat das Volk der Herero um Vergebung für die von Deutschen begangenen Verbrechen. Eine solche “entschädigungsrelevante Formulierung” war von deutschen Regierungsvertretern in der Vergangenheit immer vermieden worden. Eine gesonderte finanzielle Entschädigung für die Herero, wie von ihrem Häuptling Riruako seit 1995 erhoben und vor amerikanischen Gerichten erfolglos verfolgt, lehnt sie in Übereinstimmung mit der Position der Bundesregierung und der Regierung Namibias weiterhin ab; statt dessen wolle man die “Entwicklungszusammenarbeit” mit Namibia fortsetzen.

Ovambos

Die Ovambo stellen mit etwa 50 % den größten Anteil an der Bevölkerung Namibias. Unter dem Begriff Ovambo werden zwölf ethnische Gruppen, die im Norden Namibias und im südlichen Angola leben, zusammengefasst. Zu diesen Gruppen gehören Kwanyama, Ndonga, Kwambi, Ngandyela, Mbalanhu, Nkolonkadhi und Unda.

Die Gegend, in der die Ovambo leben, wurde früher Ovamboland genannt, ist heute aber in die Distrikte Omusati, Ohangwena, Oshana und Oshikoto aufgeteilt.

Die Ovambos gehören zu den Bantu-Völkern und kamen im 16. Jahrhundert aus Ostafrika und verdrängten die hier lebenden San. Die Ovambos sind Ackerbauern und bauen auf den vergleichsweise fruchtbaren Böden im Norden vorwiegend Mais, Sorghum, Hirse, Kürbis, Bohnen und Melonen an. Daneben halten sie Ziegen und Rinder. Ihre Landwirtschaft ist vorwiegend Subsistenzwirtschaft. Auch die früher vorhandene Bewaldung wurde durch die Nutzbarmachung für die Landwirtschaft fast völlig zerstört. Interessant ist, dass Land nicht als Privatbesitz betrachtet wurde, denn Land wird vom Chief oder von einem Führungsmann zur zeitweiligen Nutzung überlassen, sozusagen “vermietet”.

Die gegenwärtige Regierungspartei SWAPO hat ihre Hauptanhängerschaft im Ovamboland.

San - Buschmänner

Die Ureinwohner Namibias und des ganzen südlichen Afrika sind die San, die auch Buschleute oder Buschmänner genannt werden. Angaben über die erste Besiedlung des südlichen Afrikas durch die San gehen weit auseinander: sie reichen von etwa 1 000 Jahre bis 25 000 Jahre zurück. Ein zweites Volk, das zu den Ureinwohnern des südlichen Afrika gehört sind die Khoi Khoi, die auch nur Khoi und früher abwertend Hottentotten genannt wurden. Die Khoi Khoi sind also wie die San ebenfalls ein indigenes Volk Afrikas. San und Khoi Khoi werden oft als Khoisan zusammengefasst.

Die San bilden kein einheitliches Volk, sondern sind in mehrere Gruppen mit unterschiedlichen Sprachen aufgesplittet. Schätzungen über die Zahl der im ganzen südlichen Afrika lebenden San gehen zum Teil weit auseinander. In Namibia spricht man sowohl von 27 000 als auch von
40 000. Man nimmt an, dass etwa 10 % weiterhin an der traditionellen Lebensweise festhalten. In Botswana sollen etwa 50 000 San leben.
Für Phonetiker gelten die Sprachen und Dialekte der Buschmänner als die kompliziertesten der Welt. Typisch sind Klick- und Schnalzlaute. Die europäischen Einwanderer bewerteten die hochkomplexe Sprache als ein primitives Stottern. Noch komplizierter werden die Laute, wenn noch die einzelnen Sprachfärbungen der unterschiedlichen Stämme berücksichtigt werden: Jeder Klick- und Schnalzlaut weist dabei rund 20 bis 80 verschiedene Ausprägungen auf!

Traditionell lebten die San in Großfamilien von zehn bis dreißig Mitgliedern. Sie hatten keinen festen Wohnsitz und kein Eigentum. Sie bauten nichts an und hielten auch kein Vieh, sondern trugen all ihren Besitz mit, wenn sie weiter zogen. Jeder besaß nur so viel, wie er essen und tragen konnte. Die Gemeinschaft überlebte durch Solidarität. Keiner durfte hungern, wenn andere einen Überfluss an Essen hatten. Sie hatten keine Führungspersonen; persönliche Entscheidungen wurden persönlich gefällt. Was die Gruppe anging, wurde in der Gruppe geklärt. Die Aufgaben waren klassisch verteilt: Die Männer gingen auf die Jagd, die Frauen sammelten Früchte und Wurzeln und kümmerten sich um die Erziehung der Kinder. Die San folgten dem Wasser, dem Wild und den essbaren Pflanzen und waren so immer in Bewegung. Ein San Buschmann entnimmt niemals mehr von dem Boden oder dem Wildbestand als er zum Überleben braucht. Es gibt kein Hinweis in der langen Geschichte der San Buschmänner darauf, dass sie jemals ihre Umwelt unnötig ausgebeutet haben. Dies macht sie zu den wohl ältesten noch lebenden Naturbewahrern der Welt.

Nachdem sie lange Zeit ihre traditionelle Lebensweise als Jäger und Sammler in weiten Teilen des südlichen Afrika verwirklichen konnten, wurde ihr Lebensraum durch Zuwanderungen afrikanischer Stämme und später der weißen Siedler zunehmend eingeschränkt. Vor rund zweitausend Jahren wurden die San von nomadisch lebenden Viehzüchtern verdrängt, den Khoikhoi, auch “Hottentotten”. Später mussten sie in Südafrika den schwarzen Volksstämmen der Zulu und Xhosa Platz machen. Im 15. Jahrhundert begannen dann die Weißen das fruchtbare Land in Besitz zu nehmen. Dabei wurden in mehreren Ländern von den Einwanderern regelrechte Ausrottungsfeldzüge gegen die San geführt. Die heutige Ausweisung von Naturschutzgebieten, die auch den San die Nutzung der natürlichen Ressourcen untersagt, schränkt ihren Lebensraum weiter ein. Auch die jetzigen Regierungen in den Ländern des südlichen Afrika zeichnen sich nicht unbedingt durch eine bessere Behandlung der San aus. Seit vielen hundert Jahren gehören sie zu den Vertriebenen, zunächst vertrieben von den Schwarzen, dann von den Weißen. Und so wurden ihnen auch in Namibia ihre Jagdgründe genommen. Fast das ganze Land ist in Farmen aufgeteilt und eingezäunt. Außer dem Kaokoland, über das die Himba und Herero ihre meist viel zu großen Herden treiben.

Die Zukunft der San sieht sehr trübe aus. Ihre verstreuten Siedlungen im ehemaligen Buschmannland, am Rande der Kalahari oder in Südafrika machen heute einen desolaten Eindruck. Der Alkoholismus grassiert. In Namibia treiben die Hereros ihre Rinderherden in das Buschmannland. Eine Lobby im Windhoeker Parlament fehlt ihnen. Während des Unabhängigkeitskriegs wurden die San von der südafrikanischen Armee als Fährtensucher eingesetzt, was ihnen die SWAPO bislang nicht verziehen hat.

In Botswana führen nur etwa 3 000 San noch ein halb-nomadisches Leben im Zentralkalahari Tierschutzgebiet (Central Kalahari Game Reserve). 1961 hatte ihnen die britische Kolonialregierung das Land von der Größe Dänemarks zugestanden. Heute siedelt die Regierung Botswanas die San um und will sie in die herrschende Kultur eingliedern. Man will sie zu einem “besseren” Leben führen. Da die Aussicht auf eine Schulbildung für ihre Kinder und eine ärztliche Versorgung die San nicht dazu bewegen konnte, die Kalahari zu verlassen, stellte die Regierung kurzerhand die Wasserversorgung ein und begann 2002 mit Zwangsausweisungen. Sympathisanten der San vermuten eher Diamantenfunde, einen Diamanten-Deal mit De Beers und den Wunsch nach touristischer Erschließung der Kalahari hinter den staatlichen Plänen.

Rehoboth Baster

Baster ist die Bezeichnung für Nachkommen von Beziehungen zwischen Nama Frauen und südafrikanischen Buren aus der Kapkolonie, die um 1870 ihre Heimat verließen. In einem zwei Jahre dauernden Trek zogen sie nach Norden. Sie sahen sich nun als eigene ethnische Gruppe. Unter Führung ihres Kapitäns Hermanus van Wyk wanderten sie in Südwestafrika ein. Hermanus van Wyk verhandelte mit den ständig in Fehde liegenden Herero und Nama, so dass ein Teil der Baster südlich von Windhoek im Ort Rehoboth ein neues Siedlungsgebiet fand – daher der Name Rehoboth Baster.

Ihre weitere Geschichte war wechselvoll: Sie gaben sich eigene Gesetze, bewahrten ihre Selbstverwaltung und hatten Konflikte mit den jeweiligen Kolonialmächten. Auch während der Apartheidszeit in Namibia blieb ihnen die Zuständigkeit für ihre eigenen Angelegenheiten in ihrem Gebiet. Erst mit der Unabhängigkeit Namibias 1990 endete dieser Status.

1994 stellten die Baster mit rund 39 000 Menschen etwa 2,5 % der namibischen Bevölkerung. Ihre Sprache ist Afrikaans. Die Rehoboth Baster genießen seit der Unabhängigkeit Namibias einen geringeren Sonderstatus als zuvor. Die Stadtverwaltung liegt wie früher in den Händen eines “Baster Rates”. Ihre Kultur ist traditionell afrikaans und evangelisch-lutherisch geprägt.

In Rehoboth gibt es eine gute öffentliche Infrastruktur: So verfügt die Stadt über ein öffentliches Krankenhaus, ein Gesundheitszentrum, sieben Grundschulen und drei weiterführende Schulen.
Zunehmend wird Rehoboth auch touristisch erschlossen. Für die Stadtväter von Rehoboth stehen dabei der Umweltgedanke und das Prinzip der Nachhaltigkeit im Vordergrund. Zu den Anziehungspunkten gehören der nahe gelegene Oanob-Damm, der die Gegend mit Trinkwasser versorgt, der Acacia Forest, der Namibia Wild Life Resort und die Reho Thermen mit ihren heißen Quellen.

Traditionell bestehen zwischen Namibia und Deutschland freundschaftliche und enge Verbindungen. So haben zwei Schulen in Rehoboth Partnerschaften mit Schulen in Köln und Hannover.

Die Baster betreiben vor allem Rinderzucht und sind gute Handwerker.
Die Geschichte der Baster ist im Rehoboth-Museum dokumentiert