Das Paradies im südlichen Afrika

Mosambik, die Perle im südlichen Afrika mit 2.800 Kilometern Küste, besticht vor allem durch eine faszinierende Wasser-Tierwelt und bietet für Sie eine exzellente Ergänzung zu den Wildreservaten im übrigen Afrika. Das Motto in Mosambik lautet also: „Ocean Safari“. Beoabachten Sie Walhaie, Buckelwale, Mantras, Schildkröten und Delfine – um nur ein paar wenige zu nennen – und spazieren Sie danach durch eins der zahlreichen, traditionellen Fischerdörfchen und kommen Sie mit den gastfreundlichen Einheimischen in Kontakt.
Besuchen Sie die Haupt- und Hafenstadt Maputo, die durch portugiesische Einflüsse immer noch einen mediterranen Charakter hat. Oder sind Sie eher ein aktiver Mensch? Ob Kitesurfen, Kanu- und Bootsfahrten, Tauchen (Tofo ist einer der besten Tauchplätze Afrikas), Schnorcheln und Pferdeausritte – sportlichen Urlaubern wird hier das Herz aufgehen!
Doch auch für Erholungssuchende ist Mosambik ideal. Massentourismus gibt es nicht, und schon bald könnten Sie an einem der bildschön weißen Sandstrände mit endlosen Palmen liegen, die Ruhe genießen und währenddessen einen Cocktail trinken. Und falls Sie doch noch der Wunsch nach einer Wild-Safari überkommt – Mosambik grenzt direkt an den Krüger-Nationalpark in Südafrika. Worauf warten Sie?

Reisen nach Mosambik

Highlights & Sehenswürdigkeiten

Ihre Ansprechpartnerin

Jana Back


Jana Back
Tour Designerin Südliches & Östliches Afrika
06101 49 90 23
j.back@ast-reisen.de

Informationen zum Reiseland Mosambik

Allgemeine Informationen

Bevölkerung
Bevölkerungszahl: ca. 29 Millionen
Jährliche Zuwachsrate: ca. 2,45%

Bevölkerungsdichte
31 Einwohner pro km²

Ethnische Zusammensetzung
Makua 40 %; Tsonga 21 %; Yoa 12 %; Makonde 11 %; Swahili 7 %; Chewa 4 %; Shona 3 %; Ausländer 0,8%

Nationalfeiertag
25. Juni (Tag der Unabhängigkeit, 1975)

Fläche
799 380 km² (mehr als doppelt so groß wie Deutschland)

Flagge
Farben: Grün steht für das fruchtbare Land, schwarz ist die Farbe des afrikanischen Kontinents, gelb steht für die reichen Erzvorkommen Mosambiks. Das schwarze Mittelfeld wird von weißen Streifen als Zeichen des Friedenswunsches der Menschen umrahmt. Ein rotes Dreieck befindet sich am linken Flaggenrand.
Beschreibung: Das nationale Emblem im roten Dreieck zeigt den gelben Stern als Zeichen des Marxismus, das Gewehr symbolisiert den Verteidigungswillen, die Hacke die Arbeit in der Landwirtschaft. Das Buch steht als Erinnerung an die Schulbildung.
Die Flagge gilt seit dem 1. Mai 1983.

Hauptstadt
Maputo, ca. 2,7 Millionen Einwohner
Da es viele nicht-registrierte Siedlungen um Maputo gibt, dürfte die Zahl jedoch höher sein.

Geographie
Mosambik grenzt im Norden an Tansania, im Nordwesten an Sambia und Malawi, im Westen an Simbabwe sowie im Süden an Südafrika und Swasiland. Im Osten liegt der Indische Ozean. Die Küste ist annähernd 2.700 km lang mit Stränden, Lagunen, Korallenriffen und Inselketten. Nach Westen und Norden verläuft ein großes Plateau, das zu den Bergen hin ansteigt und etwa 50% der Landesfläche einnimmt. Das Plateau besteht aus trockener Savanne mit einigen Wäldern und Steppenregionen. Der Sambesi ist der größte und wichtigste der 25 Flüsse und fließt durch Mosambik in den Indischen Ozean. Die Mehrheit der Bevölkerung (98% sind Bantus) lebt an der Küste oder in den fruchtbaren Tälern.

Klima
Es herrscht tropisches und subtropisches Klima mit drei zu beachtenden klimatischen Einteilungen.
Die beste Zeit für einen Besuch in Mosambik ist während der kühleren Trockenzeit von Juni bis November. Während der Regenzeit muss man im Süden gelegentlich mit Überschwemmungen rechnen und manche Straßen werden unpassierbar oder schwierig zu befahren.

Netzspannung
220 V, 50 Hz. Kein Spannungsumwandler vonnöten. Zum Teil können Sie in Mosambik Ihre normalen Ladegeräte für Steckdosen des Typs C, E & F verwenden. Allerdings gibt es in Mosambik auch Steckdosen des Typs M, wofür Sie einen Adapter brauchen. Außerhalb der Städte kann es zu Stromausfällen kommen oder es ist zum Teil gar keiner vorhanden.

Ortszeit
Während unserer Winterzeit geht die Uhr in Mosambik eine Stunde vor, während unserer Sommerzeit gibt es keine Zeitverschiebung.

Religion
28,4 % römisch-katholisch, 17,9 % Muslime, 15,5 % zionistische Christen, 12,2 % Protestanten, 10,9 % Pfingstler, 6,7 % traditionelle Religionen, 18,7 % keine Religion

Sprache
Portugiesisch als Amts- und Verkehrssprache, die von mehr als 12% als Muttersprache und über 50% als Zweitsprache gesprochen wird. Daneben existieren in Mosambik über 20 afrikanische Sprachen. In den meisten Hotels wird vom Servicepersonal Englisch verstanden. Ein kleiner Wortschatz an Portugiesisch kann allerdings sehr hilfreich sein.

Telefon & Internet
Landesvorwahl +258
Telefon- und Internetempfang ist zwar immer weiter im Kommen, beschränkt sich aber vor allem auf die Regionen rund um die Städte. Um unnötige Roaming-Kosten zu sparen, empfiehlt sich der Kauf einer entsprechenden SIM-Karte (optional mit Datenvolumen). Immer mehr Hotels bieten W-LAN an, in Städten gibt es Internetcafés. Falls Sie vorhaben, in entlegene Gebiete zu fahren, trotz allem aber erreichbar bleiben müssen, empfiehlt sich die Anschaffung eines Satelliten-Telefons und die App Tracks4Africa, die auch offline funktioniert.

Währung
Landeswährung ist der Metical (MZN), der sich in 100 Centavos aufteilt. Für 1 Euro bekommen Sie in Mosambik ca. 70 Meticais. Aufgrund Inflation u.ä. kann sich diese Angabe jederzeit ändern. (Stand: Januar 2019) Zum Teil ist die Zahlung mit US-Dollar, im südlichen Mosambik auch mit dem südafrikanischen Rand, möglich.
In Städten können Sie in der Regel mit Kreditkarte Geld abheben. In Supermärkten, Hotels und Restaurant ist die Zahlung mit der Kreditkarte ebenfalls normalerweise möglich. Vor allem für Reisen außerhalb der Städte wird die Mitnahme von ausreichend Bargeld empfohlen.

Trinkgeld
Es ist üblich, ein Trinkgeld zu geben. Die Höhe liegt selbstverständlich in Ihrem eigenen Ermessen. Bei Taxis und Restaurants kann 10% als Richtwert gelten, bei sehr guter Leistung mehr.

Einreisebestimmungen

Reisedokumente
Für die Einreise nach Mosambik benötigen EU-Bürger einen Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein muss sowie ein Visum.

Visum
Für die Einreise nach Mosambik ist ein Visum erforderlich. Die mosambikanische Regierung kündigte im Frühjahr 2017 an, Visa für touristische Zwecke nunmehr auch bei der Einreise an den größeren mosambikanischen Grenzübergängen und am Flughafen Maputo zu erteilen (siehe Einreisebestimmungen des Auswärtigen Amtes). Jedoch empfehlen wir ausdrücklich, das Visum vorab in Deutschland einzuholen, da Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige sich kurzfristig ändern können.

Das Visum kann bei der Botschaft der Republik Mosambik in Berlin beantragt werden (siehe Botschaften).

Zudem bietet der Visa Dienst Bonn einen umfassenden Service in allen Belangen der Visabesorgung. Zur Beantragung eines Visums über den Visa Dienst müssen folgende Dokumente vorgelegt werden:

  • Auftragsformular
  • Reisepass – mindestens noch 6 Monate gültig
  • Visum-Antragsformular
  • Zwei Passfotos (keine eingescannten Aufnahmen)
  • Kopie des Flugtickets
  • Buchungsbestätigung über den gebuchten Hotelaufenthalt

Hinweis:

  • Die Beantragung des Visums kann frühestens 30 Tage vor Einreise beantragt werden.
  • Das Visum wird erst ab Ausstellung 30 Tage gültig und wird für eine- oder mehrmalige Einreise mit einem Aufenthalt von 30 Tage erteilt.
  • Spätestens am letzten Gültigkeitstag des Visum muss die Ausreise erfolgen

Unsere Visa Hinweise sind ohne Gewähr.
Detaillierte und verbindliche Informationen erhalten Sie bei der für Ihren Wohnort zuständigen mosambikanischen Auslandsvertretung.

Botschaften

Botschaft der Republik Mosambik
Stromstraße 47
10551 Berlin
Tel: 030 / 39876500
Fax: 030 / 39876503

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Mosambik
Postadresse: Embaixada da República Federal da Alemanha, C.P. 1595, Maputo, Mosambik
Straßenanschrift: Rua Damião de Góis 506, Maputo
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9-12 Uhr
Tel: +258 21 48 27 00
Fax: +258 21 49 28 88

 

Gesundheit

Impfschutz
Das Auswärtige Amt empfiehlt außerdem, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis) und ggf. auch Polio, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut sowie Meningokokken-Krankheit (ACWY-Konjugatimpfstoff) empfohlen.

Malaria/Dengue-Fieber/Schlafkrankheit
Größte Gefährdung für Bevölkerung und Besucher stellt die landesweite und ganzjährige Malaria-Infektionsgefahr dar. Eine medikamentöse Prophylaxe kann durchaus sinnvoll sein. Dafür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.

In einer malariagefährdeten Region sollten Sie es vermeiden, Parfum oder After Shave aufzutragen und Sie sollten sowohl in der Abenddämmerung, als auch nachts lange Kleidung (Hose, Pullover, geschlossene Schuhe) tragen. Tragen Sie zusätzlich Anti-Moskito-Spray oder -Creme regelmäßig und sorgfältig auf die Haut auf (z.B. No Bite, Anti Brumm Forte). Es gibt inzwischen auch Produkte, die Sie auf die Kleidung aufsprühen, z.B. von No Bite oder Anti Brumm Forte. Weitere Informationen und ausführliche Testergebnisse zu Mückenschutzmitteln finden Sie u.a. in Test 06/2014 und in Test 05/2010 (Stiftung Warentest).

Es gibt einen Bekleidungsstoff, der so fest gewebt ist, dass er keine Mückenstiche durchlässt. Der Stoff heißt G-1000. Die Firma Fjällräven stellt diesen Stoff her. Sie können die Kleidung auch bei der Firma Globetrotter kaufen, bzw. im Internet bestellen.

Dengue-Fieber und Chikungunya-Fieber treten hauptsächlich im Küstenbereich von Mosambik auf und werden durch tagaktive Mücken übertragen. In der Regel stehen Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen im Vordergrund. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme. Tragen Sie von daher auch am Tag lange Kleidung und tragen Sie Insektenschutzmittel auf freie Körperstellen auf.

Bilharziose
Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden.

Trinkwasser/Nahrungsmittel
Durch hygienisches, d.h. gekochtes bzw. gut durchgebratenes Essen und sterilisiertes Trinken und konsequentem Mückenschutz (Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können die meisten Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Verwenden Sie kein Leitungswasser zum Trinken, Abwaschen oder Zähneputzen, sondern nur Flaschenwasser oder im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Eine regelmäßige Händedesinfektion und die Verwendung von Einmalhandtüchern schützen Sie vor Infektionen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ oder hygienisch problematisch. Häufig fehlen auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Kultur & Gesellschaft

Mosambik ist ein sehr vielfältiges Land mit vielen traditionellen Lebensweisen sowie europäischen, westlichen Einflüssen. Man kann schlichtweg nicht von einer mosambikanischen Bevölkerung oder Kultur sprechen. Das liegt zum Teil daran, dass europäische und einheimische Gruppen jahrhundertelang teilweise nebeneinander existierten.
Im Vergleich mit anderen afrikanischen Staaten ist der Urbanisierungsgrad gering. Zirka 36% der Bevölkerung (etwa 10 Millionen) lebt in Städten, wenngleich auch hier überdurchschnittliche Zuwachsraten zu verzeichnen sind. Das führt zu vielen informellen Siedlungen, in denen beispielsweise 80% der Einwohner Maputos, der Hauptstadt Mosambiks, leben.
Gerade im innenstädtischen Bereich Maputos trifft man auf westliche Einflüsse mit Bars, Diskotheken sowie einer pulsierenden Kulturszene. Unlängst hat sich das Nachtleben Maputos zu einem Geheimtipp entwickelt. Auf dem Land finden sich eher traditionelle Kulturen, zum Beispiel die berühmte Timbila-Musik des Chopi-Stamms in der Provinz Inhambane (zentralsüdöstliches Mosambik).
Die meisten Menschen (74%) arbeiten in der Landwirtschaft, vornehmlich im Subsistenzanbau, 22% im Dienstleistungssektor. Trotz starken Wirtschaftswachstums der letzten Jahre herrscht immer noch eine hohe Arbeitslosigkeit und Armut.
Portugiesisch ist zwar Amtssprache, wird allerdings nicht von allen Bevölkerungsgruppen verstanden und nur von 12% als Muttersprache gesprochen. Die Alphabetisierungsrate ist im internationalen Vergleich relativ niedrig, wenngleich seit der Unabhängigkeit vermehrt Geld in Schulbildung investiert wurde. Insgesamt existieren in Mosambik über 40 verschiedene Sprachen, die meisten Menschen sprechen eine Bantu-Sprache, weshalb es jüngst einige Pilotprojekte für bilingualen Schulunterricht gab. Auch Englisch gewinnt durch Tourismus und Handel zunehmend an Bedeutung.
So vielfältig wie die Sprachen ist auch die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung. Anders als andere afrikanische Staaten gibt es in Mosambik keine vorherrschende ethnische Mehrheit. Allgemein lässt sich sagen, dass die nördlich angesiedelten Gruppen weitaus mehr ihren ursprünglichen Lebensstil beibehalten haben, da sie weniger von europäischen Einflüssen geprägt wurden wie die zentrale und südliche Bevölkerung Mosambiks.
Die größte Gruppe sind die Makua, die sich nochmals in mehrere Gruppen unterteilt. Sie machen etwa 40% der Bevölkerung aus und sind vor allem im Norden Mosambiks (und auch bis weit nach Tansania hinein) zu finden. Auch im Norden, allerdings eher östlich konzentriert, leben die Makonde (11%). In der Provinz Niassa im Nordwesten des Landes leben außerdem Yao (12%) und Chewa (4%). Im Bereich des Sambesi-Fluss siedeln Sena, Nyanja und Nyungwe, in Zentralmosambik die Shona (3%), Tonga, Manyika und Ndau. Immerhin 21% der Menschen gehören der Tsonga an, die im Süden Mosambiks in den Provinzen Gaza und Maputo wohnen. Außerdem gibt es noch etwa 7% Swahili, die vor allem an den Küsten leben.
Auch in Sachen Religionen gibt es eine große Vielfalt. Mehr als 28%, zumeist im zentralen Teil Mosambiks angesiedelt, sind römisch-katholisch, knapp 20% muslimisch (zumeist der Norden und die Küsten) sowie mehr als 12% protestantisch (eher südlicher Teil Mosambiks), außerdem existieren noch andere christliche (zum Beispiel zionistische) sowie viele traditionelle Religionen.
Seit der Unabhängigkeit haben Frauen Zugang zu allen wichtigen Lebensbereichen und stellen immerhin 40% der Abgeordneten, seit 2003 sind sie per Gesetz Männern gleichgestellt. In den entscheidenden Ämtern und Positionen sitzen allerdings nach wie vor Männer. Vor allem in den ländlichen Gegenden herrscht weiterhin ein traditionelles Rollenbild. Seit 2015 ist Homosexualität entkriminalisiert. HIV (12,5% sind mit der Krankheit infiziert) ist nach wie vor ein großes Problem, genauso wie die dadurch resultierende AIDS-bedingten Waisenkinder (etwa 500.000).

Geschichte

Ursprünglich lebten auf dem Gebiet des heutigen Mosambiks die San, also die als Jäger und Sammler bekannten Buschleute. Spätestens ab dem ersten Jahrhundert nach Christus wanderten Bantuvölker ein, die als Bauern lebten. Ab dem ca. 10. Jahrhundert nach Christus herrschten die Swahili, eine arabisch-afrikanische Mischkultur, an der Küste Ostafrikas und betrieben Handel zwischen den Küstenstädten und dem Persischen Golf, Indien, China sowie mit dem Munhumutapa-Reich, ein reicher, bedeutender, vorkolonialer Staat, der große Teile Simbabwes und des Landesinnern von Mosambik umfasste.
1497 erschienen erstmals die Portugiesen an der Küste Mosambiks und verdrängten, teils militärisch, die Swahili. Eine flächendeckende Kontrolle übten die Portugiesen allerdings nicht aus, verschiedene Unternehmung zur Eroberung von Goldquellen im Munhumutapa-Reich scheiterten. Die folgenden Jahrhunderte waren gekennzeichnet von verschiedenen Auseinandersetzungen um Ostafrika zwischen Portugiesen, Arabern, Osmanen, Niederländern, Franzosen, Briten, aber auch den Zulu, ein Bantuvolk, welches ab 1820 in Mosambik einfiel und Portugal große Teile der nur unzureichend kontrollierten Gebiete abjagte. Das Reich zerfiel zwar schon 1836, doch effektive, militärische Kontrolle erlangte Portugal nur beschränkt im Zuge neuer Kolonialbemühungen ab den 1870er Jahren. Einige Teile Mosambiks wurden ferner von britischen Firmen kontrolliert.
Die Abschaffung der Monarchie 1910 in Portugal führte zu größerer Autonomie der Kolonie. Infolge des Militärputsches und der folgenden Diktatur 1926 in Portugal wurde die Bevölkerung der Kolonie wieder zunehmend mehr unterdrückt. Erst ab den 1950er Jahren kam es zu kleineren Reformen, zum Beispiel einer Vertretung im Parlament in Lissabon oder ein Wahlrecht für die der portugiesischen Sprache in Schrift und Wort mächtigen (1970).
1962 gründete sich die Befreiungsfront FRELIMO, die trotz teils massiver innerer Streitigkeiten ab 1964 in den bewaffneten Aufstand gegen die portugiesische Kolonialbesatzung überging. Dies mündete in einer zunehmenden Spirale der Gewalt auf beiden Seiten, die erst durch die Nelkenrevolution, ein erneuter Militärputsch in Portugual, der die Diktatur abschaffte, beendet wurde. Am 25. Juni 1975 wurde die Volksrepublik Mosambik als unabhängiger Staat ausgerufen, der schnell marxistische Züge annahm und zu einem sozialistischen Einparteiensystem wurde. Schon 1976 jedoch kam es zum 16-jährigen Bürgerkrieg zwischen FRELIMO und der als antikommunistische Bewegung nach der Unabhängigkeit gegründete RENAMO, die anfangs von Rhodesien, der Vorläufer von Simbabwe, und Südafrika, ab 1987 auch von den USA und aus West-Deutschland unterstützt wurden. Der Zusammenbruch des Apartheid-Regimes in Südafrika sowie das Ende des Kalten Kriegs 1990 bewirkten Friedensverhandlungen, die den Bürgerkrieg 1992 offiziell beendeten. Er hatte 900.000 Menschen das Leben gekostet.
1994 fanden die ersten freien Wahlen mit Mehrparteiensystem statt, die die Herrschaft der FRELIMO, die sich 1989 vom Marxismus losgesagt hatte, sicherten. Die RENAMO bildet seitdem die Opposition.

Beste Reise- und Badezeit

In Mosambik herrscht Savannenklima, das man grob in zwei Zeiten einteilen kann. Während der Regenzeit von November bis April fällt ca. 80% der Jahresregenmenge. Heftige Regenfälle und Zyklone, begleitet von schwül-heißem Wetter, sind die Folge. Wir empfehlen deshalb, eher in der Trockenperiode von Mai bis Oktober mit angenehmeren Temperaturen und kühlen Nächten nach Mosambik zu fahren.
Im tropischen Nordosten Mosambiks, etwa ab dem Sambesi-Fluss im Bereich der Küste, gibt es allgemein die wenigsten Temperaturschwankungen. In der Regenzeit können Sie mit etwas über, in der Trockenzeit etwas unter 30 Grad rechnen. Auch nachts wird es nur selten unter 20 Grad.
Dagegen ist das Klima in den südlichen subtropischen Küstenregionen angenehmer. Während es in der Regenzeit von November bis Mai etwa 30 Grad gibt, kühlt sich das Wetter in der Trockenzeit auf durchschnittlich 25 Grad ab. In den Nächten wird es oft angenehm kühl (14 Grad).
Am heißesten wird es im Inland Mosambiks, wo während der Regenzeit oftmals Temperaturen jenseits der 35 Grad gemessen werden, begleitet von heftigen Regenfällen. In der Trockenzeit kühlt sich das Wetter auf etwas unter 30 Grad ab.

Wassertemperaturen
Mosambik ist durch seine hohen Temperaturen und weiten Sandstrände ideal für einen entspannten Badeurlaub. In der Trockenzeit liegen die Wassertemperaturen bei etwa 23 Grad, je nach Jahreszeit und Ort können diese höher sein.

Ocean Safari

Was für die klassischen Safari-Liebhaber Elefant, Büffel, Löwe, Leopard und Nashorn ist, ist für Mosambiks Küsten Walhai, Buckelwal, Haifisch, Schildkröte und Delfin. Während die Landtierpopulation während des Bürgerkriegs stark an Bestand verlor, war das Meeresleben davon nicht betroffen. Im Gegenteil: Es erholte sich sogar. Für Sie bedeutet das eine unglaubliche Tier- und Fischvielfalt, die Sie im Rahmen einer „Ocean Safari“ entdecken können, per Tauchen, Schnorcheln oder einem Bootsausflug.
Vor allem für die große Population der vom Aussterben bedrohten Walhaie sind die Küsten Mosambiks berühmt und in der Taucherszene schon längst ein Geheimtipp. Die Sichtung des bisher größten entdeckten Meerestiers – es kann mehr als 13 Meter lang und 12 Tonnen schwer werden – ist zwischen Oktober und April fast so gut wie garantiert. Das Tauchen mit den riesigen, sich dennoch elegant im Wasser bewegenden Kolossen wird ein absoluter Höhepunkt Ihrer Reise sein. Auch Delfine und etwas weiter draußen Buckelwale (Juli bis Oktober) können Sie mit etwas Glück entdecken.
Die „Ocean Safaris“ werden von erfahrenen Guides durchgeführt, die Ihnen bei allen möglichen Schwierigkeiten und Fragen zur Seite stehen werden.

WAHRSCHEINLICHKEIT FÜR TIERSICHTUNG
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Walhaie sehr gut sehr gut sehr gut gut gut gut mittel gut gut sehr gut sehr gut sehr gut
Buckelwale mittel sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut
Mantas sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut sehr gut gut gut gut gut sehr gut sehr gut
Schildkröten
gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut
Delphine
gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut
Riffhaie
gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut gut

 

DURCHSCHNITTLICHE WASSERTEMPERATUR TOFO BEACH
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Ø Temperatur 28°C 28°C 28°C 27°C 25°C 24°C 23°C 23°C 23°C 24°C 26°C 27°C