Das warme Herz Afrikas

Ob Badeurlaub, privat geführte Rundreise oder beides – im „warmen Herz Afrikas“ kommen Sie voll auf Ihre Kosten, fernab des Massentourismus.
Entspannen Sie an den traumhaft schönen Stränden des drittgrößten Sees Afrikas, dem Malawisee, mit Wassertemperaturen bis zu 27 Grad, und genießen Sie abends die zauberhaft malerischen Sonnenuntergänge. Schnorcheln oder tauchen Sie in „Afrikas schönstem Aquarium“ und entdecken Sie die größte Fischarten-Vielfalt der Erde in einem See.
Unternehmen Sie eine spannende Safari im Majete und Liwonde Nationalpark und sehen Sie die “Big Five”. Erleben Sie den Reichtum an Naturschönheiten im Kasungu-, Lake Malawi- und dem Lengwe-Nationalpark und klettern Sie auf die über 2.000 Meter hohen Berge, zum Beispiel das Nyika oder Zomba Plateau. Kommen Sie in Kontakt mit den freundlichsten Menschen Afrikas und lernen Sie etwas über die alten Kulturen und Traditionen der ehemaligen Kolonie.
Egal, für was Sie sich entscheiden – Malawi ist ein vielseitiges, aufregendes Land mit Potential und ein echter Geheimtipp. Und bestimmt auch Ihr nächstes Reiseziel! Gerne können Sie einen Badeaufenthalt am Malawisee mit einer Safari, entweder in Malawi oder auch in Sambia, zum Beispiel im tierreichen South Luangwa Nationalpark, kombinieren.

Reisen nach Malawi

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Highlights & Sehenswürdigkeiten

Ihre Ansprechpartnerin

Daniela Ferschke


Daniela Ferschke
Tour Designerin Südliches Afrika
06101 49 90 22
d.ferschke@ast-reisen.de

Informationen zum Reiseland Malawi

Allgemeine Informationen


Bevölkerungszahl
ca. 19,9 Mio. ( Stand 2018)

Bevölkerungsdichte
ca. 167 pro km² (Deutschland im Vergleich: ca. 232 pro km²)

Fläche
118.484 km² Gesamtfläche (etwa ein Drittel der Fläche Deutschlands), davon 24.208 km² Anteil am Malawi-See

Ethnische Zusammensetzung
Chewa (35%), Lomwe (19%), Yao (13%), Ngoni (12%), Tumbuka (9%), Sena (3%) und weitere Minderheiten, ca. 1,3% Ausländer (v.a. aus Mosambik, Sambia, Simbabwe)

Nationalfeiertage
Tag der Republik: 6. Juli

Flagge
Die Flagge Malawis ist aus der schwarz-rot-grünen Fahne der Malawi Congress Party hervorgegangen und wurde am 6. Juli 1964 offiziell eingeführt. Die Farben sind mit folgender Bedeutung belegt:
– Schwarz steht für das Volk auf dem afrikanischen Kontinent
– Rot steht für das Blut, das im Freiheitskampf vergossen wurde
– Grün steht für die üppigen Wälder Malawis.
Im oberen Streifen steht die aufgehende, morgenrote Sonne mit 31 Strahlen als Symbol für Hoffnung auf ein freies und geeintes Afrika.

Hauptstadt
Lilongwe: ca. 1 Millionen Einwohner

Geographie
Malawi grenzt im Norden und Nordosten an Tansania, im Osten, Süden und Südwesten an Mosambik und im Norden und Nordwesten an Sambia. Der Malawi-See ist der drittgrößte See Afrikas. Er bildet die östliche Grenze zu Tansania und Mosambik. Die nördliche Region ist bergig, die höchsten Gipfel steigen hier auf über 3.000 Meter an. Zum Norden gehören auch die hügelige Nyika-Hochebene, zerklüftete Steilhänge, Täler und die dicht bewaldeten Abhänge der Viphya-Hochebene. Die zentrale Region ist das landwirtschaftliche Zentrum des Landes. Sie besteht hauptsächlich aus einer 1.000 Meter hohen Ebene, die sich durch ihre malerische Landschaft auszeichnet. Flachland überwiegt in der südlichen Region. Südlich des Malawi-Sees erstreckt sich die Zomba-Hochebene und im Südosten erhebt sich das riesige, abgelegene Mulanje-Gebirgsmassiv.

Netzspannung
230 V, 50 Hz (identisch zu Deutschland). In Malawi werden Steckdosen Typ G verwendet, wofür Sie einen Adapter brauchen.

Ortszeit
Während der deutschen Winterzeit geht die malawische Uhr eine Stunde vor, während der Sommerzeit gibt es keine Unterschiede.

Religion
87 % Christen (18% Katholiken, 23% Protestanten und weitere teils traditionelle Religionen), 12% Muslime

Sprachen
Amtssprache ist Englisch, Nationalsprache Chichewa, außerdem diverse Bantu- und andere Sprachen.

Telefon & Internet
Vorwahl Malawi: +265. Keine Ortsnetzkennzahlen.
Der Mobilfunkmarkt schreitet auch in Malawi immer weiter voran. Es gibt zwei Betreiber, die vor allem in den Städten eine gute Abdeckung bieten. In ländlichen Gebieten und in Nationalparks kann aber wenig bis gar kein Empfang vorhanden sein. Die meisten deutschen Anbieter haben Roaming-Abkommen mit Malawi.
Internet wird in Internetcafés und in immer mehr Hotels und Lodges angeboten, der mobile Empfang ist insbesondere in Städten vorhanden. Wie auch beim Mobilfunk können Empfangsschwierigkeiten außerhalb der Ballungsräume auftreten.
Eine gute Möglichkeit, Roaming-Gebühren zu sparen, ist der Kauf von prepaid SIM-Karten, auch mit Datenvolumen, die Sie jederzeit aufladen können.

Geld
Die Landeswährung ist der Malawi Kwacha (MWK), welcher in 100 Tambala unterteilt ist. 1 Euro entspricht aktuelle etwa 800 Kwacha (Stand: März 2019).
Der Umtausch von Euro in Landeswährung sollte nur in offiziellen Tauschbüros (Money Bureau) und Banken erfolgen. Alle anderen Umtauschmöglichkeiten gelten als illegal und können zur strafrechtlichen Verfolgung führen. Kreditkarten werden grundsätzlich von größeren Hotels und Reisebüros akzeptiert, meist jedoch mit einem hohen Aufschlag von ca. 6 – 8% und aufgrund technischer Probleme ohne Erfolgsgarantie. An den meisten Bankautomaten kann mit Kredit- oder Maestro-Karte Bargeld abgehoben werden, jedoch üblicherweise nur im Gegenwert von ca. 50 bis 100 EUR, abhängig davon, ob die derzeit höchste Banknote (2.000 MWK, ca. 2,50€) ausgegeben wird.
Zudem ist der US-Dollar vielerorts die begehrteste Währung und wird als Zahlungsmittel akzeptiert. Im Süden des Landes ist auch der südafrikanische Rand bekannt. Es empfiehlt sich daher die Mitnahme von US-Dollar und Rand in bar, welche auch in die Landeswährung umgetauscht werden können.

Einreisebestimmungen


Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Malawi ein Visum.
Dieses Visum zur einmaligen Einreise kann zwar direkt am jeweiligen malawischen Grenzübergang gegen Barzahlung der Gebühr von mindestens 75,- US-Dollar erteilt werden, an den Flughäfen in Lilongwe und Blantyre auch zur mehrfachen Einreise (für mind. 150,- US-Dollar). Für eine rasche und reibungslose Einreise wird die Einholung des Visums jedoch vorab bei der Botschaft der Republik Malawi in Berlin empfohlen. Weitere Informationen zum Verfahren, der Visakategorien und der Gebühren sind dort erhältlich.
Reisedokumente müssen noch mindestens sechs Monate ab Einreise gültig sein.

Da bisweilen bei der Einreise Gesundheitskontrollen durchgeführt werden, wird die Mitnahme des Impfausweises empfohlen.

Reisen mit Minderjährigen
Alleinreisende Kinder sollten eine von beiden Elternteilen unterschriebene Reisegenehmigung bei sich führen (auf Englisch und mit Unterschriftsbeglaubigung).

Mehr Informationen zu den Einreisebestimmungen finden Sie Sie auf der Webseite Auswärtigen Amtes.

Botschaften


Botschaft der Republik Malawi in der Bundesrepublik Deutschland
Westfälische Straße 86
10709 Berlin
Telefon: 030 – 84 31 540
Fax: 030 – 84 31 54 30
email: berlin@malawi-embassy.de
Öffnungszeiten: Mo bis Do 10:00 bi 12:00 Uhr
http://www.malawiembassy.de/

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in der Republik Malawi
Convention Drive (Capital City)
Lilongwe
Telefon: +265 (0) – 1 77 25 55
Fax: +265 (0) – 1 77 02 50
Mobil: +265 (0) – 991 393 393 (nur im Notfall)
E-Mail info@lilongwe.diplo.de
Öffnungszeiten April bis November: Mo bis Do 08:00 bis 15:30 Uhr, Fr 08:00 bis 12:30 Uhr
Öffnungszeiten Dezember bis März: Mo bis Mi 08:00 bis 15:30 Uhr, Do bis Fr 08:00 bis 12:30 Uhr
https://lilongwe.diplo.de/mw-de/botschaft

Gesundheit


Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen.
Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarlänger) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Auch bei der Anreise über Addis Abeba (Äthiopien) oder Nairobi (Kenia) kann der Impfnachweis gefordert werden. Die internationale Impfbescheinigung über die Gelbfieberimpfung hat inzwischen eine lebenslange Gültigkeit.
Das Auswärtige Amt empfiehlt grundsätzlich, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts für Kinder und Erwachsene anlässlich jeder Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphterie, Keuchhusten (Pertussis) sowie gegen Polio, Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza, Pneumokokken und Herpes Zoster (Gürtelrose).
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Meningokokken-Meningitis (ACWY) empfohlen.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit der in Europa nicht zu vergleichen und vor allem technisch und apparativ problematisch. Die hygienischen standards sind vielerorts unzureichend. Vielfach fehlen auch fachlich gut ausgebildete Ärzte Der. Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird daher dringend empfohlen.

Malaria
Malawi gehört zur Malaria-Region.
Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Tabletteneinnahme sinnvoll. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden in den betroffenen Regionen empfohlen:
– körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden, geschlossene Schuhe),
– vor allem nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen (z.B. No Bite),
– ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen. Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe des Auswärtigen Amtes.
Es gibt einen Bekleidungsstoff, der so fest gewebt ist, dass er keine Mückenstiche durchlässt. Der Stoff heißt G-1000. Die Firma Fjäll Räven stellt diesen Stoff her.

Bilharziose
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis (Bilharziose) besteht beim Kontakt mit Süßwassergewässern (Baden, Waten, Wassersport wie Surfen und Tauchen). Auch im Malawisee kommt Bilharziose sehr häufig vor. Falls es doch zu Süßwasserkontakten gekommen ist, sollte nach Verlassen Malawis ein Bilharziosetest (Blutuntersuchung notwendig) vorgenommen werden. Bitte informieren Sie sich bei einem Tropenmediziner, wann und wie ein solcher Test durchgeführt werden soll.

Durchfall
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selbst Schälen oder Desinfizieren. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände.

Bitte beachten Sie:
Weitere, detaillierte Informationen finden Sie unter “Medizinische Hinweise” des Auswärtigen Amtes.
Grundsätzlich empfehlen wir vor Reisebeginn mit Ihrem Hausarzt oder einem Tropen – bzw. Reisemediziner sich über Ihre geplante Reise nach Malawi hinsichtlich Ihrer Gesundheitsvorsorge individuell beraten zu lassen.
Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden können nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Geschichte


Vor etwa 3.500 Jahren besiedelten die San das heutige Gebiet von Malawi. Zwischen 1000 und 1480 nach Christus kamen dann Bantuvölker wie z.B. die Chewa hinzu und sind heute mit über 30% die größte Volksgruppe Malawis.

Zwischen 1500 und 1700 herrschte das sogenannte Maravi über weite Teile Malawis und des nördlichen Mosambiks. 1859 entdeckte David Livingstone als erster Europäer den Malawisee, 1891wurde das heutige Gebiet britisches Protektorat. Die Einheimischen blieben allerdings ohne politischen Einfluss und rechtlos, deshalb kam es 1915 zu einem Aufstand, der niedergeschlagen wurde.

Nach einigem Widerstand wurde 1953 die Zentralafrikanische Föderation, bestehend aus Njassaland (Malawi), Süd- (Simbabwe) und Nordrhodesien (Sambia), gegründet. In den Folgejahren kam es zu Streiks, Demonstrationen, Unruhen, Überfälle auf Polizeistationen. Der Njasaland African Congress (NAC) übernahm die Stadt Fort Hill im Nordwesten des heutigen Malawis. 1859 konnte durch massives Militäraufgebot die Ordnung wiederhergestellt werden. Die Unruhen hatten 52 Menschen das Leben gekostet. 1860 wurde der Föderation weitreichendere Autonomie zugeteilt. Bei Wahlen 1961 gewann die Malawi Congress Party (MCP), Nachfolgepartei der verbotenen NAC, unter Hastings Kamuzu Banda die Mehrheit, Ende 1963 wurde die Zentralafrikanische Föderation aufgelöst.

Am 6. Juli 1964 wurde das Protektorat Njassaland als Malawi unabhängig und am 6. Juli 1966 die Republik unter Präsident Banda ausgerufen, der das Land bis 1993 diktatorisch (Einparteiensystem) regierte. 1994 wurden infolge eines friedlichen Referendums (1993) freie Wahlen mit Mehrparteiensystem ermöglicht, die einen neuen Präsidenten zu Folge hatten. Die meisten der Präsidenten versuchten, durch eine Verfassungsänderung mehr als einmal wiedergewählt zu werden, woran sie scheiterten. Gegenwärtig ist Peter Mutharika Präsident.

Gesellschaft & Kultur


In Malawi leben etwa 19,2 Mio. Menschen auf einer Fläche von 118.484 km². Das Land zählt damit zu den am dichtesten bevölkerten Ländern Afrikas.
Mehr als 80% der Bürger leben auf dem Land, da die Verdienstmöglichkeiten (vornehmlich Landwirtschaft) vergleichsweise besser sind. Nur etwa 17% der Malwier leben in Städten. Die vier größten Bevölkerungszentren sind Blantyre, Lilongwe, Zomba und Mzuzu.

Wie in vielen afrikanischen Ländern gibt es auch in Malawi viele ethnische Gruppen, die für die Kultur des Landes enorm wichtig sind. Folgende Völker sind in Malawi zuhause: Chewa, Lomwe, Yao, Tumbuka, Ngoni, Tonga und Sena.

Insbesondere auf dem Land spielen Traditionen und kulturelle Bräuche noch eine große Rolle. Maskeraden und ausdrucksstarke Tänzen werden in den ländlichen Regionen an vielen Wochenenden und Feiertagen mit fröhlichen Feierlichkeiten zelebriert. Dabei hat jede Volksgruppe ihre eigenen Tänzen und Lieder. Der Gule Wamkulu der Chewa ist sicherlich der berühmteste Tanz. Bekleidet mit fantasievollen Kostümen und Holzmasken mit üppigen Federschmuck sowie starker Bemalung treten die Tänzer auf. Bei den Tänzen werden häufig die Macht und Kraft der Geister und traditionellen Heilers thematisiert. Gule Wamukulu-Tänzer weredn geehrt und gefürchtet zugleich. Ebenfalls wichtig sind der Vimbuza Healing Dance der Tumbuka und der Tchopa der Lomwe, welche von der UNESCO als Erbe der Menschheit anerkannt wurden.

Malwi ist zudem bekannt für sein Kunsthandwerk. Neben traditionellen Produkten wie geflochtene Schlafmatten, Speere, Äxte oder Töpfen, welche meist praktischen Naturen sind, werden für kulturelle Zwecke Kleider gewebt, Tanzmasken und Figuren geschnitzt. Vor allem Holzschnitzereien und Keramikprodukte erfreuen sich bei den Touristen großer Beliebtheit.

In den letzten Jahren hat sich in Malawi einiges getan: Verbesserung der (teils kostenlosen) Gesundheitsversorgung, Ausweitung von (kostenlosen) Bildungsmöglichkeiten und aktiver Tierschutz. Mehr als 70% der Männer und mehr als 50% der Frauen können lesen und schreiben und die AIDS-Rate ist inzwischen etwas gesunken. Auch verfügt Malawi über ein kleines, aber gut ausgebautes, asphaltiertes Straßennetz. Dennoch bleibt einiges zu tun in dem kleinen Land.
Malawi bleibt somit weiterhin ein armes Land. Die Einwohner werden jedoch häufig als die freundlichsten und liebenswertesten Menschen Afrikas bezeichnet und sind somit ein ganz besonderen Reichtum für das Land. Stets mit einen Lächeln auf den Lippen empfangen Malawis ihre Gäste. Vom ersten Moment an fühlt man sich so in dem als „warmes Herz Afrikas“ bezeichneten Land willkommen.

Natur- und Wildschutz


Malawi ist ein Land mit Potential und einer diversen Flora und Fauna! Durch exzessive Wilderei im vergangenen Jahrhundert war der Bestand an Wildtieren in Malawi zwischenzeitlich stark zurückgegangen. Das hat sich mittlerweile geändert. Seit 2003 unternimmt die Regierung in Zusammenarbeit mit African Parks, einer non-profit Organisation, größte Anstrengungen, um den Bestand an Wildtieren zu erhöhen und die Gefahr durch Wilderei durch drastische Strafen zu reduzieren.
Im Majete Nationalpark wurden über 2.500 Tiere wiederangesiedelt. In einer groß angelegten Aktion wurden außerdem über 500 Elefanten aus dem überbevölkerten Majete und dem Liwonde Nationalpark in den Nkhotakota Nationalpark umgesiedelt. Mit dem Majete und Liwonde Nationalpark gibt es wieder zwei Schutzgebiete, die sich stolz „Big Five“-Gebiete nennen können. Schon jetzt können Sie sich bei einem Aufenthalt in Malawi an einer großartigen Tierwelt erfreuen, wenngleich die Population insgesamt noch unter anderen afrikanischen Ländern liegt. Das macht die Pirschfahrten natürlich umso spannender. Weitere Anstrengungen zu Tier- und Naturschutz unter Einbindung der Bevölkerung sind geplant.
Auch der Waldbestand hat in der Vergangenheit durch Siedlungsbau gelitten, mittlerweile wird ein Großteil wieder neu bepflanzt. Die Regierung hat die Wichtigkeit von Ökologie und Ökotourismus erkannt und handelt dementsprechend. Auch einige Unterkünfte legen mittlerweile Wert auf umweltfreundliches Handeln.
Die guten Nachrichten sind jedoch noch nicht zu jedem Safari-Enthusiast durchgedrungen. Malawi gilt deshalb nach wie vor als Geheimtipp abseits des Massentourismus.

Klima & beste Reisezeit


Allgemein
Das subtropische Klima, das in Malawi vorherrscht, ist aufgrund der Höhenunterschiede und der großen Nord-Süd-Ausdehnung hohen Schwankungen ausgesetzt. Allgemein gesprochen ist es im Hochland immer ein paar Grad kühler als am Malawisee, wobei hier meistens ein kühlender Wind weht. Im Norden fällt mehr Regen (2.000 mm) als im Süden (1.000 mm).
Insgesamt gibt es drei Jahreszeiten: Die Regenzeit zwischen November und April, eine milde Trockenperiode von Mai bis Mitte August und eine heiße Trockenperiode zwischen Mitte August und November.
In der Regenzeit (November bis April) sind viele Straßen aufgrund heftiger Regenfälle (im Norden ausgeprägter) auch mit 4×4-Fahrzeugen unpassierbar, außerdem kann die Luftfeuchtigkeit morgens bis zu 100% betragen. Die Temperaturen schwanken zwischen 19° und 32° Grad.
In der anschließenden Trockenzeit ab Mai sind die Temperaturen milder und bewegen sich die Temperaturen zwischen 14° und 24° Grad, durchschnittlich sind es etwa 21° Grad (Ausnahmen möglich). Dabei fällt nur wenig bis gar kein Regen. Im Juli ist es am kühlsten. Die Nächte können kalt bis frostig werden, besonders im Bergland, denken Sie also an warme Kleidung.
In der anschließenden Hitzeperiode zwischen September und November wird es tropisch und heiß, auch hier fällt wenig bis gar kein Regen. Die Durchschnittstemperaturen liegen bei ca. 30° Grad.

Beste Reisezeit für Safaris
Die beste Reisezeit für Safaris ist während der Trockenmonate zwischen Mai und Oktober. Zu Beginn der Trockenperiode (Mai und Juni) grünt und blüht die Landschaft durch die vorausgehende Regenzeit meist noch. In den Monaten Mai bis ca. Mitte August sind die Temperaturen noch angenehm kühl. Mit fortschreitender Trockenzeit erhöhen sich die Temperaturen und es gibt immer weniger Wasserstellen. Dies erhöht wiederum die Chancen an den verbleibenden Wasserstellen Wildtiere anzutreffen. Natürlich sind auch während der Regenzeit Reisen möglich, wenngleich in dieser Periode nicht alle Lodges geöffnet haben und Straßen zum Teil nur schlecht bis unbefahrbar sind. Die üppige Vegetation erschwert zudem die Tierbeobachtung.

Beste Badezeit
Das Gebiet um „Afrikas schönstes Aquarium“ hat eine verhältnismäßig geringe Niederschlagsmenge. Die Wassertemperaturen liegen das ganze Jahr über bei badetauglichen 23° Grad aufwärts, in den trockenheißen September-, Oktober- und Novembermonaten natürlich mehr als in der milden Trockenperiode zwischen Mai und August.