Allgemein

Die Masai Mara, in der Sprache der Masai bedeutet dies “Geflecktes Land, buntes Durcheinander”, ist nicht nur das eindrucksvollste Tierschutzgebiet Kenias, sondern zählt zusammen mit seiner südlichen Fortsetzung, der Serengeti, zu den großartigsten Tierschutzgebieten der Welt überhaupt.

Lage

Die Masai Mara liegt im Südosten von Kenia an der Grenze zu Tansania, etwa 800km von der Küste und 270 km von Nairobi entfernt, auf einer durchschnittlichen Höhe von etwa 1.600 m.
Die Mara North Conservancy vergrößert das Masai Mara National Reserve und bietet zusätzlichen Lebensraum für Büffel, Giraffen, Elefanten, Hyänen, verschiedene Antilopenarten, Löwen, Geparden, Wildhunde sowie Krokodile, Flusspferde und über 450 Vogelarten.

Geschichte

Bevor das Gebiet im Jahre 1961 Masai Mara National Reserve benannt wurde, hieß es Masai Mara Game Reserve. Man kann sagen, dass das Gebiet aus zwei Teilen besteht: Der innere Teil wird entsprechend der Richtlinien für Nationalparks geführt; in diesem Teil sind permanente Ansiedlungen (außer Camps und Lodges) verboten. Das äußere Gebiet ist ebenfalls unberührt, allerdings dürfen hier die örtlichen Masai ihre Rinder- und Ziegenherden weiden.
Seit 2008 wurde das Gebiet im Nordwesten, das sich außerhalb des National Reserve östlich des Mara Flusses anschließt, zum Mara North Conservancy erklärt. Es entstand aus der früheren Koyaiki Lemek Conservation Area und ist gemeinnütziger, also nicht auf Gewinn orientierte Einrichtung.Das Projekt wird von elf Camps und über 800 Masai Landbesitzern getragen, um das Land an der nordwestlichen Grenze des Masai Mara Ökosystems zu schützen und zu managen.

Flora und Fauna

Dank seines gut bewässerten Graslandes und durch zwei permanente Flüsse, dem Mara und dem Talek Fluss, bietet es all seinen Bewohnern einen Lebensraum mit stets ausreichend Nahrung. Besucher erleben in der mit Schirmakazien bestandenen hügeligen Savannenlandschaft das Gefühl der großen Weite und des unberührten Afrika.

Vier Landschaftsformen bestimmen die Masai Mara:
Die Ngama Hills im Osten sind charakterisiert durch sandigen Boden und Büsche, deren Blätter unter anderem das Spitzmaulnashorn gerne frisst.
Das Oloololo Escarpment bildet die westliche Grenze des Tierschutzgebiets und steigt ziemlich steil zu einer beeindruckenden Hochebene an.
Das Mara Dreieck (Mara Triangle) grenzt an den Mara Fluss, ist bestimmt durch fruchtbares Grasland und Akazienwald und ist Lebensraum für zahlreiche Tiere, besonders während der großen Tierwanderung.
Die großen Ebenen schließlich stellen den größten Teil der Masai Mara dar; diese Landschaft mit ihren Hügeln, Felsgruppen, Büschen und Bäumen ist das bevorzugte Aufenthaltsgebiet zahlreicher Tiere.
Spektakulär sind hier die sich Jahr für Jahr wiederholenden Tierwanderungen, die normalerweise von Juli bis Oktober in der Masai Mara stattfindet. Die weiten Savannen werden von riesigen Herden – über eine Million Großwildtiere – von Gnus, Zebras, Gazellen und Antilopen überquert, die von der Serengeti des Nachbarstaates Tansania aus gen Norden ziehen. Es ist ein außergewöhnliches Schauspiel der Natur, in dem sich wahre Dramen vor Ihren Augen abspielen. Die Tiere ziehen durch die Masai Mara, um dort die reichen Regenfälle und die immer vorhandenen Sumpfgebiete auszunutzen. Im Oktober/November ziehen die Herden wieder südwärts, um dort ihre Jungen zur Welt zu bringen. Weitläufige Savannen mit Galeriewäldern entlang des Mara Flusses (Krokodile und Flusspferde im Überfluss) prägen das Bild dieses tierreichen Parks. Die Tiere müssen zwei Mal im Jahr den Mara River überqueren, der weniger aufgrund des Wassers als vielmehr wegen der Krokodile eine große Gefahr darstellt. Zahlreiche Tiere müssen hier ihr Leben lassen.
Im Masai Mara Naturschutzgebiet hat man eine gute Möglichkeit, die Big Five zu sehen. Eine sehr kleine Population an Spitzmaulnashörnern lebt heute beschützt im Park

Beste Reisezeit

Unübertroffen ist das Erlebnis während der großen Tierwanderung von Mitte Juli bis Mitte September, wenn mehrere Hunderttausend Gnus und Zebras von den abgegrasten Weiden der Serengeti in die saftigen Weidegründe der Masai Mara ziehen und nach Beginn der ersten Regenfälle in der Serengeti im November zurück in den Süden ziehen. Das Grasland und die sanft gewellten Hügel der Masai Mara verschwinden dann fast unter den Tierherden. Dicht an dicht ziehen die Tiere zu neuen Futterplätzen, und die endlose Reihe reicht oft bis zum Horizont. Der Besuch der Masai Mara ist aber auch absolut lohnenswert außerhalb der Zeit der Tierwanderung, da viele Tiere dort ihr ständiges Zuhause haben. Es regnet jedoch vin März bis Mai und dann kann es Niederschlägen wieder im November geben. Besonders heiß ist es im Dezember und Januar.

Unterkünfte

Mara Bush Camp, andBeyond Kichwa Tembo Tented Camp, Sanctuary Restreats Olonana Camp