Löffelhund

Lage

Der grenzüberschreitende Kgalagadi Transfrontier Park besteht aus dem Kalahari Gemsbok Nationalpark auf südafrikanischer Seite und dem Gemsbok Nationalpark auf botswanischer Seite. Dieses Naturschutzgebiet in der Kalahari ist 36.000 km² groß.

Für den Kgalagadi Transfrontier Park empfiehlt sich ein 4×4 Fahrzeug. Der Zugang zum Park ist durch fünf Tore in drei verschiedenen Ländern zugänglich. Von Südafrika ist der Zugang durch das Twee Rivieren Gate, von Namibia durch das Mata-Mata Gate und aus Botswana durch das Mabuasehube Gate und das Kaa Gate möglich.

Grenzübertritt

Die durch den Park verlaufende Grenze kann von Besuchern ohne jede Grenzformalitäten in beiden Richtungen überschritten werden. Der Park darf jedoch grundsätzlich nur zu dem Land hin verlassen werden, von dem man in den Park hinein gefahren ist. Allerdings gibt es in dem Camp Twee Revieren sowohl einen südafrikanischen als auch einen botswanischen Grenzkontrollposten, so dass man dort die Grenzformalitäten erledigen kann, wenn man den Park im anderen Land verlassen will. Ein zweitägiger Aufenthalt im Park ist dafür die Voraussetzung.

Flora und Fauna

Der Park ist nicht eingezäunt und erlaubt es so dem Wild, den alten Wanderrouten zu folgen, die fürs Überleben in der Wüste ungeheuer wichtig sind. Die Grenze zwischen Südafrika und Botswana folgt dem trockenen Flussbett des Nossob River. Es gibt drei Hauptbereiche: das flache Talbett des Nossob River, die Wilderness Trails und das ehemalige Mabuasehube Tierschutzgebiet.

Um die empfindliche Fauna und Flora zu schützen, haben Botswana und Südafrika strenge Bestimmungen erlassen. Sie betreffen die Anzahl der Fahrzeuge, die Anzahl der Besucher und die Anzahl der Nächte, die Besucher auf einem Campingplatz verbringen dürfen. Eine frühzeitige Buchung ist daher notwendig.

Die Landschaft des Kgalagadi Transfrontier Park wird von alten, trockenen Flussbetten sowie farbreichen Sanddünen bestimmt. Die Vegetation ist spärlich und besteht aus wenigen Bäumen und Büschen sowie Grasland. Trotz der harschen Lebensbedingungen gibt es zahlreiches Wild, das sich oft an den Wasserstellen an den ansonsten trockenen Flussbetten sammelt. Der Kgalagadi Transfrontier Park ist Lebensraum für mehrere Antilopenarten wie Springbock und Oryxantilope, Kuhantilope und Elenantilope. Anzutreffen sind auch Gnus, Löwen, Schakale und Hyänen. Außerdem gibt es Löffelhunde, den Kapfuchs und den Erdwolf, den man allerdings nur mit sehr viel Glück einmal zu sehen bekommt.
Der Kgalagadi Transfrontier Park hat auch Vogelliebhabern viel zu bieten, denn über 170 Vogelarten wurden nachgewiesen.

Die Landschaft im Kgalagadi Transfrontier Park wird zum Teil von außergewöhnlich großen Pfannen bestimmt. Drei davon liegen entlang des Hauptfahrwegs: es sind Bosobogolo, Mpayathutlwa und Mabuasehube, wohingegen andere, wie Leshologago, Khiding und Monamodi, durch Sandpisten mit den größeren Pfannen verbunden sind. Jede Pfanne hat ihren eigenen Charakter. Der Boden der Mabuasehube Pfanne besteht aus bloßem Lehm, der reich an Salz ist und so zahlreiche Tiere anzieht, die ihren Bedarf an Mineralien decken. Die Bosobogolo Pfanne ist von kurzem, strauchartigem Gras bedeckt, das Antilopen als Nahrung dient, die ihrerseits wieder Löwen und andere Raubtiere anziehen.

Auf dem trockenen Sandboden wachsen Dünengräser und Akazien. Die Kameldornakazie bietet Tieren Schatten und mit seinen Blättern und Früchten Nahrung. Akazien wurzeln sehr tief und können so tiefliegende Wasseradern erreichen. Der Schäferbaum, auch Stinkbusch genannt, lockt mit seinen nach Fäkalien riechenden Blüten Insekten an. Die Gemsbok-Gurken sind eine Abart der Melonen und dienen unter anderem Giraffen und Antilopen als Nahrung.

Reisezeit

Die Kalahari ist eine halbtrockene Region mit einem durchschnittlichen Niederschlag von 150 mm im Südwesten bis 350 mm im Nordosten. Die unregelmäßigen Regenfälle fallen meistens während dramatischer Gewitter, die Regenfälle zwischen November und April werden oft durch starke Winde und Staubstürme begleitet. Während der Wintermonate kann die Bodentemperatur 25°C niedriger als die Temperatur der Luft werden. Auch Bodenfrost ist möglich.

Unterkünfte

Auf der botswanischen Seite ist die Parkinfrastruktur noch nicht so gut entwickelt wie auf der südafrikanischen Seite. Im botswanischen Teil des Kgalagadi Transfrontier Parks gibt es bisher nur einige Campingmöglichkeiten.

Im südafrikanischen Teil des Kgalagadi Transfrontier Parks stehen den Besuchern mehrere kleinere und größere Camps zur Verfügung. Dazu gehören Twee Rivieren Rest Camp, Mata-Mata Rest Camp und Nossob Rest Camp.
Für die Fahrt vom Einfahrtstor in den botswanischen Teil des Parks in Tshabong bis zum Parktor Twee Rivieren braucht man etwa viereinhalb Fahrstunden, zum Parktor im Gebiet Mabuasehube etwa drei Stunden.

Hier finden sie die Beschreibung des südafrikanischen Teils des Kgalagadi Transfrontier Parks.

Wir möchten Ihnen die folgenden Camps im Kgalagadi Transfrontier Parks empfehlen, da Sie diese von der botswanischen und südafrikanischen Seite erreichen können: