Chobe National Park

Lage

Der Chobe Nationalpark liegt im Nordwesten von Botswana und erstreckt sich über ein Gebiet von 10.698 km².

Geschichte

1967 wurde der Nationalpark kurz nach der Unabhängigkeit Botswanas gegründet. Nach und nach wurde die größere Siedlung, welche im Park existierte, verkleinert, so dass seit 1975 keine Menschen mehr im Chobe Nationalpark leben. Mit seinen Erweiterungen in den Jahren 1980 und 1987 brachte er es auf seine heutige Ausdehnung und ist ein Teil des geplanten Kavango Zambezi Transfontier Conservation Area.

Flora und Fauna

Der Park bietet starke Kontraste und eine Vielfältigkeit an Wilderlebnissen. Hier findet man eine große Anzahl an Vegetationstypen und geologischen Gegebenheiten, von den fast tropischen Linyanti Sümpfen bis zu der fast wüstenähnlichen Savute Landschaft. Der Park an sich ist in vier touristische Gebiete gegliedert: Das Gebiet um den Chobe Fluss ist reich an Pflanzenleben, wie Sandveld, Mopanewälder, Flutebenen, Graslandschaften und von Flüssen durchlaufende Wälder. Diese Region ist berühmt für die größte Elefantenpopulation Afrikas, riesige Büffelherden, den Chobe Bushbock, einen unglaublichen Vogelreichtum sowie Puku, deren Lebensraum hier die südlichste Grenze bildet. In der Region Savute (Savuti) findet man meist Kameldornbäume, Sandboden, offene Savannen und Mopanebäume. Tierbeobachtungsmöglichkeiten gibt es sehr zahlreich, da sich die Tiere in der Mittagshitze im kühlenden Schatten versammeln bzw. während der kühleren Morgen- und Nachmittagsstunden in den offenen Savannen grasen. Im nordwestlichen Teil des Chobe Nationalparks, an der Grenze zu Namibia, befinden sich die Linyanti Sümpfe, in denen hauptsächlich Jackelberry und Leberwurstbäume wachsen. Pirschaktivitäten führen oft entlang des Flusses bzw. entlang der Sümpfe, wo sich Tiere ansammeln. Im östlichen Teil des Chobe Nationalpark findet man in Nagotsaa hauptsächlich Mopane- und Miombo-Baumbestände. Wenn die Wasserstellen gefüllt sind, gibt es wenige Orte in Botswana, die Nagotsaa in puncto Tierbeobachtung übertreffen können.

Bevölkerung

Die Ureinwohner dieses Gebietes waren die San. Sie waren Jäger und Sammler und zogen von einem Gebiet zum anderen auf der Suche nach Wasser, wilden Früchten und wilden Tieren. Später gesellten sich zu ihnen die Basubiya und Anfang des 20. Jahrhunderts die Batawana.

Reisezeit

Als Regenzeit betrachtet man die Periode von November bis März, wobei der Hauptanteil in die Monate Januar und Februar fällt. Dann ist es aufgrund der Beschaffenheit des Ton- und Lehmbodens sehr schwierig, das Land mit einem Fahrzeug zu durchqueren. Der Landstreifen entlang des Chobe Fluss ist jedoch meistens zugänglich.
Die Regenzeit ist außerdem die wärmste Zeit des Jahres mit hohen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit. Der Blumen- und Vogelreichtum ist beeindruckend. Zahlreiche Tiere bringen jetzt auch ihren Nachwuchs zur Welt, denn Futter und Wasser steht im Überfluss zur Verfügung.

Die Monate Mai bis Oktober gelten als die Trockenzeit, in der das Inland austrocknet und sich das Wild, teils in großen Herden, entlang des Flusses aufhält. Jetzt ist es auch die beste Zeit für Tierbeobachtungen, denn die Vegetation ist weniger dicht und bietet somit dem Wild weniger Deckung. Der Oktober ist einerseits der heißeste Monat des Jahres, andererseits aber auch die beste Zeit für die Tierbeobachtung.

Aktivitäten

Die größte Attraktivität des Chobe Nationalpark besteht wahrscheinlich in seinen riesigen Elefantenherden.
Die Chobe Elefanten gehören zu einer Gruppe, die in sich als die größte überlebende Elefantenherde gesehen werden muss. Dieser Bestand deckt den größten Teil des nördlichen Botswana und den Nordwesten von Simbabwe und zählt zurzeit etwa 100.000 Tiere. Die Chobe Elefanten sind Wandertiere und ziehen zum Wechsel der Saison bis zu 200 Kilometer von den Flüssen Chobe und Linyanti, wo sie sich in den trockenen Monaten aufhalten, zu den Pfannen im Südosten des Parks, wo man sie in der Regenzeit findet.
Erleben Sie die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des Chobe Nationalpark auf ausgedehnten Pirschfahrten in den einzelnen Regionen. Gerne können Sie den Chobe Fluss auch per Bott entdecken und sich den Tieren von der Wasserseite ungestört nähern.

Unterkünfte

Unterkünfte gibt es zahlreich in den Regionen des Chobe Nationalpark. Hier haben Sie die Qual der Wahl zwischen einfachem Camping oder Zeltunterkünften oder luxuriösen Lodges.

In der Region des Chobe Fluss empfehlen wir Ihnen diese Unterkünfte, wobei die Chobe Game Lodge die einzige Lodge direkt im Nationalpark ist.

Die Region Linyanti haben wir separate nochmal genauer beschrieben und empfehlen Ihnen dort die entsprechenden Unterkünfte.

In Savuti sind diese Camps bzw. Lodges sehr zu empfehlen: