Zebra Steppenzebra Bergzebra Grévyzebra  Tiere Afrikas Säugetiere Vögel Wale

Zebra 

Steppenzebra

Engl. Zebra
Equus burchelli
Arten
Steppenzebra (Equus burchelli)
Bergzebra (Equus zebra)
Quagga (Equus quagga)
Das Grévizebra ist eine Untergattung (siehe unten).
Körperlänge: bis 220 cm
Gewicht: bis 360 kg


Zebras
Beschreibung
Charakteristisch ist die schwarzweiße Zeichnung,, die sich je nach was Größe, Körperbau und Lebensweise der Tiere unterscheidet. Die Streifen dienen als optischer Schutz vor krankheitsübertragenden Insekten, die die Zebras auf Grund des Musters nicht oder nur sehr schlecht wahrnehmen können. Die Facettenaugen der Stechfliegen haben Probleme bei der Erkennung der Zebras. Außerdem verschwimmen die Konturen der Einzeltiere, wenn sie in einer Gruppe oder Herde zusammenstehen, und sind so auch schlechter von Raubtieren auszumachen.
Vermutlich erkennen sich die Mitglieder einer Zebra-Familie - abgesehen von ihrem besonderen Duft - am individuellen Streifenmuster, denn auch Fohlen haben keine Schwierigkeiten, ihre Mutter inmitten einer Riesenherde ausfindig zu machen.

Verbreitung
Zebras sind in den Graslandschaften und Savannen von Südabessinien und dem Südostsudan bis zum Kapland beheimatet.

Verhalten und Ernährung
Zebras leben gesellig in großen Herden, die sich aus einzelnen Familien zusammensetzen. Jungesellen und halbwüchsige Hengste bilden eigene Gruppen. Zebras sind nicht territorial. Zebras unternehmen relativ weite Wanderungen und schließen sich oft mit Gnus und Giraffen zu einer Herde zusammen, um frisches Gras und Wasser zu finden. Die Nahrung der Zebras besteht hauptsächlich aus Gras, aber auch frische Triebe und Blätter, sowie Rinde werden gern genommen.

Fortpflanzung
Die Tragezeit beträgt etwa ein Jahr. Dann wird ein Fohlen geboren.


Bergzebra

Engl.: Mountain Zebra
Lat.: Equus zebra

Beim Bergzebra gibt es zwei Unterarten:
- das Hartmann-Bergzebra (Equus zebra hartmannae) und das
- Kap-Bergzebra (Equus zebra zebra).
Widerristhöhe: ca 125 cm
Gewicht: bis zu 270 kg
Während vom Hartmann-Bergzebra noch rund 10.000 bis 15.000 Tiere leben, gibt es vom Kap-Bergzebra wohl nur noch weniger als 1000 Exemplare, von denen um die 200 Tiere im Mountain Zebra Nationalpark in der Eastern Cape Provinz zu finden sind. Weitere etwa 100 Tiere leben im Bontebock Nationalpark.
Ein ähnliches Schicksal erlitt der Buntbock.

Beschreibung
Das Kap-Bergzebra des hat eine kurze Mähne. Die Grundfarbe des Bergzebras ist weiß. Hals und Rumpf tragen zahlreiche schmale schwarze Streifen, die quer zur Längsachse verlaufen. Der Bauch ist ungestreift. Es gibt keine Schattenstreifen. Abweichend von anderen Zebraarten befindet sich am Hals eine kleine Wamme, ein nach unten hängender Hautlappen. Die Lebensdauer ist 25 bis 30 Jahre.

Vorkommen
Der frühere Lebensraum der Kap-Bergzebras beschränkte sich auf die südlichen Bergregionen der Kapprovinz Gariep, östlich von Paarl zu den Amatol Mountains bis zum Nuweveldberg und Stormberg.

Verhalten
Bergzebras bilden kleine Rudel, die selten mehr als 12 Tiere umfassen.

Ernährung
Kap-Bergzebras fressen hauptsächlich Gras, in Notzeiten aber auch kleine Büsche.

Fortpflanzung
Nach etwa einem Jahr Tragezeit bringt die Stute ein Fohlen zur Welt. Im Mountain Zebra Nationalpark beträgt die durchschnittliche Geburtenrate 32 Fohlen pro 100 Stuten. Die meisten Fohlen werden in der Zeit von November bis März geboren.

Grévyzebra

Engl. Grévy Zebra
Equus grevyi
Das Grevy-Zebra wurde nach dem früheren französischen Präsidenten Jules Grévy (1807-1891) benannt.
Hier finden sie mehr zu Zebras im Allgemeinen.
Arten
Steppenzebra (Equus burchelli)
Bergzebra (Equus zebra)
Quagga (Equus quagga)

Beschreibung
Das Grévizebra ist eine Untergattung der Zebras und mit einer Schulterhöhe von etwa 1,50 Metern die größte Zebraart. Es ist das größte aller Zebras. Beim Grevyzebra fehlen die "Schattenstreifen", dafür zieht sich ein breiter dunkler Streifen am Rückgrat entlang. Es hat einen langgestreckten Schädel sowie pferdeartig breite Hufe. Besonders auffallend bei dieser Zebraart sind die sehr großen, runden, braunen Tütenohren und der helle, nicht gestreifte Bauch. Wie bei allen Zebras hat auch die Mähne des Grevyzebras eine dunkle Mittelhaarflur, die sich als Aalstrich über den Rücken bis auf die Schwanzwurzel fortsetzt.
Grevyzebras wurden gejagt, um ihr attraktives Fell auszustellen und weil man sie für Nahrungskonkurrenten für das Vieh hielt. In Wahrheit fressen allerdings Grevyzebras besonders harte Grassorten, die für Rinder unverdaulich sind. In Somalia und Äthiopien wurde das Grevyzebra mittlerweile beinahe oder vollständig ausgerottet. Nur in Kenia konnten wirksame Schutzmaßnahmen erlassen werden. Dennoch gilt das Grevyzebra als bedrohte Tierart und ist durch das Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) geschützt.

Vorkommen
Das Grévyzebra kommt nur in Kenia und in Teilen von Äthiopien und Somalia vor.

Verhalten und Ernährung
Ihr Sozialverhalten unterscheidet sich ganz erheblich von dem der Steppen- und Bergzebras. Die Hengste besetzen feste Territorien, die sie ganz energisch verteidigen. Auch gibt es keine dauerhaften Bindungen mit anderen Familiengruppen.
Neben Gräsern und Kräutern verzehrt es auch Laub und Äste, wobei ihm die überaus beweglichen Lippen zustatten kommen.

Fortpflanzung
Die Tragezeit dauert rund 11 bis 12 Monate und es wird 1 Junges geworfen, selten 2.

Quagga

Das Quagga ist eine ausgestorbene Zebraart. Es kam südlich der Flüsse Orange und Vaal vor und lebte in der Karoo. Noch Ende des 17. Jahrhunderts zogen Quaggas in großen Herden über die Steppen Südafrikas. Doch für die europäischen Siedler waren sie nur unnütze Konkurrenten um Weideland; gnadenlos wurden sie ausgerottet. Einige Tiere wurden im 18. und 19. Jahrhundert nach Europa gebracht, wo das letzte Tier 1888 im Zoo von Amsterdam starb.
Im Rahmen des Quagga-Projekts wird versucht  mit gezielten Kreuzungen von Zebras mit passenden Merkmalen Quagga-ähnliche Tiere zu züchten. Seitdem Bartholomeus Klip das Zuchtprogramm übernahm, leben wieder mehr als 30 Quaggas im Naturschutzgebiet.


San-Legende
Wie das Zebra zu seinen Streifen kam

Der Legende nach war "Zebra" vor langer Zeit ganz weiß und ohne die auffälligen Streifen, die heute so charakteristisch für es sind. Zu jener Zeit lebte Zebra in einem trockenen und wüstenähnlichen Land, in dem Wasser knapp war und andere Tiere weite Wege zurücklegen mussten, um ihren Durst stillen zu können.

Als sich Zebra eines Tages nach einer langen und ermüdenden Wanderung in einer Hitze, die seinen Durst noch unerträglicher gemacht hatte, einem Wasserloch näherte, hinderte "Pavian" Zebra am Trinken. Während die anderen Affen ihre Nächte an einem steilen Felsabhang verbrachten, wo sie in Sicherheit vor Feinden waren, hatte  Pavian ein loderndes Feuer entfacht und bewachte das Wasserloch eifersüchtig.

„Dieses Wasser gehört mir“, sagte Pavian, neigte seinen Kopf zu Zebra und fügte hinzu: „Du darfst hier nicht trinken.“ „Wie kann das denn sein?“, fragte Zebra, ganz überrascht, und versuchte, um Pavian herumzugehen: „Das Wasser ist doch für alle da.“ Pavian wurde ganz zornig. „Wenn Du ans Wasser willst, Zebra“, sagte Pavian, „dann musst Du mit mir kämpfen.“

Aus lauter Verzweiflung, so durstig war er, stellte sich Zebra der Herausforderung, und er und Pavian kämpften wie Hund und Katze. Als es schließlich dunkel und kühler wurde, setze Zebra seine geheime Waffe, den Huftritt, ein. Zebra trat Pavian so heftig, dass Pavian hoch in die Luft flog und am Fuße des Felsabhangs landete. Als Zebra aber sein Gleichgewicht wieder erlangen wollte, nachdem er sich des Feindes entledigt hatte, fiel er rückwärts in das Feuer. Es war fürchterlich heiß und sein weißes Fell wurde von den langen, schwarzen Holzstöcken im Feuer ganz schwarz, so dass sein Körper schwarz-weiße Streifen annahm.

Als Zebra am nächsten Tag sein gestreiftes Fell anschaute, gefiel ihm dieses Muster sehr, unterschied es ihn doch von allen anderen Tieren. Pavian jedoch war so heftig auf den Felsen gelandet, dass die Haare an seinem Hintern abgescheuert wurden. Deshalb hat Pavian bis heute ein nacktes Hinterteil.

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