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Willem Pretorius Game Reserve

Free State

Lage:
Das Willem Pretorius Game Reserve ist ein 12.000 Hektar großes Wildreservat in der Nähe der Kleinstadt Ventersburg und etwa 70 Kilometer von der Stadt Kroonstadt entfernt im Free State. Von Johannesburg sind es etwa 255 km.
Das Tierschutzgebiet wurde um den Allemanskraal-Stausee herum angelegt und repräsentiert ein Stück ursprüngliche afrikanische Savannenlandschaft. 

Es ist mit dem Auto bequem über die Nationalstraße N1 zu erreichen.

Tierbestand:
Das Willem Pretorius Game Reserve ist vor allem für seine Weißschwanzgnus (black wildebeest, Connochaetes gnou). Weißschwanzgnus, auch Weißbartgnus genannt, unterscheiden sich vom Streifengnu (blue wildebeest, Connochaetes taurinus), das weiter verbreitet ist, durch die Ausrichtung und die Form der Hörner und die Fellfarbe. Beide Arten sehen so ganz anders aus als andere Antilopen, denn der vordere Teil ihres Körpers ist recht kräftig bis wuchtig, wohingegen das hintere Körperteil eher schlank ist.
Beide Arten zeigen des Öfteren recht eigentümliche Verhaltensweisen, rennen scheinbar grundlos umher, tanzen im Kreis und werfen den Kopf hin und her. Deshalb nbezeichnet man sie auch manchmal als die „Clowns der Savanne“.

Das Weißschwanzgnu (oder Weißbartgnu) kommt ausschließlich im südlichen Afrika, Südafrika, Lesotho und Swaziland, vor. Es war einst sehr zahlreich, aber bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts waren die Bestände drastisch zurückgegangen. Heute leben noch etwa 10.000 Tiere in Naturschutzgebieten. Der Schwanz dieser Art Antilope ist weißlich, das Fell dunkel bis schwarz gefärbt. Vom Nacken bis zu den Schultern steht eine weiße Mähne mit schwarzen Spitzen. Beide Geschlechter tragen hakig nach oben und nach vorn gebogene Hörner.

Das Streifengnu ist die generell etwas größere Art. Das Fell ist dunkelgrau und kann einen bläulichen Schimmer haben. Vom Hals bis zu den Hinterbeinen trägt es dunkle Senkrecht verlaufende Streifen. Nacken und Schultern sind von einer langen schwarzen Mähne bedeckt. Der Schweif ist schwarz. Seine Hörner sind ab der Mitte nach oben gebogen.
Streifengnus leben in großen Herden in offenem Grasland. Im Serengeti Nationalpark in Tanzania und im Masai Mara National Reserve in Kenya leben schätzungsweise 1,6 Millionen Tiere.

Kurz bevor das Weißschwanzgnu am Ende des 19. Jahrhunderts fast vollständig ausgerottet wurde, beschloss ein Farmer aus der Nähe von Kronstad namens Piet Terblans, aus seiner Farm ein Schutzgebiet  für diese Gnuart zu machen. Nach dem Tod von Terblans zerstreute sich ein Teil der Herde auf das Nachbargrundstück des Farmers Hendrik Delport. Diese Delport-Herde bildete den Grundstock für alle Weißschwanzgnus, unter anderem auch im Willem Pretorius Game Reserve, in dem nun die größten Herden der Welt leben.

 

black wildebeest (oder white-tailed gnu) =  Weißbartgnu, Weißschwanzgnu (Connochaetes gnou)

blue wildebeest (oder brindled gnu) =  Streifengnu (Connochaetes taurinus)

Außerdem kann man im Tierschutzgebiet eine Vielzahl anderer afrikanischer Wildtiere beobachten, darunter Breitmaul-Nashörner, Zebras, Gnus, zahlreiche Antilopen sowie Büffel und Giraffen.

Unterkünfte:
In der Umgebung des Tierschutzgebiets gibt es eine ganze Reihe von Unterkünften.

Anreise:
Von Johannesburg kommend, verlässt man die N1 etwa 18 km südlich von Ventersburg. Der Abzweig ist ausgeschildert.

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