Twyfelfontein, Felszeichnungen im Damataland

Twyfelfontein

Damaraland

Twyfelfontein [tweifelfontein] heißt eine Quelle im Damaraland im trockenen Nordwesten Namibias. Hier hat man tausende Felsmalereien und Felsritzungen gefunden.

Alle Ausflüge können in der Lodge gebucht werden. Zu empfehlen sind der Ausflug zu den Felsgravuren und die Wüstentour.

Twyfelfontein Felsgravuren Felszeichnungen Damaraland

Im Visitor Centre Twyfelfontein bezahlen Sie die Eintrittsgebühr von pro Person ca. 50 N$ und bekommen einen Guide zugeteilt, denn man darf die Felsgravuren nur in Begleitung eines Guides besuchen.

Das Visitor Centre ist verhältnismäßig neu und in die Umgebung integriert. Für die Wände wurde kein Zement verwendet, sondern die Steine wurden nur aufeinander gestapelt und mit so einer Art Maschendraht umwickelt. Das Dach besteht aus verrosteten Tonnenteilen.

Twyfelfontein Felsgravuren Felszeichnungen Damaraland

Im Innenraum gibt es viele Bilder und ausführliche Informationen über die Buschmänner (San) im Allgemeinen und speziell für Twyfelfontein. Außerdem ist ein kleines Restaurant und ein Souvenirshop vorhanden.

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Twyfelfontein ist mit einer der reichsten Fundorte überhaupt und wurde deshalb 2007 von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt.

Der Name Twyfelfontein ist einfach zu erklären. Ein Farmer nannte hier seine Farm „Zweifelhafte Quelle“. Er hatte nämlich eine Quelle gefunden, aber sie sprudelte nicht immer.  Aus diesem Grund gab es Zweifel = „Twyfel“. Die Farmer verließen aber die Gegend um 1950.

Twyfelfontein Felsgravuren Felszeichnungen Damaraland

Wenn man am Visitor Centre steht und hoch auf die bizarre Felsenlandschaft blickt, kommt man sich ganz klein und unscheinbar vor. Wenn man dann den Pfad hoch läuft, hat man einen fantastischen Blick auf die Grassavanne.

Man kann sich gut vorstellen, dass die in dieser Umgebung lebenden Tiere hierher zum Trinken kamen und so die Jäger sie dann erlegten oder mit einer Gravur im Felsen festhielten.

Twyfelfontein Felsgravuren Felszeichnungen Damaraland

Felszeichnungen gibt es zwar an vielen Stellen in Namibia (man findet sie praktisch immer dort, wo es Granitwände gibt), die ältesten in ganz Afrika mit etwa 2500 Felsgravuren und Felsmalereien befinden sich aber hier in Twyfelfontein.

Twyfelfontein Felsgravuren Felszeichnungen Damaraland

Gleich am Anfang sieht man einen Felsen mit eigenartigen Punktreihen. Was diese wohl bedeuten?

Anschließend sind verschiedene Kreise in den Felsen graviert. Handelt es sich dabei um Sonne, Mond und Sterne sowie der Erde?

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Als sich die Erde abkühlte, vor Hunderten von Millionen Jahren, entstand Granit.  In einigen Fällen spalteten sich Platten ab und hinterließen saubere und glatte Flächen. Dies waren besonders geeignete Platten für Felsgravuren oder Malereien für die frühzeitlichen Künstler.

Man glaubt, dass manche Gravuren über 25 000 Jahre alt sind, andere sind wieder jüngeren Datums. Man weiß auch nicht, ob hier San oder Damara, vielleicht auch beide, lebten. Da es sich vermutlich um Jäger handelte, haben diese vor allem wilde Tiere mit harten Steinen (wahrscheinlich Quarz) in den Sandstein geritzt.

Es ist erstaunlich, an welchen Stellen die Künstler ihre Gravuren hinterlassen haben. Man findet diese unter Felsüberhängen, auf senkrechten oder waagerechten Felsplatten oder einfach nur auf wirr herum liegenden Felsbrocken.

Man kann an den einfachen, aber gut erkennbaren Darstellungen sehen, dass vor tausenden Jahren hier Giraffen, Elefanten, Antilopen, Zebras, Nashörner und Löwen lebten. Zum Teil sind aber auch Tiere abgebildet, die nicht in diesem Gebiet vorkommen, z. B. Robben.

Eine Theorie besagt, dass vielleicht Einige an die Küste wanderten und nach Rückkehr diese Tiere einritzten, um ihre Kinder zu unterrichten. Manches Mal sind die Tiere nur eingeritzt,ein anderes mal richtig ausgekratzt.

Die Gravuren geben viele Rätsel auf. Warum werden immer wieder Giraffen mit vier Finger dargestellt? Könnte es sein, dass diese Finger um Regen bitten?

Auf einer polierten Steinplatte ist unter anderem der „Löwenmensch“ – ein Löwe mit großen Tatzen und einem komisch rechtwinkelig abgeknickten Schwanz mit fünf Krallen zu sehen.Finger eines Menschen? Warum sechs am Schwanz?

Menschen kann man nur an einer Malerei erkennen. Diese haben überdimensionale Beine.Warum? Als Farbe haben die Künstler wahrscheinlich Blut, die Schalen von Straußeneiern,gebranntem Kalk, Lehm oder zermahlene Mineralien benutzt.

Etwa 5 km entfernt liegt der „Verbrannte Berg“. Dies ist ein Lavagestein.

Anschließend können Sie noch weiter zu den Orgelpfeifen fahren. Diese Basaltsäulen sind zum Teil bis zu 5 m hoch und über 100 Millionen Jahre alt.

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