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Geschichte

Tanzanias Geschichte reicht bis in prähistorische Zeiten zurück. Im Norden des Landes um die Oldupai Schlucht, wurden die mit 1,7 Millionen Jahren ältesten Fossile eines Menschen, Zinjanthropus Boisei genannt, von dem Anthropologen Leaky gefunden.
Wahrscheinlich erreichten bereits um 3 000 vor Christus Ägypter, Araber, Perser und Inder die Küste Ostafrikas. Aber über die Zeit bis zum 8. Jahrhundert ist nicht viel bekannt.
Im 8. Jahrhundert n. Chr. richteten arabische Kaufleute auf Zanzibar und anderen Inseln vor der Küste Ostafrikas Handelsstationen ein; von dort aus trieben sie Handel mit dem Festland.
Im Lauf der Zeit wurden einige dieser Inseln, darunter Zanzibar und Kilwa auf Kiswani, einer Insel zwischen Dar es Salaam und Lindi, zu unabhängigen muslimischen Sultanaten mit gemischter arabischer und afrikanischer Bevölkerung.
Nachdem 1498 die Portugiesen unter Vasco da Gama an der Küste gelandet waren, begannen sie den Handel zu beherrschen. 1699 aber konnten die Araber die Portugiesen zwingen, sich nach Madagaskar zurückzuziehen. 1828 verlegte der Sultan von Oman, Said al-Busaidi, seine Residenz nach Zanzibar. Hier förderte er die Erzeugung von Gewürznelken und Palmöl und betrieb Sklavenhandel mit dem Festland. Sein Herrschaftsgebiet umfasste auch Teile des Festlandes, war aber eher ein kaufmännisches als ein territoriales Reich.

Im Jahr 1884 schloss Dr. Carl Peters ohne Regierungsauftrag unter Anwendung krimineller Methoden Schutzverträge mit einigen Häuptlingen ab, die ihr Gebiet unter deutschen Schutz stellten. Im Februar 1885 wurden die Gebiete zum deutschen Territorium erklärt. Fünf Jahre später kaufte die deutsche Regierung einen zehn Meilen breiten Küstenstreifen vom Sultan von Zanzibar. Dadurch gelangte sie in den Besitz des ganzen Festlandes. Das Gebiet von Deutsch-Ostafrika stand seit Abschluss der Verträge mit Peters bis 1891 unter Kontrolle der "Deutsch-Ost-Afrika Compagnie". 1891 wird Tanganjika deutsche Kolonie, Verwaltungshauptsstadt wird Dar es Salaam. Ab 1885 wurden die Grenzen Tanganjikas in mehreren Verträgen zwischen verschiedenen europäischen Staaten ausgehandelt; so einigten sich das Deutsche Reich und Großbritannien 1890 im Helgoland-Zanzibar-Vertrag über ihre Einflussbereiche in Ostafrika. Koloniale Interessen in dem Gebiet hatten außer Deutschland und Großbritannien auch Portugal und Belgien. Die Verträge übertrugen die Gebiete des heutigen Tanganjikas, Ruandas und Burundis an das Deutsche Reich (Deutsch-Ostafrika). Zanzibar, Kenya und Uganda wurden den Briten zugesprochen, das Kongobecken ging größtenteils an Belgien, Mozambique an die Portugiesen. Die Deutschen investierten große Summen in Tanganjika, um den Nordteil mit Kaffee- und Teeplantagen profitabel zu machen. 1905 kam es zum Maji-Maji-Aufstand. Die antikolonialistisch motivierte Erhebung, die durch Einführung einer Hüttensteuer ausbrach, wurde nach blutigen Kämpfen und einem zweijährigen Buschkrieg 1907 von den Kolonialtruppen niedergeschlagen.
Nach dem 1. Weltkrieg verlor Deutschland seine Kolonien und Tanganjika wurde britisches Völkerbundsmandat, 1946 dann britisches UN-Treuhandgebiet. Treibende Kraft im politischen Kampf um Selbstverwaltung und Unabhängigkeit war die TANU (Tanganjika African National Union) unter der Führung des späteren Präsidenten J.K. Nyerere.
Wenige Wochen nachdem Großbritannien 1963 Zanzibar in die Unabhängigkeit entlassen hatte, wurden der Sultan und die konservative Regierung in einer blutigen Revolution gestürzt. Die links gerichtete Afro-Shirazi Party unter Amani Karume errichtete die Volksrepublik Zanzibar und Pemba.

1964 schloss Tanganjika sich mit Zanzibar zur Vereinigten Republik Tanzania zusammen; TANU und ASP (die Partei Zanzibars) fusionierten zur "Partei der Revolution" CCM.

1961 wird Tanganjika unabhängig und ein Jahr später Republik und Mitglied im Commonwealth. 1964 schließlich verbinden sich Tanganjika und Zanzibar unter dem Namen Tanzania. In den folgenden Jahren versucht die Regierung einer Einheitspartei, einen afrikanischen Sozialismus aufzubauen. Ziele sind die Stärkung des sozialistischen Programms in den Städten und auf dem Lande: die Selbstversorgung auf dem Lebensmittelsektor erreichen; die natürlichen Ressourcen besser nutzen; eine gerechtere Verteilung der erwirtschafteten Güter erreichen; die wirtschaftlichen Unterschiede verringern.

Im Herbst 1984 muss der Regierungschef Nyerere eine Revidierung des Sozialismus Projekts bekannt geben und dessen Misserfolg damit indirekt einräumen. 1986 beschließt die Regierung Reformen, die ein Jahr früher noch als Verrat am Sozialismus gegolten hätten. Die Agrarpreise werden erhöht, die Einkommensteuer wird gesenkt , die Währung abgewertet und die Subventionen reduziert.

1995 finden die ersten Mehrparteien Wahlen statt, aus der die Oppositionsparteien CCM, als Sieger hervorgeht. 2000 werden in Tanzania zum zweiten Mal Mehrparteienwahlen durchgeführt.
Eine tabellarische Aufstellung zur Geschichte Tanzanias und Zanzibars findet sich hier.