Geschichte

Das autoritär regierte Königreich gehört zu den kleinsten Ländern Afrikas. Es ist nur etwa halb so groß wie Dänemark. Sein Territorium wird von der Republik Südafrika umschlossen.

Swasiland wurde nach dem Burenkrieg 1906 britisches Protektorat, jedoch blieben König und Stammeshäuptlinge in inneren Angelegenheiten die entscheidenden Autoritäten. 1973 wurde die Verfassung Swasilands, das 1968 seine volle Souveränität erlangt hatte, außer Kraft gesetzt, und der König übernahm die Alleinherrschaft.

Die neue Verfassung von 1978 ersetzte das parlamentarische Regierungssystem durch die traditionelle Form der Stammesausschüsse. Damit ist der entscheidende Einfluss des Monarchen konstitutionell abgesichert worden. Nach dem Tod von Sobhuza II. (1899-1982), der 61 Jahre lang regiert hatte, wurde das Land von 1982 bis 1986 durch heftige Machtkämpfe, in denen verschiedene Fraktionen innerhalb des Königshauses um die Macht rangen, zerrüttet.

Mit der Inthronisierung des auf Ausgleich bedachten Königs Mswati III. (* 1968) begann eine Phase der Machtkonsolidierung und Demokratisierung.