West Coast Nationalpark Westküste

West Coast Nationalpark West Coast Nationalpark

Der West Coast Nationalpark liegt ca. 120 km nördlich von Kapstadt an der R27, an der sich auch der Haupteingang befindet. Er ist eines der wenigen großen Naturschutzgebiete an der Küste Südafrikas und wurde 1985 eingerichtet, um dieses einmalige Feuchtgebiet von internationalem Rang vor Umweltzerstörung zu bewahren. Auf dem Gelände lebten früher Khoikhoi und San und 1497 landete hier Vasco da Gama in der St. Helena Bay. 1998 wurden im Park die ältesten Fußabdrücke eines Homo Sapiens gefunden, die jetzt in einem Museum in Kapstadt ausgestellt sind.

Der Park erstreckt sich von Yzerfontein bis kurz vor Langebaan, auf beiden Seiten der 25 km langen Langebaan-Lagune mit ihren endlosen Stränden. Das Wasser ist so warm wie nirgendwo sonst an der Westküste. Mit 256 verschiedenen Vogelarten gehört der Park zu den bedeutendsten Vogelschutzgebieten der Welt. Die Lagune mit ihren Inseln bietet zahlreichen Seevogelarten Schutz - im Sommer bevölkern bis zu 55.000 Vögel die Lagune - und die Ried- und Marschlandschaften ziehen unzählige Watvogelarten an. Diese kann man am besten zur Zeit der Ebbe beobachten, wenn die Flut das erste Wasser wieder in die Lagune drückt.

Im südafrikanischen Sommer überwintern hier außerdem zahlreiche Zugvögelarten aus Europa (September bis März). Man findet nicht nur Möwen und Sichelstrandläufer, sondern auch Flamingos, Kaptölpel, Kormorane, schwarze Austernfischer, weiße Pelikane, Seehunde und die aus Simon's Town bekannten Brillenpinguine. Kurz: ein Paradies für Ornithologen.

Es gibt drei Stationen zur Vogelbeobachtung im Park, die für Besucher zugänglich sind. Der beste Zeitpunkt ist frühmorgens, ab Langebaan werden dreistündige Bootstouren angeboten, zu den Inseln und Nistgebieten. Diese sind sehr zu empfehlen. Überhaupt sollte man für einen Besuch des Parks genügend Zeit mitbringen, denn vom Haupteingang an der R27, 7 km südlich von Langebaan, bis zum nördlichsten Teil der Postberg-Region sind es ca. 40 km. Die Straßen sind zum Teil nicht asphaltiert und manchmal etwas holprig.

Das Postberg-Reserve ist ein privater Teil des Parks. Hier findet man viele Säugetierarten - vor allem Antilopenarten. Während der Wildblumensaison im südafrikanischen Frühling ist das Sandveld komplett mit einem prächtigen Blütenteppich überzogen. Diesen Teil des Parks kann man aber nur im Frühling (August und September) besuchen, dann ist das Tor von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Die Postberg-Region besteht aus den drei alten Farmen Oude Post, Nieuwland und Kreeftebai.

Der Strandveld Educational Trail ist eine geführte Wanderung über 14 Kilometer und dauert zwei Tage. Sie führt durch Sandveld, Dünen und Strandlandschaften, eine Broschüre informiert über Flora und Fauna. Lunchpakete werden gestellt, Wanderausrüstung und eine Wasserflasche sind erforderlich. Anmeldung im Geelbek Environmental Centre (Tel.: 022 - 77 22 768). Die Wanderung kostet etwa R 200 pro Person.

Gute Aussichtspunkte im Park sind Seeberg mit einer schönen Aussicht auf den südlichen Teil der Lagune. Bei klarem Wetter kann man von hier sogar den Tafelberg und die Cederberge sehen. Vom Atlantik View aus bieten sich schöne Ausblicke auf den Atlantik mit der Chance, Wale und Delfine zu sehen. Zwischen Juli und Oktober lassen sich Wale auch sehr gut vom Plankies beobachten.

Öffnungszeiten der Tore:
April bis September: 07:00 bis 19:30 Uhr
Oktober bis März: 06:00 bis 20:00 Uhr
Zur Postberg-Region im Frühling: 09:00 bis 17:00 Uhr