Südafrikas Tierwelt

Südafrikas Tierwelt hautnah erleben

Große Wildtiere, Raubkatzen und die sanften Riesen der Meere – Wale und Delfine – kann man in Südafrika aus nächster Nähe und hautnah erleben. Wichtig dabei ist, dass Tierliebhaber solche Einrichtungen wählen, die den Bedürfnissen der Tiere gerecht werden und zugleich die Sicherheit der Gäste garantieren.

Wildtiere

Das De Wildt Cheetah Centre, in den Magaliesbergen nahe Johannesburg, wurde 1971 gegründet, mit dem Ziel bedrohte Tiere zu züchten und sie dann wieder auszuwildern. Bis heute erblickten hier mehr als 600 Gepardenjunge das Licht der Welt, sowie der erste Königsgepard, der je in Gefangenschaft aufgezogen wurde.

Darüber hinaus sind nun auch weitere bedrohte Tierarten, wie Wildhunde, braune Hyänen, Servale, Suni-Antilopen, blaue und rote Duiker, Bontebok, Flusskaninchen sowie verschiedene Raubvögel, wie der seltene ägyptische Geier, in De Wildt zu beobachten. Viele dieser Tiere wurden erfolgreich gezüchtet und in solche Gebiete ausgewildert, in denen sie ausgestorben waren. Auch die Umwelterziehung wird hier sehr ernstgenommen. Wenn Sie es nicht persönlich nach De Wildt schaffen, können Sie alternativ eine virtuelle Tour durch den Park im Internet unternehmen.

Das Hoedspruit Endangered Species Centre in Limpopo wurde in den späten 80er Jahren als Zuchtstation für Geparden aufgebaut. Auch Königsgeparden wurden hier bereits erfolgreich gezüchtet. Das Zentrum ist seit 1990 für die Öffentlichkeit zugängig und widmet sich heute mit seiner Zuchtarbeit verschiedenen bedrohten Tierarten, darunter auch Vögel.

Das Zentrum ist weltbekannt für sein Wildhunde-Zuchtprogramm. Darüber hinaus finden sich hier seltene Schwarzfußkatzen, die afrikanische Wildkatze, Nashornvögel sowie der bedrohte blaue Kranich.

Weitere Tierarten, denen sich hier angenommen wird, sind der Elefant, das weiße Nashorn, Büffel, Wüstenluchse, Rappenantilopen, Schirrantilopen, Tsessebes sowie bengalische Tiger. Ein Geier-Restaurant zieht Weißrückengeier, Kappengeier, Ohrengeier und Kapgeier, sowie Marabus und Gaukler-Adler an. Besucher, darunter auch Schulgruppen, lernen auf sachkundigen Führungen Interessantes über die verschiedenen Tierarten und können sie aus nächster Nähe beobachten.

Der Lion Park, nördlich von Johannesburg, ist die Heimat acht verschiedener Raubtierarten und sieben unterschiedlicher Huftierarten. Über 70 Löwen – darunter weiße Löwen – sowie Wildhunde, Geparden, Hyänenarten, Schakale, Wüstenluchse und schwarze Leoparden sind hier zu Hause, neben Giraffen, Zebras, schwarzem Wildebeest und einer Auswahl an Antilopen. Der Lion Park arbeitet eng mit dem Endangered Wildlife Trust zusammen und ist regelmäßig an neuen Forschungsprojekten beteiligt.

Es gibt vier Löwen-Camps, durch die man hier fahren kann. Die heranwachsenden Löwen und Löwenbabys sind in der Cub World Zone untergebracht, wo Besucher sogar mit den Kleinen spielen können. Andere Raubtierarten lassen sich ebenfalls in ihren Gehegen bewundern und im größeren, befahrbaren Antilopengehege finden sich darüber hinaus das schwarze Wildebeest, Springböcke, Blesböcke, Gemsböcke und Giraffen. Angeboten werden unter anderem auch Safaris und geführte Wildtierbeobachtung bei Nacht – inklusive Abendessen im Busch.

Das Rhino & Lion Nature Reserve nahe Krugersdorp bietet eine Bandbreite an Aktivitäten, bei denen man die Wildtiere hautnah erleben kann. Besucher haben die Möglichkeit, bei der Löwen-, Geparden- und Wildhundfütterung dabei zu sein und sie dürfen die Löwen-, Geparden- und Tigerbabys sogar streicheln. Auch die Schlangenausstellung und der Reptilienpark sind eine große Attraktion. Auf der Website des Reservates erhalten Sie durch Webcams und kleine Videoclips einen guten Einblick in die täglichen Aktivitäten.

Im Elephant Sanctuary können Sie herumspazieren, anfassen, fühlen, Elefanten striegeln und füttern. Außerdem besteht die Möglichkeit, auf den sanften Riesen zu reiten. Die angeschlossene Lodge bietet Luxusunterkünfte, in denen die Gäste eine Wand mit den Elefantenställen teilen – so sind die Tiere auch im Schlaf ganz nah. Ein solch umfassendes Elefanten-Programm gibt es nirgendwo anders!

An der Garden Route liegt das Tsitsikamma Wolf Sanctuary. Das Schutzgebiet hat sich Wölfen angenommen, die einfach als "Wachhunde" nach Südafrika eingeführt wurden. Diese scheuen Tiere lassen sich jedoch nicht domestizieren und so sorgt jetzt das Schutzgebiet für die mehr als 40 Wölfe aus der ganzen Welt.

Auch an der Garden Route nahe Plettenberg Bay gelegen, bietet Monkeyland, ein Schutzgebiet für Primaten, Einblicke in das Affenleben. Unterschiedliche Affenarten, darunter madagassische Lemuren leben hier friedlich im Wald. Abgetrennte Spazierwege führen Besucher nah an die quirligen Tiere heran und erfahrene Ranger geben informative Auskünfte.

Vogelwelt

Moholoholo in Limpopo rehabilitiert Wildtiere und Vögel, um sie schließlich wieder auszuwildern. Und die Tiere, die in der Wildnis nicht überleben würden, finden hier ein Zuhause. Moholoholo besitzt Löwen, Leoparden, Wüstenluchse, Servale und Geparden, aber bekannt ist der Ort für seine Arbeit mit Raubvögeln. Hier kann man Kronen- und Marshall-Adler, Geier sowie viele andere Vögel bewundern.

Nahe Monks Cowl in den Drakensbergen, zeigt Falcon Ridge Raubvögel in Aktion – Adler, Eulen und andere Raubvögel in herrlicher Umgebung.

Meereswelt

In Plettenberg Bay und Knysna bietet Ocean Safaris als lizensiertes Unternehmen Walbeobachtung von Booten aus an. Hierbei wird besonders auf Umwelt- und Meeresschutz geachtet. Der Veranstalter unterstützt das Centre for Dolphin Studies – das einzige Institut dieser Art in Südafrika. Ocean Blue, auch in Plettenberg Bay, ist ein weiterer umweltverträglicher Anbieter für Bootsafaris zu den Delfinen und Walen.

Zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr kann man hier Buckelwale, Südkaper und Brydewale bewundern, sowie auch große Tümmler, normale und Buckeldelfine, Kapfellrobben und Haie, pelagische Vögel und manchmal sogar Killerwale – und das aus nächster Nähe.

(c) South African Tourism