
Der
Mountain Zebra Nationalpark liegt in der Malaria freien Eastern Cape Province 235 km
nördlich von Port Elizabeth ganz in der Nähe der Stadt Cradock.
NEWS: Drei Löwen freigelassen (25. April 2013)
Der Park
wurde zum Schutz des vom Aussterben bedrohten Bergzebras, einer
Unterart des Zebras, 1937 gegründet. Das Kap-Zebra zählt zu den
seltensten größeren Säugetieren. Es unterscheidet sich von anderen
Zebraarten u. a. durch seine kürzere Mähne und seinem Leben in engen
Familienverbänden. Laut Angaben von SANParks leben neben dem bedrohten Spitzmaulnashorn und geparden etwa 700 Zebras im Nationalpark. Ausschau halten sollte man zudem nach Erdolf (Aardwolf), Kapbüffel, Paradieskranich (Blue Crane, Anthropoides paradiseus) und Kafferntrappe (Stanleys Trappe, Denham's bustard, Neotis denhami).
Als im 19. Jahrhundert die Voortrekker mit
ihren Rinder- Schaf- und Ziegenherden hierher kamen, rotteten sie die
als Nahrungskonkurrenten oder als Feinde geltenden Wildtiere wie
Raubtiere, Antilopen und Springböcke nahezu vollständig aus. Am Ende
überlebten gerade einmal 1 Hengst und 6 Stuten. Im Jahre 1930 gelang es
Henrik de Wet, einem Tierschützer, den damaligen Premierminister Hertzog
zu überzeugen, ein etwa 1700 Hektar großes Farmgelände als Schutzgebiet
für die wenigen verbleibenden Bergzebras zu kaufen.
Nach
Überwindung beträchtlicher Schwierigkeiten das Überleben des Bergzebras
betreffend wurde der Park durch Geländezukäufe im Laufe der Jahre auf
seine heutige Größe von etwa 23000 Hektar gebracht.
Mittlerweile
lebt hier eine recht stabile und für den Park verträgliche Population
von knapp über 200 Tieren, so dass sogar Tiere an andere
Wildschutzgebiete abgegeben werden können.
Im Westen wird der
Nationalpark von den bis zu 2.000 Meterhohen Bankberg-Masiv begrenzt, in
dem im Winter regelmäßig Schnee liegt. Das Tauwasser und regelmäßige
Regelnfälle sorgen für ausreichendes Trinkwasser und Gras.
Nach und
nach wurden auch noch Springböcke, Weißschwanzgnus, Kuh- und
Elenantilopen, Kudus und Strauße angesiedelt und so zeigt sich der Park
heute wieder in einer bunten Artenvielfalt. 
Der Mountain
Zebra National Park ist eher ein ruhiger Park, in dem man nicht auf sehr
viele Autos und Besucher trifft. Die Straßen im Park sind Wasser
gebundene Straßen, so genannte "gravel roads", die aber gut, wenn auch
mit notwendiger Vorsicht zu befahren sind.
Genehmigungen
Die
Genehmigung für die Geländewagentouren sowie die Wanderungen,
Klettertouren und Ausritte hoch zu Ross erhalten Sie am Parkeingang.
Neben vielen kleinen Wanderwegen ist der dreitägige Mountain Zebra
Hiking Trail besonders begehrt.
Reisezeit
Die beste
Reisezeit ist das Frühjahr und der Herbst, da dann die Temperaturen
recht angenehm sind. Im Sommer können die Temperaturen in der
Mittagszeit dahingegen bis über 40 Grad steigen und im Winter, vor allem
in der Nacht, unter den Gefrierpunkt fallen.
Öffnungszeiten
Der
Park ist zwischen Oktober und April täglich von 7:00 bis 19:00 Uhr und
in der restlichen Zeit von 7:30 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Unterkunft
Im
Park gibt es ein Camp mit einem alten restauriertem viktorianischen
Farmhaus, 20 Chalets mit bis zu vier Betten sowie dem Campingplatz.
Daneben sind Konferenzräume, ein Restaurant und ein Schwimmbad
vorhanden.
Anfahrtsmöglichkeiten
Viele unserer Gäste übernachten in Graaff-Reinet oder in der Nähe. Es bieten sich zwei Fahrtstrecken an.
Zum
einen gibt es die "schnelle" Strecke, die man bei der Wahl der zweiten
Anfahrtsmöglichkeit besser für die Rückfahrt nutzt. Man fährt die N9 in
Richtung Middelburg, biegt dann nach rechts auf die R61 Richtung
Cradock ab und fährt bis zur Ausschilderung zum Mountain Zebra
Nationalpark.
Zum anderen kann man den Mountain Zebra
Nationalpark über einsame und abgelegene, aber teilweise auch sehr
zeitaufwändige Nebenstrecken erreichen. Dafür muss man Graaff-Reinet auf
der R63 in Richtung Jansenville und Somerset-East verlassen. Nach etwa
25 km zweigt die R75 von der R63 ab. Sie bleiben auf der R63 bis zur
Ortschaft Pearston, wo Sie nach links auf die R337, eine Sand- und
Schotterstraße, abbiegen und der Sie bis nach Cradock folgen. In Cradock
nehmen Sie die R61, die Sie zum Abzweig zum Mountain Zebra Nationalpark
bringt.
Mehr Informationen erhalten Sie auf der Webseite des South African National Parks Board.

Drei Löwen wurden am 25. April 2013 im Mountain Zebra Nationalpark freigelassen. Es sind die ersten in Freiheit lebenden Löwen in diesem Nationalpark nach über 130 Jahren.
Damit folgt SANParks seinem Prinzip, in einem Gebiet wieder all die Tierarten anzusiedeln, in dem sie ursprünglich heimisch waren. Ziel ist auch eine Vergrößerung der biologischen Vielfalt. Außerdem wird so der Bestand an Grasfressern reguliert.
Die Löwin kommt aus dem Karoo Nationalpark bei Beaufort West, die beiden männlichen Löwen aus dem Welgevonden Game Reserve in der Limopop Provinz. Erst nachdem sich die drei Löwen in einem Boma aneinander und an ihre neue Umgebung gewohnt hatten, wurden sie freigelassen.
Löwen sind die dritte Raubtierart, die nach Geparden im Jahr 2007 und Braunen Hyänen 2008 im Nationalpark angesiedelt wurden. Megan Taplin, Parkmanagerin von SANParks, ist überzeugt, dass inzwischen genügend Grasfressern wie Gnus, Kuhantlopen (hartebeest), Elenantilopen (eland) und Oryxantilopen (gemsbok) im Park leben, um das Überleben der Raubtiere zu sichern.
In den ersten Monaten tragen die Löwen einen Funksender, so dass die Ranger die Tiere aufspüren und sehen können, in welchen Parkbereichen sie sich aufhalten. Außerdem lässt sich so feststellen, welche Tiere sie jagen und welche Auswirkung die Jagd auf den Tierbestand hat.
Die beiden Picknickplätze im Park wurden inzwischen sicher umzäunt. Auch der ganze Park ist seit 2007 von einem Zaun umgeben, den Raubtiere nicht überwinden können.
Nun hofft man, dass die Löwen die Attraktivität des Mountain Zebra Nationalparks erhöht und mehr Besucher kommen werden.
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