Seychellen Geschichte

Seychellen Geschichte 

Im Jahre 1502 wurden die Seychellen das erste Mal erwähnt, als der Portugiese Vasco da Gama die Insel erkundet haben soll. Wahrscheinlich haben aber arabische Händler die Insel schon viel früher aufgesucht.
Während des 16. Jahrhunderts besuchten Portugiesen die Insel wiederholt und gaben manchen Inseln einen Namen.
Im Jahre 1742 sandte der französische Gouverneur von Mauritius eine Expedition zu den Seychellen, so dass bei einer zweiten Erkundungsfahrt 1756 der Besitzanspruch Frankreichs auf die Inseln erneuert wurde. Man benannte die Inseln nach dem Finanzminister Ludwig XV Moreau de Seychelles.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begannen französische Siedler und ihre Sklaven die Seychellen zu besiedeln. 1771 wurde die erste Pflanzung gegründet, deren Produkte mit den Holländern, die den Gewürzhandel beherrschten, konkurrieren sollten. Zu jener Zeit wurden die Seychellen, ebenso wie Sansibar, auch als Zwischenstation für den Handel mit Sklaven aus Afrika, Indien und Madagaskar benutzt.
Auf Grund der isolierten Lage der Seychellen verbannten französische und britische Regierungen unliebsame Staatsbürger hierher.
Im Jahre 1794 annektierten die Briten die Seychellen. In den folgenden 13 Jahren wechselten die Inseln sieben Mal den Besitzer. Im Jahre 1811 wurden die Seychellen dann endgültig von den Briten besetzt. 1814 schließlich wurden ihnen die Seychellen und Mauritius auch vertraglich zugesprochen. Ein Jahr später wurden die Seychellen unter die Verwaltung von Mauritius gestellt.
1835 wurde die Sklaverei abgeschafft.
1853 wurde die Römisch-katholische Kirche offizielle Kirche der Seychellen.
Im Jahre 1903 wurden die Seychellen eine separate britische Kronkolonie.
1948 fanden die ersten Wahlen zu einer Gesetz gebenden Versammlung statt, so dass nach mehrjährigen Verhandlungen und Entwicklungen die Seychellen am 29.06.1976 eine souveräne Republik wurde.
Bereits 1964 waren zwei Partien gegründet worden, Seychelles People's United Party unter Führung von Albert René und der Seychelles Democratic Party unter Führung von James Mancham. Ein Jahr später allerdings stürzte der Premierminister France René den Präsidenten James Mancham und ernannte sich zum neuen Präsidenten. 1978 machte René die Seychellen zu einem Einparteienstaat, was zur Flucht von etwa 10.000 Einwohnern führte, ansonsten aber unblutig blieb. Nun herrschte eine sozialistische Regierung. Die "Seychelles People's United Party" (SPUP) wird in "Seychelles People's Progressive Front" (SPPF) umbenannt.
Nach wiederholten Versuchen, René zu stürzen und Mancham wieder als Präsidenten einzusetzen (1981 scheiterte ein Putschversuch von getarnten Söldnern, 1982 schlugen Truppen aus Tanzania eine Rebellion der Armee nieder), stellte René auf Druck ausländischer Geldgeber das Mehrparteiensystem wieder her. Renés Partei, die Seychelles People's Progressive, gewann die Wahlen 1993 und 1998. René wandte sich nun auch einer freien Marktwirtschaft zu.
Im Jahre 2001 begann die sechste Amtsperiode von Albert René. Die Wahlen sind jedoch nur knapp ausgefallen, denn die UO (Wavel Ramkalawan) gewann bereits 44,95% der Stimmen.
Seit dem 14.04.2004 ist James Alix Michel Präsident der Seychellen. Er hatte vorher bereits das Amt des Vizepräsidenten inne. Die Präsidentschaftswahlen finden alle 5 Jahre (seit 2001 getrennt von den Parlamentswahlen) statt. Das Staatsoberhaupt ist gleichzeitig auch der Regierungschef.