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Reiseberichte 2007
Herzlichen Dank Ihrem Team für die perfekte Ausarbeitung unserer Tour vom 25.10.2007 bis 13.11.2007. Es hat alles gut geklappt!
ivingstone: River-Club

Kafue Nationalpark:
Lunga-River Lodge, Musanza Tented Camp in den Busanga Plains, Lufupa-Camp

South Luangwa: Kalamu-Camp, Tafika-Camp

Malawi: Kaya Mawa

Unser erstes Zwischenziel war Livingstone. Zwar kannten wir die Victoriafälle schon von letzten Jahr, aber nach dem langen Flug wollten wir uns einen Tag Erholung im River-Club gönnen.
Wir flogen mit South African Airways und konnten das Gepäck in Frankfurt durchchecken bis Livingstone. Dort wurden wir schon erwartet und mit Auto und Boot zum River-Club gebracht. Eine wunderschöne, sehr empfehlenswerte Unterkunft!
Da wir beim Überfliegen der Fälle schon gesehen hatten, dass das Wasser nur in dünnen Rinnsalen hinabfließt, haben wir uns einen Besuch erspart. Im letzten Jahr waren wir im Mai dort, der Sambesi hatte viel Wasser und man konnte die Gischt der Fälle aus 15 km Entfernung sehen. Wir genossen die luxuriöse Unterkunft und bei einer Bootsfahrt mit Sundowner auf dem Sambesi fühlten wir uns in Afrika angekommen. Hippos, Schreiseeadler, Kingfisher und Krokodile sahen wir vom Boot aus.

Am nächsten Tag begann dann unsere Safaria! Im Kafue NP trafen wir in der Lunga-River Lodge die anderen Gruppenteilnehmer. 4 Amerikaner, ein Engländer und wir beiden Deutschen bildeten für die nächsten acht Tage eine Gruppe. Unser Guide, Salomon, zeigte uns in den folgenden Tagen mit seinen Augen seine schöne Heimat. Gleich beim ersten Game-Drive sahen wir Elefanten, Impalas und - meine besonderen Lieblinge - Warzenschweine. Am nächsten Morgen machten wir eine Bootsfahrt auf dem Lunga-River, es gab viele Hippos und Krokodile.

Mit dem Landrover ging es weiter in die Busanga Plains. Unterwegs trafen wir auf ein großes Löwenrudel. Salomon fuhr ganz nahe heran - es war spannend. Das Highlight dieses Tages war aber die Begegnung mit einem Pangolin. Es kreuzte unseren Weg - beinahe hätten wir es überfahren. Das Schuppentier konnten wir streicheln, Salomon nahm es hoch - es rollte sich zu einer Kugel zusammen.
In den Plains gibt es keine Elefanten, aber wir sahen große Büffelherden, Warane, Zebras, Antilopen, Schakale, Schwarze Störche und Geparden.
Im Musanza-Camp erwartete uns ein gutes Abendessen - ein Kronleuchter aus Petroleumlampen erhellte unsere Tafel unter freiem Himmel, leider aber zog das viele Licht auch Tausende von Insekten an, wir bemühten uns, diese nicht mitzuessen - aber das ist Natur! Die erste Nacht im Camp war sehr unruhig. Ein heftiger Wind zerrte an den Zeltplanen und in unmittelbarer Nähe brüllten Löwen. Am Morgen gab es ein heftiges Gewitter, aber der morgendliche Game-drive fand trotzdem statt. Mitten in den Plains, unter einem Syckomore-Baum erwartete uns ein köstliches Picknick am späten Vormittag - sehr stilvoll! 3 Nächte waren wir in diesem schönen Camp. Wir haben viele Tiere gesehen und wir wurden sehr gut betreut und versorgt.

Die nächsten 3 Nächte verbrachten wir im Lufupa-Camp. Beim Einzug in unser Zelt begrüßte uns eine Warzenschweinfamilie - die kleinen Warzenschweine kamen neugierig an die Terrasse. Das Camp liegt am Lufupa-River - und jetzt lernten wir eine neue Art von Safari kennen. Wir fuhren mit dem Boot auf dem Lufupa-River. Am Ufer sahen wir nun endlich auch Elefanten. Im Fluss gab es viele Hippos, die uns neugierig mit ihren Blicken folgten. Seeadler und Kingfisher saßen in den Bäumen. Und wir entdeckten ein neues Hobby - wir fischten! Dabei waren wir sehr erfolgreich, sehr schnell hatte unsere Gruppe etwa 10 Catfishes gefangen! Im Camp wurden diese am Lagerfeuer zubereitet und wir hatten eine köstliche Vorspeise. Dieses Camp ist sehr schön, gerne wären wir hier länger geblieben - aber vielleicht beim nächsten Mal?

Die ersten acht Tage sind vorbei und unsere Gruppe muss sich trennen. Unsere 4 amerikanischen Freunde gehen noch nach Botswana, Jeremy, unsere englischer Freund, verbringt noch eine Woche im South Luangwa NP, leider nicht mit uns zusammen.

Das Kalamu-Camp in South Luangwa liegt am fast ausgetrockneten Luangwa River. Die Zelte sind neu und sehr groß. Im Camp fühlten wir uns sehr wohl, die Verpflegung war erstklassig, der Service - wie auch in den anderen Camps - perfekt. Hier blieben wir 4 Nächte. Leider hatten wir wenig Glück mit den Tierbeobachtungen. Einige Pukus, Impalas, Paviane und eine Hyäne sahen wir, leider keine Leoparden, die angeblich in diesem Teil des Nationalparks leben. Aber es gab eine Vielzahl von verschiedenen Vögeln. Bei einer sehr schönen Wanderung durch den Busch sahen wir die seltenen Thornicroft`s Giraffen, die in diesem Gebiet endemisch sind. Diese Wanderung hat uns sehr gut gefallen, obwohl es hier so wenig Tiere gab, ist die Landschaft sehr abwechslungsreich und interessant.
Etwas weiter Flussabwärts war ein riesiger Hippo-Pool. Man konnte sie nicht zählen, aber unser Guide meinte, dass sich dort weit über 400 Hippos tummeln. Das war beeindruckend! In der letzten Nacht hörten wir Löwengebrüll - es gibt sie also doch in diesem Gebiet, aber wir haben sie nicht gesehen. Übrigens, ein Tier gab es im Überfluss, das war die Tse-Tse Fliege! Wir hatten alle sehr zu leiden, unser Insektenspray schienen sie nicht zu kennen, sie haben es einfach ignoriert!

Das Tafika-Camp war die letzte Station unserer Safari. Dieses Camp liegt am unteren Luangwa-River. Wir blieben 2 Nächte. Auch in diesem Camp werden Fuß-Safaris angeboten. Hier ist die Landschaft ganz anders, viel offener und weitläufiger. Es gibt nicht so viele geschlossene Waldstücke wie im vorherigen Gebiet. Gleich bei unserer ersten Ausfahrt sahen wir riesige Büffelherden. Am Abend beobachteten wir große Elefantenherden bei der Flussüberquerung. Elefanten-Mütter helfen ihren Babies mit dem Rüssel die steile Böschung hochzukommen - ein faszinierendes Schauspiel! Der Tierreichtum dieses Gebietes beeindruckte und sehr. Natürlich gibt es hier auch Löwen. Eine faule, satte Löwin ließ uns bis auf ca. 3 m herankommen, ein tolles Erlebnis.
Unser "Jagdglück" blieb uns auch am letzten Tag erhalten. Am Abend sahen wir 3 Leoparden - wunderschöne, große Tiere! Und auch das entsprechende Foto gelingt.
Das Tafika-Camp war einer der Höhepunkte unserer Reise.

Da wir in den letzten Tagen fast jeden Morgen um 5 Uhr geweckt worden sind, gönnen wir uns noch 4 Tage Erholung am Malawi-See.

Die Kaya-Mawa Lodge liegt auf einer kleinen Insel im Malawi-See. Es ist die Insel der Baobab-Bäume.
Unsere Lodge ist sehr rustikal, es erinnert an die Behausung von "Fred Feuerstein" und seiner Familie. Es war sehr heiß, wir hatten über 40° C. Da konnte man nichts anderes machen als schwimmen, schnorcheln, faulenzen, lesen und schlafen. Die Verpflegung war sehr gut, jeden Abend gab es das Abendessen an einem anderen Ort. Einmal wurde für uns zwei der Tisch am Strand gedeckt, am nächsten Abend auf dem Bootssteg. Am letzten Abend speisten wir unter einem riesigen Baobab. Es war alles sehr romantisch und ein schöner Abschluss unserer Reise.

Wir haben viel erlebt, haben nette Menschen getroffen, neue Bekannt-
schaften geknüpft, viele Tiere gesehen und wir sind nicht krank geworden. Interessant waren die Begegnungen mit den Menschen, die in diesen Ländern leben. Die Guides, das Personal in den Camps und die Menschen auf den Straßen. Überall wurden wir mit Freundlichkeit empfangen. Jeder hatte ein Lachen für uns, nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen freuten sich, wenn man mit ihnen spricht. Jedes Lachen macht die Welt ein bisschen wärmer. Neben der beeindruckenden Tierwelt ist es diese Erfahrung, die uns immer wieder nach Afrika reisen lässt.

Herzlichen Dank Ihrem Team für die perfekte Ausarbeitung unserer Tour. Es hat alles gut geklappt


Barbara und Peter
geschrieben am 21.04.2011 um 07:46 Uhr.