Stichworte · Stichworte · Stichworte ...

Reiseberichte 2008
Reisebericht von Christl Nennstiel
10. Juli Abflug
Wir fliegen wieder mit South African Airways. Zum ersten Mal, dass ich beim Check-in meine Kamera in einem getrennten Raum zeigen muss, in dem die Kamera dann speziell kontrolliert wird. Wir fliegen mit einer halben Stunde Verspätung ab.
Der Flug verläuft sehr ruhig. Es müssen 8 862 km bewältigt werden.

11. Juli Johannesburg - Lusaka - Lower Zambezi Nationalpark, Old Mondoro Bush Camp
Obwohl wir verspätet abflogen, kommen wir pünktlich nach 10 Stunden 15 Minuten in Johannesburg an. Der Pilot sagt 0 Grad an. Es ist wirklich sehr kalt, als wir die Treppe hinunter zum Bus laufen und zum Terminal gefahren werden.
Innerhalb des Gebäudes folgt man den Schildern "Transit, International Departures".

Wir haben nun 2 1/2 Stunden Aufenthalt, bis zu unserem Weiterflug nach Lusaka. Die Flugzeit nach Lusaka beträgt 2 Stunden. In Lusaka landen wir bei 26 Grad und werden wir von einem Vertreter von Proflight erwartet. Am Einreiseschalter sind vor uns zwar nur 2 Personen, aber es dauert 20 Minuten, bis wir an der Reihe sind. Es werden zwischendurch immer wieder kostenlose Visas für Mitglieder der SADC Konferenz ausgestellt. Wir bezahlen pro Person 50 US$ pro Visum.

Dann endlich sind wir durch und nehmen unsere Taschen im Empfang. Wir haben noch eine große Tasche mit Bekleidung für das Dorf Kawaza dabei, die der Mann von Proflight an Robin Pope Safaris übergeben wird, damit die Tasche nach Mfuwe geflogen und zum Dorf gebracht wird.

Jeki Airstrip, Lower Zambaezi Nationalpark
8 sitzer Maschine von Proflight
Da noch 4 Amerikaner zum Jeki Airstrip fliegen, müssen wir noch auf diese warten. Anschließend fahren wir mit dem Kleinbus von Proflight zum Airstrip von Proflight. Im Garten können wir auf unseren Abflug warten.

Gegen 15:00 Uhr fliegen wir endlich los und landen nach 30 Minuten auf dem Jeki Airstrip. Hier warten bereits zwei Fahrzeuge, eines bringt die Amerikaner nach Chiawa und wir fahren nach Old Mondoro.

Während der 30minütigen Fahrt zum Camp sehen wir viele Vögel, Schwärme von Quelleas, viele verschiedene Taubenarten und viele Hornbills. Auch eine "breading Herd" (Elefantenmütter mit ihren Babys) lassen sich im Gebüsch ausmachen. Außerdem sehen wir immer wieder Warzenschweinfamilien. Zu putzig, wie sie im Knien fressen oder dann hintereinander mit hoch aufgestelltem Schwanz wegrennen.

Endlich sind wir um 16:30 Uhr am Ziel in Old Mondoro. Vor 10 Jahren hieß das Camp noch Potato Bush Camp und sah komplett anders aus. Aber die Lage ist dieselbe.

Old Mondoro, Lower Zambaezi Nationalpark
Blick zum Zambezi
Sie besteht aus vier Bambus Chalets mit Zeltdächern und angeschlossenem Badezimmer mit Dusche, die einen Blick auf den Zambezi bieten.

Gerade als wir zu unserem Chalet gehen möchten, überqueren Elefanten den Zambezi. Es gelingt mir gerade noch ein Foto zu machen, dann sind sie auch schon am Ufer angelangt. Dies ging unheimlich schnell.

Elefanten, Zambezi, Lower Zambaezi Nationalpark
Elefanten durchqueren den Zambezi
In dem offenen Ried gedeckten Gebäude ist die Lounge und das Esszimmer untergebracht. In einiger Entfernung gibt es das Gästeklo mit Blick.

Zum Sonnenuntergang unternehmen wir noch eine Bootsfahrt auf dem Zambezi. Wir sehen viele Hippos und Krokodile sowie Wasservögel wie verschiedene Reiher und jede Menge Vögel.

Die Sonne versinkt hinter den Bergen. Gestern um diese Zeit war ich noch im Büro am Arbeiten und heute genießen wir die unendliche Weite und die Wildnis.

Sonnenuntergang, Lower Zambaezi Nationalpark
Sonnenuntergang am Zambezi
12. Juli Old Mondoro - Susage Tree Camp - Chiawa
Nach dem Frühstück um 06:00 Uhr unternehmen wir noch eine Pirschfahrt mit Levi. Die Landschaft ist sehr unterschiedlich. Einmal sieht es aus wie eine Parklandschaft, dann wieder gibt es viele Winterakazien, die zum Teil mit Schlingpflanzen eingewachsen sind.

Dann kommen wir auf eine große offene Ebene. Es begegnen uns Elefanten und immer wieder die graziösen Impalas.

Auf einmal hören wir Geräusche im Busch und Levi bleibt stehen. Kurz darauf kommen Büffel aus dem Gebüsch, immer mehr und immer noch welche. Wir stehen ihnen fast im Weg, so fährt Levi noch ein Stück weiter. Die Büffel beäugen uns und wir betrachten sie. Viele Kuhreiher fliegen über die Köpfe der Büffel hinweg uns lassen sich dann auch vereinzelt auf den Tieren nieder. Hier gibt es nur die "Yellow billed Oxpecker", die fleißig das Ungeziefer von den Büffeln picken.

Old Mondoro, Büffelherde
Büffelherde
Guinea Fowls blockieren die Straße, doch als Levi den Motor abstellt, laufen sie schnell weg. Sie könnten doch auch fliegen, aber nein, sie laufen ganz schnell ins Gras.

Dann heißt es heute leider schon wieder Abschied nehmen, denn unsere Abfahrt per Boot ist für 10:30 Uhr geplant.

Eigentlich wollten wir auch das Mbambashi Camp ansehen, aber es geht leider nicht, da die Lodge "busy" ist.

Die Fahrt bis zum Sausage Tree Camp dauert 1 Stunde. Wir kommen gerade rechtzeitig an, um die Elefanten durch Camp laufen zu sehen. Zwei Elefanten kauen genüsslich an den Bäumen und holen sich die Früchte herunter.

Der Manager führt uns durchs Camp und zeigt uns ein Standardzimmer und eine Suite. Die Chalets sind sehr geräumig und sinnvoll eingerichtet.

Elefant im Sausage Tree Camp, Lower Zambaezi Nationalpark
Elefanten im Sausage Tree Camp
Jeki Airstrip, Lower Zambaezi Nationalpark
Suite
Als Überraschung geht es zum Lunch auf die andere Flussseite. Dort ist ein Tisch im Wasser aufgebaut und zwei Sonnenschirme. Die Stühle stehen ebenfalls bis fast zur Sitzfläche im Wasser.

Also, Schuhe ausziehen, die Hosenbeine abgezipt und im kalten Wasser ausharren!!!! Die Gäste sind alle begeistert, dass es Lunch im Zambezi gibt. Das Lunch wird 2 bis 3 Mal pro Woche im Wasser, aber immer an anderen Stellen, angeboten. Im Sommer ist das sicherlich eine traumhafte Abwechs-
lung, aber jetzt im Winter (die Tagestemperaturen liegen allerdings bei 25 Grad) ist mir das Wasser doch zu kühl und ich habe nach dem Essen ganz schön kalte Füße.

Während des Lunchs beobachten wir Elefantenmütter mit ihren Jungen am anderen Flussufer.

Lunch im Zambezi, Lower Zambaezi Nationalpark
Lunch im Zambezi
Nach dem Lunch müssen wir auch schon wieder abfahren. Es geht weiterhin per Boot auf dem Zambezi - immer wieder zwischen Hippos hindurch, die durch heftiges Gebrülle und Gähnen (Drohgebärde) auf sich aufmerksam machen, zum Chiawa Camp.

Das Hauptgebäude sieht man schon von Weitem und es sieht ganz anders aus, als vor Jahren, als wir schon einmal hier waren.

Michaela und Craig begrüßen uns herzlich und nach einer kurzen Einführung führt man uns entlang der 5 Classic Chalets zur Honeymoon Suite, die ganz am Ende des Grundstücks mit Blick zum Zambezi liegt. Neu ist die Superior Suite Nummer 7, die neben der Honeymoon Suite mit Blick zum offenen Gelände liegt. Dann folgen noch die Superior Suiten Nummer 8 und Nummer 9. Wir erfahren, dass es in 2009 nur noch Suiten geben wird, die wie Nummer 7 aussehen werden.

Suprior Suite Nr. 8, Lower Zambaezi Nationalpark
Superior Suite Nummer 7
Nach dem Nachmittagskaffee geht es um 16:00 Uhr mit dem Ranger Boaz auf Pirschfahrt. Wir sind die einzigen auf unserem Fahrzeug. Andere Gäste fahren zum Fischen, andere mit den Kanus und wieder andere mit dem Pantoon Boot.
Nachdem wir schon ziemlich weit gefahren sind und Boaz am Vortag Löwen in der Nähe des Flusses gesehen hatte, sucht er diese und nach einigem Hin und Her findet er sie sogar faul im Gras liegend.

Löwe, Lower Zambaezi Nationalpark
Müder Löwe
Wir beobachten diese vier Löwinnen eine ganze Weile, aber dann möchten auch andere Fahrzeuge die Löwen sehen und so verlassen wir die Tiere.

Nach einem Sundowner auf dem Zambezi und einem herrlichen Sonnen-
untergang wird es schnell kühl und man braucht eine Fleecejacke, so dass wir gerne zum Camp zurückkehren.

Man trifft sich am Lagerfeuer und teilt sich die Erlebnisse des Tages mit. Wir treffen wieder die vier Amerikaner, mit denen wir zum Jeki Airstrip geflogen sind. Sie sind ganz begeistert, was sie schon alles gesehen haben.

Nach einem gemütlichen Abendessen fallen wir müde von den vielen Erlebnissen ins Bett. Und wieder liegt im Bett eine Bettflasche, damit die Beine auch schön warm werden!


Zambia Reisebericht

Chiawa Camp, Reisebericht

Chiawa Camp, Reisebericht

Chiawa Camp, Reisebericht

Chiawa Camp, Reisebericht

Chiawa Camp, Reisebericht

Chiawa Camp, Reisebericht

Sonnenuntergang, Lower Zambaezi Nationalpark


geschrieben am 21.04.2011 um 07:49 Uhr.