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Reiseberichte 2007
Christl Nennstiel
Mein Tagebuch einer Rundreise in Uganda mit Gorilla Trekking vom 4. bis 13. Oktober 2007

 

Donnerstag, 4. Oktober 2007 Abflug
Dieter und meine 10jährige Enkeltochter Selina bringen mich zum Flughafen zum Terminal 2, von wo aus die KLM starten soll. Wir sind 1 3/4 Std. vor Abflug da. Nun sehen wir, dass der Flug nach Amsterdam um 18:15 Uhr annulliert ist.
Beim Informationsschalter der KLM bekomme ich die Information, dass ich auf die LH umgebucht werden kann, die vom Terminal 1 um 17:45 Uhr abfliegt. Bis die Umbuchung fertig ist und wir in Terminal 1 ankommen, ist es bereits 17:00 Uhr. Beim Check-in ist eine lange Schlange und es dauert bis 17:15 Uhr, bis ich fertig bin.
Das Gepäck kann bis Entebbe durchgecheckt werden. Eine Bordkarte bekomme ich aber nur bis Amsterdam.
Der Weg bis zum Gate A 30 ist sehr weit und es dauert 15 Minuten, bis ich dort ankomme. Es ist nun 17:30 Uhr. Man ist bereits am Einsteigen.
Die reine Flugzeit bis Amsterdam beträgt 50 Minuten. Wir landen um 18:50 Uhr. Bis man draußen ist und bis ich den weiten Weg zum Gate F 4 zurücklege, ist es bereits 19:30 Uhr. Ich lasse mir die Bordkarten bis Entebbe geben. In Amsterdam ist es so, dass der Security Check am Gate stattfindet. Da die Maschine ausgebucht ist, fängt man mit dem Security Check um 20:00 Uhr an. Nur die Frauen mit Stöckelschuhen müssen die Schuhe ausziehen, ansonsten nur die Jacke, Gürtel, Uhr, evtl. Ketten. Meine Nordic Walking Stöcke habe ich als Handgepäck in einem Stoffsack und man prüft, ob die Spitzen auch nicht gefährlich sind - trotz der Gummipfropfen!
Endlich an Bord, geht es auch gleich los. Das Check-in hat wirklich eine Stunde gedauert. Der Abflug ist für 21:05 Uhr vorgesehen.
Ich habe Reihe 3 F. Die Konfiguration in der Business Class ist 2 - 3 - 2. Die Sitze sind bequem und das Personal von Kenya Airways (KLM Nummer) ist sehr freundlich. An Essen gibt es 2 Vorspeisen zur Auswahl und 3 Hauptgerichte. Der süße Nachtisch ist bereits auf dem Tablett, das zur Vorspeise gebracht wird. Käse und Obst werden später serviert.
Die Sitze gehen nicht ganz flach zurück, aber die Schräglage ist sehr angenehm. Da ich nur 1,65 groß bin, kann ich mich völlig ausstrecken, kann mich sogar auf die Seite legen. Mit Ohrstöpsel, Augenklappe und Decke (über der Decke schließe ich den Sicherheitsgurt, falls nachts Turbulenten sind, muß einen die Stewardess nicht wecken) schlafe ich bald ein.
Ich hatte noch Bescheid gegeben, dass ich kein Frühstück möchte und so konnte ich bis 30 Minuten vor der Landung schlafen.

Freitag, 5. Oktober Nairobi - Entebbe - Kampala, Emin Pasha Hotel
Nach 7 1/2 Stunden Flug landen wir in Nairobi. Die Uhr muß nun eine Stunde vorgestellt werden auf 05:30 Uhr. Es hat 14 Grad.
In Nairobi läuft man vom Flugzeug zu einer Treppe, die nach oben geht und man kommt so in das Gebäude. Es sind kaum Hinweisschilder für Weiterflüge zu sehen, aber das Gate 4 für den Weiterflug ist gleich links. Von diesem Gate gehen die Maschinen nach Kilimanjaro, Malawi, Kinshasa und Entebbe fast zur gleichen Zeit ab. Alle Leute für diese Ziele halten sich im selben Raum auf.
Die Flugziele werden einfach von einer Person aufgerufen. Es beginnt mit Precision nach Kilimanjaro, Air Malawi nach Blantyre und Lilongwe, gleich danach wird Kinshasa und Entebbe aufgerufen. Innerhalb 1/4 Stunde ist der Warteraum leer.
Die reine Flugzeit mit Kenya Airways KQ 411 Nairobi - Entebbe, Abflug um 10:40 Uhr, ist nur 50 Minuten. In dieser Zeit wird sogar Frühstück serviert: Joghurt, Müsli und Croissant.
Als wir in Entebbe landen, ist alles trüb und es regnet. Die Koffer werden in offenen Wägen gebracht und sind ganz schön nass, wenn sie aufs Gepäckband gelegt werden. Man muß auch vom Flugzeug zur Ankunfts-
halle durch den Regen laufen. Dann gibt es zwei Schalter,l einen für Residents und einen mit dem Schild "Visa".
Am Visaschalter sitzen 2 Personen und es geht verhältnismäßig schnell. Ich habe schon zu Hause meinen Visumantrag ausgefüllt und im Flugzeug wurde noch eine grüne Einreisekarte verteilt. Man gibt beides ab, legt 50 US$ dazu und bekommt einen Stempel in den Pass.
Wenn man hier durch ist, kommt man in die Halle mit den Gepäcklauf-
bändern. Dann läuft man einen ziemlich langen Weg entlang, bis man zu der Stelle kommt, wo die Abholer stehen. Der Flughafen wird zurzeit umgebaut und soll bis zum Commonwealth Kongress im November fertig sein.
Ich sehe auch gleich das Schild von TUSC mit "Welcome Christl". Der Guide stellt sich mit Katembo oder Yona vor (beide Namen würden gehen, ich solle mir den aussuchen, der mir leichter fällt) und wir fahren in Richtung Stadt. Da wir bis 12:00 Uhr noch viel Zeit haben, fährt Katembo / Jona zum Gästehaus "The Boma" (6 km vom Flughafen entfernt). Es ist eine schöne Anlage mit einem großen Garten. Die Besitzer sind aus Irland, die Manager aus Südafrika. Im Haupthaus gibt es 3 Zimmer, wobei das Zimmer Nr. 2 das größte Zimmer ist. Zimmer 1 ist auch empfehlenswert, aber Zimmer Nr. 3 wird meistens nur für die Guides verwendet oder erst als allerletztes Zimmer vermietet.
Im Garten stehen noch 2 Cottages. In einem sind die Zimmer Nr. 4, 5 und 6 untergebracht, im anderen die Zimmer Nr. 7 und 8 (blau karierte Bettwäsche).
Es gibt eine Lounge, Bar und eine Terrasse, auf der für das Frühstück gedeckt ist. Wir trinken einen Tee bzw. Kitembo Kaffee.
Dann fahren wir zur Bootsanlegestelle nach Ngamba Island, bei der wir um 12:00 Uhr sein sollen. Ich will nämlich das Ngamba Island Chimpanzee Sanctuary (Jane Goodall) besuchen. Weit und breit ist kein Transferboot zu sehen. Kitembo sieht dann auf seiner Bestätigung, dass das Boot um 12:45 Uhr abfahren soll. Also laufe ich ein bisschen durch die Gegend, schaue den Hadidah Ibissen zu, den Egyptian Geese und den Pied Kingfishern.
Um 12:40 Uhr kommt dann ein Fahrzeug von Wild Frontiers mit einem Ehepaar aus England. Kurz darauf kommt auch das Boot von Ngamba Island und bringt die Touristen zurück, die um 11:00 Uhr der Fütterung der Schimpansen zugesehen haben.
Wir steigen ein zusammen mit einem weiteren Ehepaar. Nun sind wir zu fünft. Es sind aber 7 Personen angemeldet. Also wird noch gewartet. Um 13:10 Uhr kommt dann ein Auto mit 2 jungen Frauen. Jetzt sind wir vollzählig und können endlich ablegen.
Die Überfahrt nach Ngamba Island dauert 35 Minuten. Nach Ankunft empfängt uns ein Guide und bringt uns zum Visitor / Education Centre. Man kann sich im Souvenir Shop mit Kaffee / Tee selbst bedienen. Es gibt noch Kekse oder Schokolade. Für Kaffee und Kekse bezahle ich 1 US$.
In dem kleinen Shop werden noch verschiedene Artikel, wie T-Shirts, Tassen, Bücher, Schreibblocks usw. angeboten. Die Ketten stellen die Frauen auf der Nachbarinsel her.
Um 14:30 Uhr bekommen die Schimpansen ihr Futter. Die neugierigen Touristen gehen auf einen Steg, um dem Treiben zuzusehen. Die Schimpansen stürzen mit wildem Geschrei aus dem Wald und warten auf das Obst, das klein geschnitten in drei Eimern auf Verteilung wartet. Die drei Guides kennen die Schimpansen mit Namen und die Schimpansen reagieren auch darauf. Es ist überwältigend, 40 Schimpansen zu sehen, wie sie fressen, sich balgen und sich gegenseitig das Futter weg nehmen. Zwei Schimpansen sind im Gehege und dürfen nicht raus, da sie sich mit den anderen noch nicht vertragen. Abends kommen auch alle Schimpansen durch einen Gang zurück ins Gehege und schlafen in so einer Art Hängematten.
Es gibt Wassermelonen, Bananen, Ananas u.v.m. Das ganze Spektakel dauert eine 3/4 Stunde. Dann verschwinden die meisten wieder im Wald. Wir haben noch Zeit, uns umzusehen und um 15:55 Uhr fährt das Boot wieder zurück. Auch die Rückfahrt ist wieder sehr ruhig, allerdings ziemlich windig. Da wärmen einen doch die Rettungswesten! Nach 35 Minuten kommen wir wieder in Entebbe an. Ich muss noch 1/2 Stunde auf meinen Transfer warten.
Unser Guide hat nämlich Constanze aus der Schweiz am Flughafen abgeholt und hat für mich ein Sandwich organisiert, da ich ja seit dem Frühstück mehr oder weniger nichts gegessen habe.
Im Emin Pasha Hotel kommen wir dann um 18:00 Uhr an, da es sehr viel Verkehr gibt. Noch dazu wird die Straße gerichtet und ein Teil ist deshalb nicht befahrbar.
In Entebbe wird viel gebaut. Die Straße vom Flughafen in die Stadt ist neu, ein Hotel Richtung Anlegestelle ist fast fertig, das Imperial wurde renoviert, denn alles fiebert auf den Commonwealth Gipfel im November und auf den Besuch der Queen.
Wir beziehen unsere Zimmer 1 und 3 jeweils mit Innenhof, wobei mein Zimmer einen eigenen Innenhof hat und Zimmer 3 den Hof mit anderen Zimmern teilen muss.
Bevor die Sonne untergeht, muss ich noch Aufnahmen machen, deshalb ist Eile geboten.
Wir verabreden uns für 19:30 Uhr zum Abendessen.

Samstag, 6. Oktober Kampala - Kidepo Valley Nationalpark, Apoka Safari Lodge
06:30 Uhr Aufstehen, 07:00 Uhr Frühstück. Nun lernen wir Trish aus England kennen. Während des Frühstücks taucht auch noch ein Mann auf. Wir fragen ihn, ob er nach Kidepo fliegt. Ja! Das ist also die 4. Person, die mit uns auf Tour ist. Carlo aus Italien.
Gabriella von TUSC, die unsere Reise organisiert hat, begrüßt uns kurz und wünscht einen guten Flug.
Unser Pilot Steve am Kajjansi Airfield bittet uns, das große Gepäck im Auto zu lassen, Katembo nach Semliki mitzugeben und nur den Rucksack (eigentlich unser Handgepäck) für die 2 Nächte mitzunehmen. Ganz schnell also umpacken!
Um 09:00 Uhr fliegen wir los. Es ist eine Centurion II. Constanze setzt sich nach hinten, Trish und ich in die Mitte und Carlo sitzt vorne neben dem Piloten.

Der Flug geht über Kampala, an Seen entlang, über ebenes Gebiet, das wenig bzw. kaum besiedelt ist, nach Norden. Nach 2 Stunden Flug erreichen wir den Airstrip im Kidepo Nationalpark.

Kurz vor der Landung ragen auf einmal Hügel und Felsen auf, im Hintergrund sogar Berge. Steve fliegt noch eine Runde über die Lodge, damit wir Aufnahmen von oben machen können.
Am Airstrip holt uns Joe Du Plessíss, der Manager, ab. Er ist aus Südafrika und seit Januar mit seiner Lebensgefährtin Barbara Buchanan hier.

Die Fahrt zum Camp dauert nur 10 Minuten. Im Camp erwartet uns Barbara sowie einer der Angestellten mit kalten Tüchern und Eistee.
Dann beziehen wir unsere Chalets. Nr. 1 ist ein Twin Room und Constanze und ich teilen uns das Zimmer. Trish ist nebenan in Chalet Nr. 2 mit Doppelbett.

Um 12:30 Uhr steht das Lunch bereit. Wunderbarer Salat (Rucola, Schafskäse, Kürbis), Hühnerspieße, Körnerplätzchen und Knusperbrot. Ich nehme noch "Zwiebelscheibchen", beiße hinein und siehe da, es brennt, da es Ingwerstreifen sind!!!!

Der Chilli ist auch ganz schön "hot"! Käse und Obst schließen den Magen. Man konnte zusehen, wie der Regen schon vor dem Essen aufzog und während des Essens fing es dann an.

Wir gehen zurück in unser Chalet und genießen die wunderbare Unterkunft und die fantastische Sicht auf das Wasserloch, die Ebene und die Berge im Hintergrund (Sudan).

Außer Büffel, die sich im Wasserloch suhlen, grasen noch Defassa Wasserböcke und Hartebeests vor der Lodge.

Um 15:30 treffen wir uns wieder zu Tee / Kaffee und Schokoladenkuchen (auf den ich aber verzichte, obwohl er als besonders lecker angepriesen wird).

16:00 Uhr Abfahrt zum Game Drive mit Joe.

Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
 
Die Landschaft ist wirklich unbeschreiblich schön. Eine große weite Ebene wird begrenzt durch Berge. Die Wege sind sehr nass, das Gras steht zum Teil meterhoch und alles ist grün, durch den unge-
wöhnlich vielen Regen und die Überschwemmungen in diesem Jahr.
Wir sehen viele Vögel, u. a. den Abyssinian Roller, eine Giant Eagle Owl, Gaukler, Ground Hornbill sowie zwei Streifenschakale sind zu sehen. Später noch ein Bushbok, Elefanten, eine Löwin auf einem Felsen, Büffel, Haartebeest, Oribi, Riedbok.

19:30 Uhr Rückkehr zur Lodge. Leider ist der Generator kaputt, so dass wir nur mit Petroleumlampen Licht bekommen. Das Schreiben ist deshalb ein bisschen problematisch.

Um 20:00 Uhr funktioniert der Generator wieder. Wir knipsen die Außenlampe ein paar Mal an und aus, denn das ist das Zeichen, dass wir abgeholt werden möchten. Ein Watchman holt uns dann ab und bringt uns zum Diningroom bzw. zur Bar.
Nach zwei Amarula und interessanten Gesprächen mit anderen Gästen, u. a. mit einem Touroperator aus Kampala und seinen Kunden, die ebenfalls aus Kampala sind, gehen wir zum langen Dinnertable.

Das Haus ist voll mit 16 Gästen (Apoka kann zwar maximal 20 Gäste aufnehmen, aber da Einzelzimmer vergeben sind, ist die Lodge mit 16 Personen ausgebucht). Es werden auch Kinder aufgenommen.
Es gibt Pumkin Suppe und Fisch (Tilapia) aus dem Victoria See und als Nachtisch Passionsfrucht Mousse. Dazu ein Glas Rotwein und gute Unterhaltung und die Zeit vergeht so schnell.
23:10 Uhr sind wir erst im Zimmer und fallen todmüde ins Bett.

Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
 
Sonntag, 7. Oktober Kidepo Nationalpark, Apoka Lodge
06:00 Uhr Wecken, 06:30 Uhr Frühstück. Es gibt Müsli, Joghurt, Saft, Obst, kleine Hamburger und Rusks (trockene Kekse, wie Zwieback, die man in den Kaffee eintaucht). Man sollte auf alle Fälle etwas essen, denn man kommt erst spät vom Game drive zurück.

Zwar scheint die Sonne, aber es ist noch empfindlich kalt.
Um 07:00 Uhr geht es los zur Pirschfahrt. Unser Guide ist heute Augustin, denn Joe ist mit einer Walking Gruppe unterwegs.
Wir fahren erst in die Richtung Kidepo Tal, sehen Büffel, Zebras und Defassa Wasserböcke. Dann fahren wir aber doch wieder Richtung Felsen. Es gibt eine ganze Reihe Felsen nebeneinander und ganz oben auf einem sehen wir einen Kopf. Die Löwin steht irgendwann auf und geht weg. Dann sehen wir kurz eine andere Löwin, wie sie zu einem anderen Felsen geht.

Auf einem in einiger Entfernung liegenden Felsen sind zwei Löwen. Man sieht nur ein Tier und von dem zweiten Löwen sieht man immer nur die Ohren oder den Schwanz. Eigentlich gehören diese Löwen zu einer Rudel von 8 Tieren.

Schließlich fahren wir wieder zurück. Witzig sind die vielen Guinea Fowls. Es sind immer wieder Gruppen, die auf dem Weg vor dem Auto herrennen, kurz aufflattern und sich wieder auf dem Weg nieder lassen. Das Spielchen geht eine ganze Weile. Dasselbe machen auch zwei Frankolins. Es wird wärmer und man kann die Windjacke ausziehen. Wir machen noch kurz eine Kaffee / Teepause und erreichen dann die Lodge um 11:10 Uhr. Die Walking Leute sind noch nicht zurück.

Bis zum Mittagessen legen wir uns an den Pool. Es gibt 6 Liegen und 3 Sonnenschirme, des weiteren noch 4 Liegen nebeneinander unter dem Rieddach und zwei Couches.

Die anderen haben ihr Badezeug mit - meines ist im zurück gebliebenen Gepäck. So kann ich nur meine Hosenbeine abzipen und ein Top anziehen. Nun brennt die Sonne gewaltig vom Himmel!
Um 12:30 Uhr ist Lunch fertig. Wieder Büffet: Griechischer Salat, Hamburger, Pommes Frites, Tintenfischringe, Pickles sowie Obst und Käse als Nachtisch.

Ganz plötzlich wird es wieder dunkel und man hört Donnergrollen.
Nach dem Essen gehe ich wieder zum Pool, will mich auf die Liege legen und in dem Moment fängt es zu regnen an. Da es auch die überdachten Liegen gibt, flüchte ich dahin und schlafe sofort ein. Frische Luft macht einfach müde.

Um 15:00 Uhr gehe ich ins Zimmer, in dem Constanze friedlich schläft. Eine heiße Dusche tut gut, dann ist es schon wieder Zeit zum Nach-
mittagstee um 15:30 Uhr. Heute probiere ich die leckeren Dattelkugeln und trinke wieder Rooibos Tee.

Pünktlich 16:00 Uhr starten wir mit Augustin und einem Tracker. Der Regen hat aufgehört, aber es ist noch trüb und man sieht immer noch die Regenwolken.

Am Morgen sahen wir in einiger Entfernung eine Büffelherde, so dass wir nun in diese Richtung fahren. Wir kommen nahe an die Herde heran. Ich fange zu zählen an - bis 100 und dann höre ich auf bzw. die Herde zieht sich einen langen Weg nach hinten durchs hohe Gras. Unsere Ranger schätzen 800 bis 1000 Tiere. Es ist schon gewaltig! Unterwegs sehen wir immer wieder Vögel. Leider kann ich mir die Namen nicht merken. Einen weiß ich noch: Senegal Kukol. Danach sehen wir in einiger Entfernung eine Gruppe Elefanten. Da man eigentlich nicht vom Weg abfahren soll, fahren wir auf dem Weg in die Richtung der Elefanten. Wir können auch gar nicht näher ran fahren, da es ziemlich sumpfig ist.

Es hat ja von April bis jetzt auch hier im Kidepo Nationalpark geregnet, manches Mal ziemlich heftig. Nun geht es dem Ende der Regenzeit zu.
Aus diesem Grund sind auch nicht so viele Tiere im Tal. März, April sind am meisten Tiere hier, weil es dann normalerweise wahnsinnig trocken ist und die Tiere zum Narus Fluss zum Trinken kommen müssen.

Wir sehen einen Riedbock und versuchen ihn zu fotografieren. Kurz darauf sagt Augustin "hold on" und schon macht es einen Ruck und wir stecken im Schlamm fest. Das reche Hinterrad sinkt immer tiefer. Nach mehreren Versuchen stecken auch das rechte Vorderrad und das linke Hinterrad fest. Es gibt nirgends Steine, so schneidet Augustin Zweige von einem Busch mit der Machete ab und gibt eine Menge von dem hohen festen Gras mit Buschzweigen unter die Räder. Es reicht nicht. Er sucht überall und findet schließlich einen Felsbrocken, den er dann unter's Rad schiebt. Da noch der zweite Ranger Raphael dabei ist, wird gemeinsam versucht, das Auto zu befreien. Die Touristen schieben mit und wow!!!! nach 40 Minuten ist unser Fahrzeug wieder flott.

Nun genießen wir bei unserem Sundowner mit Gin & Tonic den Sonnen-
untergang. Bei Dunkelheit kehren wir zur Lodge zurück.

Constanze hat sich ein Bad bestellt und obwohl es mittlerweile wieder kalt ist und man eine Fleecejacke verträgt, steigt sie doch in die Wanne. Da das Wasser heiß ist, kommt sie völlig erhitzt und rot wieder raus. Auch Trish aus England sieht man an, dass sie ein heißes Bad genossen hat.
Man trifft sich wieder an der Bar und es wird 21:00 Uhr, bevor wir uns zu Tisch setzen. Lauchsuppe, gefüllte Hähnchenbrust (sehr reichlich), Spinat und Reis. Auf den Nachtisch verzichte ich, da es etwas Kuchen änliches ist. Am Abend esse ich ja keine Kohlehydrate und lasse deshalb Eis und Brot weg.
22:45 Uhr wird es heute, bevor wir unser müdes Haupt betten.

Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Montag, 8. Oktober Kidepo Valley Nationalpark - Semliki Safari Lodge
Heute haben wir um eine "Sleep-in" gebeten. Trotzdem wache ich schon früh auf und stehe dann auch um 07:00 Uhr auf, da man so schön auf der Terrasse sitzen kann. Damit keine Tiere reinkommen können, hängen über die ganze Breite Fliegennetze aus Metall.

Um 08:30 Uhr wird Tee bzw. Kaffee gebracht, anschließend gehen wir zum Frühstück.
Trinkgeld für Staff gibt man in einen Umschlag, der im Zimmer liegt (wir geben pro Person pro Tag 10 US$) und die Guides tippt man getrennt.
Es scheint wieder die Sonne und es ist schon herrlich warm!

Da die Lodge nur 10 Minuten vom Airstrip entfernt liegt, braucht man erst loszufahren, wenn man das Flugzeug kommen hört. Es war angesagt zwischen 10:00 Uhr und 10:30 Uhr. Steve, unser Pilot ist pünktlich.
Nachdem Steve noch Benzin nachgefüllt hat, starten wir um 10:40 Uhr.
Das Wetter ist gut und der Flug ist ruhig. Steve fliegt über das UWA (Uganda Wildlife Authority) Park Headquarter.

Zuerst ist die Landschaft hügelig, dann wird es flach, teils bewaldet. Wir überfliegen den Nil, dann geht es am Lake Albert entlang, noch eine Runde über die Semliki Safari Lodge, bevor wir nach 2 Stunden am Semliki Airstrip landen.

Unser Guide Katembo erwartet uns mit dem Safarifahrzeug. Er hat 6 Jahre hier im Park für UWA gearbeitet und danach anderthalb Jahre bei Semliki. Er kennt sich also hervorragend in dieser Gegend aus.
Auf dem Weg zur Lodge, der ebenfalls nur ca. 10 Minuten dauert, sehen wir bereits eine Herde Uganda Kobs.

An der Lodge begrüßen uns Marc und Kristen. Sie managen bereits seit 2 Jahren die Semliki Safari Lodge. Vorher waren sie 4 Jahre im Chiawa Camp am Lower Zambezi. Da muss ich mal Grant von Chiawa schreiben, dass ich die beiden hier getroffen habe! Ursprünglich kommen beide aus den USA. Es ist schon witzig, wo man immer wieder Leute trifft, wo sie schon waren und aus welchem Land sie stammen. Das Ehepaar ist auch befreundet mit Joe und Barbara in Apoka. Auf Grund der Entfernung sehen sie sich aber nicht so oft.

Wir werden wieder mit kalten Tüchern und einem kalten Getränk begrüßt. Bezüglich der Zimmeraufteilung fragt Kristen, wer ein Zimmer mit Forest und wer ein Zimmer mit Savanne View haben möchte. Da die drei Zimmer mit Forest Blick die anderen drei nehmen, so bleibt für mich nur der Savanne Blick. Die Zimmer haben alle noch Namen. Mein Zimmer heißt "Bingi".

Wir möchten mit Marc einen Spaziergang machen, aber es ziehen ganz dunkle Wolken auf und die ersten Blitze, gefolgt von gewaltigem Donnerschlag zucken am Himmel. Wir müssen an der Hängebrücke schon wieder umkehren und uns beeilen. Es fängt bereits heftig zu regnen an. Da mein Zelt zu weit ab liegt, gehe ich schnell mit zu Trish in Chalet Nr. 1 "Mzizi. Das Zimmer ist doppelt so groß wie meines und hat zwei Queen Size Betten. Von der Terrasse hat man einen fantastischen Blick auf die Rwenzori Mountains. Trish bietet mir an, das Zimmer mit ihr zu teilen, dem ich begeistert zustimme. Das Gepäck hatte Katembo ja im Auto mitgebracht und es wurde bereits auf die einzelnen Zimmer verteilt. Kein Problem, ich kann zu Trish ziehen und alles wird gebracht.

Nach einer kurzen Ruhepause tröpfelt es nur noch und so entscheiden wir uns für den Swimming Pool. Wir ziehen die zur Verfügung gestellten Bademäntel an und schreiben zuerst unseren Bericht (nach dem Sprichwort: Erst die Arbeit, dann das Spiel!). Es bleibt bewölkt, aber das Wasser ist herrlich warm. Wir bekommen Tee serviert und Marc leistet uns Gesellschaft. Er erklärt uns die verschiedenen Ausflüge. Für morgen ist eigentlich ein Schimpansen Trekking geplant, aber da die Schim-
pansen zur Zeit schwer zu finden sind, entscheiden wir uns für die Bootstour, da wir unbedingt einen Schuhschnabel sehen möchten.

Marc sagt uns auch, wie viele Uganda Kobs in den verschiedenen Jahren gezählt wurden. 1969: 20 000, 1978: 2 500, 1995: 283, 2004: 8 000 und jetzt sind es wieder mehr als 10 000 im Park.

Vor dem Abendessen treffen wir uns noch am Lagerfeuer. Da man von hier aus nach unten blickt, sehen wir an einer Stange Hühnerknochen mit ein bisschen Fleisch aufgereiht hängen. Dies lockt ein White tailed Mangoose = Weißschwanz-Ichneumon an. Das Tier ist für ein Mungo sehr groß und dick mit weißem Schwanz. Es kommt immer wieder, holt sich ein Stück und verschwindet wieder im Dunkeln. Anschließend kommt noch eine Genet (Ginsterkatze).

Zum Dinner gibt es "chilled soup", Hühnerspieße und Gemüse sowie Reis und Nachtisch.
Zwischendurch regnet es immer mal wieder, aber zu unserem "night game drive" ist es wieder trocken. Wir hören Löwengebrüll, aber sehen keinen. Außer jede Menge Uganda Kobs sehen wir nichts Außergewöhn-
liches.
Um 23:15 Uhr kommen wir zum Camp zurück.

Dienstag, 9. Oktober 2007 Semliki Wildlife Reserve - Lake Albert
Wecken 06:30 Uhr, Frühstück 07:00 Uhr und Abfahrt 07:30 Uhr. Es wird allerdings etwas später, bis wir los kommen. Es ist stark bewölkt und sieht nach Regen aus. Und tatsächlich fängt es auch nach einer halben Stunde Fahrt an zu regnen. Wir fahren auf der Hauptstraße durch das Toro-Semliki Wildlife Reserve (die Straße ist noch nicht privatisiert). Unser Guide Kitembo versucht die Plastikplanen vom Fahrzeug herunter zu lassen, doch das Ganze passt nicht so recht, denn sie können nirgends fest gemacht werden, so dass wir sie rechts und links mit der Hand festhalten. Trotzdem regnet es von vorne rein und da es ziemlich fest regnet, tropft es auch bald durch das Dach. Wir werden also schon im Auto ganz schön nass!

Als wir nach 1 1/4 Std. (normal eine Stunde Fahrt) an der Bootsanlege-
stelle ankommen, wird es auf der Seite zum Kongo hin heller. Die Grenze ist von hier aus nur ca. 20 km entfernt.

Das Boot wird zu Wasser gelassen. Das ist ein ziemlich schwieriges Unterfangen, da starker Wind herrscht. Gott sei Dank hört es jetzt auf zu regnen. Wir sehen viele Wasservögel am Strand wie einen Sattelstorch, Sandpipers, Pelikane, Heron. Während der Bootsfahrt begegnen uns Fischer. Es gibt Waterlilies und Jacanas laufen über die Blätter. Die Bootsfahrt zu den Inseln im Lake Albert dauert ca. 20 Minuten.

Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
 
Plötzlich entdeckt Julius einen Shoebill = Schuhschnabel und fast gleichzeitig ruft noch jemand: hier ist auch noch einer! Wir sind ganz aufgeregt, haben wir doch kaum zu hoffen gewagt einen Schuhschnabel sehen, da das Gebiet so groß ist und es hier nur noch 11 Stück gibt. In Zambia in den Benguela Swamps gibt es wohl auch noch 7 Shoebills. Wir können unser Glück kaum fassen und sind sehr aufgeregt. Das Boot stoppt, kann nicht so nah ranfahren. Der Shoebill steht im hohen Gras, so dass man die Füße nicht sehen kann. Selbst mit meinem 420 Objektiv bekomme ich ihn nicht Bild füllend - er ist einfach zu weit weg. Aber wir sind dennoch glücklich, dass wir ihn sehen. Plötzlich hebt er ab und fliegt weiter weg. Wir möchten zu dem andern Schuhschnabel fahren, aber dieser fliegt dann auch weg. Der erste wechselt wieder seinen Platz, so dass wir ihn auf unserem Rückweg noch einmal kurz beobachten können, denn er wechselt noch einmal seinen Platz. Kurz vor der Landung erwische ich ihn noch. Alle sind wir nun vollauf zufrieden, denn einen Shoebill zu sehen, ist wirklich eine Seltenheit!

Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007

Es wird wieder total schwarz und es fängt plötzlich zu schütten an. Unser Guide versucht eine Plane über uns zu decken, aber durch diese regnet es zum Teil auch durch. Wir müssen alle möglichen Löcher zuhalten. Wir geben schließlich auf und werden bis auf die Haut nass. Aber schließlich erreichen wir das Ufer, stellen uns unter und warten den heftigsten Regen ab. Meinen Safarihut kann ich auswringen, meine Bluse ebenfalls. Wenn man so nass ist, friert man natürlich gleich. Carlo sagt zu mir: "Du siehst aus, wie ein gerupftes Huhn", da ich Gänsehaut habe und meine Haare klitschnass sind! Schönes Kompliment! Trish hat noch einen Pashmina Schal, den ich mir umwickle.

Nach einer Weile hört es auf zu regnen und wir fahren durch das Toro-
Semliki Wildlife Reserve zurück. Wir kommen durch ein Dorf und die Kinder winken uns zu. Eigentlich sollte die Fahrt ein Game Drive sein, aber wir möchten nur zurück und unter die Dusche!
Die Fahrt dauert etwas über eine Stunde und wir kommen gerade bei der Lodge an, als es hell wird, blauer Himmel kommt und die Sonne gleich wieder sticht.
Nach dem Mittagessen ruhen wir uns aus und vor dem Game Drive schwimme ich noch meine Runden.

16:30 Uhr Treffpunkt am Safarifahrzeug. Wir sehen viele Uganda Kobs, große Herden, insgesamt mehrere Hundert. Außerdem sehen wir immer wieder viele Vögel, auch welche, die nur hier vorkommen, wie der black crested ???? und der Pin-tailed Whydah = Dominikanerwitwe.
Kirsten und Marc überraschen uns während der Safari mit einem Sundowner. Sie haben an einer schönen Stelle Stühle aufgestellt und ein Feuer angezündet. Es ist noch wunderschön und verhältnismäßig warm. Sie haben außer Gin & Tonic noch Rotwein anzubieten und einen Avocado Dip, der total lecker schmeckt!

Ein Löwe lässt uns aufhorchen. Nachdem sein wiederholtes Gebrüll nicht aufhört, brechen wir auf und fahren in die Richtung, aus der das Gebrüll kommt. Leider können wir den Löwen bei der Dunkelheit nicht finden. Um 20:15 Uhr sind wir dann wieder zurück im Camp.
Es ist sehr schwierig, Gas zu bekommen. Da immer noch kein Gas aufzutreiben war, gibt es Gazpacho, gegrilltes Beef, Kartoffelbrei, Gemüse und Nachtisch.
Zum ersten Mal sehen wir einen herrlichen Sternenhimmel.
Da das Handy hier funktioniert, will ich noch anrufen, aber leider ist mein Akku alle. Reicht nur noch für eine SMS.

 

Mittwoch, 10. Oktober 2007      Semliki –Buhoma Homestead

06:30 Uhr habe ich mein Handy gestellt, damit ich meine Akkus noch laden kann. Gehe gleich hoch zur Lodge, denn im Zimmer gibt es keine Gelegenheit zum Laden. Aber oben in der Lodge ist extra eine Leiste zum Laden vorhanden.

Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir um 08:30 Uhr los, nachdem wir noch unser Trinkgeld in die Staffbox getan haben. Wie immer pro Person für 2 Nächte 20 US$. Wir suchen noch unseren Guide Julius von gestern, denn er soll auch noch 10 US$ von jedem bekommen.

Das Wetter ist traumhaft schön. Schweren Herzens nehmen wir Abschied von Kristen und Marc. Die Fahrt geht zuerst durch den Park auf verhältnismäßig guter Sandstraße. Wir sehen nur einige Vögel und Uganda Kobs.

Dann steigt der Weg an und es geht die Rwenzori Berge hinauf auf 1 500 m Höhe. Semliki liegt 600 m hoch! Wir kommen durch viele Dörfer und die Leute winken alle sehr freundlich. Dann geht es wieder bergab nach Fort Portal. Von Semliki bis hier her haben wir 1 Stunde 20 Minuten gebraucht (ca. 30 km).

Nun geht die Fahrt weiter auf sehr guter Teerstraße über Hima (Zementfabrik) zum Queen Elizabeth Nationalpark. Nach 2 Stunden 40 Minuten erreihen wir Kasese, wo Kitembo tanken muß. Tanken 1 l = etwa 1 US$.

Es geht weiter auf guter Teerstraße an riesigen Bananenhainen entlang. Wir sehen immer wieder Männer, die auf Fahrrädern mehrere Bananenstauden transportieren.

Die Berge auf unserer rechten Seite gehören zum Kongo. Ei Schild zeigt an: 38 km zur Grenze. Um 12:00 Uhr, also nach 3 ½ Stunden Fahrt erreichen wir den Äquator. Natürlich machen wir Fotos. Ein Guide zeigt uns an einem Beispiel – er schüttet Wasser in einen Behälter, der ein Loch hat und legt eine Blüte hinein. Die Blüte läuft im Uhrzeigersinn in der Schüssel im Kreis und verschwindet dann im Loch.

In der zweiten Schüssel läuft die Blüte gegen den Uhrzeigersinn in der Schüssel im Kreis und verschwindet dann im Loch.

In der dritten Schüssel genau in der Mitte, bleibt die Blüte immer oberhalb des Lochs, bis das Wasser komplett im Loch verschwindet.

Nach etwa ¼ Stunde Fahrt zeigt ein Schild an, dass wir nun in den Queen Elizabeth Nationalpark  einfahren. Die Straße ist weiterhin sehr gut, man darf aber nur noch 50 Std./km fahren. Kaum ein Auto hält sich allerdings daran.

Wir kommen durch ei Dorf Katunguru, das innerhalb des Parks liegt. Man sieht auch immer wieder Leute auf Fahrrädern durch den Park fahren. Es geht über eine Brücke über den Lake George. Diese Brücke wurde im 2. Weltkrieg zerstört, wurde dann aber 1954 von den Engländern wieder aufgebaut.

Bein Schild „Ishasha 70 km“ biegt Kitembo nach rechts auf eine Sand / Schotterstraße ab. Die Straße hat derart viele Löcher und ist fürchterlich schlecht, so dass er nur 20 bis 30 Std.km fahren kann. Es kommt einem aber sehr schnell vor. Ich sitze vorne bei ihm und kann immer am Tacho nachsehen. Auf unserer linken Seite wird es schwarz und man kann schon sehen, wie es dort regnet. Vor uns und auf der rechten Seite ist noch blauer Himmel. Wir kommen noch bis zur großen Brücke und genau jetzt fängt es wieder zu regnen an. Wir machen also Mittagspause im Auto und verzehren das mitgegebene Lunchpaket. Es ist so eine Art Pfannkuchen mit einer Füllung aus Tomaten, Gurken, Zwiebel – wie Salat – und schmeckt sehr gut. Es gibt außerdem noch ein Schälchen Pasta mit Schafskäse und eine Banane. Nach ½ Stunde hört es wieder zu regnen auf, wir vertreten uns noch kurz die Beine, Buschpause und um 14:15 Uhr fahren wir weiter.

In diesem Gebiet sehen wir dann eine Gruppe Topis, mehrere Male Büffel, Baboons, Wasserböcke und immer wieder Uganda Kobs. Kitembo meint, dass wir noch ca. 3 Stunden bis nach Buhoma brauchen.

Nach dem Park ist die Gegend landschaftlich sehr schön. Es wird sehr gebirgig, aber die Straße wird immer noch schlechter. Wir kommen durch viele Dörfer. Mittlerweile scheint wieder die Sonne. Beim Abzweig nach Buhoma heißt es 17 km, also haben wir noch ca. 40 Minuten Fahrt vor uns.

Wir können kaum noch sitzen und der Rücken tut ganz schön weh.

Kitembo hält bei der Gorilla Resort Lodge. Das Gepäck wird gebracht und dann erfahren wir, dass nur zwei Doppelzimmer frei sind. Wir schauen uns die Zimmer (Zelte) noch an und dann fahren wir zu Buhoma Homestead. Ankunft 18:00 Uhr – ein langer Fahrttag geht endlich zu Ende.

Hier im Buhoma Homestead sind 4 Zimmer für uns reserviert. 6 Zimmer sind total neu gebaut mit großen Doppelbetten oder zwei Queen Size Betten, Badezimmer mit Dusche und einer Sitzwanne, 1 Waschbecken. Schnell duschen und dann treffen wir uns zu einem Drink in der Lounge / Bar. Kitembo braucht noch unsere Reisepässe, damit er uns morgen früh gleich zum Trekking registrieren kann.

Um 19:30 Uhr wird das Abendessen serviert – 4 Gänge. Avocadocreme, frische Pilzsuppe, Tilapia mit Gemüse und Kartoffeln sowie Nachtisch. Da ich immer auf den Nachtisch verzichte, weiß ich nicht, was es ist.

Heute gehen wir früh schlafen. Es war eine anstrengende lange Fahrt von 9 Stunden und morgen haben wir ja das Gorilla Trekking auf dem Programm.

Donnerstag, 11. Oktober 2007 Gorilla Trekking und Spaziergang durch den Regenwald
06:30 Uhr Wecken, 07:00 Uhr Frühstück. Katembo hat uns bereits registriert und bringt unsere Pässe zurück.

Um 07:50 Uhr laufen wir zum Office. Es stehen schon einige Touristen herum und es ist eine gespannte Stimmung. Man schaut noch einen Film über Uganda an, dann holt man sich einen Stock und geht zum Briefing. Anschließend wird man in 3 Gruppen eingeteilt. Die Einteilung erfolgt bereits nach Eingang der Buchung im Hauptbüro in Entebbe. Wer sich also früh anmeldet, kommt in die Gorilla Gruppe I = R, die normalerweise am Leichtesten zu erreichen ist. Danach kommt Gruppe II = M (Mubare) und meistens am weiten weg lebt die Gruppe III = H.

Jede Besuchergruppe besteht aus 8 Teilnehmern, einem Guide und Porter. Kitembo hatte uns schon vorher gesagt, dass man sich einen Porter nehmen sollte. Damit unterstützt man die Bevölkerung. Jeder Porter darf einmal pro Woche Träger sein und bekommt dafür mindes-
tens 10 US$, wovon er eine Woche leben kann.

Ich bekomme Lea. Unsere Gruppe hat vier Frauen als Trägerinnen. Ein australisches Paar auf Hochzeitsreise will zuerst keinen Träger nehmen, die Frau entscheidet sich aber dann doch für einen.

Nun fährt man noch ca. 20 Minuten zum Ausgangspunkt des Trekkings. Ich bin mit meinen 65 Jahren die Älteste, dann kommt eine Frau aus Kanada mit 50. Die anderen sind jünger.

Ich soll gleich hinter dem Guide laufen. Das ist gut, denn so kann ich immer in seine Fußstapfen treten. Zuerst geht es durch Bananen-
plantagen, dann aber wird es sehr steil. Zum Glück gibt es einen Pfad, der allerdings durch den vielen Regen sehr lehmig und klitschig ist. Rechts und links sind Büsche und es geht stetig bergauf. Ich bin sehr froh um meine Nordic Walking Stöcke, denn sie helfen doch unheimlich. Es wird immer steiniger und felsiger und manches Mal bekomme ich von meiner Trägerin einen Schubs. Andere müssen sogar gezogen werden.

Der Guide legt einige Pausen ein, denn man muß doch ganz schön schnaufen. Mir geht es verhältnismäßig gut, aber der Australierin geht es ziemlich schlecht. Sie ist noch jung, muß aber ständig gezogen und geschoben werden. Sie schnauft, als ob sie Asthma hätte.

Nach einer Stunde haben wir die Höhe erklommen. Hier in Uganda geht es nur von 1 500 m auf 2 200 m. In Ruanda sind wir von 2 300 m bis 3 030 m gegangen und es war deshalb dort anstrengender. Zumal es in Ruanda keinen Pfad gab, sondern der Guide mit der Machete einen Weg geschlagen hat.

Nun geht es bergab, dann wieder leicht bergauf. Nach einer weiteren halben Stunde stehen die Ranger da, die die Gorillas aufgespürt haben. Wir lassen unsere Stöcke, Wasser, Rucksäcke zurück und gehen nur mit unseren Fotoapparaten weiter. Die Träger bleiben bei den Utensilien.
Wir sind nun ganz aufgeregt. Unser Ranger / Guide Medi bietet mir an, die Dia Aufnahmen für einen Bekannten zu machen. Für mich wäre es doch zu anstrengend, mit 2 Fotoapparaten zu fotografieren. Die Spannung steigt, wo sind die Gorillas?

 

Ganz versteckt hinter Zweigen und Büschen sieht man den ersten Gorilla. Angeblich ist es Muyambi, ein Mitglied der achtköpfigen Familie. Wir, die Beobachter von 8 Personen drängen uns zusammen, um einen ersten Blick zu erhaschen. Aber es ist sehr schwer, ein klares Foto zu machen. Außerdem sind die Lichtverhältnisse sehr schlecht, zum Teil Schatten und zwischendurch Sonnenstrahlen.

Wir laufen weiter zu einer anderen Stelle, wo wieder zwei Gorillas zu sehen sind. Der Ranger sagt, das sind Marayika und Kashongo. Wir können die beiden nicht so deutlich erkennen, weil sie ziemlich im Dickicht versteckt sind. Ich versuche die Kamera auf manuell umzustellen, aber das klappt auch nicht so recht.

Plötzlich drückt mich der Ranger in die Knie und deutet nach hinten. Der Chef der Mubare Familie "Ruhondeza", der Silverback / Siberrücken kommt an. Mir klopft ganz schön das Herz, denn er kommt ziemlich schnell an und geht etwa 2 bis 3 m von mir entfernt vorbei. Ich drücke einige Male ab und hoffe sehr, dass diese Aufnahmen etwas werden. Man kann das Gefühl nicht beschreiben, wenn man so nahe an den Gorillas ist. Gleich hinter ihm kommt noch Kanyonyi, aber ich bin nicht so schnell, ihn auch noch zu fotografieren.

Später bleibt der Silberrücken stehen und setzt sich sogar hin. Man hat das Gefühl, dass er sich extra in Pose setzt und sagen will "Nun fotografiert mich schon!"

Ein anderer Gorilla sitzt über uns in den Ästen und schaut gelangweilt auf uns runter. Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007

Doch dann ist schon eine Stunde vorbei und wir müssen den Rückweg antreten.
Wir laufen ein kurzes Stück, treffen dann auf die Träger und Ranger und kurz danach machen wir Mittagspause. Jeder bekam von der Unterkunft ein Lunchpaket mit. Unseres ist sehr appetitlich in einer Frischhaltedose verpackt.







Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Nairobi - Abflug nach Entebbe
Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Parade in Entebbe
Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
The Boma mit Frühstücksterrasse
Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Zimmer Nr. 1
Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Hadidah Ibis
Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Fahrt nach Ngamba Island
Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Besuchersteg
Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Schimpanse
Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Blick zum Emin Pasha Hotel
Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Kampala - Samstagmorgen um 07:30 Uhr
Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Straße Kampala - Entebbe
Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Der Abstieg ist sehr beschwerlich. Man muß sehr aufpassen, dass man nicht rutscht, aber schließlich schaffen es doch alle. Die Träger bekommen mindestens 10 US$. Ich gebe Lea 15 US$. Sie hat mir erzählt, dass sie schon um 05:00 Uhr aufstehen und 4 km laufen muß, um als Träger zu arbeiten. Auch nach der Tour muss sie wieder nach Hause laufen. Sie möchte lernen und die Schule kostet Geld.

Es geht wieder zurück zum Office und jeder bekommt noch ein Gorilla Tracking Certificate. "This is to certify that Christa Emma Nennstiel tracked Mountain Gorillas of Uganda on 11th OCT 2007 in Bwindi Impenetrable National Park".


Um 13:45 Uhr sind wir wieder zurück. Die erste Gruppe hatte die Gorillas ganz schnell gefunden und die Gäste aus unserer Lodge kamen schon um 12:15 Uhr zurück.

Insgesamt gibt es 340 Berggorillas in Bwindi. 5 Familien sind an Menschen gewöhnt. Eine Gruppe ist noch nicht für Besucher zugänglich und die Gruppe IV wird vom Mgahinga Nationalpark aus besucht. Dort wird TUSC ein Camp eröffnen: Cloud Mountain. Von dort aus läuft man nach unten zum Gorilla Trekking und muss am Ende wieder hoch laufen.

Wir haben nur kurz Zeit, denn um 14:00 Uhr müssen wir schon wieder am Office sein, da wir uns zum Forest Walk angemeldet haben.
Es geht durch den Regenwald. Viele Bäume sind mit Moosen und Flechten bedeckt. Während unserer Wanderung sehen wir drei verschiedene Affenarten: Red tailed Monkey (roter Stummelaffe), Blue Monkey und Lhosa (weiß nicht, ob ich den Namen richtig geschrieben habe). Zum Teil ist der Weg wieder sehr klitschig. Wir laufen bis zum Wasserfall. Es bewölkt sich und man hört bereits Donnergrollen. Wir laufen ohne viele Stopps zurück. Es sieht danach aus, als ob es gleich zu regnen anfängt.

Um 18:30 Uhr erreichen wir wieder Buhoma Homestead. Ich will mir aber noch das Gorilla Forest Camp ansehen, das gleich nebenan liegt. Die beiden Camps haben den Vorteil, dass sie innerhalb des Parks liegen. Außeerdem sind es auch die beiden besten Camps.

Da Katembo gerade ankommt, läuft er mit mir zum Gorilla Forest Camp. Wir gehen die 90 Stufen hoch und es ist schon fast dunkel, so dass ich ganz schnell nur die Lounge / Bar, Diningroom und ein Zimmer ansehe und fotografiere.

Die ersten Regentropfen fallen schon und wir laufen im Dauerlauf zurück.
Wie kommen gerade noch so an, als der Platzregen anfängt. Ah, wie gut tut nun eine heiße Schokolade und anschließend eine heiße Dusche (Solar).

Wir haben gehört, dass die Teilnehmer der Gruppe III um 17:00 Uhr zurück kamen. Sie mussten sehr lange suchen und haben die Gorillas auch nur hinter Ästen und Blättern gesehen. Die Gruppe III ist auch normalerweise die Gruppe, die am Schwierigsten zu finden ist.

Nach dem Abendessen fallen wir todmüde ins Betten.
Abendessen: Tomaten-Mozarella-Auberginen Vorspeise, Hühnersuppe, Beef, Bohnen, Kartoffel, Nachtisch.

Freitag, 12. Oktober Bwindi - Entebbe - Kampala
Konnte lange nicht einschlafen. Auch nachts träumte ich dauernd von Gorillas und Urwald und nun fühle ich mich völlig gerädert. Um 06:30 Uhr sitzen wir beim Frühstück, hatten am Abend vorher bereits die Wünsche geäußert, damit alles pünktlich auf dem Tisch steht. Aber nein! Mittlerweise ist es 07:00 Uhr und jetzt kommen die Bestellungen. Katembo ist schon hier, denn wir wollten um 07:00 Uhr losfahren.
Nun geht die Fahrt um 07:20 Uhr los. Die ersten 1 Stunde 25 Minuten geht es wieder dieselbe schlechte Straße zurück. Der Weg ist so ausgewaschen, steinig mit ganz tiefen Furchen und man kommt einfach nicht vorwärts!

An der Kreuzung geht es nun nach rechts, anstatt nach links nach Ishasha. Wir fahren über Kambuga nach Rukungiri und erreichen hier die Teerstraße nach Ntungamo.

Die 55 km bis Ntungamo sind eine sehr gute neue Straße und wir brauchen dafür auch nur eine Stunde. Die Weiterfahrt nach Mbarara ist zwar auch angenehmer als auf der Sandstraße, aber die Teerstraße ist häufig geflickt und hat tiefe Löcher. So geht es weiter.

Insbesondere durch die Ortsdurchfahrten ist der Verkehr manches Mal sehr dicht. Plötzlich rammt uns ein Bus - Gott sei Dank passiert uns nichts, es gab nur einen Ruck. Der Busfahrer fährt einfach weiter und wir sehen ihn später nach der Zahlstelle, wo viele junge Männer Fleiß- oder Hühnerspieße anbieten. Der Bus ist an der einen Seite eingedellt und Katembo erstattet an der Zahlstelle Bericht.

Uns kommen immer wieder Fahrzeuge mit Fischen (Tilapia vom Victoria See) vorne am Autogrill entgegen. Die Fische werden auf diese Art transportiert, damit sie nicht verderben. Durch den Fahrtwind und die Wärme des Grills werden sie irgendwie geräuchert.Um 13:30 Uhr machen wir Mittagspause und vertreten uns etwas die Beine. Es kommen gleich Kinder angerannt, die sich gerne fotografieren lassen und dann unser restliches Lunch (Äpfel, Bananen, Kuchen) dankbar in Empfang nehmen.

Reisebericht Uganda Gorilla Tracking Oktober 2007
Es wird immer dunkler und dann gießt es auch wieder in Strömen. Es dauert aber nur ca. eine Stunde, dann scheint wieder die Sonne.

Nun überqueren wir zum zweiten Mal den Äquator. Hier ist es viel touristischer als auf der anderen Strecke. Ein Guide zeigt uns ein Wasser Beispiel - er schüttet Wasser in eine Schüssel die im Norden steht (die Schüssel hat ein Loch, durch das das Wasser dann in den Eimer darunter abfließen kann), teilt das Wasser mit einem Metallteil in der Mitte, legt eine Blüte hinein und nimmt dann das Metallteil wieder heraus. Die Blüte läuft im Uhrzeigersinn in der Schüssel im Kreis und verschwindet dann im Loch.

In der zweiten Schüssel, die im Süden steht, läuft die Blüte gegen den Uhrzeigersinn in der Schüssel im Kreis und verschwindet dann im Loch.
In der dritten Schüssel genau in der Mitte am Äquator, bleibt die Blüte immer oberhalb des Lochs, bis das Wasser komplett im Loch verschwindet.

Ca. 40 km vor Entebbe nimmt Katembo noch eine Abkürzung, damit wir schneller am Flughafen sind. Denkste! Die Abkürzung auf einer sehr schlechten Sandstraße endet am Victoria See und es gibt keine Fähre nach Entebbe. Man sieht die Stadt auf der anderen Seite des Sees liegen. Also 11 km zurück und dann Abzweig nach rechts und weiter auf einer schlechten Piste, bis wir 16 km vor Entebbe die Teerstraße erreichen.
Genau 18:10 Uhr sind wir am Flughafen. Constanzes Flug geht um 20:10 Uhr. Richtiges Timing! Carlo verlässt uns ebenso, da er um 23:00 Uhr mit Sabena fliegt.

Trish und ich fahren nach Kampala, denn wir übernachten wieder im Emin Pasha Hotel. Mittlerweile ist es stockdunkel und da Freitagabend ist auch sehr viel Verkehr. Die Straße ist zum Teil immer nur auf einer Seite zu befahren und so brauchen wir für die 40 km 1 Std. 15 Minuten. Die Straße vom Flughafen Entebbe nach Kampala wird ja neu gemacht, denn für den Besuch der Königin und für den Commonwealth Kongress muß alles schön sein. Viele Autos haben hinten an der Scheibe: "We are ready for Chogm".

Andere Schilder fragen: "Are you ready for Chogm?"

Um 19:35 Uhr kommen wir schließlich im Emin Pasha Hotel an, d. h. wir waren 12 Stunden 15 Minuten unterwegs.
Schnell duschen und dann treffe ich mich mit Trish zum Abendessen. Lange halten wir es nicht aus und um 21:30 Uhr liege ich im Bett.

Samstag, 13. Oktober Entebbe - Nairobi - Dar es Salaam - Mafia Island
Damit ich nicht aus der Übung komme: 06:30 Wecken, 07:00 Uhr Frühstück, 07:30 Uhr Abfahrt zum Flughafen.
Noch die Rechnung bezahlen: 1 kleine Flasche Wasser, 1 Glas Hauswein und ein Avocado Salat = 17 US$.

Es sind schon viele Leute in der Stadt auf den Beinen, obwohl es Samstag ist. Der Verkehr ist heute Morgen nicht schlimm. Das Stück, an dem nur eine Straßenhälfte zu befahren ist und die andere mit großen Steinen gesperrt ist, ist heute kein Problem, da wenig Gegenverkehr ist. Wir brauchen heute nur 45 Minuten bis zum Flughafen.

Obwohl ich 2 Stunden vor Abflug am Flughafen bin, sind schon viele Leute beim Einchecken.

Ursprünglich habe ich im Ticket Abflug 10:40 Uhr stehen, der Abflug ist aber für 10:55 Uhr vorgesehen. Man muss ein Formular ausfüllen, bevor man zum Check-in Schalter geht.

Mit einer Stunde Verspätung geht es los. Ich hatte schon Sorge, dass ich in Nairobi den Anschluss nach Dar es Salaam nicht bekomme, aber das Gate ist genau da, wo man ankommt und gleich um die Ecke der Flug nach Dar es Salaam abgeht. Man bekommt eine Transitkarte.

Die Maschine nach Dar es Salaam muss aus technischen Gründen ausgetauscht werden, so dass wir auch hier wieder mit Verspätung los fliegen.

Weiter geht es mit meinem Tagebuch unter Tanzania Mafia Island und Bawe Island.
geschrieben am 23.04.2011 um 10:47 Uhr.