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Reiseberichte 2015
Reisebericht zu Rundreise Sanfte Riesen im Regenwald

Uganda und Ruanda 10.02. -  24.02.2015
von Doris Zander-Derichs und Dietmar Willuhn
www.safariphotography.eu

Wir sind eingefleischte Afrikafans und darüber hinaus begeisterte Tierfotografen, aber wir hatten uns bislang nicht so recht an ein Gorillatrekking in Uganda / Ruanda herangewagt.

Aber wenn man Gorillas oder auch Schimpansen nicht nur im Zoo sehen und fotografieren will, dann muss man dieses Wagnis eingehen.

Um unsere Kondition zu verbessern hatten wir im Vorfeld auf unserem "Hausberg" trainiert und hatten vor der Reise ein ganz gutes Gefühl.

Aber kein Reisebericht im Internet konnte uns auf die tatsächlichen Verhältnisse im Regenwald vorbereiten, aber dazu später mehr.

Wir hatten uns für die von AST- Reisen angebotene Rundreise entschieden, weil bei dieser sowohl ein Trekking in Uganda als auch eins in Ruanda angeboten wurde.

Die Reiseagentur vor Ort war Speke Uganda Holydays, und diese wurde ihrem guten Ruf im Netz gerecht.

Dabei lag der Erfolg der Rundreise in erster Linie an der Auswahl der Nationalparks:

von dem Besuch des Ziwa Rhino Sanctuary, dem Murchison Nationalpark, dem einzigartigen Kibale Forest, den wir ganz besonders hervorheben möchten, weil wir so viele Schimpansen gesehen haben, dem Queen Elizabeth Nationalpark, dem Bwindi Impenetrable Nationalpark und dem Volkanoes Nationalpark.

Zum Erfolg beigetragen hat aber auch unser Guide Paul, der ganz ausgezeichnet Deutsch spricht und durch seine Souveränität jede Autopanne und andere Katastrophen, die in Uganda wegen der noch mangelhaften Infrastruktur ab und an vorkommen können, gemeistert hat.

Die Unterkünfte waren unterschiedlich (von einfach bis hochwertig, wobei wir das Birdnest Bunyonji ganz besonders hervorheben möchten), aber immer waren wir mit dem Service vor Ort zufrieden.

Die Höhepunkte dieser Reise waren natürlich die schon angesprochenen Gorillatrekkings. Wir hatten unsere schwergewichtigen Fotoausrüstungen dabei und hatten - da es im Regenwald ja auch häufig regnet - an alles gedacht, um unsere Ausrüstung zu schützen.

Ich mag es mir aber gar nicht vorstellen wie es gewesen wäre, wenn es tatsächlich geregnet hätte. Auch ohne Regen war der Waldboden derartig rutschig, dass in den extrem steilen Hängen kein fester Stand möglich war. Mit Hilfe unserer Träger kämpften wir uns mühsam Meter um Meter hinauf und wieder hinunter, kamen unzählige Male zu Fall und trafen nach 4 Stunden endlich auf unsere Gorillagruppe.

Diese befand sich aber auch an einem Abhang, der uns keinen festen Stand ermöglichte, was aus fototechnischer Sicht nur minimale Flexibilität bot. Als sich dann die Gorillagruppe auch noch auf den Weg nach unten begab, mussten wir irgendwie hinterher, damit wir überhaupt ein paar gute Fotos machen konnten.

Diese Stunde mit den Gorillas war im Grunde noch anstrengender als der Marsch dorthin und auf dem anschließenden Rückweg verließen uns die Kräfte.

Die Höhenlage von rd. 2.500 Metern ist natürlich bei all dem nicht zu unterschätzen, denn während unsere Träger munter schwatzten, ging uns zunehmend die Puste aus. Mit ganz viel Hilfe waren wir nach ca. 8 Stunden wieder zurück und unendlich erleichtert.

Das Gorillatrekking in Ruanda war wie erwartet ganz anders. Hier ging es zunächst durch Plantagen und Felder der Dorfbewohner stetig bergauf bis zu einer Mauer, die die Begrenzug zum Nationalpark darstellt. Dahinter waren auch hier nur mit Macheten bezwingbarer Urwald und zu unserer großen Erleichterung auch schon gleich die Gorillas.

Wir hatten fantastische Begegnungen mit dieser Familie, die u.a. aus zwei Silberrücken bestand sowie aus einer Mutter mit einem 3 Wochen alten Baby und keiner der Gorillas dachte daran, die 7 Meter Abstand einzuhalten. Auch hier gilt unser Dank den Leuten vor Ort, die alles daran setzten, dass wir diese Begegnung niemals vergessen werden.

Unser Fazit dieser Rundreise ist überaus positiv. Wir haben mit Uganda und Ruanda zwei Länder bereist, deren Natur und Tierwelt das Herz jedes Afrikabegeisterten höher schlagen lassen.

geschrieben am 25.03.2015 um 10:00 Uhr.