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Reiseberichte 2007
Tagebuch über meine Reise im März 2000
Christl Nennstiel
Ruaha - Selous: Namen, die seit fast zehn Jahren unsere Vorstellung entlegener, unzugänglicher und ursprünglicher Landschaften aufs lebhafteste anregten.
Ruaha - Selous: An Orten sein, die, fast, menschenleer sind; an Orten sein, von denen nur wenige sagen können "Wir sind dort gewesen!"
Im November 2003 schließlich wurde ein Wunsch Wirklichkeit.
Tanzania Rundreise 03-2000

Unsere Reiseroute, die Sie hier auf einer Karte verfolgen können, sah so aus:
Flug nach Arusha - Tarangire Nationalpark / Swala Camp - Lake Manyara Nationalpark / Lake Manyara Tree Lodge - Serengeti Nationalpark / Kusini Camp - über Arusha und Dar Es Salaam in den Selous Nationalpark / Selous Safari Camp - Ruaha Nationalpark / Ruaha River Lodge - über Dar Es Salaam zum Ras Kutani Beach Resort am Indischen Ozean.

Ist es nicht beeindruckend, schon beim Landeanflug auf den Kilimanjaro International Airport bei Arusha vom Kilimanjaro begrüßt zu werden? Und da auch die Einreiseformalitäten schnell und unkompliziert erledigt sind, kann unsere Reise doch nur erfolgreich sein.
Ali, unser Fahrer, begrüßt uns direkt in der Ankunftshalle mit einem großen Schild mit unseren Namen. Dann geht es in Richtung Arusha. Hier ist das Land braun und trocken, richtig winterlich also. Je mehr wir uns aber der Stadt nähern, um so grüner und, ja, geradezu üppig wird die Vegetation. Dank der nördlich angrenzenden bewaldeten Berge und Hügel ist auch jetzt noch genügend Wasser vorhanden.
Im Gesamtgebiet von Arusha sollen zwar über eine Million Menschen leben, aber die Stadt macht nicht unbedingt den Eindruck einer wirklichen Großstadt. An den Straßen, die in die Stadt oder aus ihr hinaus führen, reichen sich unzählige kleine Werkstätten und Geschäfte aneinander und sorgen für buntes Treiben. Autos und Kleinbusse fahren zwar ziemlich wild durcheinander, aber man fährt doch rücksichtsvoll, keinesfalls aggressiv.

Die Teerstraße in den Norden Richtung Ngorongoro und die Piste zum Tarangire Nationalpark sind gut zu befahren, so dass wir nach etwa 2,5 Stunden nach der Abfahrt vom Flughafen das Eingangstor zum Tarangire Nationalpark erreichen. Hier müssen die Parkeintrittsgebühren bezahlt werden. Eine Wache öffnet das Tor und schon sehen wir die ersten Tiere. Unglaublich eigentlich, denn außerhalb des Parks war kein Wild vorhanden, aber hier, schon wenige Meter im Park fotografieren wir Elefanten, Impalas, Zebras und Giraffen. Es ist, als ob die Tiere wüssten, dass dies ihr Reich ist. So ist denn die Fahrt zum Swala Camp gleichzeitig eine Tierbeobachtungsfahrt, die noch einmal 2,5 Stunden dauert. Genau gesagt ist es keine "Fahrt", denn die meiste Zeit verbringen wir mit der Beobachtung von Tieren.

An einer Biegung des Flusses
Besonders eine Stelle oberhalb einer Biegung des Tarangire Flusses ist ideal. Am nur wenig Wasser führenden Fluss stillen Gruppen von Giraffen, Zebras, Elefanten und Antilopen friedlich nebeneinander ihren Durst. Die Giraffen spreizen ihre Vorderbeine weit auseinander, um überhaupt mit dem Kopf zum Wasser gelangen zu können. Ein Zebrahengst, der nur wenige Meter neben unserem Auto steht, wiehert lauthals, wobei das "Wiehern" sich eher wie ein Lachen anhört. Einige Elefanten stehen im Fluss, saugen ihre Rüssel voll, trinken und sprühen, den Rüssel hoch empor werfend, Wasser über den Rücken. Unmittelbar unter uns graben andere Elefanten im Sand nach Wasser. Sie könnten natürlich auch am Fluss trinken, offenbar ist ihnen das Wasser dort aber zu schmutzig, wird es doch auch zum Baden und für andere Aktivitäten genutzt, und sie möchten lieber durch den Sand gefiltertes sauberes Wasser. Auch nehmen manche Elefanten ein "Staubbad" und bepudern sich großzügig mit Staub. So schützen sie sich gegen Ungeziefer und die Sonne. Mehrere Jungtiere rennen zwischen den ausgewachsenen Elefanten herum.
Ein lautes Trompeten kündigt die Ankunft einer weiteren Gruppe von Elefanten an, die in eiligen Schritten und mit wildem Ohrenschütteln den zum Fluss hin leicht abfallenden Hang hinabstürmen, um möglichst schnell ans Wasser zu kommen. Zwei Babys haben alle Mühe, Schritt zu halten, tun aber alles schon ganz so wie die Großen und trompeten, schwenken den Rüssel und wedeln mit den Ohren. Sieht richtig putzig aus. Für uns. Die Paviane, die vorher noch auf dem Boden saßen und Graswurzeln ausrissen jedoch bringen sich schleunigst in Sicherheit.
Etwas oberhalb am Hang jagen sich zwei Jungbullen schrill trompetend zwischen den Bäumen und führen einen kleinen Probekampf auf. Dann rennen sie zu ihrer Familie zurück, die im Kreis eng um die Leitkuh herum steht und die Köpfe zusammensteckt, fast so, als habe man etwas zu besprechen.
Woher wir wissen, dass es sich um Bullen oder Kühe handelt? Man kann sie sind nicht nur an den üblichen Geschlechtsmerkmalen erkennen; auch die obere Kopfform lässt bereits auf das Geschlecht schließen. Der Kopf des Bullen ist oberhalb der Stirn im Übergang zum Rücken rund, wohingegen die Stirn der Kühe ein wenig spitz ist.
Ali schätzt, dass sich inzwischen weit mehr als 50 Elefanten eingefunden haben müssen. Dabei herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Während die Gruppe den Hang hinab stürmte, verließ eine andere Elefantenfamilie gemächlich an den Giraffen vorbei ziehend den Fluss in südlicher Richtung.

Swala Luxury Safari Camp
Wir fahren in fast die selbe Richtung zum Swala Luxury Safari Camp, das im Südwesten des Nationalparks liegt.
Seija und Simon, das Managerpaar, zusammen mit Emanuel und Dominic begrüßen uns freundlich bei unserer Ankunft. Das Swala Camp - Swala heißt "Thompson Gazelle" - befindet sich in einem weitläufigen mit großen Schirmakazien bestandenen Gelände, auf das die Zeltunterkünfte verteilt sind.
Als wir zum Hauptzelt gehen, glauben wir kaum unseren Augen trauen zu können: Wir können durch den offenen Eingang des Zeltes hindurchblicken und sehen an einem Wasserloch eine Gruppe von etwa 10 Elefanten, mitten im Camp! Und rechts daneben. Einige Meter nur entfernt eine kleine Herde von Impalas. Und dann links, bei einem der Gästezelte, schreitet ein weiterer Elefant gemächlich in Richtung Wasserstelle.
Nach dem Willkommensgetränk und einem Imbiss werden wir zu unseren Zelten rechts des Main Tent begleitet. Wir verbringen den restlichen Nachmittag ganz entspannt auf der Terrasse vor unserem Zelt und beobachten die Tiere, die an uns vorbeiziehen.
Gegen 18.00 Uhr fahren wir mit Seija und Simon auf eine Anhöhe und genießen bei einem Gin und Tonic den Sonnenuntergang.

Pythons über uns in den Bäumen!
Während der Tierbeobachtungsfahrt am nächsten Tag machen wir einige außergewöhnliche Sichtungen. Wir sehen nämlich nicht nur zahlreiche Zebras, Impalas, einige Hardebeest und zwei männliche Löwen, das wäre ja noch nicht so bemerkenswert, sondern innerhalb weniger Minuten vier Pythonschlangen! In über zehn Jahren hatten wir bisher nur drei Mal Pythons gesehen. In Klein´s Camp an der Serengeti sahen wir eine Python, die gerade dabei war, ein Impala zu verschlingen. Während einer Tierbeobachtungsfahrt im Linyanti Gebiet kroch eine Python vor dem Jeep über den sandigen Weg und verschwand im Unterholz. Die dritte Python lag zusammengerollt in einer Astgabel, unter der wir hindurch fuhren. Und nun sehen wir innerhalb einiger Minuten vier Pythons!
Und dann sehen wir noch auf der Ebene, die sich an den engen Gürtel sumpfigen Geländes entlang des Tarangire anschließt, eine Riesenherde von über 200 Elefanten!

Lunch mitten Im Tarangire Nationalpark
Eine dritte Überraschung erwartet uns auf dem Rückweg, denn unter drei vereinzelt stehenden Akazien an einem leicht ansteigenden Hügel haben Seija und Simon das Lunch für uns vorbereitet. So können wir, bei Suppe, Hähnchenschenkel, Salat und Sorbet die Elefanten auf der Ebene jenseits des Flusses beobachten.

Auf der Fahrt zum Parkgate besuchen wir noch die Sopa Lodge und die Tarangire Safari Lodge.

Die Sopa Lodge ist eigentlich eine Hotelanlage mit einer Empfangshalle, die fast so groß ist, dass man ganz Swala hineinstecken könnte. Die Böden bestehen aus Marmor und Fliesen, kein Holz, keine gestampfte Erde wie in Swala. Je zwei Räume befinden sich in einem dunkelgrau gestrichenen Rondavel, das mit ebenfalls dunkelgrauen Dachschindeln gedeckt ist. Sopa kann über hundert Gäste beherbergen. Es ist natürlich eine völlig andere Konzeption und auch eine andere Preislage. Immerhin, und das muss man bei der Auswahl einer Unterkunft betonen, die Tierbeobachtungsfahrten werden im nahezu gleichen Gebiet unternommen, so dass man gute Chancen hat, zahlreiche Tiere zu sehen. Natürlich kann in einer solchen Hotelanlage die Betreuung nicht so individuell sein, der Kontakt zu Manager, Personal und Guides nicht so eng, für uns jedoch gehört es auch zu einer Safari, vom Leben im Camp, vom Leben der Guides und der Leute zu hören, die uns so freundlich und aufmerksam umsorgen. Zudem bietet ein Camp wie Swala ein viel ursprünglicheres Busherlebnis. In den Zelten ist man natürlich genau so sicher wie in einem Steinbau, man fühlt sich aber der Natur viel näher und erlebt Geräusche und Gerüche des Bush viel intensiver.

Die Tarangire Safari Lodge liegt auf einer Anhöhe an einer Biegung des Tarangire, so dass sie wunderbare Tierbeobachtungen ermöglicht. Es gibt Zelt- und Rondavelunterkünfte. Rondavels sind aus Stein errichtete, afrikanischen Rundhütten nachempfundene Bauten. Die Zelte stehen eher dicht bei einander und sind entlang der hohen Uferböschung aufgereiht, so dass die Großzügigkeit von Swala, das ja auch nur 18 Gäste aufnimmt, hier fehlt. Uns erscheint es aber durchaus als eine empfehlenswerte Alternative.

Lake Manyara Nationalpark und Lake Manyara Tree Lodge
Unser heutiges Ziel heißt Lake Manyara Nationalpark und Lake Manyara Tree Lodge. Wir fahren also ein Stück zurück in Richtung Arusha und biegen dann nach links Richtung Ngorongoro-Krater ab. Seit meines letzten Besuchs ist die wirklich sehr schlechte Schotter- und Erdstraße geteert bis weit über den kleinen Ort Mto-wa-Mbu (unterschiedliche Schreibweisen sind anzutreffen) am großen afrikanischen Grabenbruch, dem Rift Valley. Damals, auf der Campingtour, hatte es heftig geregnet und wir mussten einige der "Seen" auf der "Straße" durchwaten, um festzustellen, ob wir sie auch mit unserem VW-Bus durchqueren könnten. Diese Fahrt vermittelte wirklich den Eindruck, man entferne sich mehr und mehr von der Zivilisation, in Form von geteerten Straßen, und bewege sich hinein in unentdecktes Land. Heute hat man Mto-wa-Mbu schnell und bequem erreicht , fast so als führe man auf einer Autobahn, wären da nicht hin wieder Hirten mit ihren Rinder- oder Ziegenherden. Massai-Jungen mit weiß bemalten Gesichtern, roten Umhängen und traditionellen Stöcken oder Speeren kümmern sich um die Herden, die eine wichtige Lebensgrundlage darstellen.
Am Ortsende biegen wir nach links ab und erreichen nach wenigen hundert Metern den Parkeingang.
Hier finden Sie mehr zum Lake Manyara Nationalpark und zur Lake Manyare Tree Lodge können Sie hier mehr lesen.

Die Lake Manyara Tree Lodge, die die einzige Lodge im Park selbst ist, befindet sich ganz im Süden, so dass unsere Fahrt entlang der Abbruchkante des Rift Valley bereits eine Tierbeobachtungsfahrt ist. Bei unserer Ankunft werden wir vom Manager, einigen Guides und unserem persönlichen "Butler" begrüßt, der sich in während unseres Aufenthalts um uns kümmern wird. Die Tree Lodge ist wirklich eine sehr luxuriöse Anlage mit einem großen offenen Hauptgebäude und sehr großzügig im Wald verteilten, auf Stelzen erhöht in den Bäumen stehenden Häusern für die Gäste. Zwar kann man von den Häusern aus den See nicht erblicken, dafür unterhalten uns aber immer wieder Paviane, die uns, als wir auf der Veranda sitzen, mit Blättern und Früchten bewerfen.

Die Tierbeobachtungsfahrten, die im wesentlichen dem Weg am Fuße der steil aufragenden Kante des Grabenbruchs folgt, zeigen uns Giraffen, Elefanten, Impalas, Büffel und sehr große Gruppen von Pavianen. In der Tat ist der Lake Manyara Nationalpark für seine Paviane bekannt, die hier sehr gute Lebensverhältnisse vorfinden.
Besonders beeindruckend sind die Klippspringer, kleine Antilopen, die vorwiegend in bergigen, felsigen Regionen vorkommen. Man sieht sie in anderen Nationalparks eher selten, kann aber hier relativ sicher sein, sie beobachten zu können. Wir sehen zwei immer als Paar lebende Tiere an einem Steilhang auf einem flachen Fels stehen. Ein Jungtiere trinkt gerade am Gesäuge seiner Mutter, die uns aufmerksam beobachtet, aber wohl nicht als Bedrohung einschätzt, denn sie und der Bock bleiben ruhig stehen.
Während der morgendlichen Tierbeobachtungsfahrt fallen uns zwei weitere Klippspringer auf, die hoch oben auf einem gewaltigen Felsbrocken sitzen, der irgendwann einmal hierher gerollt sein muss. Sie schauen zu uns herüber, blicken dann über die üppig grüne Grasfläche, über die eine kleine Herde Büffel wandert, zum weit entfernten See, über dem die Sonne aufgeht. Als der kleine Bock aufsteht, sieht man sehr schön, dass er ganz steil auf den Zehen steht, was ihm gutes Klettern auf felsigem Untergrund ermöglicht. Nach einigen Minuten springen beide Tiere auf der uns abgewandten Seite des schätzungsweise 8 Meter hohen Monolithen auf den Boden, überqueren den Weg und bewegen sich in den Büschen den Hang hinauf. So konnten wir leider nicht sehen, wie die Klippspringer den Felsen hinab gesprungen sind. Na ja, das kann man sich noch vorstellen, aber wie sind sie überhaupt da hinauf gekommen? Das ist mir auch heute noch rätselhaft, muss ich gestehen.
Unsere Suche nach weiteren Berühmtheiten des Lake Manyara Nationalparks, den Löwen, die auf Bäume klettern, bleibt leider erfolglos. Wir können keine Löwen auf Bäumen finden. Genau gesagt, wir sehen dieses Mal überhaupt keine Löwen. Wir hören zwar, dass weiter im Norden des Parks zwei Löwinnen auf Astgabeln liegend gesichtet wurden, aber die Entfernung ist für uns zu groß. Vielleicht haben wir das nächste Mal mehr Glück. Aber wenn man nur zwei Nächte in einer Lodge verbringt, also praktisch nur einen vollen Tag zur Verfügung hat, darf man einfach nicht alles erwarten. Wir empfehlen Ihnen deshalb, jeweils drei Übernachtungen pro Camp oder Lodge zu buchen, denn so haben Sie wirklich mehr Zeit, Ihren Aufenthalt und die Tierbeobachtungsfahrten zu genießen.

Unser Pilot: Links- oder Rechtskurve?

Wir kehren zurück zur sanften Teerstraße, fahren die Serpentinen des Grabenabbruchs hinauf zur Landepiste, um zum Kusini Camp im Süden der Serengeti zu fliegen. "Sie möchten doch sicherlich Aufnahmen machen?" fragt der Pilot. "Soll ich nach dem Start für Sie eine Rechts- oder Linkskurve fliegen?" Rechts herum ist mir lieber, denn dann schaut man noch einmal auf den Nationalpark und die steil abfallenden Hänge des Grabenbruchs. Der 35minütige Flug geht in südwestliche Richtung über den Ngorongoro Krater und über die weiten, trockenen Ebenen der Serengeti zur Landepiste von Kusini, wo uns Graeme mit Guide Israrel begrüßt.

Pirschfahrt zum Kusini Camp

Und der lädt uns gleich zu einer Pirschfahrt ein. Die Landepiste scheint die bevorzugte Wohngegend von Hyänen zu sein, denn noch nie vorher haben wir so viele Hyänen mit Jungen an Höhlen, unter Büschen und im Schatten von Bäumen gesehen wie hier. Als wir ihnen noch näher kommen, verschwinden die Jungtiere rasch in der Höhle oder verstecken sich hinter der Mutter, die eher gelangweilt gähnt und ihr Furcht einflössendes Gebiss zeigt.

Wenige Meter von den Hyänen entfernt gibt es eine zweite Überraschung: eine Gepardin mit zwei Jungen! So nahe an den Hyänen - das ist eher ungewöhnlich. Die Tiere sind sehr aufmerksam, liegen immer so, dass sie in verschiedene Richtungen schauen können und entfernen sich, sobald wir uns ihnen nähern. Also halten wir eine größere Distanz, denn wir möchten sie weder beunruhigen noch vertreiben. Nach einigen Minuten fahren wir also weiter und sehen noch Gazellen, Zebras, Gnus und einige Giraffen.
Auf der Fahrt zum Camp begegnen wir dann zum ersten Mal den Tierchen, die wir lieber nicht gesehen hätten, nämlich Tsetsefliegen. Tsetse sind nicht nur äußerst lästig und unangenehm, infizierte Tsetse sind auch potentielle Überträger der Schlafkrankheit. Beruhigenderweise hat es nur in einer Region im Nordwesten Tanzanias in den letzten Jahren Fälle von Schlafkrankheit gegeben, nicht aber hier.
Je nach persönlicher Empfindlichkeit oder allergischer Belastung reicht die Reaktion auf einen Stich von einfachem Jucken bis zu länger juckenden Schwellungen. Die Anwendung eines Anti-Histaminikums ist sehr nützlich; das ist zwar erst nach dem Stich, aber ein wirklich wirksames Abwehrmittel zur Verhinderung von Stichen gibt es einfach nicht. Nicht einmal das hochwirksame Spray "Doom", das so bedrohlich ist, wie der Name schon besagt - "doom" bedeutet "Untergang, Verhängnis" - schreckt Tsetse ab. Wenn die Temperatur es zulässt, sollte man möglichst wenig Haut als Angriffsflächen unbedeckt lassen, aber auch das ist nur begrenzt wirksam, denn die Tsetse sticht auch durch Stoff, es sei denn, es wäre G1000-Material. Auf alle Fälle empfiehlt es, sich Kleidung in blau oder schwarz zu vermeiden, denn diese Farben ziehen Tsetsefliegen magisch an. Immerhin ist die Tsetse tagaktiv, ruht also während der Nacht, und kommt vorwiegend in bestimmten Gegenden vor, und zwar müssen diese einen lichteren oder dichteren Baum- oder Buschbestand aufweisen.

Und genau so ein Gebiet müssen wir nun kurz vor dem Camp durchfahren. Und dann wedeln wir auch schon wild mit den Armen und schlagen nach den Fliegen, die sich wie wild in das Fahrzeug stürzen... uns aber nicht zu stechen vermögen, denn nach weniger als 10 Minuten sind wir am Camp, das erfreulicherweise frei von Tsetsefliegen ist.

Kusini - ein wunderschönes Camp
Das Kusini Camp befindet sich in einer sehr schönen Lage bei einigen Kopies, Felsengruppen, die in der südlichen Serengeti des öfteren vorkommen. Mehr über das Kusini Camp können Sie hier lesen. Im Camp fühlt man sich in die Jahre der großen Safaris zurück versetzt, so als ob Robert Redford jeden Augenblick mit einer einmotorigen Cessna hier landen würde.
Unser Zelt steht am Fuße des Granitfelsens, der wie der Buckel eines Wals oder einer Schildkröte aus der ziemlich flachen Landschaft herausragt. Ein leicht ansteigender Felsrücken neben dem Hauptzelt trägt Dellen, in denen sich während der Regenzeit Wasser ansammeln kann, die sich aber nun, mit Kissen gepolstert, ideal als Sitz- oder Liegegelegenheiten für die Beobachtung des Sonnenuntergangs mit einem Sundowner in der Hand eignen.

Unsere Tierbeobachtungsfahrt mit Israel ist ein Ganztagesausflug hier vom Süden bis in die zentrale Serengeti und sie zeigt uns die ganze Vielfalt der Landschaftsformationen und der Tierwelt. Die ersten Vorboten der Migration, der großen Tierwanderung, für die die Serengeti und die Masai Mara in Kenia bekannt sind, sind zu sehen. Herden von Gnus, Zebras und Thomsongazellen sind zu sehen, so dass sie Teile der Landschaft bedecken und das unverwechselbare Grunzen der Gnus die Luft erfüllt. Unter den Thomsongazellen befinden sich auch immer wieder Grantgazellen, die etwas größer und leicht anders gefärbt sind. Die Thomsongazellen zeigen ihr typisch nervöses Verhalten: der kleine Schwanz schlägt unaufhörlich von rechts nach links, sie beobachten uns konzentriert und springen schnell davon, nur um nach wenigen Metern wieder anzuhalten, uns erneut neugierig zu beäugen und wieder den Schwanz rotieren zu lassen. In der Menge der Tiere finden sie Schutz vor den Hyänen, die sich da und dort in ihrer Nähe aufhalten. Zwischendurch stolzieren Sekretärvögel majestätisch auf der Jagd nach Insekten, Kuhreiher reiten auf den Rücken von Gnus, spazieren zwischen ihnen herum und schnappen sich die aufgescheuchten Insekten. Am Himmel kreist ein Schwarm Störche und fliegt dann in Formation weiter gen Süden. Erst als wir uns der Zentralserengeti und leicht bewaldeten Kopies näheren, sehen wir Giraffen. Sie schreiten hinter Büsche und Bäume, recken ihren Kopf empor und lassen uns, so lange wir in ihrer Nähe sind, nicht aus den Augen.
An einem leicht ansteigenden und mit vereinzelten kleinen Akazien bewachsenen Hang, auf dem sich weder Gnus noch Thomsongazellen befinden, verlässt Israel die Wegespur, und obwohl wir noch nichts gesehen haben, können wir uns schnell denken, warum. Im Schatten eines Strauchs liegen zwei Löwenmänner und beobachten die sich vor ihnen ausbreitende Ebene. Wie üblich nehmen sie kaum Notiz von uns, was eigentlich unser Selbstwertgefühl als Menschen in Frage stellen sollte. Wenn sie uns mit ihren Bernsteinfarbenen Augen anschauen, ist es eher so, als ob sie durch uns hindurch schauten und uns völlig ignorierten. Andererseits ist das auch gut so, denn sie sehen uns wohl als Teil eines Objekts, das weder nach jagdbarem Wild aussieht noch nach ihm riecht. So können wir denn auch zwei, drei Meter neben ihnen stehen und ihnen beim Nichtstun zuschauen. Ab und zu gähnt einer, dann verändert er seine Haltung, rollt sich auf den Rücken und lässt sich völlig entspannt auf eine Seite umfallen.

Ein ganzes Löwenrudel sehen wir etwa eine halbe Stunde später, im Schatten eines mächtigen Leberwurstbaums an einem kleinen Bach. Keine schlechte Ausgangsposition für eine Jagd, denn viele Tiere müssen hierher kommen, um ihren Durst zu stillen, und das hohe Gras und Schilf ist die Heimat des Riedbock. In diesem Rudel befinden sich ausschließlich Löwinnen und einige Jungtiere unterschiedlichen Alters. Einige hundert Meter entfernt vom Rudel ist eine einzelne Löwin zu sehen, von der Israel annimmt, dass sie wohl irgendwo ihren Nachwuchs versteckt. Und auf dem Rückweg, nach einem Picknick auf einer ziemlich windigen Anhöhe, sehen wir diese Löwin wieder - in Begleitung dreier wenige Wochen alten Babys. Alle halten sich zunächst noch am Rande des Schilfs versteckt, kommen dann aber, als sie sich vergewissert haben, dass wir keine Gefahr für sie darstellen, hervor und spielen um die Mutter herum. Wenige Meter entfernt, direkt vor uns, liegt ein totes Zebras halb im Wasser, mit dem Rücken gegen die Erde gedrückt, das Opfer einer Jagd. Das wohl wagemutigste Baby überquert behände die kurze Strecke zum Wasser, hält inne und springt mit einem Satz über ein kleines Rinnsaal von Wasser hinüber auf das tote Zebra und beginnt, an der Haut zu zerren, seinen Kopf in den aufgerissenen Bauch zu stecken, Blut zu schlecken und am Fleisch zu fressen. Das zweite Baby folgt, dann das Dritte, bleibt ebenfalls kurz vor dem Rinnsaal stehen und tappst dann doch durchs Wasser anstatt zu springen. Dann kommt auch die Mutter, gemächlich, mit hängendem Bauch, denn sie hat offenbar schon ihren ersten Hunger gestillt. Sie lässt sich auf der Bankette nieder plumpsen, so dass sie mit dem Kopf genau den Bauch des Zebras erreicht, und beginnt die Innereien zu fressen. Im Knöcheltiefen Wasser davor stehen einige Vögel und suchen ihrerseits nach Futter. Nach einer Geburt verstecken Löwinnen ihren Nachwuchs und bringen ihn erst nach einigen Wochen zum Rudel.

Auf der Rückfahrt zum Kusini Camp besuchen wir noch die Sopa Lodge, deren Unterkünfte sich beiderseits des großen Hauptgebäudes an einem Hang hinziehen. Es ist eine Hotelanlage mit einer großen, nicht allzu freundlichen Empfangshalle neben einem großen Speisesaal, die über hundert Gäste beherbergen kann. Diese Lodge ist zugegebenermaßen nicht so ganz nach unserem Geschmack, aber man darf ja bei der Auswahl eines Camps oder einer Lodge auch die Kosten nicht ganz aus dem Auge verlieren und muss feststellen, dass Exklusivität, wie in Kusini, nun einmal ihren Preis hat. Und ihren Preis wert ist!

Flug zum Selous Game Reserve

Wir verlassen Kusini, machen einen kurzen Zwischenstopp in Seronera, wo die Frankfurter Zoologische Gesellschaft und die Parkbehörden ihren Hauptsitz haben, fliegen zurück nach Arusha und weiter über Dar Es Salaam und Zanzibar in das Selous Game Reserve, über das Sie hier mehr lesen können. Wenn Sie auf die Karte schauen, sehen Sie, dass das eine ziemlich umständliche Fliegerei ist, aber so sind nun einmal die Strecken angelegt, die zudem verständlicherweise auch nicht täglich beflogen werden.
Als wir uns dem Selous Safari Camp nähern, sehen wir aus der Luft ganz wunderbar den Fluss und seine Seitenarme, die wie ein Mini-Mini Okavango Delta aussehen. Dann huschen die Bauten der Lodge unter uns vorbei und wir setzen auf der Sandpiste auf.
Hier finden Sie mehr über das Selous Safari Camp.

Manager Doug, Gabriele und Chefranger Ian heißen uns willkommen. Die Zeltunterkünfte sind sehr weiträumig über das Gelände am Fluss verteilt; bis zu unserem Zelt sind es mehrere hundert Meter. Die Vegetation hier ist sehr, sehr ausgetrocknet, mit Ungeduld erwarten Pflanzen und Tiere die bevorstehenden Regenfälle, die sich abends über den entfernten Bergen jenseits des Flusses auch bereits beobachten lassen. Regenschleier wandern langsam über die Landschaft.
Unsere Tierbeobachtungsfahrt erweist sich als sehr interessant und abwechslungsreich, denn zum einen sind aufgrund der Trockenheit die Tiere im Wald gut zu sehen, zum anderen führt der Weg immer wieder an Lagunen vorbei, in denen es Hippos, viele Krokodile und Wasservögel zu sehen gibt. Sogar einen der doch recht selten gesichteten Kolubusaffen sehen wir in einem Leberwurstbaum sitzen. Unser Guide nimmt an, dass sich Kolobusaffen wahrscheinlich hier wieder ansiedeln werden, denn in der Vergangenheit habe man in diesem Gebiet noch keine gefunden. Außerdem sehen wir Impala, zahlreiche Giraffen, zwei Löwen, etliche Elefanten und Büffel, unter anderem einen Büffel, der sich im Gebüsch unter einem Baum versteckt hält und der sofort aggressiv auf uns los stürmt.

Auf dem Selous River
Noch interessanter und wirklich sehr empfehlenswert ist die Bootstour auf dem Selous Fluss, die nicht nur landschaftlich eindruckvoll ist, sondern auch zahlreiche Sichtungen bietet. Auf einem flachen Uferstück von weniger als hundert Meter liegen zwölf Krokodile in der Sonne. Ein Krokodil, auf einer Sandbank mitten im Fluss, hat das Maul weit aufgesperrt und ist so entspannt, dass wir nur wenige Meter entfernt mit dem Boot drum herum fahren können. Vom steilen Westufer des Selous gleiten riesige Exemplare blitzschnell den Sand hinab ins Wasser, so schnell, dass wir sie nicht einmal mit der Videokamera aufnehmen können.
Gruppen von Hippos suhlen sich genüsslich im Wasser, tauchen unter, als wir uns nähern und sofort wieder auf, um uns zu beobachten, nur Augen, Ohren und Nüstern über Wasser.
An der Ostseite des Flusses ist ein Steilhang löchriger als ein Schweizer Käse; hier haben Scharlachspinte (englisch: carmine bee-eater) ihre Bruthöhlen in die Erde getrieben. Scharlachspinte wie auch die anderen zur gleichen Familie gehörenden Vögel, sind wunderbar anzuschauende, farbenprächtige, schöne Vögel. Hier herrscht reger Flugverkehr. Es geht so wild durcheinander, dass man sich wundert, wie die Vögel es ohne Kollisionen in der Luft schaffen, immer wieder an die richtige Öffnung zu kommen. Manche verschwinden sofort im Inneren der Röhre, andere bleiben davor sitzen und stützen sich mit dem gefächerten Schwanz nach unten ab. Wo es Nester von Scharlachspinten gibt, sind Nesträuber meistens auch nicht weit entfernt. Und in der Tat entdecken wir einige gut getarnte Leguane (englisch: monitor lizard) entlang des Steilufers. Sie verharren regungslos und lassen sich gut fotografieren, so lange wir ihnen nicht zu nahe kommen; dann verschwinden sie blitzschnell im Wasser.
Am Ende unserer Bootstour verabschiedet uns ein eindrucksvoller Sonnenuntergang hinter der Kulisse des Palmen gesäumten Ufers des Selous.

Ruaha Nationalpark
Der Flug vom Selous Safari Camp in den Ruaha Nationalpark dauert 1 Stunde 30 Minuten. Per PKW wären es zwei Tage. Und von der Landepiste in der Nähe des Parkhauptquartiers sind es noch einmal etwa 45 Minuten zum Ruaha River Camp. Diese Fahrt ist aber natürlich auch gleichzeitig wieder eine Tierbeobachtungsfahrt.
Am Camp begrüßt uns Peter Fox, dem das Camp auch gehört, mit Jennifer und Josephat, der unser Guide während der kommenden zwei Tage ist. Die Bandas genannten aus örtlichem Stein gemauerten und mit einem Rieddach bedeckten Unterkünfte stehen rechts und links des offenen Hauptgebäudes, das als Lounge und Speiseraum dient, entlang des zu dieser Jahreszeit trockenen Ruaha Flusses.

Die Tierbeobachtungsfahrten im Ruaha Nationalpark führen durch eine hügelige Landschaft, die immer wieder schöne Aussichten bietet und abwechslungsreich ist. Schon bei der ersten Ausfahrt sehen wir wenige hundert Meter vom Camp entfernt zwei männliche Löwen im Schatten eines riesigen Baobabs liegen. Wieder zwei, denken Sie vielleicht; waren da nicht auch zwei in der Serengeti? Stimmt, und so überraschend ist das gar nicht, denn zum einen halten sich die männlichen Tiere nicht immer bei ihrem Rudel auf, zum anderen könnten es auch jüngere, geschlechtsreife Brüder sein, die noch auf der Suche nach einem Rudel sind. Ein Rudel ohne Herrscher treffen wir im weiteren Verlauf der Pirschfahrt an. Vierzehn Löwinnen mit vier Jungen unterschiedlichen Alters haben Beute gemacht, reichlich Beute sogar, denn das Rudel ist in drei Gruppen aufgeteilt, die sich an zwei jungen Kudus und einem Impala gütlich tun. Hoch oben in der Luft und auf Bäumen warten schon die Geier auf die Reste, aber so weit ist es offensichtlich noch nicht. Sowohl die Jungtiere als auch die anderen Löwinnen pendeln zwischen ihrer Beute hin und her, fast so, als möchten sie nach einem Bissen Impala zur Abwechslung mal ein bisschen Kudu genießen.

Genau dieses Rudel sehen wir am nächsten Tag an einer Felsformation wieder. Die Tiere liegen auf und zwischen Felsbrocken, die eine Löwin hat ihren Kopf auf dem Bauch ihrer Nachbarin, ein Baby liegt flach auf einem Felsen, die Pfoten hängen nach vorne ausgestreckt links und rechts des Kopfes über die vordere Kante des Steins. Ab und zu zucken die Ohren, um sich der lästigen Fliegen zu entledigen. Eine Löwin erhebt sich und schreitet gemächlich auf einen Dornenbusch zu und verschwindet hinter den Zweigen, wo wir plötzlich ein weiteres Tier sehen, das wir, als wir daran vorbeifuhren, nicht bemerkt hatten. Aber auch die anderen Tiere am Felsen sind, bewegungslos, erst aus der Nähe auszumachen. Jedenfalls möchte niemand weder bei Tag noch bei Nacht hier zu Fuß herumlaufen.
Immer wieder begegnen wir ganzen Gruppen von Giraffen und unten am Fluss unter den Akazien scheint am jedem Baum eine zu fressen. Falls Giraffen Ihr Lieblingstier sind, dann sind Sie im Ruaha Nationalpark richtig.

Mehrere Elefantenfamilien stehen mitten im trockenen Flussbett und graben mit Füßen und Rüsseln nach Wasser. Es ist jetzt eine schwierige Zeit für alle Tiere und insbesondere Elefanten, denn sie brauchen doch sehr viel Wasser zum Trinken. Die Hippos im Hippopool unweit des Camps brauchen Wasser als Lebensraum, und auch der wird inzwischen knapp. Außerdem ist das Wasser fast schwarz und brackig, eine richtige unappetitliche Brühe. Und da fallen plötzlich die Regentropfen ins Wasser. Ist das der erste sehnlichst erwartete Regen? Aber so plötzlich die Tropfen fielen, so plötzlich hört es auch wieder auf.
Zum Sonnenuntergang klettern wir auf einen Felsenhügel an einer Biegung des Flusses. Hier oben hat Peter eine Bar, seine Privatwohnung und das Büro hat. Am Hang vor der Bar stehen einige Bäume und auf den Ästen sehen wir zum ersten Mal in unserem Leben Baumschliefer! Klippschliefer, auch Dassies oder Rockhyrax genannt, hatten wir zum ersten Mal auf dem Tafelberg und am Kap der Guten Hoffnung gesehen, Baumschliefer jedoch noch nie. Auch wenn die Schliefer gut kaninchengroße, murmeltierähnliche Pelztiere sind, so sind sie doch nahe Verwandte der Elefanten und Seekühe. Die Schliefer haben unterschiedliche Lebensweisen. Es gibt Tag- (Klipp- und Buschschliefer) und Nachttiere (Baumschliefer). Der Baumschliefer hat in etwa die Größe des Klippschliefers. Sein Kopf ist jedoch größer und er hat ein graubraunes bis hellgraues Fell mit hellerer Unterseite und einem Rückenfleck. Entweder sind sie Einzelgänger oder leben gesellig. Diese hier sind sehr gesellig, denn überall auf den Bäumen turnen Tiere sehr geschickt herum. Sie sind Pflanzenfresser. Ihre Hauptnahrung bilden Laub, Früchte, Knospen und junge Triebe. Sie sehen recht putzig aus, manchmal sitzen vier oder fünf hinter einander auf einem Ast.

Ras Kutani Beach Resort
Unser nächstes und letztes Ziel ist das Ras Kutani Beach Resort südlich von Dar Es Salaam am Indischen Ozean. Dafür müssen wir nach Dar Es Salaam zurück- und mit einem Kleinflugzeug weiter zur Landepiste von Ras Kutani fliegen. Nachdem wir aus dem Flugzeug geklettert sind, fahren wir etwa einen Kilometer und gehen dann einen schmalen Weg zwischen einer dichten Vegetation Hang abwärts Richtung Meer und kommen an eine Lagune, wo wir ein Ruderboot besteigen, das uns hinüber zur Lodge bringt. Der blaue Himmel spiegelt sich im tükisfarbenen Süßwasser der Lagune. Vor uns schließt eine hohe Sanddüne die Lagune zum Meer hin ab. Rechterhand an der Lagune sehen wir die Häuser der Lodge geschützt unter großen Schatten spendenden Bäumen.
Hier finden Sie eine detaillierte Beschreibung des Ras Kutani Beach Resort .
Besonders gefällt uns, dass man von Ebbe und Flut unabhängig immer im Meer baden kann. Und ein individueller Service stets garantiert ist, denn Ras Kutani ist eine exklusive Lodge. Dass Speisen und Getränke sehr gut sind, versteht sich fast von selbst. Darüber wachen Steward und Karen, die Manager von Ras Kutani, das wir für einen Erholungsurlaub sehr empfehlen können.
(Bericht von Chr. Nennstiel, AST)
geschrieben am 20.04.2011 um 15:32 Uhr.