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Reiseberichte 2007

Tanzania


Anschluss an meine Uganda Reise. Hier mein Tagebuch vom 13. bis 19. Oktober 2007

 

13. Oktober Nairobi - Dar es Salaam - Mafia Island
Für die Einreise in Tanzania muss man ein Einreiseformular ausfüllen, das die Stewardessen bereits im Flugzeug von Nairobi nach Dar es Salaam austeilen. Das Visumformular habe ich bereits zu Hause ausgefüllt, so dass ich sofort zur Visumstelle gehen kann. Neu: Man geht nicht mehr gleich zum Schalter, sondern ein Angestellter sammelt die Antragsformulare, Pässe und 50 US$ ein und wenn er ungefähr 5 Stück hat, bringt er sie zu einem der Schalter. Diese verteilen dann unter sich die Anträge. Plötzlich wird Christa Emma aufgerufen. Ich reagiere nicht sofort, dann sehe ich aber die Angestellte am Schalter meinen Pass hochheben. Ich gehe also hin und es muß ein Foto von mir gemacht werden. Bei jedem Schalter ist ein kleines Gerät, mit dem man wohl von innen Aufnahmen machen kann. Jetzt wird das Visum mit Bild in den Pass eingeklebt, man bekommt eine gelbe Quittung und kann sofort durchgehen, muss sich also nicht mehr in der Warteschlange bei der Passkontrolle einreihen.
Mein Reisegepäck ist schon da, so kann ich gleich durchgehen. Es stehen jede Menge Abholer da und viele Männer mit Schilder. Ich sehe auch gleich: "Kinasi, Christl". Der Abholer bringt mich zum Auto und wir fahren zum Domestic Airport, der nur ein kurzes Stück entfernt ist und der Transfer meistens nur 5 US$ kostet.
Bei Coastal Aviation sind die Flüge angegeben: Zanzibar, Arusha, Mafia - 15:00 Uhr. Ich habe in meinem Itinerary Abflug 17:00 Uhr stehen. Diese Abflugzeit wird mir auch von meinem Abholer genannt und ich werde gebeten, in der Lounge so lange zu warten. Kurz nach 15:00 Uhr kommt mein Abholer wieder und fragt, ob ich gleich fliegen möchte. Aber natürlich! Er sagt, schnell, schnell! War gerade dabei an Björn eine sms zu schicken, dass er mich jetzt anrufen kann. Also schnell alles einpacken und los! Denkste. Ich muss wieder Platz nehmen, denn am Schalter stehen noch zwei junge Frauen aus Deutschland, die auch nach Mafia Island möchten. Schließlich wird es 15:45 Uhr bis wir endlich zum Flugzeug laufen. Es handelt sich um eine Cessna 206, die Platz für 5 Personen Pilot bietet.
Zuerst probieren die Hilfskräfte immer wieder, einen Hartschalenkoffer in das untere Gepäckfach zu bekommen, geben es dann nach mehreren Versuchen aber auf und legen ihn hinten ins Flugzeug. Der Stauraum für das Gepäck ist bei diesem Flugzeug einfach sehr klein.
16:00 Uhr fliegen wir schließlich ab. Der Flug ist sehr ruhig und dauert 40 Minuten bis Mafia Island (120 US$ eine Strecke). Die beiden jungen Frauen sind in die Mafia Island Lodge gebucht.
Am Mafia Airport kommt auch gleich ein Mann auf mich zu und fragt: Kinasi, Christl? Yes.
Das Gepäck ist auch schon da und nun geht es in einem alten Land Cruiser durch den Ort zum Marine Park. Es sind viele Leute auf der Straße - schick angezogen, denn heute ist Feiertag, das Ende des Ramadan. Es sind zwar nur 15 km zur Lodge, aber wir brauchen schon über œ Stunde bis zum Marine Park, wo man sich bei der Einfahrt noch registrieren lassen muß, d. h. man gibt kurz seinen Pass ab und unterschreibt. Der Eintritt kostet pro Tag 10 US$ (wird aber meistens schon von der Kinasi Lodge im Voraus einbehalten).
Endlich komme ich in der Lodge an, werde mit kaltem Tuch und einer Kokosnuss zur Erfrischung begrüßt. Das Managerpaar erklärt das Wichtigste und bis ich zu meinem Zimmer komme, ist es schon fast dunkel.
18:30 Uhr wird es dunkel und in der Dämmerung kommen Mücken. Am Strand geht die Sonne bereits um 17:30 Uhr weg.
Der erste Eindruck ist hervorragend! Ein großzügiges Zimmer mit Doppelbett - bereits mit herunter gelassenem Moskitonetz - erwartet mich.
Nachdem ich einige sms beantwortet und ein Telefonat geführt habe, gehe ich zur Bar, die nur ein kurzes Stück von meinem Bungalow Nr. 8 entfernt liegt. Man trifft sich dort um 19:00 Uhr, um die Aktivitäten für den nächsten Tag zu planen.
An der Bar treffe ich ein Schweizer Ehepaar, die Tauchen als ihr Hobby gemacht haben. Sie besuchten schon viele Plätze der Welt und finden hier wieder neue Fischarten. Auf den Malediven sei das Wasser etwas klarer, aber es kann auch an dem momentan herrschenden Wind oder an der Low Tide liegen.
Allgemein kann gesagt werden, dass Mafia Island der ideale Platz zum Tauchen ist, weil man innerhalb der von Inseln umgebenen Bucht tauchen kann, wenn hoher Wellengang ist. Auf Zanzibar muss man dann auf das Tauchen verzichten.
Es gibt hier Korallenriffe, die sehr sehenswert sind und viele verschiedene Fischarten in allen Farben und Formen. Und noch ein Vorteil: Es sind sehr wenig Taucher unterwegs!
Da Samstag ist, gibt es heute Barbecue unten neben dem Swimming Pool.
Verschiedene Fischsorten, Krabben, Tintenfisch mit verschiedenem Gemüse und Reis - absolut lecker!!!
Das Schweizer Ehepaar lädt mich ein, an ihrem Tisch zu sitzen, damit ich nicht so alleine bin. Sehr nett!

Tauchübungen
Sonntag, 14. Oktober Mafia Island
Da ich so an 06:30 Uhr Wecken gewöhnt bin, wache ich auch heute wieder so früh auf.
Ich marschiere los, um zu fotografieren. Dar es Salaam Meer fängt schon an, sich zurück zu ziehen. Die Chalets stehen erhöht und man läuft so um die 50 Stufen hinunter zum Strand, etwas weniger Stufen zum Swimming Pool. Es ist alles so ruhig und friedlich!
Ab 07:30 Uhr gibt es Frühstück und ich bin die erste! Nach dem Frühstück zeigt mir Cesare, der Manager (ist Italiener und schon seit 11 Jahren im Land) noch die anderen Zimmer, bevor die nächsten Gäste anreisen.
Die Chalets 1 bis 4 und das Familienchalet Nr. 7 haben sehr guten Meerblick, stehen also vorne in der ersten Reihe (sind auch ca. 20 US$ teurer). Von den hinteren Garden View Zimmern hat man aber auch noch einen Blick zum Meer, halt weiter entfernt.
Wir schauen uns auch noch die Owner Suite an, die im Garten steht (doppelstöckig mit eigenem Innenhof). Die Familiensuite Nr. 7 mit Meerblick hat 2 Schlafzimmer und 1 Bad, ist aber leider besetzt von einer deutschen Familie aus Darmstadt.
Um 10:00 Uhr habe ich meinen Massage Termin. Mein Rücken tut mir immer noch weh von der langen Autofahrt am Donnerstag (12 Œ Stunden verkraftet man mit 65 Jahren doch nicht mehr so leicht!).
Ich wähle eine "Isi Signature Massage", die drei verschiedene Arten von Massagen beinhaltet. 60 Minuten = 75 US$ plus Steuern. Zwei Thailänderinnen sind für das SPA zuständig und die Massage tut sehr gut.
Danach bin ich eigentlich müde und habe keine Lust auf eine Aktivität. So lese ich mein Buch zu Ende und werde genau bis 13:00 Uhr fertig.
Lunchzeit! Wir werden verwöhnt mit einer Avocadosuppe, anschließend Pasta mit Krabben, dann Thunfischspieße mit Gemüse und als Nachtisch Schokoladenkuchen. Da mein Tischpartner Chris aus England, der heute angereist ist, schon mit seinen Nudeln fertig ist und dann sein Hauptgericht, den Fisch bekommt, esse ich nur wenig Pasta, damit der Rest auch noch Platz hat. Das Essen ist sehr reichlich und schmackhaft.
Die Zeit vergeht so schnell, wenn man sich noch nett unterhält. So ist es bereits 14:30 Uhr als ich in mein Zimmer zurückkomme. Eigentlich wollte ich am Strand entlang nach Pole Pole laufen, entscheide mich aber nun um, da die Flut zurückkommt.
Es gibt vier Mountain Bikes auszuleihen. 2 kleine, ein etwas Größeres und ein noch etwas größeres, Dar es Salaam ich mir aussuche. Die Räder sehen ziemlich altersschwach und mitgenommen aus. Bei meinem Rad fehlt auch der vordere Handgriffschutz. Trotzdem fahre ich los. Es ist sehr beschwerlich, denn der Sand ist sehr tief. Es ist nur ein kurzes Stück zur Hauptstraße (auch eine Sand- bzw. Schotterstraße!), diese entlang und dann kommt auch schon das Hinweisschild Pole Pole nach rechts. Den kleinen Anstieg hoch muß ich schieben, da so viele kleine Fels- und Steinbrocken rausschauen. Das Tor steht offen. Ich "parke" mein Fahrrad und laufe Richtung Strand / Restaurant, da ich nirgends eine Menschenseele sehe.
Hier gibt es auch Angestellte, denen ich erkläre, warum ich hier bin. Leider sind alle sieben Chalets besetzt. Ich kann sie aber von außen fotografieren. Außer einem Pärchen, das noch beim Essen sitzt, sieht man niemand. Irgendwie bin ich froh, in Kinasi zu sein! Es sieht alles so ein bisschen trist und dunkel aus.
Aber unten am Strand liegen dann doch Leute.
Ich fahre weiter die Sandstraße entlang und lande am Strand bei Hütten, in denen Andenken verkauft werden. Viele Männer liegen oder sitzen schwatzend herum. Ich schiebe mein Fahrrad weiter und komme so in die Anlage der Mafia Island Lodge. Gleich auf der ersten Liege begegnet mir die junge Frau vom Flugzeug wieder. Sie spricht mich mit meinem Namen an und ich bin darüber erstaunt. Sie fand ihn im Reise Know-How, denn ich hatte ihr gesagt, wie unsere Webseite heißt und da hat sie richtig kombiniert, da sie sich noch an AST erinnern konnte.
Es laufen noch kleine Kinder in Sonntagskleidern den Strand entlang, die sich gerne fotografieren lassen und dann ganz wild darauf sind, sich im Display anzuschauen.
Ich schiebe dann mein Fahrrad den Weg entlang zur Lodge. Die Managerin kommt, bietet mir etwas zu Trinken an (ein Glas Wasser tut gut, denn es ist ziemlich heiß!) Alle sind sehr freundlich. Dies sagten auch die beiden Deutschen.
Es gibt 40 Zimmer, davon sind die Clubzimmer renoviert und die Standardzimmer nicht. Außerdem gibt es hier auch Familienzimmer. Alle Zimmer sind in einer Art Reihenhaus untergebracht. Die Zimmer sind verhältnismäßig klein und sehr eng aufeinander in einem gepflegten Garten.
Sicherlich eine preiswerte Alternative (allerdings nichts für mich, in dem kleinen Zimmer würde ich Platzangst bekommen!)
So radle ich den kürzeren Weg zurück.
Es ist schon 16:30 Uhr und ich will unbedingt noch ins Meer zum Schwimmen. Die Tochter der deutschen Familie übt Windsurfen und hat große Ausdauer. Bewundernswert!
Das Wasser ist Badewasser warm! Nach dem Schwimmen setze ich mich einfach noch eine Weile ans Wasser und genieße die Ruhe. Da um 17:30 Uhr die Sonne hinter den Bäumen versinkt, schwimme ich im Pool noch 30 Minuten meine Runden.
Zwei Krähen stehlen abwechselnd Kuchen aus der Poolbar, der noch vom Nachmittagstee übrig ist. In der Dämmerung kommen nun die Mücken und so ziehe ich mich in mein Zimmer zurück.

Nach dem Duschen ist es Zeit, zur Bar zu gehen, damit das Programm für morgen besprochen werden kann. Bei einem Amarula geht dies prima. Ich melde mich zum Schnorcheln an, nachmittags Bootsfahrt nach Chole Island und anschließend noch einmal Massage.

Zum Abendessen gibt es heute Peanut soup, frittierte Tintenfischringe, Kroketten, Gemüse und Pudding mit Früchten. Nach dem Abendessen wird ein Unterwasserfilm von Mafia Island gezeigt. Die Unterwasserwelt ist so vielfältig und es gibt so viel zu sehen - überwältigend!

Neugieriges Mädchen
Montag, 15. Oktober Schnorcheln - Chole Island
Heute wache ich erst um 07:45 Uhr auf. Hatte über Nacht alle Fenster geöffnet, anstatt den Ventilator oberhalb des Bettes einzuschalten und habe so wirklich gut in dem Riesenbett geschlafen.
Nach dem Frühstück probiere ich das Schnorchel Equipment an - Flossen und Maske - und um 11:00 Uhr fahren wir mit dem Auto los 5 Minuten zum Strand. Wir fahren mit dem Boot etwa 20 Minuten Richtung Riff. Vom Boot aus springen wir ins Wasser. Habe Arme und Schultern gut eingecremt und lasse mir eine Schwimmweste zum Schnorcheln geben. Nach meiner letzten Panik beim Schnorcheln auf Galapagos (als die Robbe unter mir schwamm und ich nach unten gesehen habe, dabei das Wasser mir in den Schnorchel lief und ich vor Panik dann an einen Felsen gedrückt wurde) bin ich ein bisschen unsicher. Ein Guide gleitet vor uns ins Wasser und Chris, ein Engländer, ist ebenfalls mit dabei. Es beruhigt unheimlich, dass man nicht alleine ist.
Unser Guide kennt natürlich die besten Plätze und ich bin überwältigt. Da die Sonne scheint, sehen die Korallen sehr bunt aus - ganz kräftiges lila, orange bis rot, rosa und alle beige-braun Töne. Die vielen Farben und Formen sind fantastisch! Und erst die Fische. Es handelt sich in der Mehrzahl um kleine Fische, aber wiederum so viele verschiedene Arten. Blau-gelb, gestreift, Zebrastreifen, blaue, rote, lange und dünne, große Schwärme, durch die man einfach hindurch schwimmt, dann wieder einzelne, die an Korallen knabbern oder neugierig auf einen zu kommen. Ich bin total begeistert und sehr beeindruckt. Bin ja schon oft geschnorchelt, wie auf Pemba, Zanzibar, Seychellen. Ich kann mich noch erinnern, dass ich bis jetzt das Schnorcheln auf Bora Bora am besten fand, aber das hier kann auf alle Fälle mithalten.
Audie, der südafrikanische Tauchlehrer aus Südafrika erklärt mir, dass man beim Tauchen noch viel mehr sehen kann, wie: Groupers, Angel, Butterfly, Parrot, Stingray, Sharks, Turtles, Napoleon rays, Baracuda, Trigger, Fusalaer usw. Leider sagen mir Laien die Namen nicht viel.

Nach einer Stunde schnorcheln kehren wir zum Boot zurück. Die Frage "what about a drink?" hört sich gut an. Jeder greift mit Freuden nach einem Kilimanjaro Wasser! Dann fahren wir mit unserer Dhow wieder zurück. Dieses Holzboot mit dem typischen Dreieckssegel wurde auf Mafia Island nach alter Tradition gebaut. Alle Teile sind handgefertigt, selbst die Umlenkrollen sind aus Holz geschnitzt, und die Nägel wurden vor Ort mit einfachsten Mitteln geschmiedet. Das dreieckige Segel wird gehisst und wir benötigen für die Rückfahrt über eine Stunde. Da das Segel dem Boot zudem etwas Schatten gibt, verläuft die Fahrt sehr entspannend und wunderbar ruhig! Eine sehr gute Idee!!

Leider ist zwischendurch die Ruhe vorbei! Wir laufen auf eine Sandbank auf! Die zwei für das Boot zuständigen Männer und der Tauchlehrer, springen ins Wasser und schieben das Boot mit vereinten Kräften wieder ins tiefere Wasser. Als die drei ins Boot zurück klettern, hat jeder an den Zehen Schnitte und bluten. Sie haben sich an den hier vorkommenden Muscheln, die Rasierklingen scharfe Kanten haben, geschnitten.

Wir legen mit dem Boot wieder an der Utenda Beach an und laufen dann ca. 15 Minuten nach Kinasi. Als wir dort ankommen, ist es bereits 14:15 Uhr und Mittagessen gibt es eigentlich nur bis 14:00 Uhr. Aber man hat uns etwas aufgehoben! Kalte Gurkensuppe - schmeckt Klasse! Würstchenspieße, Kroketten, Gemüse, Nachtisch.

Um 15:00 Uhr muß ich schon wieder los, denn ich habe einen Ausflug auf die Chole Insel gebucht. Es geht wieder per Auto zum Utenda Strand und dann in ca. 10 Minuten nach Chole. Wir werden von vielen Kindern begrüßt. Jedes möchte fotografiert werden, um sich dann im Display anzuschauen. Picture, picture, hallt es von überall.

Hier gibt es noch Reste von deutscher Geschichte. Ein ehemaliges Fort von Arabern angefangen und von Deutschen fertig gestellt (1890) und einige andere Gebäude.

Chole ist bekannt für die vielen Früchte, die hier angebaut und geerntet werden: Orangen, Zitronen, Papaya, Mango, Tomaten, Süßkartoffel, Bananen, Ananas usw. Wir laufen durch das Dorf zum "Fruit Bat Park". Auf vielen Bäumen nisten hier die großen Madagascar Fruit Bats (Flughunde). AB und zu fliegen welche auf, aber die meisten hängen nur einfach an den Ästen.

Der Spaziergang endet bei der Dhow Werft. Hier werden alte Boote geflickt und neue gefertigt. Wir schauen zu, mit welch einfachen Methoden die Boote gebaut werden. Man sagt uns, dass nur die Außenplanken aus Tropenholz sind und vom Festland geholt werden. Alle anderen Materialien stammen aus Mafia Island. Die Fugen zwischen den Holzplanken werden, wie seit Generationen, mit in Kokosnussöl getränkter Baumwolle abgedichtet.

Dann laufen wir den gleichen Weg durch das Dorf wieder zurück zum Boot.

Nach Ankunft auf Kinasi - jetzt können wir direkt am Strand von Kinasi landen, denn es ist Flut - muss ich sofort zur Massage. Dieses Mal entschließe ich mich für eine Thaimassage (50 US$ plus Steuern).

Zum Abendessen gibt es heute Fondue (Prawns, Thunfisch, Beef, Süßkartoffel und Nachtisch).

Fischerboote
Dienstag 16. Oktober Mafia Island - Dar es Salaam - Bawe Island
Früh morgens ist noch Flut und so nütze ich es aus, um zu schwimmen. Nach dem Frühstück mache ich noch letzte Aufnahmen, denn um 10:00 Uhr werde ich zum Flughafen gefahren. Da wir im Marine Park nur die Quittung abgeben müssen, dass der Eintritt von Kinasi bezahlt ist, dauert die Fahrt nur 25 Minuten.

Erstaunlich ist immer wieder, wie an den Flughäfen immer alles toll funktioniert, obwohl man nie Tickets in Händen hat. Man sagt seinen Namen, der auf der Liste gesucht wird, und wenn die Airport Tax noch nicht bezahlt ist, entrichtet man diese hier (von Kinasi wird sie in der Regel im Voraus bezahlt und ich zeige meine bezahlte Rechnung), brauche sie deshalb nicht zu bezahlen.

Dieses Mal fliege ich mit Tropical Air. Da wir nur 2 Passagiere sind und das Gepäck eingeladen ist (zusätzlich wird noch Fracht mitgenommen), fliegt der Pilot schon 10 Minuten vor der Zeit los. Wir brauchen nur 35 Minuten bis Dar es Salaam. Der Pilot sagt mir, dass ich in den Warteraum gehen soll, das Gepäck - außer dem Handgepäck - in der Maschine bleibt, da ich mit ihm in derselben Maschine um 12:00 Uhr nach Zanzibar fliege.

Kaum bin ich im Warteraum, kommt ein Angestellter auf mich zu und sagt sinngemäß: schnell, hier ist die Maschine nach Zanzibar, bitte folgen! Ich erkläre ihm, dass meine Reisetasche und meine Nordic Walking Stöcke noch in der anderen Maschine sind. Kein Problem, wird geholt und tatsächlich sehe ich schon jemand meine Tasche übers Flugfeld ziehen und die Stöcke trägt er auch in der Hand.

So fliegen wir schon um 11:45 Uhr weiter. Da es eine größere Maschine ist, dauert der Flug nur 16 Minuten (ZanAir). Es sind nur 9 Sitze und nur 4 Passagiere (inklusive mir). Auf der anderen Seite sind die Sitze raus genommen. Wir landen schon kurz nach 12:00 Uhr.

Sarah von Uhuru Tours erwartet mich. Wir fahren in die Stadt, trinken einen Capuccino im Bunis und warten auf die Ankunft des Bootes, das mich nach Bawe Island bringen soll.

"Ihr habt die Uhr, wir haben die Zeit", so ist der Slogan der Afrikaner. So fahren wir anstatt um 13:00 Uhr erst um 13:34 Uhr los, weil man noch Benzinkanister und südafrikanischen Wein laden musste, die nicht rechtzeitig da waren.

Die Überfahrt dauert ca. 30 Minuten. "Welcome on Bawe Island" steht am Steg. Monika, die ich schon seit etwa 10 Jahren nicht mehr gesehen habe, erwartet mich schon. Sie ist jetzt auf Bawe Island, um das Spa Center aufzubauen. Zur Begrüßung gibt es ein kaltes Tuch mit Zitronengrasduft und eine Kokosnuss zum Trinken.

Monika leistet mir Gesellschaft beim Lunch, das auf der Terrasse mit Blick über den Swimming Pool zum Meer, serviert wird.






 

 
Nairobi - Abflug nach Entebbe
Mafia Airport
Gegenverkehr
Marine Park
Shop
 
Drei neugierige Kinder am Strand
Kleines Mädchen
Kinder vor dem Wasser
Kleiner Junge
Kleine "Braut"
Kinasi
Blick vom Bungalow
Bar
Bungalow von Innen
Poolbar
Tauchausrüstung
Kinasi - Strand bei Ebbe
Spa
Lounge
Swimming Pool
Wassersport
Dorfstraße
Mafia Island - Flughafengebäude von Innen
Rückflug von Mafia Island
Ankunft auf Chole
Arbeiter in der Schiffswerft
Es gibt viele Bananen
Ein tiefer Brunnen
Frische Fische!
Flughunde im Flug
Flughunde
Ruine auf Chole
Schiffswerft
Fröhliche Musikanten
Wohnhaus auf Chole
Strand bei Ebbe
Anreise mit dem Boot auf Bawe Island
Zanzibari Tür
Esszimmer
Kellner
Swimming Pool
Strand bei Bawe Island
Morgenspaziergang
Reiher
Dhows
Sonnenuntergang
Flug über Dar es Salaam
Dar es Salaam Airport
Viele Abholer stehen bereit
Blick zum Hafen
Lutherische Kirche
St. Joseph's Kathedrale
Mit Plaudern vergeht die Zeit sehr schnell, zumal wir viel zu erzählen haben. Ich will aber noch ins Meer zum Schwimmen. Da ich mir an der Rückseite der Beine und Schenkel einen gewaltigen Sonnenbrand beim Schnorcheln in Kinasi zugezogen habe (vergessen einzucremen!), kommt mir das Meer "heiß" vor. Wärmer als in der Badewanne und das Wasser brennt höllisch. Deshalb halte ich es nicht lange im Wasser aus.

17:00 Uhr ist Yoga angesagt. Es sind noch zwei Hochzeitspärchen hier und die beiden Ehefrauen machen auch mit. Yoga im Freien auf der Plattform um den Baobab Baum ist mal etwas anderes. Mir gefällt es, wie Monika Yoga unterrichtet und mir tut es richtig gut, mal wieder etwas zu tun, zumal mich zu Hause sportlich betätige und auch wöchentlich ein Mal Yoga mache.

Nach dem Yoga kommen wir gerade noch rechtzeitig, um den Sonnenuntergang vom "Sunset Pavillon" aus zu beobachten. Die Sonne versinkt genau hinter Pemba Island in der Ferne.

Nach einem 4 Gänge Menü und einem Glas Rotwein gehe ich dann in mein Zimmer.

Mittwoch, 17. Oktober Bawe Island

Um 07:00 Uhr ist schon wieder Yoga angesagt. Deshalb gehe ich schnell vorher schon zum Schwimmen ins Meer, weil noch Flut ist. Heute Morgen ist das Wasser angenehm.

Zum Yoga bin ich heute Morgen die einzige, denn das spanische Brautpaar unternimmt schon einen Strandspaziergang und die Südafrikaner möchten ausschlafen, da sie heute abreisen. Zudem hat die Braut einen Muskelkater.

Heute probiere ich zum Frühstück einen Masala Tee, Früchte und einen Pancake. Sehr gut!

Nachdem Ebbe ist, spaziere ich auf dem Meeresboden ca. œ Stunde hinaus. Es laufen viele Kebse herum, viele Muscheln, kleine Fische in den letzten Wasserlöchern und man sieht verschiedene Vögel.

Als ich gegen 12:30 Uhr zurückkomme, machen sich die Spanier bereit zur Abfahrt. Die Südafrikaner wurden schon vorher mit dem Boot abgeholt.

Zu Mittag gibt es eine Gazpacho Suppe, dann Salat, Fisch mit Papayagemüse und Obstsalat in einem Karamelkörbchen.

Es ist eine Journalistin angekommen, die über die Lodge schreiben möchte. Sie isst mit uns zu Mittag und es ist interessant, sich mit ihr zu unterhalten. Sie ist nämlich Australierin und lebt seit 10 Jahren in Zanzibar.

Zurück im Chalet, will ich kurz das Sonnenbett auf der Terrasse ausprobieren, schlafe aber ein und schlafe tief und fest für eine Stunde.
Das Meer ist heute sehr unruhig und es gibt Wellen und starken Wind. So schwimme ich lieber im Pool meine Runden.

Durch die Wolken ist heute ein schöner Sonnenuntergang. Monika zeigt einige Yogaübungen im Hintergrund die untergehende Sonne.

Im Sunset Pavillon bei Kerzenschein, einer Pina Colada und netter Unterhaltung kann man wirklich die Zeit bis zum Abendessen überbrücken.

Es gibt wieder ein 4 Gänge Menü.

Sonnenuntergang
 
Donnerstag, 18. Oktober 2007 Bawe Island - Zanzibar - Dar es Salaam
Als erstes packe ich heute Morgen meine Tasche. Da es noch kein Licht gibt (erst ab 08:00 Uhr), mache ich dies draußen auf der Terrasse.
Um 07:00 Uhr ist wieder Yoga. Ich bin wieder mit Monika alleine. Heute machen wir nur eine Stunde, da ich noch duschen und frühstücken möchte, bevor wir um 09:00 Uhr mit dem Boot abgeholt werden.

Wir fahren mit dem Versorgungsboot zuerst nach Prison Island - Changuu Island. Roger ist dort Manager und empfängt Monika und mich bei der Landung. Er führt mich über die Insel und erklärt mir die Geschichte. Es sind bereits einige Tagesbesucher auf der Insel, die sich die Schildkröten ansehen möchten.

1920 wurden dem Sultan von den Seychellen vier Landschildkröten geschenkt. Zwei bleiben in Zanzibar und zwei kamen nach Prison Island. Eine Schildkröte davon lebt heute noch. Mittlerweile haben sich die Schildkröten so vermehrt, dass es nunmehr 168 gibt.

Es sind aber nicht alle von den Besuchern zu sehen. Im vorderen Bereich gibt es einen Pool und das Matthew Restaurant, das aber nur den Hausgästen zur Verfügung steht. Roger führt mich über die Insel. Uns begegnen drei Guinea Fowls, einige Fasane und DikDiks.

Es gibt 40 Zimmer, davon 15 Bungalows. Die Zimmer sind in einer Reihe nebeneinander. Es gibt eine Dusche / WC und Bidet. Von allen Zimmern bzw. Bungalows hat man einen Blick zum Meer.

Mittlerweile ist es schon gleich Mittag und ich will ja noch in Zanzibar Verschiedenes ansehen.

Die Überfahrt nach Zanzibar dauert fast doppelt so lange wie normal (heute 40 Minuten, sonst ca. 20 Minuten), weil das Meer so unruhig ist. Es sind schon hohe Wellen, die immer mal wieder ins Boot schwappen und wir ganz schön nass gespritzt werden.


In Zanzibar laufen wir zuerst zum Büro von Sarah - Uhuru Tours & Travel - dann fährt Sarah mich zum Gästehaus Hakuna Matata. Die Fahrt dauert ca. 20 Minuten. Davon benötigt man für das letzte Stück nach dem Abzweig von der Teerstraße noch 5 Minuten. Dieser Weg ist sehr schlecht.
Hakuna Matata gefällt mir sehr gut. Es ist Rose und Fritz ausgezeichnet gelungen, alt und neu zu verbinden.
Die Beiden haben selbst Hand angelegt, sind im November 2004 nach Zanzibar gekommen und haben in 11 Monaten die Bungalows gebaut. Auch heute sind sie am Arbeiten. An der Westküste ist der Unterschied zwischen Ebbe und Flut nicht so groß wie an der Ostküste. Von hier aus kann man auch schön den Sonnenuntergang beobachten.
Ich esse noch ein Sandwich und wir trinken noch etwas, dann fahren wir zurück nach Zanzibar Town.
Monika und Sarah bringen mich zum Flughafen. Mein Flug mit ZanAir soll um 18:00 Uhr sein. Die Maschine mit 22 Sitzplätzen fliegt um 18:35 Uhr ab und braucht 20 Minuten bis Dar es Salaam. Auch ZanAir hat einen Shuttle zum Internationalen Flughafen.

Man muß wieder eine Departure Karte ausfüllen. Dann erhalten wir ein A4 Blatt mit dem Hinweis, dass die Maschine Amsterdam einen Schaden hatte und erst später ankommt. Die Maschine fliegt ja erst nach Kilimanjaro und dann kommt sie nach Dar es Salaam. Somit hat unsere Maschine 1 œ Stunden Verspätung. Es wird pro Person ein Voucher für einen kostenlosen nichtalkoholischen Drink ausgegeben.
Um 23:00 Uhr fängt das Einchecken an.

Freitag, 19. Oktober 2007 Amsterdam - Frankfurt
Bis wir abfliegen ist es schließlich 00:25 Uhr. Der Pilot bittet die Ver-
spätung zu entschuldigen und erklärt, dass in Amsterdam ein "Catering Lorry" das Flugzeug angefahren hat und deshalb das Flugzeug ausge-
wechselt werden musste. Es würde aber guter Wind sein, so dass die Flüge ab 08:55 Uhr wahrscheinlich erreicht werden können.

Nachts kann ich nicht so gut schlafen, weil es sehr kalt ist. Ich ziehe meine Fleecejacke an, Ohrstöpsel rein, Augenklappe auf und dann ziehe ich mir die Decke noch über den Kopf, da es sehr von oben runter zieht.
Die Anzeige zeigt als voraussichtliche Landung 08:01 Uhr an. Dies müsste also für den Weiterflug nach Frankfurt reichen. Tatsächlich landen wir auch um 08:02 Uhr.
Man muß noch durch die Passkontrolle, aber Gott sei Dank gibt es eine Reihe für unmittelbare Anschlussflüge. Die Leute aus unserem Flugzeug nach Frankfurt stellen sich hier an und wir sind sofort durch.
Dann Handgepäckkontrolle. Ich hatte angenommen, dass man Amarula (in Dar es Salaam im Duty Free gab es eine 1 l Flasche zum Preis von 14 US$ und bei uns kostet eine Ÿ Liter Flasche 10 Euro), wenn er eingeschweißt wird, einführen darf. Das Gleiche dachte ich, gilt auch für Marmelade. Leider falsch! Mir wurde der Amarula abgenommen und die Marmeladen (meine Mitbringsel für die Familie Papaya-Ingwer und Mango-Ingwer à 5 US$). Das ärgert mich natürlich, aber was kann man machen! Hätte ich die Marmelade in Zanzibar im Geschäft gekauft und in die Reisetasche getan, wäre dies kein Problem gewesen. Das nächste Mal!!!


Da es eilt, renne ich nun zum Gate B 25. Es ist 08:30 Uhr als ich hier ankomme. Dann erfahre ich, dass alle Passagiere nach Frankfurt schon in Dar es Salaam auf den späteren Flug um 13:55 Uhr umgebucht wurden und man ohne Gepäck aus Sicherheitsgründen nicht fliegen darf. So ein Pech!!!! Nun sitze ich hier - todmüde - und warte auf den Weiterflug in 5 Stunden!

Ich laufe durch die Geschäfte, esse etwas, dann kaufe ich mir ein Buch, damit die Zeit mit Lesen schneller vergeht. Endlich ist es Zeit für den Weiterflug nach Frankfurt.

Dieter ist schon da und holt mich ab. Es ist sehr kalt und ich fange gleich an zu frieren.

Rückblickend war das Gorilla Trekking der Höhepunkt dieser Reise und das Anschlussprogramm gerade richtig zum Ausklingen lassen.

 

geschrieben am 20.04.2011 um 11:34 Uhr.