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Reiseberichte 2011

Hungrige Hunde

von John Coppinger

Gestern sollten neue Gäste erst am Mittag ankommen, so dass am Morgen keine Pirschfahrt vorgesehen war. Deshalb schlug Alex vor, einen Microlight-Flug zu unternehmen, um Wildhunde zu suchen. Der Himmel war bewölkt, ein trüber Tag, so wie es häufig zu dieser Jahreszeit vorkommt.
Wir bereiteten alles vor und los ging's. Inzwischen kamen auch einige Sonnenstrahlen durch und die Luft war klar.

 Luftaufnahmen, Microlight Flug, Remote Africa, Tafika Camp,

Vor einigen Wochen hatte ich bemerkt, dass das Nest des Milchuhus (giant eagle owl), das ich in den vergangenen jahren beobachtet hatte, nicht nur verlassen, sondern komplett verschwunden war. So beschloss ich, das Nest eines Sattelstorchs (saddle billed stork) zu checken ( Sattelstörche brüten während der Regenzeit und ihre Jungen hatten bereits das Nest verlassen), und was sah ich da? Den Milchuhu, und es musste derselbe sah; er saß am Rande des Nests. Noch keine Eier, aber es sieht vielversprechend aus, und ich werde die nächsten Wochen das Nest immer mal wieder kontrollieren.
In der Nähe des Nests ist ein Feuchtgebiet (dambo), in dem wir überraschenderweise eine Herde von 17 Wasserböcken, einschließlich 5 Kälber, entdeckten. Aus unbekannten Gründen hatte es in diesem Gebiet auf der östlichen Seite des Luangwa kaum Wasserböcke zu sehen gegeben. Dies ist ein gutes Zeichen.

Wasserbock, Microlight Flug, Remote Africa, Tafika Camp,
In der Zwischenzeit hatten wir das schwache Signal der Wildhunde im Süden entdeckt. Sofort flogen wir in die Richtung und sahen sie auf der Jagd durch den Busch rennen. Blitzschnell hatten sie ein Impala und zerrissen es in wenigen Augenblicken. In fast genau so kurzer Zeit war es verschlungen, und die Hunde machten sich auf zur nächsten Jagd. Kein Wunder, dass Wildhunde so gefürchtet sind.

 Wildhunde, Microlight Flug, Remote Africa, Tafika Camp,

Auf dem Rückflug sahen wir eine Herde von 71 Elefanten hinter dem Camp, wo die Tiere normalerweise den Fluss überqueren. Die Elefanten grasten friedlich, und wir hatten nicht den eindruck, dass sie bald den Luangwa durchqueren würden. 

Also flogen wir zurück zum Camp und landeten gerade rechtzeitig zum Frühstück. Keine schlechte Art den Tag zu beginnen.

Carol Coppinger
Mai 2011
geschrieben am 21.07.2011 um 11:11 Uhr.