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Reiseberichte 2011
Hallo Frau Nennstiel,

heute schicken wir Ihnen endlich unseren Reisebericht unserer Südafrikareise vom Oktober 2011.
Wir waren in der letzten Zeit beruflich wie privat recht eingespannt und somit kommt der Bericht erst jetzt.

Unsere Südafrika

reise vom 08.10.2011 bis 30.10.2011, von Kapstadt zum Richtersveld und zurück.

Nach einem kurzen Zwischenstop in Kapstadt fuhren wir direkt nach Springbok, wo wir 2 Nächte in der Mountain View Lodge verbrachten. Hier besuchten wir das Goegab Nature Reserve. Es lohnt sich zumindest einen Tag mit einer kleinen Wanderung das Gebiet zu erkunden.
Unsere nächste Station war Eksteenfontain. Wir wählten hier die Strecke über Vioolsdrif, dann am Oranje entlang Richtung Kotzeshoop und dann über den Helskloof Pass nach Eksteenfontain.

Eksteenfontein, Südafrika, Richtersveld Nationalpark
Die Strecke vermittelt schon einen ersten schönen Eindruck über die Richtersveld Region und die Piste ist recht gut zu befahren.
In Eksteenfontain blieben wir auch zwei Nächte, obwohl hier eine gereicht hätte. Die Unterkünfte (Kom rus a bitje Guesthouse) ist zwar sehr schön (keine Grillmöglichkeit – aber man hätte sich bekochen lassen können), aber der Ort und das drumherum hätte man auch in weniger Zeit erkunden können.

Eksteenfontein, Südafrika, Richtersveld Nationalpark
Von hier aus fuhren wir über Port Nolloth (der letzte gute Stop um einzukaufen –
Alexanderbay und Sendlingsdrift kann man da vergessen) und Alexanderbay (tanken, auch bleifrei o.k.) nach Sendlingsdrift. Seit unserem letzten Besuch (2007) wurde hier viel gebaut, ein neues Besucherzentrum, der Ponton nach Namibia ist ja auch schon länger offen und die Bungalows direkt am Oranje sind top. Die Gegend hat sich gut entwickelt im Vergleich zu dem ehemaligen Minengebiet.
Der Weg führte uns von hier nun direkt in den Richtersveld Nationalpark, über den Akkedis Pass und weiter zum Tatasberg Camp. Die Strecke war gut zu befahren und Allrad mussten wir ganz selten nutzen. Unterwegs hielten wir immer wieder an um die Landschaft zu genießen und nach verschiedenen Pflanzen Ausschau zu halten. Hier einige Impressionen.

Eksteenfontein, Südafrika, Richtersveld Nationalpark
Eksteenfontein, Südafrika, Richtersveld Nationalpark
 Südafrika, Richtersveld Nationalpark
Tatasberg Camp selbst hat eine absolute Traumlage direkt am Oranje. Die erste Nacht waren wir die einzigen Gäste. Absolute Ruhe und Abgeschiedenheit. Hier kann man gut relaxen – weit ab von weltlichen Dingen - , im Oranje baden usw.
Die Bungalows sind für Selbstversorger mit allem notwendigen ausgestattet. Allerdings gab es sonst gasbetriebene Kühlschränke die funktionierten, jetzt gibt es elektrische Kühlschränke über Solarstrom die ab und zu ausfallen.

Die Rückfahrt durch den Park Richtung Helskloof Gate empfanden wir als anspruchsvoller als die Route nach Tatasberg. So brauchten wir hier auch gut 8 Stunden bis Alexander Bay.
Allerdings auch mit vielen Fotostops.
In Alexander Bay selbst liegt der Hund begraben. Das Museum ist geschlossen, die Minen-Tour gibt es nicht mehr, ein Restaurant ist ebenfalls nicht vorhanden und die
Einkaufsmöglichkeiten sind sehr eingeschränkt. Wenn das Wetter dann noch diesig und nebelig ist, hat man die perfekte Kulisse für einen Horror-Film.

Alexander Bay Südafrika
Das Häuschen im Vordergrund stand vor ein paar Jahren noch aufrecht und man konnte es gefahrlos betreten. Im Häuschen gab es einige Hinweistafeln zu Vögeln und Meerestieren.
Mit dem Rückgang der Diamantenindustrie in dieser Gegend scheint auch alles andere niederzugehen.
Die Zimmer im Alexkor Guesthouse sind geräumig und auch mit Gemeinschaftsküche ausgestattet. Der riesige Frühstücksbereich wirkt wie eine Betriebskantine aus den 70er Jahren.
So blieben wir nur eine Nacht in Alexander Bay und machten am Morgen noch eine
Wanderung am Strand entlang und fuhren für den nächsten Zwischenstop nach Port Nolloth.
Hier blieben wir im Port Indigo Guesthouse, welches wirklich sehr empfehlenswert ist und sich auch für einen längeren Aufenthalt eignen würden.
Weiter ging es nach Vanrhynsdorp. Mit dem Vanrhyn Guesthouse und seinem ländlichen Charme immer wieder ein Abstecher wert. Für Pflanzenliebhaber sehr zu empfehlen ist das Gebiet der Knersvlakte. Man kann hier ca. 20 km nördlich von Vanrhynsdorp einen Rundweg gehen und unzählige Sukkulenten entdecken.

Den nächsten Stop machten wir in Clanwilliam in der Ndedema Lodge. Die Gegend der Cederberge bietet ausgezeichnete Wandermöglichkeiten in einer bizarren Landschaft. Hier auf dem Bild zum Beispiel die Stadsaal Caves, wo man Problemlos einen ganzen Tag verbringen kann und immer wieder etwas Neues entdeckt.

Cederberge Südafrika
Weiterhin sehr interessant ist die Wanderung zum Maltes Cross (ein riesiger Felsen in Form eines Malteserkreuzes).
Und nach den vielen Wanderungen kann man es sich bei einer Weinverkostung auf einem der höchstgelegenen Weingüter (Cederberg Private Cellar) gut gehen lassen.

Bevor es zu guter letzt nach Kapstadt ging, blieben wir noch für 2 Nächte in Tulbagh. Auch eine schöne Weingegend mit vielen Verkostungsmöglichkeiten und bei weitem nicht so überlaufen wie bspw. Stellenbosch.

Es war wieder eine tolle Reise und wir sind noch nicht müde Südafrika weiter zu besuchen.
Wir freuen uns schon auf das nächste mal.

U.und K.-E. O.

geschrieben am 28.06.2012 um 12:36 Uhr.