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Reiseberichte 2006

Dienstag, 06.06.06:
Heute ging es weiter zur Küste Namibias. Ein Zwischenstopp in Solitaire sowie ein Stückchen frisch gebackenenApfelkuchen, den es dort zu kaufen gibt, durften in unserem Programm natürlich nicht fehlen! Nach dem Besuch derSolitaire Gästefarm und der Rostock Ritz Desert Lodge erreichten wir am Nachmittag endlich Swakopmund. Nachdemich mein Zimmer im Secret Garden Gästehaus bezogen hatte, hatte ich den Rest des Tages zur freien Verfügung undkonnte das glücklicherweise traumhafte Wetter genießen. Am Abend lernte ich dann den Rest des Teams von „PalmwagLodge & Travel Shop“ kennen.

Skeleton Coast Safari

Mittwoch, 07.06.06:
Am frühen Morgen startete meine 4-tägige „Skeleton Coast Safari“ – leider ohne Janine. Gegen 10:00 Uhr wurde ichzum Flughafen von Swakopmund gebracht, von wo aus es in einer Cessna Caravan in Richtung Skelettküste ging. Derca. 2 ½ stündige Flug führte uns vorbei am Brandberg, über die wunderschöne Landschaft des Damaralandes undentlang der Küste zum Khumib Rivier, wo sich das Skeleton Coast Camp befindet. Von der Landebahn bis zum Campsind es ca. 5 Minuten Fahrt.Die Gäste des Skeleton Coast Camps werden in 6 geräumigen Zelten untergebracht, jedes mit eigener Veranda,Schlafzimmer und Badezimmer mit Dusche/ WC ausgestattet. Im Hauptgebäude befinden sich der Essbereich sowieeine Bar und gemütliche Sitzgelegenheiten, eine kleine Bibliothek und ein Bereich, wo Souvenirs ausgestellt sind.

Skeleton Coast Safari 

Nach Ankunft im Camp erhielten wir eine ausführliche Einführung für die kommenden Tage im Skeleton Coast Park,wichtige Verhaltensregeln sowie Sicherheitsmaßnahmen wurden erläutert. Da das Skeleton Coast Camp die einzigeUnterkunft weit und breit in dem ca. 175.000 ha großen privaten Konzessionsgebiet ist, stellt diese Flugsafari eineinmaliges und exklusives Erlebnis das – maximal 12 Personen können sich zugleich in diesem riesigen Gebietaufhalten.

Nach dem Mittagessen und einer kurzen Ruhepause trafen wir uns wieder um unsere erste Ausfahrt im privatenKonzessionsgebiet, welches sich im Süden bis nach Möwe Bay und im Norden bis Kap Fria erstreckt, zu unternehmenund einen ersten Eindruck dieser atemberaubend schönen und einsamen Wüstenlandschaft zu erhalten.Auf einer kleinen Erhebung wurde von unseren Guides eine „mobile Bar“ aufgebaut, bei einem Gin & Tonic konnten wirzusehen, wie die Sonne langsam am Horizont verschwand. Anschließend ging es zurück zum Camp, wo wir bereits beiDunkelheit ankamen und wo uns ein leckeres Abendessen erwartete

Donnerstag, 08.06.06: 
Heute stand ein ganztägiger Ausflug an die Küste auf dem Programm. Um 06:00 Uhr wurden wir geweckt, nach demFrühstück war gegen 07:00 Uhr Abfahrt in Richtung Norden. Alle Aktivitäten werden mit zwei speziell umgebauten Safarifahrzeugen unternommen. Um die schönen Aussichten besser bestaunen zu können, kann das Fahrzeugdachhochgeklappt werden; außerdem befinden sich auf dem Dach des Fahrzeugs drei weitere Sitzplätze.

Unsere Fahrt führt uns zu den „musical dunes“. Die Sandkörner dieser Dünen haben eine einzigartige Form, so dassbeim Aneinanderreiben der Körner Töne entstehen. Läuft oder springt man nun auf diesen Dünen auf und ab, hat manden Eindruck, dass die Dünen singen.

Weiter ging es zu den „stone circle villages“. An einer kleinen Erhöhung sind reihenartig Steine in mehreren Kreisenangeordnet. Es wird angenommen, dass diese Kreise vor 200 bis 300 Jahren von den Bewohnern dieser Gegendgenutzt wurden, um zu jagen.

Skeleton Coast Safari 

Unterwegs sahen wir immer wieder in der Ferne Springböcke, Oryxantilopen und Strauße, die sich dem unwirtlichenKlima dieser Region auf besondere Weise angepasst haben. Aber nicht nur die großen Lebewesen sind faszinierend,sondern auch die kleinen wie zum Beispiel verschiedene Käfer, Skorpione und auch Schlangen. Auch verschiedeneFlechtenarten und Pflanzen gibt es in dieser Gegend, die sich von dem Nebel, der oft über der Skelettküste aufzieht,ernähren.

Weiter über Sanddünen und an Salzfeldern vorbei fahrend erreichten wir um die Mittagszeit die Küste in der Nähe vonCape Fria. Während wir auf Erkundungstour gingen und unsere Füße im eiskalten Atlantischen Ozean badeten, wurdevon unseren Guides das Mittagessen direkt am Strand vorbereitet.

Skeleton Coast Safari 
Skeleton Coast Safari 

Nach einem Besuch der Pelzrobbenkolonie bei Cape Fria machen wir uns wieder auf den Heimweg in Richtung Süden.Wir fuhren an der Küste entlang und stoppten immer wieder, um letzte Überbleibsel gestrandeter Schiffe und Wale zubegutachten und zu fotografieren. Gegen 18:00 Uhr erreichten wir das Skeleton Coast Camp, wo bereits einausgiebiges Abendessen auf uns und unsere hungrigen Bäuche wartete.

Freitag, 09.06.06:
Für diesen Tag war eine Tour in das Inland geplant. Geweckt wurden wir wieder um 06:00 Uhr. Nach dem Frühstückging es durch das Khumib Rivier und über endlos erscheinende Flächen zum Hoarusib Rivier. Wegen der gutenRegenfälle Anfang des Jahres führte der sonst trockene Flusslauf immer noch Wasser, was für uns alle natürlich eineinmalig schönes Erlebnis war.

Ca. 2 Stunden lang fuhren wir durch das Hoarusib Rivier in Richtung Purros, immer wieder auf der Suche nach denseltenen Wüstenelefanten, deren Heimat die in der Regel trockenen Flussbette im Damaraland sind. Kurz vor Purroshatten wir dann Glück und stießen auf eine Herde von 16 Wüstenelefanten!

Skeleton Coast Safari 

Nachdem wir einige Zeit damit verbracht hatten, diese gemütlichen Riesen beim Trinken und beim Suhlen im Matsch zubeobachten, wurde es auch für uns höchste Zeit, etwas Nahrhaftes zu uns zu nehmen. So suchten wir uns einenruhigen und sicheren Platz in einem Seitenarm des Hoarusib Riviers, wo wir unseren Mittagstisch aufbauten.Anschließend ging es weiter über Purros zu einem Ovahimbadorf – einem der letzten ursprünglich lebendenNomadenvölker Namibias. Wir lernten den Alltag sowie die Traditionen und Sitten dieses Volkes kennen. BesonderesMerkmal der Himba-Frauen ist ihre rötliche Haut. Sie cremen ihre Körper mit einer Paste aus Fett und Ockerfarbe, dieaus bestimmten Steinen gewonnen wird, ein, um die Haut vor dem Austrocknen durch die Sonne und durch das extremheiße und trockene Klima zu schützen. Außerdem besuchten wir eine Schule in Purros, die von Wilderness Safarisunterstützt und gefördert wird, bevor es durch das Hoarusib Rivier wieder zurück zum Camp ging.

Skeleton Coast Safari 

Bei Rückkehr im Camp wartete dann eine kleine Überraschung auf uns. An dieser Stelle möchte ich aber nicht zu vielverraten...

Samstag, 10.06.06:
Heute durften wir ein wenig länger schlafen. Nach einem ausgiebigen mit allem, was das Herz begehrt - Müsli, Früchte,Käse- und Wurstplatten sowie warmen Speisen – begaben wir uns auf einen Halbtagesausflug zu den sogenannten„Lehmschlössern“. Vor vielen Tausenden von Jahren lagerten sich in den Seitenarmen des Hoarusib Lehmschichten ab,die mit etwas Fantasie wie prunkvolle Schlösser aussehen. Nachdem wir ausreichend Zeit hatten, die Schlössergenauer unter die Lupe zu nehmen, kehrten wir wieder zum Camp zurück.

Skeleton Coast Safari

Hier warteten bereits schon Lunchpakete auf uns und nach kurzer Wartezeit traf dann auch unser Flugzeug – eineCessna Caravan – ein, welches uns in die Zivilisation zurückbrachte und diesem tollen, 4-tägigen Erlebnis leider einEnde setzte. Nach ca. 2 ½ Stunden Flugzeit mit Zwischenstopp bei der Palmwag Lodge erreichte ich Swakopmund.

Sonntag, 11.06.06:
Am Morgen standen einige Hotelbesichtigungen auf dem Tagesplan – Hotel Eberwein, Hansa Hotel, Sam’s Giardino,The Stiltz und Rössmund Lodge. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Ich nutzte die Zeit, um ein wenig durchdas kleine Städtchen zu bummeln und alte, bekannte Gesichter wieder zu sehen, die ich aus meiner Praktikumszeitkenne.Montag, 12.06.06:An diesem Tag hatten wir eine lange Strecke vor uns. Am frühen Morgen wurde ich von Janine im Secret GardenGästehaus abgeholt und gemeinsam machten wir uns in unserem Mietwagen auf den Weg in Richtung Norden. Zuerstfahren wir entlang der Atlantikküste bis Henties Bay, von dort aus geht es weiter ins Inland in die Gegend vomBrandberg. Die Landschaft ändert sich ständig. Je weiter man ins Landesinnere kommt, desto hügeliger, farbenfroherund fruchtbarer wird sie.Nach einem kurzen Zwischenstopp bei der Brandberg White Lady Lodge und einer kleinen Mittagspause unter einemschattigen Baum erreichen wir am Nachmittag das Mowani Mountain Camp, welches auf künstlerische Weise in dieBerge hineingebaut wurde. Wir erhalten eine Führung durch die Räumlichkeiten, anschließend geht es weiter zur Doro!Nawas Lodge, welche ebenfalls in dieser Gegend liegt.Leider kommen wir erst so spät an, dass wir nichts mehr unternehmen können, sondern gleich unsere Zimmerbeziehen und uns zu einem Drink auf der großen, einladenden Terrasse treffen. Nach dem Abendessen möchten wirmit Hilfe des professionellen Teleskops auf dem Dach der Lodge Sterne beobachten, leider ist es aber aufgrund desVollmondes hierzu viel zu hell.

geschrieben am 14.04.2012 um 17:11 Uhr.