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Reiseberichte 2015

Ramona und Klaus Mühl

Sambia- und Malawi-Rundreise

Im Zeitraum vom 10. August bis 22. August 2015

Liebe Frau Csar,

Nach vielen von Ihnen organisierten Reisen, waren wir auch diesmal gespannt, wie die Reise ablaufen würde. Nach der Fluganreise Dresden - Frankfurt - Johannesburg  kamen wir pünktlich 12:30 Uhr in Lusaka an. Die Sitzplatzreservierung hatte geklappt. Fiebermessen in Johannesburg und Lusaka war erstmal überraschend, aber bei der immer noch herrschenden Angst wegen Ebola verständlich. Wir mussten den Hotelshuttle nehmen, da der geplante Transfer nicht klappte. Das Radisson Blu Hotel war sehr angenehm. Wir erholten uns am Pool vom Nachtflug, kostenfreies WLAN stand zur Verfügung, so dass die Ankunftsmitteilung in die Heimat problemlos möglich war. Essen abends Buffet.

Der Transfer am nächsten Tag zur Kanyemba Lodge war pünktlich und zügig. Erst per Kleinbus, dann ab Chirundu auf einem Boot. Die ersten Flusspferde waren schon bei diesem Transfer zu beobachten. Die Lodge liegt sehr schön am Ufer des Sambesi. Das Personal war freundlich und zuvorkommend. Da wir die einzigen Gäste waren, hatten wir natürlich die volle Aufmerksamkeit. Die Aktivitäten des nächsten Tages wurden besprochen. Wir hatten die Bootstouren abends zum Sonnenuntergang, Sonnenaufgang, eine Walking-Safari und eine Ganztagestour in den Lower -Sambesi-Nationalpark. 

Die Touren sind sehr gut organisiert, pünktlich und fachkompetent geführt. Wir konnten vom Boot aus viele Flusspferde, Elefanten, Krokodile und Impalas sehen. Der Abstand war ideal zum Fotografieren. Mein Wunsch zur Brutkolonie der Bienenfresser zu fahren konnte erfüllt werden. Die Walking-Safari wurde auf Kanyemba, die Insel im Sambesi, die der Lodge den Namen gab, durchgeführt. Vorsichtige und auf unsere Sicherheit bedachte Begleitung verliehen uns ein gutes Gefühl. Die Elefantenbeobachtung aus 50 Meter war uns ausreichend. Für Fotos war dies sowieso nicht gedacht.

Die Tagessafari in den Lower-Sambesi NP begann zeitig. Für zwei Stunden Fahrt auf dem Fluss ab 06.00 Uhr sollte man sich ordentlich anziehen, die Temperatur betrug 8 Grad Celsius, obwohl zusätzliche Decken und Wärmflaschen bereit lagen.  Die beobachteten Tiere erfüllten unsere Erwartungen. Der gewünschte Leopard war dabei. Kanyemba ist insgesamt sehr zu empfehlen, freundliche, Essen sehr gut, Unterkunft sehr toll, persönliche Betreuung.

Die Fahrt/ der Flug zum Flatdog-Camp via Lusaka und Mfuwe verlief reibungslos. Den Elefantenkontakt im Camp hatten wir erwartet, waren vorbereitet und haben ihn erlebt. Für Angsthasen ist dies sicherlich nichts. Wir haben die Unterkunft genossen, zumal wir das letzte Zelt vor dem "bush" hatten. Viel "Freizeit " die Aussicht auf den Fluss zu genießen, blieb uns nicht, da die Aktivitäten doch tagausfüllend waren. Die Walking-Safari wurden nicht aktiv beworben. Trotz der höheren Anzahl von Mit-Touristen, gab es persönliche, nicht aufdringliche Kontakte zu den Besitzern und Mitarbeitern, was wir als recht angenehm empfunden haben. 

Das Lion-Camp haben wir mitbesucht. Da es nur über eine kurze Zeit bewirtschaftet wird, sind die Tiere dort sehr scheu und wir würden dies nicht unbedingt als Station empfehlen, wenn man in kurzer Zeit viel sehen möchte. Das waschen der Wäsche war im Camp überhaupt kein Problem. Früh abholen, nachmittags zurück, im Preis inbegriffen. Damit war die Gewichtsbegrenzung unseres Gepäcks überhaupt kein Problem. (Da hatten wir im Vorfeld so unsere Bedenken).

Die Tierbeobachtungen erfüllten unsere Wünsche: Elefanten, Antilopen, Löwen, Hyänen, und wieder die "erhofften" Leoparden konnten wir ausreichend und sehr nah beobachten. Die Abendsafaris waren auch sehr interessant und wir haben im Vergleich zu anderen Regionen viel gesehen. Die Ausreise nach Malawi erfolgte pünktlich und kostete 40 US$ pro Person. Der Transfer zur Norman Karr Cottage verspätete sich, wurde dann aber nach 30 Minuten Wartezeit realisiert. Die 3,5 Stunden Fahrtzeit auf einer sehr schönen Asphaltstraße mit Lunchpaket vergingen wie im Flug. 

Das Norman Karr Cottage ist etwas zum Relaxen. Wir haben dies so angedacht gehabt und sind somit gut gefahren. Die angebotenen Aktivitäten haben wir auf die Sunset-Cruise (Bootsfahrt) und den Besuch im Dorf beschränkt. Die nachgefragte Aktivitäten - Besuch Otter-Point, Vogelinseln, individuelle Bootsfahrt anstatt Schnorcheln wurden negiert.

Uns störte es nicht allzu sehr, da wir sowieso nicht ins Wasser wollten (wegen der Bilharziose). Der Kontakt zur Dorfbevölkerung war sehr nah, aber nicht störend. Wäsche waschen, Baden, Fischen, Körperpflege der Dorfbevölkerung erfolgte in unmittelbarer Nachbarschaft. Für uns interessant, man kommt ins Gespräch, es erfolgte kein Betteln! Die Händler, die Teff morgens auf seinen Strand für seine Gäste einlädt, sind nicht aufdringlich und garantieren Kommunikation. 

Essen, Unterkunft und persönliche Betreuung war sehr angenehm. Insgesamt ein guter Platz, wo wir die Eindrücke der Safaris verarbeiten konnten. Der Rücktransport und der Flug in die Heimat waren wieder problemlos, was Timing und Sitzplatzreservierung anging.

Die Kombination der unterschiedlichen Regionen war ideal, wurde uns auch von den Lodgebetreibern bestätigt. Damit konnten wir in einer kurzen Zeit viel Sehen. 

Vielen Dank Ihnen Frau Csar, für die wie immer gekonnten, perfekte Zusammenstellung der Sambia und Malawi Rundreise.

Ramona und Klaus Mühl

geschrieben am 10.09.2015 um 15:00 Uhr.