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Reiseberichte 2015

Reiseverlauf: Windhoek – Ghanzi – Nxai Pan Nationalpark – Makgadikgadi Nationalpark – Mahangu Reservat Caprivi – Waterberg Plateau Park – Omaruru – Windhoek

Ute und Sandra Gajewsky und Uwe Schnabel

Hallo Frau Csar,

jetzt nehme ich mir die Zeit und versuche die Reise nochmal Revue passieren zu lassen. Ausnahmsweise beginne ich mit dem Fazit: Toll, großartig, umwerfend, unglaublich, faszinierend ...

Die Abholung am Flughafen und die Übergabe des Wagens waren wie immer reibungslos und professionell. Wir sind dann gegen 9.00 Uhr in Windhoek gestartet und waren bereits am Nachmittag in Ghanzi. Grenzübergang nach Botswana und die Fahrt auf dem Trans-Kalahari-Highway wie immer unproblematisch.

Das Thakadu Camp ist und bleibt ein wunderbarer Einstieg in eine solche Rundreise: Ruhe, schöne Unterkünfte, gutes Essen und guter Wein und die Elands laufen an der Terrasse vorbei. Man kann sich wunderbar auf die Reise einstimmen und außerdem bietet Ghanzi gute Einkaufsmöglichkeiten für Verpflegung für die Weiterreise.

Von Ghanzi nach Nxai Pan. Nxai Pan ist eine genauso traumhafte Lodge wie die Schwesterlodge Tau Pan. Außerdem war dort gerade Personal von Tau Pan, welches wir von vor zwei Jahren kannten, damit hatten wir viel Spaß. Super Unterkünfte, unberühte Natur, super Guide und sehr zuvorkommendes Personal. Wir haben zum ersten Mal eine braune Hyäne sowie drei Geparden aus unmittelbarer Nähe gesehen.

Von Nxai Pan in die Makgadikgadi Pans . Ein Guide in Nxai Pan meinte, dass es nicht “the greatest dryness, but the completest” wäre. So hatte ich es mir vorgestellt. Wer sich in dieser Salzpfanne verläuft/ausgesetzt wird, findet nie wieder zurück. Grenzenloses Nichts gepaart mit der absoluten Stille. Außer seinem eigenen Herzschlag und Atem hört man dort nichts. Das Abendessen fand an einem Abend ebenfalls in der Salzpfanne statt einschl. anschließendem Lagerfeuer.

Wir hätten auch in der Pan übernachten können, da aber gerade eine Kaltfront über dem Gebiet lag und die Temperaturen Nachts auf Null Grad gefallen sind, haben wir davon Abstand genommen und haben uns ins Camp fahren lassen. Das Camp ist am Rande der Pfanne. Toll eingerichtete Zelte, insbesondere die Badezimmer laden zum Träumen ein, da dieser Teil der Zelte nicht vollständig geschlossen ist und man den Himmel über sich sieht. Tolles und sehr zuvorkommendes Personal, gutes Essen.

Von den kalten Makgadikgadi Pans hoch in den Caprivi in die Mahangu Lodge. Traumhaft gelegen. Wir haben uns dann daran erinnert, dass wir vor ein paar Jahren in der daneben liegenden Ndhovu Lodge waren. Das Grunzen der Hippos hat uns in den Schlaf begleitet. Da wir vier Nächte dort waren, bekamen wir eine Frühstücksausfahrt auf dem Okavango. Das Abendessen haben wir immer auf der Außenterrasse eingenommen, obwohl es schon etwas frisch war. Aber dieses Szenario mit den Hippos im Wasser, der Mondspiegelung auf der Wasseroberfläche und einer trompetenden Elefantenherde auf der anderen Seite des Flusses ist wohl eher einmalig. Der angrenzende Mahangu Park kann alleine befahren werden und bietet gerade am Wasserloch Zebras, Kudus, Springböcke, Warzenschweine etc. Gute und gepflegte Unterkünfte. Das Essen und Personal war in Ordnung. Die Lodge besticht durch ihre Lage.

Vom Caprivi zum Waterberg. Hier haben wir eine Abkürzung genommen und sind über die D 2512 gefahren ohne zu wissen, was uns erwartet. Wir waren mehr als positiv überrascht. Diese D-Straße ist so gut wie eine gute C-Strasse. Das Waterberg-Plateau ist ausgeschildert und man fährt durch eine wirklich tolle Landschaft. Sie können die Straße beruhigt weiterempfehlen. Den Waterberg sieht man von weitem. Wir sind immer wieder begeistert von der Schönheit dieser Landschaft.

Die Wilderness Lodge gehört sicher zu den schönsten und besten Lodges in Namibia. Tolle Unterkünfte, sehr zuvorkommendes Personal, hervorragendes Essen und super Weine. Der Aufstieg am nächsten Morgen auf das Plateau ist ein absolutes Muss, auch wenn es sehr anstrengend ist. Der Ausblick später vom Plateau in die Ebene ist atemberaubend, man vergisst ihn nie. Vor dem Abendessen am Lagerfeuer stehen und ein Glas Rotwein trinken und mit ein bisschen Glück ein Stachelschwein sehen, rundet den Tag ab. Vom Waterberg ging es weiter nach Omaruru in die Omaruru Game Lodge. Dort waren wir 2007 schon einmal als wir in Etosha keinen Platz mehr bekamen. Diese Lodge befindet sich mitten in einem Zoo, so könnte man glauben. Abends werden die Tiere durch Fütterung angelockt und man kann von der Terrasse des Restaurants zusehen. Das absolute Highlight sind die Nashörner, die man tatsächlich anfassen kann. Die Kinder machen das, ohne sich darüber Gedanken zu machen, dass es sich doch um wilde und gefährliche Tiere handelt. Ich habe mir ein Herz fassen müssen, ein für mich bleibender Eindruck. Eine wirklich schöne Lodge, aber kein nature-feeling. Ideal geeignet für einen Stop-Over oder für Familien mit Kindern. Außerdem ist Omaruru eine schöne kleine Stadt mit guten Einkaufsmöglichkeiten und einer kleinen Weinkellerei, die wir jedes Jahr besuchen. Dort kann man unter alten Bäumen eine hervorragende Schlachte-Platte mit Kudu-Salami und Oryx-Rauchfleisch genießen und dazu den neuen Wein kosten. Aus Verdauungsgründen kann man das Ganze mit einem Dattel- oder Cranberry-Schnaps abschließen, himmlisch.

Unsere letzte Etappe ging von Omaruru in den Süden Richtung Maltahöhe. Wir sind von der von Ihnen vorgeschlagenen Route über Teerstraßen abgewichen und haben den einmaligen, landschaftlich, aus unserer Sicht, nicht zu toppenden Weg über den Bosua-Pass, anschließend den Kuiseb-Pass, dann den Gaub-Pass über Solitaire (dort machen wir immer eine Kaffeepause bei himmlischen Backartikeln wie frischem Apfelstreusel) genommen und sind dann zu unseren Freunden, den Fechters, gefahren.

Die Farm liegt auf 12.000 Hektar Land. Kein Handy-Empfang und kein Internet. Strom über Generator und das heiße Wasser muss angeheizt werden. Außer den Schäfchen und den Vögeln hört man dort nichts und nirgends ist der Himmel schöner als dort. Dort haben wir wieder einmal in entspannter Atmosphäre bei unseren Freunden den Urlaub ausklingen lassen.

Samstags waren wir in Windhoek wie immer shoppen und bevor wir den Wagen abgeben, gehen wir ins Hilton auf die Dachterrasse noch etwas essen und trinken und blicken von oben auf das bunte Treiben unten. Von dort oben kann man sehen, wie wunderbar Windhoek von den Bergen eingerahmt wird. Ein letzter Blick, dann zum Aufzug und zum Wagen und zur Mietstation von Asco. Ein traumhafter Urlaub hat wieder sein Ende genommen und die Familie war sich wieder einig, dass wir auch nächstes Jahr wieder hier sein wollen.

Liebe Grüße von Ute und Sandra Gajewsky und Uwe Schnabel

geschrieben am 10.08.2015 um 15:19 Uhr.