Stichworte · Stichworte · Stichworte ...

Reiseberichte 2009

Bwindi Impenetrable NP | Kibale Nationalpark | Lake Mburo Nationalpark | Queen Elizabeth Nationalpark | Uganda


Ein Land voller Vielfalt und Abwechslung.

Urlaub in Uganda? Das können sich viele noch nicht vorstellen. Denn es ist ein Land, das den meisten von uns am ehesten durch die Person Idi Amins in Erinnerung geblieben ist. Wenn man an Uganda denkt, denkt man sofort an Bürgerkrieg, Massenmord, Vertreibung und andere schlimme Gräueltaten.

Uganda Landkarte
Ich möchte mich durch diese Inforeise selbst davon überzeugen lassen, dass Uganda nicht mehr das Land ist, das es früher einmal war. Dass Uganda wieder auf gutem Wege ist, eine Perle Afrikas zu werden, wie es Winston Churchill in seinen Reiseaufzeichnungen einst rühmte und ein Land ist, das durch seine Vielfältigkeit und seine einzigartige Natur besticht.

Die Inforeise wurde von unserer ugandischen Partneragentur
Wild Frontiers organisiert, die auch mehrere Lodges in Uganda besitzt.

1. Tag: Frankfurt - Amsterdam - Entebbe

Da es keine direkte Flugverbindung aus dem deutschsprachigen Raum nach Uganda gibt, entschließe ich mich mit KLM über Amsterdam zu fliegen. Eine andere Alternative wäre entweder mit Ethiopian Airlines ab Frankfurt über Addis Abeba, mit Brussels Air über Brüssel oder mit Emirates über Dubai nach Entebbe.

Nach einer angenehmen Tagesreise mit KLM über Amsterdam komme ich gegen 22 Uhr am internationalen Flughafen von Entebbe an. Der Flughafen ist sehr klein und überschaubar. In der Ankunftshalle gibt es 2 Schalter, einen für Residents und einen mit dem Schild Visa. Da ich noch kein Visum in Deutschland im Voraus beantragt habe, stelle ich mich mit meinem ausgefüllten Visumantrag und 50 USD beim Visumschalter an. Es dauert nicht lange und schon begrüßt mich ein freundlicher Beamter am Schalter, überprüft meinen Reisepass nach seiner Gültigkeit und drückt mir einen Visumstempel in den Pass. Bei der Einreise aus einem Nachbarland Ugandas ist hin und wieder der internationale Impfpass mit einer gültigem Gelbfieberimpfung vorzuzeigen.

Nach der Passkontrolle laufe ich auch schon direkt auf die Gepäcklaufbänder zu, hole mir mein Gepäck ab und begebe mich dann anschließend in die Ankunftshalle, wo mich ein Vertreter von Wild Frontiers herzlich mit einem Schild, auf dem mein Name zu sehen ist, begrüßt. Der Fahrer stellt sich freundlich vor und hilft mir mit dem Tragen des Gepäcks. Anschließend fahren wir zum Gästehaus " The Boma", das nur ca. 6 km vom Flughafen entfernt ist.

Ugandische Landschaft
Das kleine gemütliche Gästehaus wird von einem jungen irischen Ehepaar geführt und liegt in einer ruhigen und schönen Wohngegend. Jedes Zimmer ist im afrikanischen Stil dekoriert und bietet ein eigenes Badezimmer, bis auf Zimmer Nr. 3, das sich im Haupthaus befindet. Hier ist das Badezimmer im Flur.
Außerdem verfügt das Haupthaus über eine kleine Lounge mit Fernseher, eine Bar und eine Terrasse, wo man zu Abendessen oder morgens gemütlich frühstücken kann.

Blüte
Das freundliche Servicepersonal begrüßt mich recht herzlich bei Ankunft und bringt mich nach Erledigung aller Anmeldeformalitäten zu meinem Zimmer. Ich mache mich im Zimmer etwas frisch, nehme eine warme Dusche und gehe dann zum Abendessen. Hier lerne ich John kennen, ein weiterer Teilnehmer der Gruppe von Wild Frontiers. John kommt aus England und ist schon am Tag zuvor mit der British Airways über London angereist. Wir kommen schnell ins Gespräch und teilen unsere bisherigen Reiseerfahrungen. Auch er ist zum ersten Mal in Uganda und schon gespannt, was das Land alles zu bieten hat.

Da die restlichen Teilnehmer erst am nächsten Nachmittag anreisen, planen wir für den Vormittag einen Besuch des botanischen Gartens von Entebbe.
. nach oben

2. Tag: Botanischer Garten und Ngamba Island

John und ich frühstücken noch gemütlich und nehmen uns dann ein Fahrradtaxi (Boda-Boda) zum botanischen Garten. Ein Guide zeigt uns die gepflegte und dschungelartige Gartenanlage, wo der erste Tarzan-Film mit John Weismuller gedreht wurde. Wir lernen viele verschiedene tropische Pflanzen aus allen Erdteilen kennen. Die Anlage ist außerdem, insbesondere durch die Nähe zum Lake Viktoria, ein fantastisches Gebiet für Vogelbeobachtungen. Neben dem Schreiseeadler, zahlreichen Reiherarten und Waldvögeln wie Graupapageien, Turakos oder Nashornvögel sind auch schwarz-weiße Colobusaffen zu beobachten.

Schimpanse auf Ngamba Island
Zurück im Gästehaus lernen wir dann den Rest der Gruppe kennen. Zwei weitere Teilnehmer kommen aus England und einer aus Australien. Bei einem gemeinsamen Mittagessen stellen wir uns alle kurz vor. Ruth und Linda von Wild Frontiers geben uns ein kurzes Briefing zur geplanten Tour und dann kann es eigentlich auch schon zu unserem ersten Programmpunkt "Ngamba Island" losgehen.

Diesen Bericht über Ngamba Island können Sie unter Reiseberichte-Blog lesen.

Aus unserer Gruppe haben sich John und Sarah angemeldet auf Ngamba Island zu übernachten. Wir anderen fahren mit dem Boot wieder zurück aufs Festland.

Da wir bis zum Abendessen noch etwas Zeit haben, schauen wir uns ein weiteres Hotel in Entebbe an. Das schon etwas ältere aber dennoch elegante, im kolonial Stil erbaute Windsor Lake Victoria Hotel ist ein vier Sterne Hotel und gehört zu den etwas besseren Hotels in Uganda. Es befindet sich nur wenige Minuten (4 km) vom internationalen Flughafen entfernt und eignet sich deshalb hervorragend als Zwischenübernachtung bei Ihrer Weiter- oder Rückreise. Der botanische Garten und Lake Victoria See können in nur wenigen Minuten zu Fuß erreicht werden.

Das Hotel verfügt über insgesamt 99 Zimmer in verschiedenen Kategorien wie Executive Zimmer, Standardzimmer, Suiten und eine Presidential Suite. Alle Zimmer verfügen über ein en-suite Badezimmer, Klimaanlage sowie Satelliten TV und Telefon. Des Weiteren gibt es einen großen Swimming Pool, einen Fitnessraum sowie zahlreiche Konferenzeinrichtungen für Geschäftsleute. Von der großen Terrasse im zweiten Stock hat man einen wunderschönen Blick auf die umliegende Landschaft und den Lake Victoria.

Fahrtszene
Das Hotel ist mittlerweile schon etwas in die Jahre gekommen und könnte hier und da ein paar Renovierungen gebrauchen. Allerdings spürt man in diesem Hotel auch ein Stück kolonialer Zeitgeschichte, was das Hotel wiederum sehr interessant macht. Auch die schöne gepflegte Gartenanlage trägt zu dem besonderen Ambiente des Hotels bei.

Sowohl Kampala als auch Entebbe eignen sich durch ihre ausgezeichnete Lage für einen mehrtägigen Aufenthalt. Nicht nur die Schimpansen von Ngamba Island sind sehenswert, sondern auch die Vögel und Affen im nah gelegenen Feuchtwald Mpanga sind sicherlich einen Ausflug wert. Abenteuerlustige kommen beim aufregenden Wildwasser-Rafting über die donnernden Nil-Stromschnellen nahe seiner Quellen bei Jinja auf ihre Kosten.

. nach oben

3. Tag: Entebbe - Kibale Nationalpark

Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir um 09:00 Uhr weiter in Richtung Kibale Nationalpark. Auf der Teerstraße, die nach Kampala führt und doch manches Schlagloch aufweist, herrscht sehr reger Verkehr. Rechts und links am Straßenrand tauchen immer wieder kleine Marktstände auf, an denen Einheimische herrliches Obst, Gemüse und Allerlei mehr anbieten. In Kampala herrscht der übliche Großstadtverkehr. Verkehrsschilder scheinen mehr ignoriert als beachtet zu werden. Es herrscht reges Gewimmel und Treiben auf den Straßen. Große Lastwagen sind voll geladen mit Bananenstauden, die Straße scheint auch für Fußgänger da zu sein, dazwischen schlängeln sich Radfahrer durch das Gewühl. Überall fahren "Matatus" - Minibusse, übervoll besetzt mit Einheimischen. Gleich hinter Kampala beginnt dann das Landleben: Entlang der Straße wechseln sich kleinere und große Verkaufsstände ab, einfache Bretterbuden für den Verkauf von Kunsthandwerk oder für Obst und Gemüse. Andere Händler bieten Badeschwämme an, die aus den Fasern des Roffas-Strauches hergestellt werden. In den Töpfen der Garküchen brutzelt es und es ziehen wohlriechende Essensgerüche ins Innere des Autos. Verlockend aussehende Fleischspießchen, einzelne Krabben, ebenfalls am Spieß, und manch' anderes wird gebraten, gegrillt und gekocht. Natürlich können wir nicht widerstehen und probieren am Straßenrand einen der leckeren Fleischspieße, der allerdings für unseren europäischen Gaumen zunächst etwas gewöhnungsbedürftig schmeckt.
Nachdem wir ungefähr die Hälfte der Strecke hinter uns gebracht haben, halten wir am Straßenrand an und packen unser Picknick-Lunch aus. Es gibt leckere Sandwiches und als kleinen Nachtisch ein Stück Kuchen. Die Fahrt führt anschließend weiter durch hügelige Kulturlandschaft mit zahlreichen Teefeldern und kleinen Kraterseen. Eine herrliche und beeindruckende Landschaft. Schließlich erreichen wir am späten Nachmittag die etwas größere Stadt Fort Portal, die sich ca. 36 km von der Besucherstation des Kibale Nationalparks entfernt befindet.

Schimpansentrekking
Wir besuchen das Hotel Mountains of the Moon, dass sich inmitten eines 6 Hektar großen Landschaftsgartens mit schönen Blick auf den Gebirgszug Ruwenzoris am Rande der Stadt Fort Portal befindet. Es verfügt über 33 gemütlich eingerichtete Zimmer (24 Doppel und 9 Single) und bietet den Gästen außerdem einen großen Swimming Pool, einen Fitness-Raum, und einen Spa-Bereich mit Sauna und Massagen an. Neben diversen Restaurants, in denen lokale und internationale Speisen serviert werden, gibt es noch eine Lounge mit Kamin und einige Bars. Zu den verschiedenen angebotenen Aktivitäten zählen unter anderem das Schimpansen Trekking im Kibale Nationalpark (ca. 1 Stunden Fahrtzeit), Pirschfahrten im nahe gelegenen Semliki Nationalpark, Bootsausflüge auf dem Lake Nukuruba und ein Marktbesuch in Rwaihamba.

Anschließend fahren wir weiter zur ca. 24 km von Fort Portal entfernten Ndali Lodge. Die Fahrt zur Lodge führt wunderschön entlang grüner Teeplantagen und spektakulären Kraterseen. Es ist schon spät und die Sonne verschwindet langsam hinter den schneebedeckten Rwenzori Bergen. Ein unvergessliches Panorama entfaltet sich und man glaubt, man befindet sich im Paradies der Wildnis. Die freundlichen Besitzer begrüßen uns recht herzlich und laden uns zu einem Gin Tonic am Pool ein. Hier genießen wir noch die letzten Minuten des herrlichen Sonnenuntergangs, bevor es ganz dunkel wird. Währenddessen wird unser Gepäck auf unser Zimmer gebracht.

Reisegruppe
Die familiengeführte Ndali Lodge wurde von einem britischen Teefarmer gebaut und liegt wunderschön auf einer Anhöhe zwischen zwei Kraterseen. Das in Privatbesitz befindliche Farmland wird heute noch nach traditioneller Art bewirtschaftet.

Die acht kleinen individuell mit lokaler Handwerkskunst im afrikanischen Stil eingerichteten Chalets, bieten jedem Gast eine private Veranda, von der aus man einzigartige Sonnenuntergänge hinter den Rwenzori Bergen beobachten kann. Jedes Zimmer hat ein eigenes Bad, Dusche WC und ein gemütlich eingerichtetes Schlafzimmer mit großen Doppelbetten. Statt Elektrizität gibt es abends Kerzen und Petroleumlampen, die für eine romantische Atmosphäre sorgen. Der Gast soll die Ruhe und Abgeschiedenheit in vollen Zügen genießen können.

Im Ried gedeckten Haupthaus der Ndali Lodge befinden sich die Rezeption, eine geräumige Lounge mit Kamin und der Speiseraum. Auf der großen Veranda mit Blick zum Kratersee wird morgens das Frühstück serviert. Auch der kleine Swimming Pool im Garten bietet einen fantastischen Ausblick auf die umliegenden kleinen Kraterseen.
Die Lodge bietet etliche Aktivitäten an, wie z. B eine kleine Wanderung durch die nahe gelegenen Kaffee- und Bananenplantagen oder zu den Mahoma Wasserfällen. Des Weiteren kann man eine Bootsfahrt auf dem Kratersee unternehmen und dabei verschiedene Vogelarten, Schmetterlinge und Primaten beobachten. Wer will kann aber auch im Kratersee schwimmen.

Guide
Ich nehme noch ein erholsames heißes Bad nach der anstrengenden Autofahrt, bevor wir zum Abendessen gehen. Das Abendessen wird am großen Speisetisch im Restaurant des Haupthauses eingenommen. Überall brennen Kerzen, die für eine wohlfühlende Atmosphäre sorgen. Der Koch verwöhnt uns mit einem köstlichen 3-Gänge Menü. Nach dem Abendessen setzen wir uns noch gemütlich vor den Kamin und trinken ein Glas Wein, bevor wir alle ziemlich müde und geschafft ins Bett gehen. Das Personal begleitet uns mit Taschenlampen zu unseren Zimmern und wünscht eine gute Nacht.

. nach oben

4. Tag: Kibale Nationalpark - Queen Elizabeth Nationalpark

Am nächsten Morgen werden wir mit einem zaghaften Klopfen an der Tür und Rufen, "hello, morning tee is ready", geweckt. Ich stehe auf und genieße den heißen Tee auf meiner privaten Terrasse. Es ist noch früh und die Sonne ist noch nicht zu sehen. Ein zauberhafter Nebel umhüllt die umliegende Landschaft. Ich bewundere diese fantastische mystische Kulisse.

Löwin im Queen Elizabeth Nationalpark
Wir treffen uns alle zum gemeinsamen Frühstück auf der Veranda. Anschließend brechen wir zu unserem nächsten Programmpunkt, das Schimpansentrekking, auf.

Fazit:
Die Lodge besticht vor allem durch ihre herrliche Lage. Besonders gut finde ich die Idee mit den Kerzen. Man fühlt sich in völliger Abgeschieden-
heit und kann die Natur in Ruhe genießen ohne aber auf Komfort verzichten zu müssen.Vor allem für Hochzeitsreisende ist dies ein ganz besonderes Erlebnis. Das Personal ist herzlich und zuvorkommend und kümmert sich rührend um seine Gäste. Das größte Manko sind allerdings die drei Hunde, die sich überall im Bereich der Lodge, auch auf allen Sitzgelegenheiten in der Lounge und im Restaurant wohl fühlen. Vorsicht bei Hundeallergie!

Kibale Nationalpark
Der Kibale Nationalpark, der bekannt ist für seine hohe Schimpansen-
konzentration und andere Primaten sowie Vögel und Schmetterlinge, liegt nur ca. 45 Minuten von der Lodge entfernt. Die Beobachtungschancen eines Schimpansentrekkings im Kibale Nationalpark liegen bei 90 %. Mehr als 1 400 Schimpansen kommen im Kibale Ökosystem vor.

Kolobusaffe
Das Trekking beginnt an der Primate Lodge. Die Lodge liegt mitten im Dschungel des Kibale Nationalparks. Die acht, geräumig im afrikanischen Stil ausgestatteten Zelte befinden sich auf einer erhöhten Holzplattform und verfügen über ein en-suite Badezimmer und einer eigenen großen Veranda mit Blick auf den Regenwald.
Neben den Zelten gibt es auch noch 7 kleine Stein Bandas, wo die Gäste übernachten können.
Für Abenteurer und den Gästen, die die Natur hautnah erleben möchten, besteht noch die Möglichkeit, hoch oben in den Gipfeln des Regenwaldes, in einem Baumhaus zu übernachten. Es befindet sich ca. 10 bis 15 Minuten (1 km) zu Fuß von der Hauptlodge entfernt in völliger Abgeschiedenheit. Wenn man Glück hat, besteht hier die Chance Elefanten zu sehen. Das Baumhaus ist einfach ausgestattet mit einem kleinen Schlafzimmer, einer Waschmöglichkeit und einer Toilette. Hier steht nicht der Komfort, sondern die Natur im Vordergrund.

Kronenkranich
Im Haupthaus befinden sich die Rezeption, eine kleine Lounge und Bar und das Restaurant, das lokale sowie internationale Gerichte serviert. Abends kann man gemütlich am Lagerfeuer sitzen und den Geräuschen des Regenwaldes zuhören, während man den erlebnisreichen Tag Revue passieren lässt.

Fazit:
Die besondere Lage dieser Lodge mitten im Regenwald, verspricht jedem Gast ein ganz besonderes Erlebnis. Die Zelte sind sauber und sehr komfortabel ausgestattet. Die Stein Bandas würde ich eher nicht empfehlen. Sie wirken innen durch die Steinmauern sehr dunkel und kalt. Außerdem gibt es keine große und schöne Veranda wie bei den Zelten. Es fehlt hier einfach etwas an Gemütlichkeit.
Ein großer Pluspunkt ist allerdings die direkte Lage zum Treffpunkt des Schimpansentrekkings. Man kann morgens schön gemütlich frühstücken und danach gleich mit dem Schimpansentrekking anfangen ohne noch eine längere Autofahrt vor sich zu haben.

Picknick
Ein Guide des Parks begrüßt uns bei der Ankunft. Wir werden in Gruppen von maximal sechs Personen eingeteilt plus Guide. Anschließend bekommen wir ein ausführliches und umfassendes Briefing zum Ökosystem des Regenwaldes und der hier lebenden Primaten. Die Wanderung dauert ca. 2 bis 4 Stunden. Wir tauchen in den abenteuerlichen Regenwald des Kibale Nationalparkes ein. Es geht zügig voran und man merkt bald, dass einem die hohe Luftfeuchtigkeit zu schaffen macht. Aber wir halten tapfer durch. Ich bin froh, dass ich wasserfestes Schuhwerk anhabe, denn so mancher Weg ist sehr sumpfartig. Plötzlich trete ich in ein riesiges Sumpfloch und bin bis zu meiner Hüfte komplett mit Schlamm bedeckt. Es muss sich hier wohl um einen Fußabdruck der hier lebenden Waldelefanten gehandelt haben. Etwas geschockt befreie ich mich so langsam von dem Schlamm. Wir irren quer durch den Regenwald, aber von irgendwelchen Schimpansen leider noch keine Spur, bis auf ein paar Colobusaffen oder verschiedene Vogelarten. Unser Guide hält immer wieder per Funk Kontakt mit den anderen Guides der Gruppen. Aber auch sie haben noch keine Schimpansen ausfindig machen können.

Frau
Nach ca. zwei Stunden treffen wir endlich auf die erste Gruppe von Schimpansen. Durch das viele Gebüsch ist es schwierig sie zu fotografieren. Außerdem sind die Schimpansen sehr aktiv und rennen immer wieder von einem Baum zum anderen. Wir versuchen, uns an das schnelle Tempo der Schimpansen anzupassen, damit wir sie nicht verlieren. Das ist aber gar nicht so einfach, denn zwischen Bäumen, Büschen und Blättern verliert man sie auch sehr schnell aus den Augen. Schon öfter habe ich Schimpansen im Zoo gesehen. Aber die Schimpansen in freier Wildbahn so zu erleben und zu beobachten ist ein ganz besonderes und unbeschreibliches Erlebnis! Nach ca. einer Stunde laufen wir zur Straße und zurück zur Lodge.
Wir bedanken uns bei unserem Guide, waschen unsere Schuhe, damit wir nicht das ganze Auto mit Matsch verschmutzen und weiter geht die Reise Richtung Queen Elizabeth Nationalpark.

Diesen Teil meines Reiseberichts finden Sie unter Reiseberichte-Blog.

Rinder
. nach oben

7. Tag: Ishasha Sektor - Bwindi Impenetrable Nationalpark

Am frühen Morgen geht die Fahrt weiter zum Highlight unserer Reise - zu den Gorillas im Bwindi Impenetrable Nationalpark. Wir alle sehnen uns schon nach diesem Moment. Doch zunächst einmal heißt es für längere Zeit erneut im Auto sitzen. Auf dem Weg zum Parkausgang sehen wir im hohen Gras einen Löwen. Wir nähern uns ihm langsam und stellen dabei fest, dass er verletzt ist und humpelt. Ham, unser Guide beschließt, gleich die Parkbehörde davon zu informieren, damit ihm geholfen werden kann.

Bananen
Der Weg von Ishasha zum Bwindi Nationalpark ist eine sehr interessante und landschaftlich sehr schöne Strecke, obwohl man immer wieder mit schlechten Straßenabschnitten rechnen muss. Wir fahren durch mehrere kleine Dörfer. Immer wieder kommen Kinder zur Straße gerannt und winken uns freundlich zu. Riesige Tee- und Bananenplantagen prägen die Landschaft. Auch Kaffee und Mais wird angebaut. Nach ca. 3 Stunden beschwerlicher Pistenfahrt erreichen wir dann endlich Bwindi.

Transport von Bananen mit dem Fahrrad
Der 331 km² große Bwindi Impenetrable Nationalpark ist der drittgrößte Park in Uganda und grenzt an den Parc National des Virungas im Congo. Er liegt zwischen 1.160 m und 2600 m hoch. Neben den Berggorillas leben im Park Schimpansen, Diadem-Meerkatzen, Dunkle Weißnasen-Meerkatzen und noch weitere Primatenarten.

Wir übernachten im Buhoma Homestead, eine weitere Lodge von Wild Frontiers. Die Lodge liegt ideal nur fünf Minuten vom Startpunkt des Gorillatrekkings entfernt. Die 8 kleinen Chalets wurden erst kürzlich renoviert und bieten jetzt eine hohe Qualität an Komfort an. Die Campmanagerin erzählt uns, dass sich Gorillas des öfteren schon im Garten verirrt haben.

Eine steile Holztreppe führt uns hoch zu den Chalets. Die Zimmer sind alle aus lokalen Materialien gebaut. Große Fenster ermöglichen einen schönen Blick direkt zu den Bergen des Regenwaldes und die private Terrasse lädt zum Verweilen ein. Von hier aus kann man wunderschön beobachten, wie die Sonne hinter den Bergen verschwindet.

Wir versammeln uns zunächst alle in der gemütlichen Lounge, um die weitere Planung des Tages zu besprechen. Ham schlägt vor, dass wir nach dem Mittagessen einen Community Walk durch die kleinen umliegenden Dörfer machen. So lernen wir auch die Menschen, die hier leben, kennen und fördern gleichzeitig mit unserem Beitrag von 10 USD die Gemeinschaft der Dörfer. Alle waren von der Idee begeistert.
Ein einheimischer Guide führt uns zur Schule von Bwindi. Dort lernen wir vieles über den Schulalltag der Kinder. Der Schuldirektor erzählt uns, mit welchen Fördermitteln die Schule finanziert wird. Anschließend begrüßen uns die Kinder mit einem kleinen Tanz und heißen uns mit einem Lied willkommen.

Wir verabschieden uns und laufen weiter, an Gemüsefeldern vorbei zu der Bananenschnapsbrennerei. Hier wird uns die traditionelle Zubereitung und Herstellung des Bananenschnaps erklärt. Am Ende dürfen wir sogar einen kostbaren Schluck probieren.

Kinder führen einen Tanz vor.
Der Besuch bei dem Medizinmann ist das absolute Highlight dieser Wanderung. Mit viel Humor klärt er uns über die heilende Wirkung der hier wachsenden Pflanzen auf. Sogar für Johns juckenden Stich im Arm gibt es die passende pflanzliche Behandlung. Die Bewohner dieses Dorfes vertrauen auf seine Heilkräfte und lassen sich bei ihm behandeln.

Besuch bei einem Medizinmann
Zum Abschluss präsentieren uns die Dorfbewohner einen kleinen Handwerksmarkt. Jeder stellt seine Kunstsammlungen vor und hofft, dass er etwas verkaufen kann. Immer wieder wird man mit Sir oder Madam "please have a look" angesprochen. Als Tourist fühlt man sich auf einem vom Massentourismus geprägten türkischen Bazar zu sein. So wird man sehr schnell in die Rolle gedrängt, etwas kaufen zu müssen, ansonsten als unsozialer Mensch dazustehen. Insofern hinterlässt dieser Teil der Wanderung einen sehr unschönen Charakter.

Wir bedanken uns herzlich bei unserem Guide für die Wanderung und laufen zurück zu unserem Camp. Im Camp serviert man uns Kaffee und Tee und etwas Gebäck. Wir genießen den Ausblick auf den Regenwald von unserer eigenen Terrasse. Alle verabschieden sich frühzeitig zum Schlafen gehen. Denn morgen werden wir viel Kraft benötigen, um durch den dichten Regenwald wandern zu können. Unser Guide erklärt uns, dass wir uns auf einen 4 - 6stündigen Marsch vorbereiten müssen. Denn die Gorillas sind nicht leicht zu finden. Auch sei keine Garantie gegeben, die Tiere wirklich anzutreffen. Wir alle können vor Aufregung erst einmal nicht einschlafen.

. nach oben

8. Tag: Gorilla Trekking Bwindi Impenetrable Nationalpark

Früh morgens werden wir geweckt. Mit guten festen Stiefeln, langen Hosen und einer Regenjacke geht es dann endlich los. Sogar Handschuhe sollte man dabei haben, wegen der dornigen Sträucher im Wald. Das Camp hat uns ein großes Lunchpaket für die Wanderung eingepackt.

Vorbereitung für Gorillatrekking
Alle Teilnehmer treffen sich um 07:45 Uhr im Hauptquartier, der Startpunkt des Gorilla Trekkings. Hier werden zunächst die Gorilla Permits aller Teilnehmer kontrolliert bevor es dann um ca. 08:30 Uhr zum Trekking losgeht.
Je nachdem wo die Gorillas sich im Wald befinden, kann die Wanderung nur ein paar Stunden dauern oder sogar einen ganzen Tag.

Gruppeneniteilung fürs Gorillatrekking, Mubare Gruppe
In Bwindi werden täglich nur 24 Genehmigungen zum Trekking ausgestellt. Das heißt es gibt insgesamt 8 Gruppen von jeweils 6 Personen. Zur Zeit halten sich im Bwindi Regenwald 4 habituierte Gorilla-Gruppen auf.

1. Die Mubare group (so genannte M Gruppe) ist seit 1993 für Touristen zugänglich und verfügt insgesamt über 10 Gorillas mit einem Silberrücken.
2. Die Habinyanja Gruppe (so genannte H Gruppe) ist seit 1998 für Touristen zugänglich und verfügt über 21 Gorillas und 2 Silberrücken.
3. Die Rushegura Gruppe (so genannte R Gruppe) wurde erst 2002 habituiert und für Touristen zugänglich gemacht und verfügt über 10 Gorillas und einem Silberrücken.
4. Die Nkuringo Gruppe (so genannte N Gruppe) ist die letzte habituirte Gorillagruppe und wurde erst 2004 habituiert. Sie verfügt über 19 Gorillas und einem Silberrücken.

Fotos der Mubare Gorillagruppe
Nachdem alle Anmeldeformalitäten geklärt sind, werden wir in Gruppen von 6 Personen eingeteilt. Unsere Gruppe ist in der M'Gruppe, der Gorillagruppe die schon am längsten habituiert ist.
Um sich den Gorillas zu nähern, bedarf es strikte Verhaltensregeln. Unser Ranger erklärt uns bei einem ausführlichen Briefing, worauf wir achten müssen.

Verhaltensregeln:
- Keiner darf die Gorillas besuchen, der an einem ansteckenden Virus wie Grippe oder Durchfall leidet
- Bewahre einen Abstand von mindestens 5m zum Gorilla. Wenn sie auf dich zukommen, trete vorsichtig und leise zurück
- Blitzlicht beim Fotografien ist verboten
- Essen oder Rauchen innerhalb von 200m zum Gorilla ist nicht erlaubt
- Beim Niesen oder Husten bitte umdrehen und Nase und Mund mit einem Taschentuch bedeckt halten
- Beim Nähern der Gorillas ist es wichtig, sich ruhig und gelassen zu verhalten. Es sollten keine großen oder hastigen Bewegungen gemacht werden
- Man soll den Gorillas niemals direkt in die Augen schauen
- Das Beobachten der Gorillas ist auf 1 Stunde begrenzt

Unser Guide empfiehlt uns einen Porter für 10 USD zu nehmen, der unsere Rucksäcke trägt und uns bei den schweren Auf- oder Abstiegen unterstützt. Dies erleichtere die Wanderung ungemein und man hilft zusätzlich der einheimischen Bevölkerung damit. Ich bekomme eine sehr nette junge Trägerin zugeteilt.

Gorillatrekking
Bevor es losgehen kann, fahren wir ein Stück zum Startpunkt, da unsere Gruppe sich etwas weiter weg befindet. Die beiden agilen Fährtensucher eilen voraus und wir folgen unserem Treckführer. Unsere Ranger haben sich aus Sicherheitsgründen mit Macheten und Gewehren bewaffnet.

Wir befinden uns zunächst noch nicht im Regenwald, sondern müssen dazu noch ein Stück laufen. Und gleich geht es auch schon ziemlich steil den Berg hinauf.
Nach einer knappen Stunde beschließen wir, die erste Pause zu machen. Eine Teilnehmerin aus unserer Gruppe ist von der Hitze ziemlich angeschlagen. Unser Guide empfiehlt, regelmäßig sehr viel Wasser zu uns zu nehmen.

Gorilla
Als wir in den Regenwald kommen, spüren wir auch schon gleich die sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Unsere Ranger achten auf jedes Geräusch und jeden Laut. Mit den Macheten schlagen sie sich Stück für Stück weiter durch den Regenwald. Plötzlich entdecken die Ranger frischen Kot auf dem Weg. Ein Anzeichen dafür, dass die Gorillas nicht weit sein können. Dann winkt uns ein Ranger, dass wir ihm folgen sollen. "A jung female Gorilla can you see her?". Sein ausgestreckter Arm weist in das Dickicht und tatsächlich: Da sitzt ein Gorillaweibchen im Gebüsch. Wir haben Glück und finden die Gorillas nach ca. 2 %u0153 Stunden Wanderung. Die Ranger versuchen vorsichtig mit der Machete noch einige Zweige und Äste wegzuschlagen. Doch soviel Annäherung wird der jungen Dame zu aufdringlich und sie verschwindet in den Büschen. Wir laufen etwas weiter und wieder winkt uns der Ranger zu sich. Diesmal treffen wir auf den Häuptling der Gruppe, dem 2 Meter großen Silberrücken. Gemütlich sitzt er im Gebüsch und nimmt zarte Bambusstreifen zu sich.

Silberrücken Gorilla
Wir bekommen alle feuchte Hände, mindestens ebenso sehr aus Angst wie vor Aufregung. Doch wenn man die Grundregeln beachtet, kann eigentlich gar nichts passieren. Wichtig ist nur, dass sich der Silberrücken von uns nicht bedroht fühlt. Deshalb sagt uns der Ranger immer wieder, dass wir uns ducken sollen. Wir beobachten den Silberrücken eine ganze Weile beim Essen und versuchen immer wieder gute Aufnahmen zu machen. Auf einmal stürzt der Silberrücken aus dem Gebüsch vor uns, streckt sich aufrecht, zeigt uns seine Zähne und startet dann einen plötzlichen Scheinangriff auf uns. Wir alle schrecken zusammen und treten zurück. Das alles geht so schnell und überraschend, dass wir vor Angst fast rückwärts den Berg hinunter fallen. Bloß nicht in die Augen schauen und vor Panik los rennen, trichtert uns der Ranger immer wieder ein. Das mächtige Tier bremst wenige Schritte vor uns, beäugt uns missmutig und stürzt dann den Hang etwas weiter hinunter. Wir haben alle gedacht, dass er uns angreifen will. Später erklärt uns der Ranger, dass er von unten ein lautes Geschrei der anderen Gorillas gehört hat und sicherlich schauen wollte was da los ist. Ein Silberrücken muss immer den anderen zeigen, wer Herr im Wald ist.

Auf der Suche nach Gorillas
Behutsam dringen wir etwas weiter in den Wald vor und haben nach und nach Gelegenheit fast die vollständige Gruppe zu sehen. Vor allem fasziniert uns das kleine Gorilla Baby. Die Szenen des Familienlebens, die man dann beobachten kann, sind wohl deshalb so eindringlich, weil sie so unseren ähneln. Das kleine Jungtier versucht immer wieder Äste hinaufzuklettern und baumelt zurück auf den Boden. Das sieht in dem Moment sehr lustig aus und ich muss mir ein Lachen verkneifen. Es ist ein wahres und unbeschreibliches Gefühl diese Tiere zu beobachten. Alle Teilnehmer haben strahlende Gesichter. Plötzlich steht der Silberrücken auf und marschiert wieder bergauf. Er scheint das Treffen mit den Menschen abschließen zu wollen. Es dauert nicht lange, da folgen ihm die anderen Gorillas. Und so, als sei es abgesprochen, ist die uns zugestandene Zeit bei den Gorillas auch schon vorbei. Wir wandern wieder zurück zum Startpunkt unseres Trekkings.

Gorillas
Der weitere Nachmittag steht uns zur freien Verfügung. Wir ruhen uns alle von der doch sehr anstrengenden Wanderung im Camp aus. Später laufe ich noch zum Kunsthandwerkmarkt die Straße hinauf. Hier gibt es viele kleine Verkaufstände. Ich will mir noch einen kleinen holzgeschnitzten Gorilla als Andenken an diese Tour kaufen.

Am Abend erwartet uns im Camp ein deftiges Abendessen. Wir reden über die vielen spannenden Ereignisse des Tages. Aber schon früh verabschieden sich die ersten, um schlafen zu gehen.
Es war ein anstrengender und mit vielen Ereignissen gefüllter Tag.

. nach oben

9. Tag: Bwindi Impenetrable Nationalpark - Lake Mburo

Am nächsten Morgen fahren wir auch schon zurück Richtung Kampala. Da die Strecke bis nach Kampala gute 8 - 10 Stunden (530 km) beträgt je nach Zustand der Straße und Verkehr, machen wir einen Stopp im Lake Mburo Nationalpark, der sich etwa 5 Stunden entfernt von Bwindi befindet.
Der Lake Mburo Nationalpark ist ein kleiner unberührter und noch wenig frequentierter Nationalpark. In diesem Park gibt es auch Zebras, Elenantilopen und Impalas die es im Queen Elizabeth Nationalpark nicht gibt. Der Park bietet sich neben üblichen Game Drives insbesondere für Fußsafaris an, da Löwen und Elefanten hier fehlen. Während unserer Fußsafari kommen wir der Natur deutlich näher, als wenn wir im Auto sitzen. Unser einheimischer Ranger erklärt uns vieles über Flora und Fauna. Es ist eine wunderschöne Wanderung, die ich nur empfehlen kann.

Empfehlenswert ist auch ein ca. zweiststündiger Bootsausflug auf dem Lake Mburo mit einem Holzkanu. Es lassen sich hier vor allem verschiedene Kingfischer-Arten (Eisvögel) und Reiher beobachten. Aber auch viele Flußpferde und Krokodile sind zu sehen. Wir haben außerdem auch sehr viele Fish Eagle Vögel beobachten können. Dieser Ausflug ist vor allem für Vogelliebhaber sehr zu empfehlen.

Unsere letzte Unterkunft auf dieser Reise ist die Mihingo Lodge. Die Lodge wird von Ralf, dem deutschen Besitzer geführt und ist mit nur 10 Chalets eine sehr kleine und exklusive Lodge. Sie befindet sich auf einem kleinen Hügel und bietet damit eine tolle Aussicht auf den gesamten Park. Alles auf der Lodge wird Solar betrieben (Pumpe zur Wasserversorgung, Poolpumpe, Licht in den Zimmern und die Wasserheizung). Die Kühlschränke und Kocher sind Gas betrieben. Es wird kein Generator benutzt.
Unsere Zimmer sind sehr schön mit natürlichen Materialien eingerichtet und bieten von unserer privaten Terrasse einen tollen Ausblick auf den Park.
Die Lodge verfügt außerdem über einen ansprechenden Essbereich mit tollem Blick, eine separate Bar, eine große Plattform für Sundowner oder Frühstück, eine Feuerstelle und einen Swimming Pool.

Die Lodge besitzt seit neuem außerdem eine kleine Anzahl an Pferden für geführte Pferdesafaris durch den Park. Auch empfehlenswert sind die Quadbikefahrten im Park.
. nach oben

Sonnenuntergang

10. Tag: Lake Mburo - Kampala

Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von Ralf und machen uns auf die Rückfahrt nach Kampala. Die Fahrt dauert etwa 4 Stunden. Wir kommen am Äquator vorbei und steigen aus, um noch die letzten Erinnerungsphotos an unsere tolle Reise zu schießen. Wir alle möchten außerdem noch die letzten Souvenirs einkaufen, um noch die letzten Uganda Schilling loszuwerden bevor wir wieder zurück nach Hause fliegen.

Am Nachmittag kommen wir in Kampala an. Wir essen noch gemeinsam zu Mittag und dann müssen auch schon die ersten zum Flughafen gebracht werden. Ich fliege erst am nächsten Tag abends mit der KLM.

Wir alle bedanken uns für die tolle Organisation von Wildfrontiers und vor allem für die sehr professionelle und sympathische Betreuung unseres Guides Ham. Er hat ein unheimlich gutes Wissen über die Tierwelt Ugandas, besonders wenn es um Vögel geht. Aber er hat uns auch vieles über die Kultur und Lebensweise der Bewohner erzählt. Die ganze Gruppe war sehr zufrieden mit ihm.

11. Tag: Rückreise

Ich relaxe den letzten Tag noch am Pool des Lake Victoria Hotels. Allerdings unterschätze ich die heiße Sonne und hole mir ausgerechnet am letzten Tag noch einen sehr starken Sonnenbrand. Rotgebrannt und total überhitzt bringt mich ein Fahrer am Abend zum Flughafen und ich fliege mit KLM über Amsterdam wieder zurück nach Deutschland.

Diese Inforeise nach Uganda hat mir vor allem die Vielfalt und Einzigartigkeit der ugandischen Natur gezeigt. Es gibt dichte tropische Regenwälder mit Gorillas und zahlreichen anderen Primaten, schneebedeckte Gipfel wie das Ruwenzori-Gebirge, spektakuläre und stimmungsvolle Kraterseen, Fälle und Flüsse, an denen viele Flusspferde, Krokodile und Vögle leben und tierreiche Savannen wie der Queen Elizabeth Nationalpark. Natürlich darf man das Tierreichtum nicht mit dem der Serengeti oder Masai Mara vergleichen, da die Tierbestände durch Krieg und Wilderei stark gelitten haben. Man trifft auch in einem Nationalpark nicht auf alle Tiere wie z. B Zebras oder Löwen, sondern muss verschiedene Parks bei seiner Reise besuchen. Doch nirgendwo sonst in Afrika lassen sich so viele verschiedene Primatenarten beobachten. Auch Vogelliebhaber kommen auf Ihre Kosten. Uganda gehört zur erlesenen kleinen Gruppe von afrikanischen Ländern, in denen mehr als 1000 Vogelarten heimisch sind.
Begeistert war ich auch von der Vielzahl an verschiedenen Aktivitäten. Die Auswahl reicht von normalen Game Drives im Safarifahrzeug, Trekking Touren im Regenwald, Bootsausflüge auf den großen Seen, Fußsafaris, Bergbesteigungen, kulturelle Dorfbesuche bis zu abenteuerlichen Rafting Touren auf dem weißen Nil.

Uganda ist für mich eines der freundlichsten und lohnendsten Reiseziele Afrikas geworden und ich werde dieses Land in Zukunft jedem Kunden weiter empfehlen.

Äquator

. nach oben


geschrieben am 23.03.2011 um 21:28 Uhr.