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Reiseberichte 2008
Tagebuch von Christl Nennstiel vom 22. bis 25. Juli 2008
22. Juli Nsefu Camp - Mfuwe / Zambia - Monkey Bay / Malawi - Pumulani
Nach dem Frühstück fahren wir mit dem südafrikanischen Ehepaar durch den Nationalpark zum Gate und weiter zum Mfuwe Airport. Die Fahrt dauert gute 2 Stunden, da die Wege auch außerhalb des Nationalparks sehr schlecht sind.

Am Internationalen Flughafen Mfuwe herrscht reger Verkehr, da fast zur gleichen Zeit mehrere Flüge abgehen. Die meisten Personen fliegen nach Lusaka. Für einen Flug innerhalb Zambias muß man 8 USDollar Abflugsteuer entrichten, für einen internationalen Flug 25 USDollar. Außerdem muss man eine Ausreisekarte ausfüllen und sich beim Schalter Immigration melden.

Reisebericht Malawi Pumulani 2008
Abflughalle Mfuwe International Airport
Wir haben einen Flug mit Executive Air Charters gebucht. Unser Pilot ist Freddy. Dieter und ich sind die einzigen Gäste in dem kleinen Flugzeug, einer Piper Cherokee Six. Unser Flug ist für 09:30 Uhr angesetzt, wir fliegen aber erst um 10:00 Uhr ab. Der Flug nach Lilongwe dauert 1 Stunde 10 Minuten, um dort die Zollformalitäten zu erledigen. Kurz vor Landung muss unser Pilot Freddy noch eine zusätzliche Schleife fliegen, da vor uns eine größere Maschine auf Landeanflug ist.
In Lilongwe müssen wir die Maschine verlassen und in die Ankunftshalle gehen. Wir werden von einem Vertreter von Executive Air Charters abgeholt, wir geben ihm unsere Pässe und er kümmert sich dann um die Formalitäten.
Wir erfahren, dass es sich bei der Maschine, die ohne irgendwelche Reklame oder sonstige Schriftzeichen am Flugzeug, kurz vor uns gelandet ist, um eine "Security" Maschine handelt. Sie hat illegale Einwanderer in Südafrika nach Malawi zurück gebracht. Die Männer unterschiedlichen Alters kommen alle in die Ankunftshalle, als wir auf unsere Abfertigung warten. Sie sehen ziemlich arm und müde aus und warten auf ihr Gepäck.

Nach dieser kurzen Pause (insgesamt ca. 20 Minuten) geht unser Flug weiter. Wir haben noch 40 Minuten Flug nach Monkey Bay vor uns. Freddy fliegt sehr nah an den Bergen entlang, über kleine Dörfer, bevor er in Monkey Bay zur Landung ansetzt.

Dieser Airstrip ist erst seit Kurzem wieder in Betrieb und aus diesem Grund ist unsere Landung eine ziemliche Attraktion. Viele Kinder kommen aus allen Richtungen angelaufen.

Mark, der Manager von Pumulani erwartet uns und bringt uns zusammen mit unserem Piloten zur Lodge, die ja erst seit 1. Juli 2008 eröffnet ist.

In Pumulani erwarten uns schon Jenna une Joseph und bieten uns eine Erfrischung an. Wir treten auf die Terrasse und ein überwältigender Anblick erwartet uns.

Das Hauptgebäude liegt hoch über dem See und man hat einen weiten Blick über die ganze Bucht. Wir werden sofort zu einem schmackhaften Lunch eingeladen.

Dann beziehen wir unsere Villa Nr. 5. Sie ist ziemlich nah und wir müssen keine Stufen, sondern nur einen Steg entlang laufen.

Die Villa ist riesig. Der Eingang ist sehr groß und es schließt sich eine Küchenzeile an, die in das Wohnzimmer übergeht. Vor dem Wohnzimmer gibt es einen Balkon. Rechts geht man ins Schlafzimmer und von hier aus ins Badezimmer. Alles ist sehr geräumig! Auch vor dem Schlafzimmer ist wieder ein Balkon, so dass man genügend Möglichkeiten hat, sich zu entspannen und zum Malawi See zu schauen.

Reisebericht Malawi Pumulani 2008
Wir laufen die vielen Stufen zum See hinunter. Ich zähle sie und komme auf 168 Stufen. Der Swimming Pool ist zur Zeit nicht in Betrieb, da er repariert wird.

Viele Pied Kingfisher und Kormorane sind am Strand zu sehen. Auf einen wunderschönen Sonnenuntergang folgt ein Sundowner an der Bar und anschließend das Dinner. Mark und Jenna gesellen sich zu uns und so geht ein geruhsamer Abend mit angeregten Gesprächen zu Ende.

23. Juli Pumulani
Ein herrlicher Morgen mit strahlendem Sonnenschein erwartet uns. Wir lassen es gemütlich angehen, genießen unser Frühstück auf der Terrasse und laufen dann zum Strand hinunter.

Reisebericht Malawi Pumulani 2008

Es ist einfach herrlich, den weichen Sand unter den Füssen zu spüren und den Vögeln zuzusehen! Ein freundlicher Kellner kommt und fragt, ob wir etwas zu Trinken möchten. Das ganze Personal ist sehr freundlich und zuvorkommend.

Ich unternehme vor dem Mittagessen noch einen einstündigen Spaziergang durch den Wald und über die vom Feuer noch schwarzen Fellsen hinunter zum Dorf. Wir betrachten uns gegenseitig neugierig und dann laufe ich wieder zurück. Das letzte Stück zur Lodge hoch geht ziemlich in die Beine. Nun sehe ich auch unsere Villa von vorne.

Reisebericht Malawi Pumulani 2008
Zum Sundowner fahren wir heute auf der Dhow mit raus auf den Malawi See. Hier sehen wir mal die ganze Anlage von Pumulani vom Wasser aus.

Das erste Stück wird mit Motor gefahren, dann werden die Segel gesetzt.

Es ist erstaunlich, mit welcher Geschwindigkeit der eine Guide auf die Segelstange nach oben klettert. Alleine vom Zusehen wird einem schon schwindelig!

Ganz gemächlich segeln wir dahin und neben Gin and Tonic (andere trinken lieber Bier oder Wein) gibt es noch Snacks zum Knabbern.

Mitten im See entscheiden sich etwa die Hälfte der Leute an Bord, dass sie zum Schwimmen gehen möchten und springen einfach ins Wasser. Mir ist das ein bisschen zu riskant und ich bleibe lieber an bord und fotografiere.

Reisebericht Malawi Pumulani 2008

Es ist schon fast dunkel, als wir an Land zurück kommen. Es war einfach herrlich!

Bis zum Abendessen kann ich noch ein mein Tagebuch schreiben, dann treffen wir uns wieder an der Bar und später mit Mark und Jenna zum Dinner.

24. Juli Pumulani
Was poltert denn da auf der Terrasse? Ich denke, dass ich träume, aber es ist doch Wirklichkeit! Unsere Schlafzimmertüre ist offen und ein neugieriger Yellow Baboon schaut mich an. Es kommen immer mehr, sogar eine Mutter mit ihrem Baby. Sie sind sehr neugierig und schauen sich genau um. Ein Yellow Baboon macht es sich am Badezimmerfenster gemütlich. Als ich allerdings meine Kamera zücke, springen sie verschreckt zurück und meine Neugier auf die Terrasse zu treten, verscheucht sie leider ganz.

Es ist zwar stark bewölkt und es sieht nicht danach aus, dass sich bald die Sonne blicken lässt, aber so wird es uns bei unserer Wanderung entlang der Berge sicherlich nicht zu heiß werden. Um 09:00 Uhr laufen wir los und Mark begleitet uns. Da die herunter gefallenen Blätter sehr rutschig sind, ist es gut, dass wir unsere Stiefel angezogen haben. Es geht über Felsbrocken und durch hohes Gras.

Dann begegnen uns einheimische Frauen mit ihren Babys auf dem Rücken, die uns neugierig betrachten. Sie gehen vermutlich Feuerholz sammeln. Ich mache aus der Hüfte nur vom weiten und dann von hinten einige Aufnahmen.

Reisebericht Malawi Pumulani 2008
Weiter geht es durch das hohe Gras. Zwischendurch haben wir immer herrliche Ausblicke auf den Lake Malawi.

Mark erklärt uns die einzelnen Vögel und die Bäume. Ein sehr interessanter Baum ist der African Star Chestnut, dessen weiße Rinde sich teilweise schält und die Blüten wie Sterne aussehen.

Reisebericht Malawi Pumulani 2008
 
Dann geht es ziemlich steil und rutschig bergab und am See angelangt, erwarten uns Kajaks. Nach einer kurzen Einführung klettern wir in die Boote. Dieter fährt im Einer und ich mit Mark zusammen, so dass ich auch zwischendurch fotografieren kann. Wir können zwei Fisheagle beobachten und sehen auch deren Nest. Hier wurde auch schon eine Pel's Fishing Owl gesehen; heute haben wir aber kein Glück.

Das Paddeln macht Spaß und wir sind nach 2 1/4 Stunden wieder zurück in Pumulani.

Reisebericht Malawi Pumulani 2008
Die vielen Pied Kingfisher faszinieren uns sehr. Wie sie in der Luft stehen und dann plötzlich ins Wasser stürzen, um sich einen Fisch zu angeln! Der Fisch steckt quer im Schnabel und wird dann als Ganzes verschlungen. Und die Kormorane, die sich ihre Flügel trocknen.

Reisebericht Malawi Pumulani 2008
 
Die britische Großfamilie hat sich entschieden, in der Strandbar zu essen, wir laufen lieber die 168 Stufen hinauf und genießen vom Restaurant aus die Aussicht. Nach dem Lunch, das wie jeden Tag stilvoll gedeckt wird und aus drei verschiedenen Salaten, einem Hauptgericht und Nachtisch besteht, laufe ich doch wieder hinunter an den Strand, um zu lesen und den Vögeln zuzusehen.

Dieter nimmt an der Dhowtour teil. Ich kann die Dhow vom Festland aus beobachten und sehe, dass sie heute am Strand und den Dörfern entlang zurück fährt. Ich bin mittlerweile hier oben im Zimmer, sortiere meine Aufnahmen und schreibe.

Es gibt wieder einen herrlichen Sonnenuntergang. Jeden Tag schöner als am Tag zuvor!

Reisebericht Malawi Pumulani 2008
 
25. Juli Pumulani - Likoma Island, Kaya Mawa
Unser letzter Tag in Pumulani. Ein strahlend blauer Himmel liegt über dem See und die ersten Sonnenstrahlen locken mich auf die Terrasse.

Nach dem Frühstück zeigt uns Jenna noch andere Villen. Die Nummerierung der Villen ergibt keinen Sinn. So liegen die Nummern 3 und 10 ganz oben hinter dem Hauptgebäude und haben eher einen Blick auf die Felsformationen und den Busch. Die Villen 7 und 9 sind noch im Bau und sollen nächste Woche fertig sein. Wir besichtigen diese, die noch ziemlich im Rohbau sind und es sieht bei Gott nicht danach aus, dass sie bis nächste Woche fertig werden. Die Badezimmer sind wieder riesig, aber von beiden Villen hat man einen herrlichen Blick auf den See. Nummer 9 soll die Honeymoon Suite werden.

Reisebericht Malawi Pumulani 2008
Reisebericht Malawi Pumulani 2008
Reisebericht Malawi Pumulani 2008
Reisebericht Malawi Pumulani 2008
Reisebericht Malawi Pumulani 2008
Reisebericht Malawi Pumulani 2008
Reisebericht Malawi Pumulani 2008
Reisebericht Malawi Pumulani 2008
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Reisebericht Malawi Pumulani 2008

Dann geht es hinunter zu Nummer 2, 1 und 6, die fast auf gleicher Höhe etwa in der Mitte liegen (es sind noch 75 Stufen zum Strand). Es gibt insgesamt 5 Villen mit Doppelbetten (einschließlich der Honeymoon Suite), 4 Villen mit getrennten Betten und 1 Familienvilla. Diese liegt ganz unten am Strand. Da die Villa besetzt ist, kann ich nur von außen Aufnahmen machen. Zwei Schlafzimmer (1 Doppel und 2 single Betten) teilen sich ein Wohnzimmer und ein Badezimmer.
Reisebericht Malawi Pumulani 2008
Wir genießen die Zeit bis zum Lunch am Strand. Die britische Familie ist zum Schnorcheln zum Cape Mac Lear gefahren. Ich mache noch letzte Aufnah-
men von Deison, dem Chefkoch und seinem Assistenten Gerald, Stella und Elizabeth, den Serviererinnen sowie Michael und Insentus, den beiden Kellnern und von Loyce und Joseph an der Bar. Natürlich möchte ich auch noch ein Foto vom Managerpaar Jenna und Marc. Darf nicht vergessen, dass diese am 10. Januar heiraten werden!

Leider ist die Zeit des Abschiednehmens gekommen. Es fällt uns schwer, denn alle waren so freundlich; besonders die Gespräche während des Dinners mit Jenna und Marc haben uns sehr gefallen.

Fortsetzung Flug nach Likoma Island, Kaya Mawa

Fortsetzung mit Kaya Mawa

geschrieben am 21.04.2011 um 15:07 Uhr.