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Reiseberichte 2007

Kenya | Tanzania


Meine Erlebnisse auf dieser Reise durch Kenya und Tanzania.


Hallo Frau Kürz!

Bis auf zwei der Lodges und zwei schlimme Fahrttage hat uns die Reise sehr gut gefallen. Es war wirklich eindrucksvoll und atemberaubend in den Parks.

Elefanten, Amboseli Nationalpark, Kenya
Unser Fahrer war Moro und der Deutsch sprechende Reiseleiter war Thomas. Einen Vergleich haben wir zwar nicht, aber für uns waren die beiden toll. Wir waren auch froh, dass wir die Reise nur zu zweit unternommen haben und so "freie" Sicht auf alles hatten. Auch konnten wir solange stehen bleiben wie wir wollten, wenn wir ein Tier länger beobachten wollten, und mussten nicht auf andere Rücksicht nehmen.

Löwe mit Ausblick
Von den Unterkünften hat uns am besten die Serena Mountain Village Lodge in Arusha gefallen. Die Zimmer dort waren top. Da gab es nicht das Geringste zu bemängeln.

The Stanley Hotel war auch Klasse.

Die Serengeti Sopa Lodge war scheinbar erst renoviert worden. Unser Zimmer und das Bad waren toll.

Löwen bei Paarung

Das Bad in unserem Zimmer in der Ngorongoro Sopa Lodge war schön, allerdings hatten wir das Pech, das sie in die Badtür ein Schloß für eine Außentür eingebaut hatten. An sowas hätten wir nicht im Traum gedacht und daher vor dem Schließen der Tür auch nicht nachgesehen, ob ein Schlüssel steckt. Tja, wir waren aus dem Bad ausgesperrt. Da blieb uns nix anderes übrig als zur Rezeption zu gehen und Hilfe zu holen. Ein Schlüssel ließ sich nicht finden, also haben die Männer das Fliegengitter vor dem Fenster zerstört und die Scheiben aus dem Fenster genommen und einer ist dann durch das Fenster ins Bad geklettert und hat von innen geöffnet. Das WC war auch undicht. Aber am nächsten Tag wurde alles repariert. Das Zimmer war groß, aber sehr "sparsam" eingerichtet. Man konnte nirgends etwas aufhängen und Bilder, etc. gab es auch nicht - nur kahle Wände.

Junger Löwe
Das Mara Sarova Camp war auch schön.

Das Kirurumu Tented Camp war i.O.

Die Amboseli Serena Lodge wird gerade renoviert und wir hatten das Pech, ein altes Zimmer zu bekommen und das war etwas schmuddelig.

Das Zimmer der Lake Nakuru Lodge war wirklich schlecht: Die Betten sind durchgelegen und zu kurz. Ich habe jedenfalls kaum geschlafen, denn bei jeder Bewegung fürchtete ich, dass das Bett zusammenbricht, da es so geknarzt hat (durch den Schlafmangel habe ich dann allerdings zum ersten Mal im Flugzeug schlafen können!). Die Zimmertür hatte unten einen großen Spalt und trotzdem war sie nicht ganz zu öffnen, da sie dann am schiefen Boden hängen blieb. Der Badboden war ebenfalls total schief und durch die ganze Decke sind irgendwelche Pflanzen gewachsen. Die Dusche war aus den 60ern - so sah sie wenigstens aus. Die Badfliesen und die "Einrichtung" (Bett, Tisch und Stuhl) des Zimmers sind auch schon einige Jahre aus der Mode. Das Zimmer im Zebra-Look, das Sie in Ihrer Beschreibung abgebildet haben, kann man nicht mal entfernt mit dem Zimmer vergleichen, das wir bekommen haben. Die anderen Zimmer haben wir nicht genau gesehen, aber im vorbeigehen sahen die auch nicht besser aus. Das Zebra-Zimmer war gleich am Anfang und schien das einzig schöne Zimmer zu sein. Am nächsten Morgen fragte uns der Kellner, ob wir gut geschlafen hätten und ich erzählte ihm die ganze Geschichte und er sagte uns, dass er die Beschwerde weiterleiten würde. Und zu unserer Überraschung, wir hatten geglaubt, dass er das nur so gesagt hat, erschien ein anderer Herr und hat sich alles nochmal erzählen lassen. Der trug das dann nochmal weiter und wir bekamen das Angebot, dass wir bei unserem nächsten Aufenthalt das beste Zimmer bekämen. Freundlich waren sie auf jeden Fall. Allerdings haben wir bereits am Abend vorher einen Beurteilungsbogen während des Abendessens bekommen und da bereits unsere Beurteilung abgegeben, aber die haben sie erst bei unserem Gespräch am nächsten Morgen rausgesucht.

Geier & Marabu
Das Essen war i.O., aber nicht umwerfend. Die Lunchpakete waren alle nicht besonders gut - egal ob von einer der Sopa Lodges oder vom Mara Sarova Camp.

Bis zur Serengeti war die Reise auch von den Fahrstrecken i.O., aber die Fahrt von der Serengeti zur Masai Mara war schlimm. Bis zur Grenze ging alles noch, aber die letzten 200 km bis zum Camp waren eine Katastrophe. Straße konnte man die Piste nicht nennen. 11 Std. waren wir unterwegs! Das würden wir nicht mehr machen. Die Masai Mara war zwar auch schön, aber man hat einen ganzen Urlaubstag daurch verloren, den man besser in der Serengeti verbracht hätte.

Der Weg von der Masai Mara zum Lake Nakuru war auch nicht viel besser, dafür haben wir 7 1/2 Std. gebraucht und die von Ihnen beschriebene Ankunft zur Mittagszeit war unmöglich für unseren Fahrer zu bewerkstelligen. Die kurze Strecke war überhaupt nicht befahrbar und die Strecke, die wir dann gefahren sind, war eine einzige Baustelle. Also eigentlich war wieder ein Tag verloren. Positiv war, dass wir im Nakuru Nashörner gesehen haben, die sich in den anderen Parks zu gut vor uns versteckt hatten.

Da wäre eine ausführliche Information Ihrerseits hilfreich gewesen und wir hätten uns gegen die letzen beiden Nationalparks entschieden und wären anderswo länger geblieben.

Malachite Kingfisher, Haubenzwergfischer

Es war eine tolle, unvergessliche Reise. Irgendwann wollen wir wieder nach Ostafrika, allerdings werden wir uns auf 2 bis 3 Nationalparks beschränken und dort länger bleiben.

Viele Grüße,
J. W.
© J. W.

Pirschfahrt
geschrieben am 20.04.2011 um 12:18 Uhr.