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Reiseberichte 2010
Botswana / Kenya
12.06.2010
Kenya
Die Monate Januar bis Mai in Kenya werden als Nebensaison bezeichnet - so als wäre es keine empfehlenswerte Zeit für eine Reise. Aber nicht alle Besucher stimmen dieser Einschätzung zu.
Ganz im Gegenteil: Colin Bell, Derek und Beverly Joubert besuchten Kenya Ende März und waren begeistert von der Schönheit und der Vielfalt der Jahreszeit. Die Landschaft ist voller Farben und bietet Motive für herrliche Fotos.

Ol Donyo Wuas
Jetzt im Juni gedeiht das Wild prächtig. Der Himmel ist voller weißer Wattewolken vor einem blauen Hintergrund, die Sonnenuntergänge sind fantastisch.
Jetzt wandert das Wild zu den Chyulu Hills und Ol Donyo Wuas. Außer mächtigen Elefantenbullen sind Elefantenfamilien von Müttern und ihrem Nachwuchs zu sehen. Auch drei Gepardenbrüder kamen vorbei und stillten ihren Durst am Wasserloch.

Die Lodge wurde "aufgefrischt" mit neuen, weichen Kissen für zusätzlichen Komfort. Großformatige, neue Fotos, von Beverly Joubert vor Ort aufgenommen, fügen Wärme und Farbe hinzu. Außerdem hat jede Standard- und Poolsuite eine eigene Kaffee- und Teezubereitungsmöglichkeit.

Cate Davis, bekannt für ihr Kochtalent, arbeit gegenwärtig mit dem Team und verbessert so das Speisenangebot von Ol Donyo Was.

Ride Kenya
Patrick und Nicole haben drei weitere Pferde erstanden und das Reitangebot vergrößert. Zwei neue Vollblutstuten und ein Hengst werden zur Zeit trainiert und für den Rest der Saison 2010 vorbereitet. Monica Campori, eine der besten und erfahrungsreichsten Reiterinnen Ostafrikas, arbeitet im Augenblick mit den Pferden.

Mara Plains
Auf Grund der diesjährigen Regenfälle ist reichlich Gras vorhanden. In den kühleren Winternächten sind beide hier lebenden Löwen deutlich zu hören. Mara Plains und the Olare Orok Conservancy sind Zentren für Löwenaktivitäten.

Ende Mai ist das Ridge Löwenrudel ein Stückchen flussabwärts vom Camp umgezogen und wurde fast jeden Morgen gesichtet. Das Moniko Rudel hält sich flussaufwärts vom Camp auf der Ebene hinter dem Mara Plains Camp auf. Obgleich es für die Löwen zahlreiche mittelgroße Beutetiere gab, haben sie versucht, Topi zu erbeuten. Aber diese Antilopen haben sich als zu schnell erwiesen. Die Löwen haben auch schon die Zebras bemerkt, die wegen des jungen Grases hierher gekommen sind.

Beim Frühstück, sozusagen mit einer Tasse Kaffee in der Hand, haben Gäste drei Geparde beobachtet, die Thompsons Gazellen jagten. Auch die heimische Leopardin mit ihren zwei Jungen wurde des Öfteren gesichtet. Vor kurzem wurden einige Löwen gesehen, die Jungtiere einer Elefantenherde als Beute zum Ziel hatten. Es gelang den erwachsenen Elefanten jedoch, die Angriffe abzuwehren und die Jungtiere zu beschützen. Einige Schwalben haben die Lounge haben die Lounge als ihre neue Heimat ausgewählt. Hoffentlich brüten sie hier und ziehen ihren Nachwuchs auf.

Neuer Manager in Mara Plains ist Kenyan Richard Pye, 27 Jahre alt, begeisterter Naturliebhaber, Fotograf und Guide. Er studierte in Kenya und Südafrika und graduierte in Arhäologie und Anthropologie an der Universität von Kapstadt. Unter seiner Leitung wird sich Mara Plains erfolgreich weiter entwickeln.

Lukula Selous
Zur Vorbereitung auf die diesjährige Saison wurde Lukula Selous komplett neu erbaut, und zwar in einer beeindruckenden neuen Lage flussaufwärts, wo sich weite Ausblicke und bessere Wildsichtungen vom Camp aus bieten.

Es ist kein leichtes Unterfangen, ein so weit abgelegenes Buschcamp zu bauen. Wegen heftiger Regenfälle. Steigender Flusspegel und einiger unerwarteter Gäste hat sich die Fertigstellung verzögert. Denn eines Morgens, als die Handwerker ankamen, lagen zwei männliche Löwen am Ufer und sonnten sich. Inzwischen jedoch ist das Projekt fortgeschritten und die ersten Gäste werden im Juni erwartet.

Das Camps ist mit Möbeln für den Hauptbereich aus Holz, das man auch für den Bau von Dhows verwendete, ausgestattet worden. Die Lounge und der Speisebereich sind jetzt unter Strohdächern. Die Lounge bietet eine gut bestückte Bibliothek und eine Auswahl an Spielen.

Ein brandneuer Land Cruiser ist ebenfalls angekommen. Neben den Tierbeobachtungsfahrten wird vormittags und nachmittags jetzt auch ein Angelausflug angeboten.

Nachdem vor fast vier Jahren das Jagen eingestellt wurde und nach drei Saisons mit Fotosafaris, zeigt sich jetzt, dass das Wild seine Scheu zu verlieren beginnt und das Wilderlebnis besser wird.

Brent wird in dieser Saison von Mark und Chloe Sheridan-Johnson unterstützt, dem Managerehepaar, das viel Erfahrung von Lukula Selous mitbringt.

Erfreulicherweise ist Lukula Selous sowohl von Dar Es Salaam als auch dem nördlichen Selous besser zu erreichen. Mittwochs und Sonntags von Juni bis Januar hat Lukula Selous Flugverbindungen, so das sich daas Camp gut in jedes Reiseprogramm einbinden lässt. So wäre Lukula Selous eine ausgezeichnete Anbindung an eine Tanzania Reise.

Selinda
Der Winter hält nun langsam Einzug in Botswana. Morgens und abends ist es schon recht kühl.
Das Selinda Löwenrudel hat, so scheint es, sein Territorium für die nächste Zeit gefunden. Die beiden männlichen Löwen aus dem nördlichen Sektor haben sich den vier Löwinnen und zwei Jungen angeschlossen; zusammen bilden sie nun ein eindrucksvolles Team. Die beiden männlichen Löwenjungen sind voller Energie und kommen neugierig ganz nahe an die Fahrzeuge heran. Überhaupt werden die Löwen regelmäßig gesichtet. Der Nachwuchs entwickelt sich prächtig, außerdem sieht es so aus, als gäbe es bald wieder Löwenbabys.

Selindas Leopardin, die Mutter mit dem Knick im Ohr, hat, wurde passenderweise "Maditsebe" getauft. "Maditsebe" bedeutet "Die mit dem Ohr". Maditsebes Baby wird immer noch von ihr gesäugt. Es wurde des Öfteren gesichtet und ist auch in der Gegenwart von Fahrzeugen sehr entspannt. Einmal wälzte sich das Jungtier genüsslich auf dem Rücken, spielte mit Ästen und hüpfte im Gras umher. Die Mutter schlief derweilen entspannt in der Nähe.

Bedauerlicherweise scheint Amber, die andere Leopardin von Selinda, auch ihr zweites Junges verloren zu haben. Im Dezember hatte sie zwei Junge zur Welt gebracht und Anfang dieses Jahres eines verloren. Da seit April ihr zweites Junges nicht mehr gesehen wurde, ist anzunehmen, dass es ebenfalls tot ist. Ohnehin waren die Sichtungen von Amber sehr unregelmäßig, und wenn sie gesehen wurde, war es immer ohne ihr Baby.

Ein Rudel Wildhunde ist im süd-östlichen Sektor gesichtet worden. Das Zafara Rudel, das aus sechs erwachsenen Wildhunden und sechs Jungtieren besteht, hat einen Rüden verloren. Dieser Rüde hat sich zwei Wildhunden von Selinda angeschlossen. Dies ist eine Verstärkung für das Selinda Rudel, das Anfang 2010 von sechs Tieren auf vier schmolz. Alle Wildhunde sind in ausgezeichneter Verfassung. Eine Alpha Hündin scheint trächtig zu sein, was eine ausgezeichnete Neuigkeit ist. Im vergangenen Jahr gab es sogar viermal Nachwuchs; diese vier Tiere sind gesund und haben sich prächtig entwickelt.

Zu den bemerkenswerten Sichtungen in Selinda gehören Caracal, Stachelschwein, zahlreiche Honigdachse und eine Herde Pferdeantilopen. Alle Sichtungen boten wunderbare Fotomotive. Auch eine größere Anzahl Elefanten kam regelmäßig zum Trinken und Baden.

David und Alice Murray sind das neue Managerehepaar von Selinda. Ishmael ist ist Duba Plains Camp umgezogen, das nun auch zu Great Plains gehört. In der Küche hat Nelson Sheenga von Kasane mit seiner Kochkunst die Leitung übernommen.

Die Selinda Kanuausflüge haben dieses Jahr drei Monate früher als im letzten Jahr begonnen und sind sehr erfolgreich verlaufen.

Das Duba Plains Camp wird völlig neu ausgestattet u. a. mit Booten, Fahrzeugen und Mokoros sowie Bettwäsche, Kissen und Geschirr.

Die große Flut, die dieses Jahr im Delta erwartet wird und möglicherweise die größte Überflutung seit 79 Jahren wird, wird das Ökosystem ganz anders aussehen. Fast alle Grasebenen werden dann überflutet sein. Ein großartiges Schauspiel für alle Besucher.

Mehr Informationen finden Sie auf der Seite von Great Plains Conservation.
geschrieben am 23.03.2011 um 15:45 Uhr.