Pilgrims Rest, Hazyview, Goldgräber

Pilgrim's Rest

Landkarte Pilgrim's Rest   -   Landkarte Hazyview- Sabie Region

Ein historisches Goldgräberstädtchen
Als im Jahre 1873 Abe "Wheelbarrow" Patterson, der alle seine Habseligkeiten in einer Schubkarren (wheelbarrow) transportierte, im Pilgrim´s Creek Gold fand, löste er einen großen Boom aus. Angeblich soll Patterson, der lange Jahre ruhelos auf der Suche nach Gold durchs Land gezogen war, ausgerufen haben "The pilgrim can rest" und soll so dem Ort seinen Namen gegeben haben. Nachdem die Goldfunde bekannt geworden waren, strömten Menschen aus aller Welt herbei und ließen sich entlang des Bachs nieder. Pilgrim´s Rest entstand.
Zunächst gab es wie überall viele kleinere Claims, die aber nach und nach von Unternehmen aufgekauft wurden. 1895 wurde die Firma Transvaal Gold Mining Estate gegründet, die den ganzen Ort übernommen hatte. Die Gold-Vorkommen waren 1971 erschöpft, der Betrieb wurde eingestellt.

1972 wurde der Ort von der Regierung zum nationalen Kulturdenkmal erklärt. Die Gebäude im Ort sind heute liebevoll und behutsam renoviert, wobei das Ursprüngliche erhalten blieb, so dass der Ort auch heute mit seiner gemütlichen Altstadtarchitektur den Goldgräbercharakter bewahrt hat. Es ähnelt einem bewohnten Freilichtmuseum mit 1500 Einwohnern. Pilgrim's Rest ist heute ein beliebtes Touristenziel und einen Besuch wert, da außerhalb des Ortes eines der drei Goldgräbercamps originalgetreu nachgebaut wurde. Es werden auch geführte Touren durch den Ort angeboten, der eine Reihe schöner und sehenswerter Gebäude besitzt, so z.B. das Royal Hotel mit seiner eisenverzierter Fassade.

Besucher können heute verschiedene Häuser besichtigen.

Miner's House
Das Miner's House ist das typische Haus eines Goldgräbers, die hier in der Zeit des Goldrausche zu hunderten gestanden haben müssen. Die Inneneinrichtung ist sehr spartanisch und selbst für die damalige Zeit primitiv.
Alanglade
"Alanglade" ist die ehemalige herrschaftliche Residenz des Chefs der Transvaal Gold Mining Estate Ltd und liegt etwa drei Kilometer östlich vom Ortszentrum entfernt. Den Namen hat das Anwesen von seinen späteren Besitzer Alan und Glady (Alanglad) Barry erhalten, die 14 Jahre in diesem Haus lebten. Das Interieur stammt aus den 20'er Jahren des vorigen Jahrhundert und das ganze Haus wirkt, als wären seine Bewohner nur kurz außer Haus sind und würden bald zurückkommen. Führungen: Mo bis Sa 11:00 und 14:00 Uhr, eine Anmeldung beim örtlichen Tourism Office ist erforderlich!
Royal Hotel
Das Royal Hotel, ein typisches Wellblechhaus, ist heute noch ein, allerdings etwas angestaubtes, Hotel. Der linke Teil des Gebäudes soll eine ehemalige Kirche sein, die der Besitzer auf Ochsenkarren aus Maputo mitgebracht hat.
Der Friedhof
Auf den alten mystischen Friedhof liegen die Goldgräber, Händler und die späteren Bergwerksangestellten von Pilgrim's Rest. Der Friedhof liegt auf einem südlichem Hügel über Pilgrims Rest und ist äußerst interessant, da Sie von hier nicht nur einen imposanten Blick auf das Tal haben!
Alle Gräber, von denen nur etwa die hälfte aller einen Grabstein besitzt, haben die Ost-West Richtung. Ein Grab ist aber in der Nord-Süd Richtung angelegt und auf dem Grabstein steht der Name Robber´s Grave. Norbert Grave soll gerüchteweise ein Räuber gewesen sein, der ein Zelt stehlen wollte. Bei dieser Tat wurde er erwischt, sofort erschossen und deswegen wurde senkrecht zu den anderen Gräbern bestattet.
Auf vielen Grabsteinen finden Sie auch deutsche Familiennamen! Dies ist zwar ein Zeugnis von einem großen Einfluss der Deutschen in der Goldgräberstadt, aber noch viel mehr ein Zeichen für den Wohlstand der Deutschen Einwanderer. Denn viele der deutschen Einwandere suchten nicht nach dem Gold in der Erde, sondern betrieben lieber Handel, kauften das Gold auf oder verliehen Kredite an die letztendlich armen Goldgräber.
Old Print House
Das Gebäude waren früher das Büro der Pilgrim´s Rest News und der Sabie News, der örtlichen Zeitungen. Zu einer wo es noch kein Radio und keinen Fernseher gab, war die Zeitung die einzige Verbindung zur Außenwelt. Die Druckauflagen waren beachtlich und dies zeigt, dass die Digger die Zeitung gern gelesen haben. Neben den historischen Druckmaschinen sind auch die Titelseiten einiger Zeitungen besonders interessant.
Der "Dredzen Shop" ist der historische General Store des Ortes. Hier bekam man alles, Lebensmittel, Whisky, Werkzeug, Haushaltswaren und vieles mehr. Viele der alten Handelswaren sind im Shop ausgestellt.
Und am Pilgrim's Creek können Besucher auch heute noch ihr Glück im Goldwaschen versuchen.

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