Oryxantilope, auch Spießbock und Gemsbock Engl. Oryx Tiere Afrikas Säugetiere Vögel Wale deutsch-englische Bezeichnungen

Oryxantilope, auch Spießbock und Gemsbock

Engl. Oryx
Oryx gazella beisa

Beschreibung
Schulterhöhe etwa 1,20 m, Gewicht Weibchen etwa 150 kg, Männchen etwa 180 kg, Hörnerlänge bis zu 1,2 m. Die Hörner der Weibchen sind durchschnittlich etwas länger als die der männlichen Tiere.

Oryxantilope, Gemsbock
Es gibt drei Arten Oryxantilopen:
Spießbock (Oryx gazella)
Weiße Oryx (Oryx leucoryx) und
Säbelantilope (Oryx dammah).

Vorkommen
Man unterscheidet im Allgemeinen drei geographische Unterarten:
den Ostafrikanischen Spießbock (Oryx gazella beisa) vom Ostsudan südwärts durch Äthiopien bis nach Somalia, Kenia und Ostuganda,
den Büschelohr-Spießbock (Oryx gazella callotis) südlich des Tana Flusses, im Süden Kenias und im Nordosten Tansanias, und
den Südafrikanischen Spießbock (Oryx gazella gazella) in Namibia, Botswana, Südwestangola, Westsimbabwe und im nördlichen Südafrika.

Oryxantilope
Verhalten
Der Spießbock hat sich auf bemerkenswerte Weise an seinen Lebensraum, die dort meistens herrschende Wasserknappheit und große Hitze angepasst.
Das Tier hat einen speziellen Magendarmtrakt, der dem Pflanzenmaterial sämtliche Zellflüssigkeit entzieht und die unverdaulichen Pflanzenteile als staubtrockenen Kot ausscheidet. Außerdem verfügt er über besonders ausgebildete Nieren, welche den Harn so stark konzentrieren, dass auch auf diesem Weg kein überflüssiger Tropfen Wasser verloren geht. Der Spießbock kann deshalb allein mit dem wenigen Wasser auszukommen, das in seiner Nahrung enthalten ist und benötigt keinen Zugang zu Wasserstellen.
Um die hohen Tagestemperaturen von teilweise bis gegen 50°C im Schatten auszuhalten, kann der Ostafrikanische Spießbock erhöhte Körpertemperaturen sehr gut ertragen, denn Schwitzen oder Hecheln, die bei Säugern üblichen Mittel zur Körperkühlung, kommen wegen des damit verbundenen Wasserverlusts nicht in Frage. Er kann seine Körpertemperatur sogar auf bis zu 46°C ansteigen lassen, während andere Säuger bei derart hohem «Fieber» rasch Organschäden, insbesondere neurologische Schäden im Hirn, erleiden, die zum Tod führen können. Der Spießbock kann die Temperatur seines Gehirns rund 3 Grad Celsius kühler halten als den Rest des Körpers. Die Schlagader, die das Blut vom Herzen zum Hirn führt, splittert sich bei ihm an der Hirnbasis zu einem feinen Netz feinster Äderchen auf, die von einer großen Vene umschlossen sind. In dieser Vene fließt das Blut von der Nasenhöhle zum Herzen zurück. Da die Nasenschleimhaut beim Atmen stets etwas Flüssigkeit verdunstet, kühlt sich das Blut ab und kühlt dann seinerseits das arterielle Blut auf seinem Weg zum Hirn. Wenn Sie also wieder einmal eine Oryxantilope oben auf einem Hügel stehen und die Nase in den Wind halten sehen, dann wissen Sie warum.
Ostafrikanische Spießböcke leben in kleineren oder größeren Gruppen mit Weibchen und ihrem Nachwuchs. Nur die voll ausgewachsenen Männchen sind meistens Einzelgänger. Die Herden ziehen auf der Nahrungssuche über große Gebiete.
Die langen Hörner sind spitz wie Spieße und damit eine wirkungsvolle Verteidigung gegen Feinde.

Fortpflanzung
Die Tragezeit beträgt knapp 9 Monate. Es kommt immer nur ein Junges zur Welt. Das Kalb kann schon nach wenigen Minuten nach der Geburt auf den Beinen stehen. Zunächst hält die Mutter ihr Kalb in einem Versteck, wo sie es zum Säugen aufsucht. Erst nach vier bis 6 Wochen schließt sich das Junge der Herde an.
Spießböcke können bis zu 20 Jahre alt werden.

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