Wie in den letzten beiden Jahren, so ist auch dieses Jahr der Wasserstand sehr hoch und das Okavango Delta verändert sein Aussehen.
Der Selinda Spillway ist überflutet und das Wasser im Savuti Channel steigt wieder, nachdem er bereits im letzten Jahr die Savuti Marsh überflutet hatte. Es fließt soviel Wasser ins Delta, dass früher trockene Gebiete wie der Lake Ngami und der Boteti River jetzt unter Wasser stehen. Man nimmt an, dass das Wasser möglicherweise sogar die Makgadikgadi Salt Pans erreicht.
Der Wasserreichtum hat überaus positive Auswirkungen auf Flora und Fauna im Okavango Delta. Das Wasser wird alte Flussbetten erreichen und in der Vergangenheit ausgetrocknete Sumpfgebiete wieder beleben. Das Wasser trägt zu einem größeren Wild- und Vogelreichtum sowie zur einer reicheren Vegetation bei.
Der Wasserreichtum hat aber auch einige negative Auswirkungen. Da einige Landepisten überflutet sind, können Gäste nicht fliegen, sondern müssen auf dem Wasserweg per Boot anreisen. Zwar wird dadurch die Anreise länger, andererseits gewinnt man so einen intensiveren Eindruck vom Delta. Weiterhin müssen in manchen Regionen wie im Moremi Gebiet die Tierbeobachtungsfahrten reduziert werden. Insbesondere für Selbstfahrer wird es bedeutend schwieriger, wir empfehlen unseren Kunden aber ohnehin keine Selbstfahrertouren.
Der jetzige Wasserreichtum ist Teil eines längeren
natürlichen Zyklus, der vor etwa 10 Jahren begann und auch in den nächsten 20
bis 30 Jahren andauern und zu höheren als normalen Wasserständen mit einem
Höhepunkt um 2020 führen könnte, bevor wieder eine trockenere Periode beginnt.
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