North Island, Seychellen

North Island

Die North Island Luxus Lodge liegt auf der privaten Insel North Island im Indischen Ozean rund 32 km nordwestlich von Mahé, der Hauptinsel der Seychellen.

North Island, Seychellen
Beschreibung

Die Insel ist etwa 2,5 qkm groß und ein Naturschutzgebiet in dem natürliche Lebensräume wieder hergestellt und die bedrohten Tier- und Pflanzenarten der Seychellen wieder eingeführt werden und sich regenerieren können. Die Granit-Berge Grand Paloss (180m) im Norden der Insel, Bernica (120m) im Südwesten, sowie Conglement (100m) im Südosten der Insel dominieren das Landschaftsbild. Sie können diese Felsen, die direkt in den Ozean abfallen, besteigen und von den Anhöhen her einen wunderschönen Blick auf die Insel mit ihren Buchten genießen.
Es gibt insgesamt vier Strände auf der Insel, von denen immer einer vor den saisonalen Winden geschützt ist.
Der Grande-Anse-Strand an der Westseite der Insel ist etwa 1.5 km lang und ist von einem Korallenriff geschützt.
Die Sunset-Bar liegt an der Nordspitze dieses Strandes.

North Island, Seychellen
An der Südseite von Grande-Anse hat eine felsige Landzunge einen kleinen Strand gebildet, Bonnet Carré, wo die Vegetation noch nahezu unberührt ist und die Barringtonia-Asiatica-Bäume ihre zartrosafarbenen federleichten Blüten auf dem feinen weißen Sand verteilen. Bonnet Carré ist der französische Name der Barringtonia Asiatica,
die auf Kreolisch Bonnen Kare genannt werden.

Der ein Kilometer lange Strand Anse d'Est liegt an der Ostseite der Insel. An diesem Strand liegt North Island Lodge. Anse d'Est ist eine weite Bucht, die von zwei Granitbergen abgeschlossen wird.
Petite Anse an der Südseite der Insel ist ein kleiner Strand mit Landzungen an jeder Seite.
Der Wasserabfluss von den Granitbergen versorgt, mit Unterstützung der geologischen Struktur des Plateaus, 2 kleine Süßwasserseen in der Mitte der Insel.

Geschichte der Insel
Steht man auf dem Beau-Vallon-Strand auf Mahé und blickt in Richtung Nordosten, sieht man am Horizont gerade rechts von der gebirgigen Insel Silhouette einen kleinen Punkt. In den ersten Jahren der Besiedlung und Erkundung von Mahé war dies genau was die ersten Einwohner taten: sie standen am Beau-Vallon-Strand und blickten über das Meer auf North Island und Silhouette, die beinahe als Posten über North Island zu wachen schien.

Im Jahre 1784 sank ein portugiesisches Schiff vor North Island. Nachdem die Überlebenden einige Zeit auf der Insel gestrandet waren, bauten einige von ihnen ein Floß und setzten ihr Leben bei der Überfahrt nach Mahé aufs Spiel, wo sie dann aber Hilfe fanden. So weiß man heute mit verhältnismäßiger Sicherheit, dass zur Zeit des Schiffsuntergangs North Island nicht von Menschen besiedelt war. Durch dieses Ereignis erhielten die Einwohner Mahés jedoch eine recht genaue Beschreibung der North Island mit ihrem Plateau, ihren Frischwasserreserven und dem reichlichen Vorkommen von Fischen und Vögeln. Dies führte dann zu einer ersten Besiedlung der Insel.
Offiziell wurde die erste Konzession dieser Insel im Jahre 1826 einer Frau, Madame Marie Josephine Celerine Beaufond, die von französischen Siedlern aus Bourbon (heute Réunion) abstammte, übergeben. Die Insel blieb für die nächsten hundertfünfzig Jahre im Besitz ihrer Familie, die dort Obst und Gewürze anbaute, und Guano, Fischöl und Kopra (aus der Schale von Kokosnüssen gepresstes Öl) gewann.

Über die ersten hundert Jahre der Besiedlung der North Island gibt es fast keine Aufzeichnungen. Da das Leben der Beaufonds auf der Insel so wenig dokumentiert ist, besteht wohl keine Möglichkeit, Näheres über das Leben
ihrer Sklaven und späteren Plantagenarbeiter zu erfahren. Wie viel wussten sie über ihre afrikanische Herkunft? Und wie viel ist ihnen davon in ihrer gemeinsamen Kultur als kreolisches Volk erhalten geblieben?

In den ersten Jahren der Besiedlung der North Island wurde wahrscheinlich Vanille, Patchouli, Zimt, Ylang-Ylang, Zitronella, Muskatnuss, Nelken und anderes Obst angepflanzt. Von den auf der Insel angebauten aromatischen Pflanzen wurden dann vermutlich essentielle Öle destilliert. Das heutige Museumsgebäude diente als Destillerie, die vor der Jahrhundertwende errichtet wurde, als der Handel mit diesen Ölen auf den Seychellen blühte.

Mit seinen breiten Mauern aus Korallenkalk und seinen schmalen Bögen war dieses Gebäude hervorragend als kühle, kellerähnliche Destillerie geeignet.
Mit der Abschaffung des Sklavenhandels verstärkte sich der Handel mit Kopra. Obwohl hauptsächlich Kokosnusspalmen auf North Island angepflanzt wurden, blieb sie eine der fruchtbarsten Inseln und wurde zum wichtigsten Anbaugebiet für frisches Obst und Gemüse für Mahé. Die außerordentliche Größe und hervorragende Qualität der auf North Island geernteten Frischwaren werden auch heute noch gerne von den älteren Einwohnern Mahés besungen - mit großen, verschmitzt funkelnden Augen und ausschweifenden Handbewegungen.

Nach dem Verkauf der Insel in den Siebzigern blieb sie ein alter landwirtschaftlicher Betrieb, der jedoch nicht mehr kommerziell genutzt wurde und folglich ohne die Pflege der Arbeiter schnell verfiel und überwuchert wurde.
Die Gebäude sind in dem feuchtwarmen Klima schnell verfault, die landwirtschaftlichen Nutztiere verwildert.

Die "Herde" verbleibender Rinder hielt sich in den Hügeln versteckt und war so scheu geworden, dass es ganze zwei Jahre brauchte, ehe sie alle eingefangen worden waren. Die Kokosnusspalmen übernahmen die Insel und ihre vielen Kokosnüsse sorgten dafür, dass diese Palmen sich reichlich vermehrten. Lantana, eine nicht einheimische Eindringerpflanze, bedeckte das Plateau und alle Lichtungen zwischen den Kokosnusspalmen. Die nicht aufgelesenen Kokosnüssen boten sich Ratten als Nahrung an und ihre Population explodierte. Folglich stieg auch die Zahl der verwilderten Katzen ins Unermessliche. Dann wurde die North Island gekauft und das Konzept der "Arche Noah" entstand.
Der Kauf und die Entwicklung der North Island gilt als Renaissance dieser einmaligen Insel mit ihrem außergewöhnlichen Potential und verheißt eine gute Zukunft.

Die Geographie von North Island
Die majestätischen Umrisse der North Island hat Besucher des Beau-Vallon-Strandes auf Mahé schon immer beeindruckt, wenn sie in Richtung Nordosten über das Meer blickten, wo die Insel neben der benachbarten Insel Silhouette zu erkennen war.

Als eine der am nördlichsten gelegenen granitischen Inneren Inseln, die etwa 3.4 km x 2.2 km groß ist und eine Fläche von ca. 205 Hektar hat, liegt North Island etwa 32 Kilometer nordwestlich von Mahé und fünf Kilometer nördlich von Silhouette.
Drei Granitberge bestimmen das Bild der Insel - Grand Paloss (180m) im Norden, Bernica (120m) im Südwesten und Conglement (100m) im Südosten. Diese mächtigen Gesteinsformationen fallen direkt ins Meer ab und sind von riesigen Felsbrocken umgeben. Zwischen den Bergen liegen die drei Küstenflächen oder "Inselplateaus".
Vier Strände umsäumen die Insel und somit kann man davon ausgehen, dass zu jeder Jahreszeit mindestens einer der Strände vom Wind geschützt liegt.

Die vorigen Eigentümer der Insel haben sich für ihre Boote vor vielen Jahren einen Durchgang durch das davor gelagerte Korallenriff gemacht, damit sie Guano und später landwirtschaftliche Erzeugnisse von der Insel transportieren konnten.
Das Wasser der Granitberge hat durch die geologischen Strukturen des Plateaus zwei Frischwasserseen in der Inselmitte gebildet. Während der Regenzeit steigt der Wasserstand dieser Seen. Der Schutz der wertvollen Wasserreserven der Insel durch die Entfernung der Eindringerpflanzen war einer der wichtigsten Maßnahmen im Rahmen des Rehabilitationsprozesses.

Marianne North
Ursprünglich war man der Ansicht, dass North Island nach Marianne North, einer bekannten botanischen Künstlerin des 19. Jahrhunderts, benannt worden war. Dies war jedoch nicht der Fall, sondern die Ähnlichkeit der Namen reiner Zufall. Marianne North war eine für damalige Verhältnisse ungewöhnlich weit gereiste Frau. Sie bereiste die ganze Welt auf der Suche nach neuen Motiven und eines ihrer liebsten Ziele auf den Seychellen war North Island. Ihre Kunstwerke sind im Botanischen Garten in Kew, London, ausgestellt.

Die Geschichte des Umweltschutzes
Hinter jeder großartigen Erfolgsgeschichte verbirgt sich eine Reihe großer Hürden und beachtlicher Hindernisse, die erfolgreich überwunden wurden. Und der Aufbau der North Island ist keine Ausnahme.
Als die Insel in den 1970-ern nach dem Zusammenbruch der Kokosnussindustrie verlassen wurde, verbreiteten sich viele ungewollte, nichteinheimische Tier- und Pflanzenarten, wie z. B. Kokosnüsse, Casuarina, Kühe, Ratten, Schweine, Hirtenmainas, Katzen, Schleiereulen und ein besonders hartnäckiges Unkraut namens "lantana".

Diese ungewollten Elemente bedrohten den wahren Lebenssaft der North Island, indem sie die einheimischen Pflanzen erstickten, das Vogelleben dezimierten und die Sumpflandschaft der Insel austrockneten. Einige namhafte Ökologen sendeten Warnsignale in alle Welt und wir stellten uns der enormen Herausforderung, nicht nur die traurige Entwicklung der Insel umzukehren, sondern den langen Weg zu gehen und der Insel wieder
zu ihrem einstigen Glanz zu verhelfen. Dabei war das Konzept der "Arche Noah" maßgeblich und führte Schildkröten, bestimmte Vogelarten und einheimische Bäume wie den Takamaka, den Badamier und die legendäre Coco-de-mer Palme, allmählich wieder auf der Insel ein.

Das Konzept einer ökologisch kompatiblen Lodge auf der North Island ist das Ergebnis jahrelanger Forschungsarbeiten und engster Zusammenarbeit mit den zuständigen Regierungsbehörden, die für den Schutz der Umwelt und der Biodiversität zuständig sind. Dabei wurde nicht nur die Art des Projektes genauestens überprüft und kontrolliert, sondern es wurde auch darauf geachtet, dass das Recycling aller Wertstoffe und die Nutzung bestehender

Strukturen optimiert wird. So mussten die Architekten der North Island strengsten Auflagen zur Begrenzung der Bauaktivitäten und des Lärms folgen, historische Stätten erhalten, nichteinheimische Tier- und Pflanzenarten ausrotten, verlorene Arten wieder einführen, Wasser sparen und ein umweltverträgliches Abwassersystem entwickeln.

Die gewissenhafte Einhaltung dieser Vorschriften trägt nun ihre wohl verdienten Früchte und hat dazu beigetragen, dass z. B. die 11 versteckt gelegenen Villen sich an ihr Umfeld schmiegen und auch heute noch genauestens auf die Umweltverträglichkeit aller Aktivitäten auf der Insel geachtet wird.

Gefällte Eindringerpflanzen, wie z. B. Casuarinabäume, und vertrocknete Takamakabäume wurden beim Bau der Gebäude verwertet und ihre verworrenen Wurzeln winden sich nun durch die Dächer, ihre verbleichten Äste zieren Geländer und Treppenaufgänge. Inspirierend ist die Vereinigung von Vergangenheit und Gegenwart in der Umwandlung der ehemaligen Koprascheunen in Bibliothek und Tauch-Center. An diesem gelungenen Projekt arbeiteten Handwerker aus Ländern wie Malawi und Südafrika mit den seychellischen Handwerkern zusammen.

Der nachhaltige Umweltschutz ist das Herz der Philosophie und der Geist der ständigen Bemühungen.
So wurde ein Projekt zur Rattenbekämpfung nun erfolgreich abgeschlossen. Dies öffnete drei bedrohten einheimischen Vogelarten die Tür zur Rückkehr: dem Schwarzen Paradiesschnäpper, dem Seychellensänger und vor allem dem Seychellenrötel, einer der bedrohtesten Vogelarten weltweit.
North Island wird auch weiterhin ihren Grundsätzen treu bleiben und diese umsetzen, damit sie ihr Ziel, nämlich Gastfreundschaft höchster Klasse in einem nachhaltig und umweltfreundlich geführten Umfeld, erlangen kann.

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