Fauna und Flora
WildAuf Ihren Tierbeobachtungsfahrten mit Ihrem Guide und auf
den Fußsafaris haben Sie Gelegenheit, zahlreiche der Tiere des South
Luangwa Nationalparks zu sehen. Unübersehbar sind die zahlreichen
Flusspferde und Krokodile, für die der Park unter anderem bekannt ist.
Man schätzt, dass es mindestens 50 Hippos pro Kilometer des Luangwa
Flusses gibt!
Natürlich werden Sie auch Büffel und Paviane sehen,
Elefanten und verschiedene Antilopenarten, vom Impala bis zum
Wasserbock, Zebras und unzählige Vögel. Und wo so viele Tiere leben,
sind die Raubtiere nicht weit. Mit großer Wahrscheinlich sehen Sie
Löwen, mit viel Glück sogar den sehr scheuen und vorwiegend nachtaktiven
Leoparden. Hyänen und Schakale sind da schon eher zu sehen. Und wenn
hoch im blauen Himmel Gruppen von Geiern kreisen, dann wissen Sie, dass
eine Jagd glücklich für den Jäger und unglücklich für den Gejagten zu
Ende ging.

Löwen sind recht oft zu sehen, denn sie verbringen den größten Teil des
Tages ruhend und schlafend.
Nicht allzu schwierig sein sollte es,
die Thornicroft-Giraffe zu sehen, die nur hier im Luangwa Tal vorkommt.
Zebras
sieht man normalerweise in kleinen Gruppen von etwa einem Dutzend
Tiere. Der Unterschied zwischen den Zebras in Zambia und denen im Süden
und Osten Afrikas zeigt sich in den Streifen. Hier in Zambia sind die
Streifen gleich, während die anderen Zebras breite helle Streifen mit
einem schwachen Schattenstreifen dazwischen haben.
Im Park leben 14
unterschiedliche Antilopenarten, die man relativ leicht während der
Tages- oder Nachttierbeobachtungsfahrten sehen kann. Die Schirrantilope
(bushbuck) ist ein sehr scheues Tier, das die dicht bewachsenen Gebiete
bevorzugt und sich bei der kleinsten Störung zurückzieht.
Der
Kronenducker (common duiker) kommt am Luangwa Fluss nur sehr selten vor.
Die
größte der Antilopen ist die Elenantilope (eland), die man gewöhnlich
im Nsefu Sektor des Parks antreffen kann.
Die zahlenmäßig am
häufigsten vorkommende Antilopenart ist die elegante und feingliedrige
Schwarzfersenantilope (impala), die man in größeren und kleineren Herden
überall im Park antrifft. Es sind sehr gesellige Tiere mit einem immer
sorgfältig gepflegten und glänzenden Fell. Impalas haben schöne dunkle
Augen.
Man könnte Impalas mit Pukus verwechseln, die etwa gleich groß
sind, aber ein raueres und dichteres Haarkleid tragen.
Die
vielleicht schönste Antilope ist das Kudu mit seinem majestätischen
spiralförmigen Gehörn und dem ausdrucksvollen Gesicht. Obgleich sie
ziemlich häufig vorkommen, sind sie nicht unbedingt leicht zu sehen,
wenn sie unbeweglich hinter Büschen und Bäume verharren und so perfekt
getarnt sind; außerdem ziehen auch sie sich bei Störungen schnell in
dichteren Busch zurück.
Außerdem sind noch folgende Tierarten zu sehen:Riedbock (reedbuck),
Pferdeantilope
(roan antilope),
Rappenantilope (sable antilope),
Kuhantilope
(hartebeest),
Greisbock (grysbok),
Klippspringer (klipspringer) ,
Oribi
(oribi) ist die größte der Kleinantilopen, etwas größer als die
Steinantilope, nur das Männchen trägt Hörner, die eher kurz und spitz
sind.
Literatur: Chris und Tilde Stuart, Naturführer Säugetiere des
südlichen Afrikas, ISBN 1 86872 174 4, Struik Publishers, Kapstadt,
1999.
Von den Primaten sind Paviane (baboons) und Grünmeerkatzen
(vervet monkeys) am häufigsten anzutreffen. Der Galago (bushbaby) ist
ein kleines nachtaktives Tier, das nur sehr schwer zu entdecken ist.
Hyänen
kommen recht häufig vor; ihren Schrei hört man des öfteren auch nachts
über die Ebenen schallen.
Zwar hat der South Luangwa Nationalpark eine recht gute
Leopardenpopulation, aber sie sind sehr schwer zu entdecken, denn sie
verstecken sich geschickt schon bei der geringsten Störung. Am ehestens
kann man sie noch mit Hilfe von Handscheinwerfern während einer
Nachtfahrt sehen.
Als weitere Raubtiere und Fleischfresser gibt es
das Karakal (caracal), das zur Familie der Katzen gehört, den Hyänenhund
(wild dog) und den Streifenschakal (side striped jackal). Karakal,
Hyänenhund und Streifenschakal sind eher selten zu sehen.
VögelDer
South Luangwa Nationalpark ist reich an Vogelarten. Besonders gegen
Ende der Trockenzeit, wenn die Flüsse und toten Flussarme austrocknen,
kann man zahlreiche Wasservögel durch das flache Wasser waten sehen.
Der
Nimmersatt (yellow billed stork) rührt mit seinen Füßen das Wasser auf,
so dass er die Fische leicht mit dem Schnabel fangen kann.
Pelikane
(pelican) haben ihre eigenen Fangtechniken entwickelt. Sie schwimmen
nebeneinander her, treiben die Fische in seichteres Wasser und fangen
sie dann in ihren Schnäbeln.
Der eindrucksvolle bis zu eineinhalb
Meter große Sattelstorch (saddlebilled stork) sticht mit seinem Schnabel
wie mit einem Speer ins Wasser.
Außerdem gibt es:Marabu (marabou stork),
Silberreiher (great
white egret),
Schwarzkopfreiher (black headed heron),
Klaffschnabelstorch(open billed stork) und den
Goliathreiher (goliath
heron), der Ewigkeiten lang bewegungslos dastehen kann, um dann
blitzartig zuzustoßen.
Der Kronenkranich (crowned crane) gehört
zweifelsohne zu den schönsten und eindrucksvollsten Vogelarten.
Im
November, gerade bevor die Regenfälle beginnen, kommen die Zugvögel aus
Europa und aus dem nördlicheren Afrika. Dazu gehören:
Einsiedlerkuckuck
(red chested cuckoo)
Weißstorch (white storks)
Rauchschwalbe
(European swallow)
Zwergbienenfresser (bee-eaters) und Scharlachspint
(carmine bee-eaters)
Steppenadler (Steppe eagle) und Mäusebussard
(Steppe buzzard),
Hornrabe (ground hornbill),
Weißbrauenrötel
(Heuglin's robin),
Schreiseeadler (fish eagle)
Tauben (doves)
Lerchen
(larks).
Für
Amateurornithologen und Vogelliebhaber gibt es also geug zu sehen,
denn von Zambias 732 Vogelspezies gibt es im Luangwa Tal etwa 400,
darunter 39 Raubvögel und 47 Wandervogelarten.
Literatur: Kenneth
Newman, Newman's Birds of Southern Africa, ISBN 1 86812 432 0 (gebunden)
ISBN
1 86812 434 7 (Taschenbuch).
Beides sind englische Ausgaben.
VegetationUm
den Busch intensiver erleben und bewusster wahrnehmen zu können. Im Tal
wachsen zahlreiche großartige Baumarten, zu denen unter anderem
folgende gehören:
(mopane)
(leadwood)
(winterthorn)
(baobab),
(ebony),
(vegetable ivory palm),
(marula)
(tamarind tree).