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Ngorongoro Conservation Area = NCA

Das im nördlichen Tanzania gelegene Ngorongoro Naturschutzgebiet (Ngorongoro Conservation Area = NCA) ist Teil des einzigartigen Serengeti Ökosystems. Im Nordwesten läuft das NCA in die Ebenen der Serengeti aus, im Osten grenzt es an die Städte Arusha und Moshi und lehnt sich an den Kilimanjaro.
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Ngorongoro Conservation Area Ngorongoro Krater, Tanzania
Eine groß angelegte Untersuchung des Serengeti Reservats (Ngorongoro war damals Teil dieses Reservats) durch Doktor Bernhard Grzimek und seinen Sohn führte 1959 zur Schaffung des Ngorongoro Schutzgebietes. Das von der Ngorongoro Conservation Area Authority ausgeführte Projekt hatte Pioniercharakter: Weidewirtschaft, Naturschutz und Tourismus sollten nebeneinander bestehen können.

Gleichzeitig erweiterte man den Serengeti Nationalpark, indem man ihn nordwärts zur kenyanischen Grenze ausdehnte, wo er seitdem auf das Masai Mara Wildreservat trifft.

Kartenausschnitt
Ngorongoro Conservation Area Details Landkarte

In der Folge erhielt das Ngorongoro Naturschutzgebiet den Status eines Weltkultur- und Naturerbes. Das NCA hat eine Fläche von 8 292 qkm, liegt auf Meereshöhen zwischen 1020 und 3 587 Metern und umfasst ganz unterschiedliche Lebensräume, vom offenen Grasland zum Gebirgswald und von Buschebenen bis zur Hochlandheide. Im NCA finden sich bedeutende paläontologische und archäologische Fundorte. Während im Krater das ganze Jahr über um die 25 000 Tiere leben, kann der Tierbestand im gesamten Naturschutzgebiet je nach Jahreszeit auf über 2,5 Millionen anwachsen.
Nehmen Sie sich doch eine Viertelstunde Zeit, um beim Lodoare Gate, wo Sie den NCA betreten, den Schauraum zu besuchen. Die Ausstellung vermittelt Ihnen mit Bildern und Karten einen ersten Eindruck vom Naturschutzgebiet. Der Eintritt ist gratis.

Im Ngorongoro Naturschutzgebiet wird angestrebt, das uralte Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur zu wahren, was leider nur in wenigen Gegenden Afrikas überhaupt möglich ist: Es geht darum, die biologische Vielfalt und Ökologie der Serengeti Ebenen und des Ngorongoro Hochlands zu erhalten, die lebensnotwendigen natürlichen Wasserreservoire zu schützen sowie die wichtigen "paläontologischen" und archäologischen Stätten zu bewahren. Mensch und Tier sollen zusammen existieren, ohne einander den Lebensraum zu zerstören. Dank umsichtiger Verwaltung und ausdauernder Forschung gelingt es heute, Mensch und Natur im Gleichgewicht zu halten.
Ngorongoro Krater

Der Tourismus stellt eine wichtige Einnahmequelle für die Region dar und wird entsprechend befürwortet und entwickelt; dabei wird aber sorgfältig darauf geachtet, dass die Umwelt keinen Schaden erleidet. So kann man im NCA einen bedeutenden Beitrag erleben, den Afrika für die Welt leistet.

Der Mensch und seine Vorfahren leben seit mehr als drei Millionen Jahren im Ngorongoro Ökosystem. Vor 17 000 Jahren muss es hier Jäger und Sammler gegeben haben. Und seit damals bis vor relativ kurzer Zeit sind immer wieder Stämme in diese Gegend eingewandert und haben sie irgendwann wieder verlassen.

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Landschaft Akazien Kratersee Himmel Schirmakazien
Spitzmaulnashörner
Dank der Anti-Wilderer-Patrouillen sind die ungefähr 20 Nashörner relativ sicher. Der Ngorongoro Krater ist einer der wenigen Orte Ostafrikas, wo Besucher gute Chancen haben, Nashörner zu sehen.

Löwen gibt es im Krater in großer Zahl. Sie teilen sich in fünf Hauptrudel zwischen zehn und zwanzig Tiere; jedes Rudel beherrscht ein eigenes Territorium.

Elefanten
Nur Bullen steigen regelmäßig zum Kraterboden hinunter. Die großen Herden mit Jungtieren streifen durch die bewaldeten Kraterränder, wo sie ihre bevorzugte Nahrung finden.

Geologie und Frühgeschichte
Zwei große geologische Gräben durchziehen die Region. Während der letzten vier Millionen Jahre entstanden neun Vulkane im Ngorongoro Hochland. Einer von ihnen, der Oldonyo Lengai (Berg Gottes) ist immer noch aktiv. Über Jahrtausende wurden die durch die Eruptionen aufgeschleuderten Asche- und Staubwolken in die Serengeti getragen, deren Ebenen auf diese Weise fruchtbar wurden.
Die frühesten Hinweise auf Menschen im Gebiet des Ngorongoro finden sich bei Laetoli, wo menschliche Fußabdrücke in 3,6 Millionen Jahre altem Vulkangestein erhalten sind. Weiter nördlich ist man in der Oldupai Schlucht auf viele Überreste von Hominiden und Tieren gestoßen.

Der Krater und seine Tiere
Das Juwel in der Krone des Ngorongoro ist ein tiefer vulkanischer Krater: der größte nicht überflutete Kraterkessel (Caldera) der Welt hat einen Durchmesser von 19,2 Kilometern, eine Fläche von 3CM qkm und ist 260 Meter tief. Die üppigen Weidegründe und stets vorhandenes Wasser des Kraterbodens ernähren eine große Zahl von Tieren; bis zu 25000, vorwiegend Grasfresser, halten sich gleichzeitig im Krater auf. Zu ihnen gehören Gnus, Zebras, Gazellen, Büffel, Elenantilopen, Kongoni (Kuhantilopen) und Warzenschweine. Die Moore und Wälder ernähren Flusspferde, Elefanten, Wasserböcke, Riedböcke und Buschböcke, Paviane und grüne Meerkatzen. Die steilen Kraterhänge bieten dem Dikdik und dem seltenen Bergriedbock Schutz. Auf dem Kraterboden gibt es viele Schakale, Löffelhunde fühlen sich auf den mit kurzem Gras bewachsenen Ebenen wohl. Raubkatzen - Löwen, Leoparden, Geparde und Servals - finden reiche Beute. Ferner durchstreifen grosse Hyänenrudel den Krater, jagen oder machen sich über die Beute anderer Raubtiere her. Giraffen gibt es im Ngorongoro Krater nicht. Der Krater ist ein dynamisches, sich ständig veränderndes Ökosystem; die Zahl und Zusammensetzung mancher Tierarten war während der vergangenen 30 Jahre von starken Schwankungen geprägt.

Lake Magadi
Der See verdankt sein alkalisches Wasser Ablagerungen von Vulkanasche. Die Seetiefe, die nie mehr als drei Meter erreicht, schwankt das Jahr über und nimmt in der Trockenzeit dramatisch ab. Im Uferbereich pirschen sich oft Löwen, Goldschakale und Hyänen an ihre Beute.

Lerai Forest
Lerai ist die Maasai Bezeichnung für die hohen, gelbrindigen Fieberakazien, die den Lerai Wald im Südwesten des Kraters beherrschen. Elenantilopen, Elefanten, grüne Meerkatzen, Buschböcke, Baumschliefer, Frankoline, Afrikasattelstörche, Geier und Adler teilen sich diesen Wald, in dem es auch einen Picknickplatz gibt.

Gorigor Swamp
Das von den Ngoitokitok Quellen gespeiste Moor ist das Zuhause vieler Wasservögel. In den Niederungen kann man Flusspferde beobachten und Grasfresser, die zum Trinken kommen.
Geparden kommen zwar im Krater vor, da sie aber immer wieder Gefahr laufen, ihre Beute an die Übermacht von Löwen zu verlieren, weichen manche von ihnen in die Hochlandebenen aus, und entsprechend kann man diese wunderschönen Tiere eher dort beobachten. Der Gepard ist das schnellste Landtier und kann eine Geschwindigkeit von 115 Stundenkilometern erreichen, Leoparden findet man in den Wäldern und entlang des Munge Flusses (Munge stream), doch sind sie scheue Einzelgänger und folglich nicht einfach zu erspähen.

Vögel beobachten
Die Mischung aus Wald, Schluchten, Grasebenen, Seen und Mooren bietet vielen verschiedenen Vögeln Lebensraum. Während der Regenmonate und an den offenen Wasserlöchern kann man eurasische Zugvögel antreffen. Weißstörche, gelbe Bachstelzen und Schwalben mischen sich unter einheimische Vögel wie zum Beispiel Stelzenläufer, Afrikasattelstörche, Ibisse, Kampfläufer und verschiedene Entenarten. Zwergflamingos schweben heran, um im Natronsee, ihrer Brutstätte, zu fressen. Auffallende Graslandvögel - Strauße, Riesentrappen und Kronenkraniche - treten in großer Zahl auf. Vogelliebhaber werden aber auch in verschiedenen anderen Gebieten des NCA auf ihre Rechnung kommen.

Grasland
Der Kraterboden ist zu einem großen Teil von Gras bedeckt und bietet das ganze Jahr über einer Vielzahl von Savannentieren und Vögeln Nahrung; dazu gehören vor allem Kongoni, Büffel, Gnus, Zebras, Gazellen, Wanzenschweine, Riesentrappen, Waffenkiebitze, Kronenkiebitze, Kapkrähen, Kronenkraniche und Strauße.

Kultur
Während Tausenden von Jahren zogen Menschen mit ihrem Vieh in die Gegend, lebten hier eine Weile und zogen dann weiter, manchmal, weil andere Stämme sie dazu zwangen.
Vor ungefähr 200 Jahren kamen die Maasai und siedelten sich in recht großer Zahl an. Ihr traditioneller Lebensstil erlaubte es ihnen, in Einklang mit der Natur zu leben. Heute halten sich etwa 42 000 Maasai mit ihrem Vieh, ihren Eseln, Ziegen und Schafen im NCA auf. Während der Regenzeit ziehen sie in die offenen Ebenen, in den trockenen Monaten bevorzugen sie die umliegenden Wälder und Berghänge. Den Maasai ist es erlaubt, ihre Tiere in den Wasser und Gras spendenden Krater zu treiben, sie dürfen sich aber dort nicht sesshaft machen. Im übrigen Gebiet des NCA können sie sich frei bewegen.
Einen Einblick in die Kultur der Maasai gewähren zwei speziell für Besucher zur Verfügung gestellte Bomas, Das Boma Oloirobi befindet sich an der Straße zur Serengeti, das andere unweit der Sopa Lodge beim Dorf Irkeepusi.

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