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Namibia Reise 05.09. - 18.09.2013

Hallo Frau Csar,

nun endlich - die lang versprochene Rückmeldung unserer Namibiareise.

Grundsätzlich hat mit der Fluglinie alles super gut geklappt. Das Flugzeug ist pünktlich gestartet, der Service der Air Namibia war Standard, wobei uns nachts auf dem Hinflug etwa stündlich Wasser angeboten wurde, was ich wirklich gut fand! Es gab definitiv nichts zu meckern. Dass die Beinfreiheit natürlich zu wünschen übrig lässt, ist eine andere Sache. Beim Rückflug sind wir sogar eine halbe Stunde früher gestartet.

Reiseverlauf:

05.09.2013         Villa Verdi, Windhoek, 1Ü/F
06.09.2013         Kambaku Safari Lodge, Nähe Otjiwarongo, 1Ü/HP (Luxury Zimmer) 07.09.2013         Ongava Lodge, am Etosha Südeingang, 2Ü/VP + Aktivitäten (Chalet) 09.09.2013         Dolomite Camp, Etosha West, 2Ü/HP (Standard Bush-Chalet) 11.09.2013         Damaraland Camp, 1. Nacht HP / 2. Nacht VP + Aktivitäten
13.09.2013         Swakopmund Guest House, Swakopmund, 2Ü/F (Suite) 15.09.2013         Okomitundu Gästefarm, Nähe Wilhelmstal, 1Ü/HP (Luxury Zimmer) 16.09.2013         16h30 Transfer ASCO Depot – Naankuse Lodge, 2Ü/HP
18.09.2013         18h30 Transfer Naankuse Lodge – Intern. Flughafen Windhoek

Villa Verdi in Windhoek war total in Ordnung, die Zimmerausstattung afrikanisch, Zimmer lag leider etwas abseits. Wir hätten jedoch auf Ihren Vorschlag hören sollen, direkt vom Flughafen zur ersten Lodge zu fahren. Windhoek kann man sich einmal anschauen. Wenn nicht, kann man es sicher auch verkraften. Da unser Zimmer bei der Villa Verdi erst nach 13 Uhr bezogen werden konnte und wir bis dahin die Zeit überbrücken mussten, hätte man auch zur ersten Lodge weiterfahren können. Aber gut, es war in Ordnung. Einmal anschauen kann man es sich ja.

Das Auto von ASCO ließ allerdings sehr zu wünschen übrig. Es war ein älteres Modell (über 100.000 km bei den Straßen!), das Lenkrad war permanent am Wackeln, die Benzinanzeige funktionierte nicht, das Kofferraumschloss war auf einer Seite defekt. Sicherheitshalber hatten wir uns den KM-Stand bei Abfahrt notiert und es wurde uns gesagt, dass wir ohne Bedenken 1000 km fahren könnten. Das Auto hatte zwei Tanks. Dass die Tankanzeige erst beim zweiten Tank anzeigt, wussten wir, aber nach 1000 km war der Tank immer noch voll. Das Auto war riesig (wir hatten es uns ja so ausgesucht!), würden wir nie wieder so nehmen!!! Für diese Mängel, die es aufwies, war es wirklich zu teuer!

Kambaku-Lodge war super!!! Hat uns sehr gut gefallen. Es war alles perfekt von der Begrüßung, über die Unterbringung, Betreuung, das Essen. Beim nächsten Aufenthalt würden wir mindestens zwei Nächte da machen wollen.

Dann Ongava! Es war wirklich das Highlight unserer Reise. Auch hier: alles perfekt!! Ich werde Ongava nie vergessen! Das war Afrika pur. Wir wurden auf dem großen Parkplatz begrüßt, das Gepäck wurde uns hoch gebracht. Wir stiegen die Treppen hoch und waren dann auf dieser Aussichtsplattform mit Blick auf das Wasserloch! Es war gigantisch!!! Da standen dann verschiedene „wilde“ Tiere, die wir bis dahin noch nirgends gesehen hatten (ich hatte gedacht, dass man auf den Fahrten unterwegs mehr Tiere sieht), Kudus, Giraffen, Zebras usw. Es wurde uns ein Drink gereicht (bei Kambaku auch!) mit Handtüchlein, alle waren so superfreundlich. Auch von unserem Häuschen aus konnte man, wenn man auf die Terrasse ging oder vom Bad aus, das Wasserloch sehen. Eines Morgens, als ich gerade beim Zähneputzen war, spazierte eine Giraffe an meinem Bad vorbei!! Dann die Game-drives! Wir hatten am nächsten Morgen Glück, dass unsere Nachbarn nicht geweckt wurden (es wurde wohl verges sen), so dass uns angeboten wurde, mit einem anderen Guide mit zu kommen.

Und dieser Guide war einfach der Beste! Sein Name war Franco; wir haben dann später im Internet gesehen, dass er schon öfter lobend erwähnt wurde. Er hat uns so viele Dinge erklärt…. Es war einfach toll. Und er hat auch unglaublich viel Geduld bewiesen. Er wollte uns unbedingt die Elefanten zeigen und tatsächlich kamen auch noch drei „Riesen“, nachdem wir schon fast die Hoffnung aufgegeben hatten. Aber er ließ nicht locker. Das war morgens in Etosha.

Und nachmittags machten wir dann noch eine Tour mit ihm im „Ongava Reservat“, was auch so wahnsinnig war. Wir wollten Rhinos finden und plötzlich stand so ein Riesenvieh 1 m neben unserem Auto. Er hat sofort angehalten und uns um absolute Ruhe gebeten. Man konnte förmlich sehen, wie das Rhino überlegte, ob es uns angreifen soll oder doch nicht. Nach einer Minute vielleicht raste es laut schnaubend in die andere Richtung davon und wir sahen dann ein kleines Rhinokind hinten stehen. Es war keine ungefährliche Situation. Ja und dann wollte er unbedingt noch Löwen aufspüren, was uns auch noch gelang. Wir fanden zwei Löwinnen im Abendlicht auf der Straße liegen und sich ausruhen. Es war einfach nur  unbeschreiblich.

Wir haben übrigens ca. 2000 Bilder (teilweise Wahnsinnsbilder) geschossen. Sie sehen, die Begeisterung ist kaum in Worte zu fassen! Abends wurden wir mit bewaffneter Begleitung zu unserem Häuschen gebracht, weil Löwen herumstreichen könnten. Dann die Rock-Dassies, die da lebten! So süß. Sie spazierten häufig auf der Aussichtsplattform herum. Eines drehte sogar eine Runde im Swimmingpool, während die anderen am Rand lagen und sich entspannten. Ongava, immer wieder gerne!!! 

Vom Dolomite-Camp waren wir etwas enttäuscht. Es war allerdings auch super heiß, dann in diesen Zelten keine Klimaanlage (ok, das ist halt Afrika). Aber auch nicht die gewohnte Freundlichkeit. Der Guide war die absolute Katastrophe. Er raste durch die Wildnis wie ein Verrückter. Kein Gefühl, weder für die Natur, noch für sein Auto.

Allerdings war die Fahrt durch Etosha zum Dolomite-Camp mit tollen Begebenheiten verbunden! An einem Wasserloch hatten wir das Glück, auf 22 Elefanten zu stoßen! Es war so herrlich (da ich schon seit meiner Kindheit Elefanten sammle und diese Tiere ganz besonders in mein Herz geschlossen habe, war dies auch ein ganz besonderes Erlebnis!). Überhaupt haben wir auf der Fahrt da hin viele Tiere gesehen! 

Damaraland Camp war auch superschön. Die Freundlichkeit der Leute da ist nicht zu toppen. Und wir wurden mit einem Lied begrüßt…. Das ganze Personal versammelte sich vor unserem Auto und gab uns ein afrikanisches Ständchen. Auch war das Programm, was uns geboten wurde, wirklich toll! Picknick und draußen Abendessen. Und immer mit tollem afrikanischem Gesang begleitet! Auch Willem, unser Führer, sei lobend erwähnt, der uns ermöglicht hat, einen Bergelefanten ganz nah zu erleben. Allerdings gab es hier sehr wenig Tiere. Aber alles außen herum und die Gegend total faszinierend. Auch hier würden wir gerne noch mal herkommen.

Swakopmund war auch interessant, aber im Guesthouse haben wir gedacht: willkommen zurück in Europa. Nach Damaraland war das ein totaler Abbruch. Nicht; dass da was nicht in Ordnung gewesen wäre! Es war halt nicht Afrika!!! Sie hatten uns ja noch gefragt, ob wir das wirklich machen wollen. Auch hier gilt: es war super interessant. Aber einmal reicht. Unsere Bootstour mit Seehund an Bord und unsere „Wild Dessert Fahrt“ waren wirklich schön und beeindruckend, aber halt ohne Afrika-Feeling.

Zum Abschluss Na’ankuse!! Hier hat es uns auch unheimlich gut gefallen. Und es war wirklich der ideale Abschluss. Noch einmal Afrikafeeling pur. Obwohl es hier natürlich auch verschiedene Gehege gab (aber halt entsprechend groß!). So freundliche Leute und auch die Unterkunft einfach superschön!!!

Ja, sie sehen, teilweise kann ich mich vor Begeisterung kaum bremsen. Ich bin sicher, es war nicht unsere letzte Afrikareise! Wir haben im Damaraland Camp einige Leute getroffen, die ihre Reise per Flugzeug innerhalb Afrikas gemacht haben. Und wir denken, wenn wir so etwas in einigen Jahren nochmals planen, dann auch so.

Man muss diese Autotour mal gemacht haben, um auch das Land kennen zu lernen, aber von oben sieht man die Tiere ja noch besser! Und man spart jede Menge Zeit.

Zum Schluss, nicht zu vergessen, ein ganz dickes Lob an Sie. Nochmals vielen, lieben Dank für Ihre Geduld, bis diese Reise dann so stand, wie sie letztendlich durchgeführt wurde. Und dann auch für diese wirklich supertolle Mappe, die wir bekommen haben. Die Ausführungen der einzelnen Reisestationen war wirklich so exakt - einfach perfekt.

Alles in allem war es eine unvergessliche Zeit. Ich habe noch nie nach einem Urlaub so lange gebraucht, wieder im Alltag anzukommen. Mein Körper war schon da, aber mein Geist doch noch in Afrika. Es waren so viele Eindrücke. In bin nach unserer Rückkehr immer wieder nachts wach geworden und habe mir überlegt, in welcherLodge in denn bin. Bis ich merkte….. ich bin wieder zu Hause.

I. G.