Mount Rwenzori Nationalpark  Uganda

Mount Rwenzori Nationalpark

Der etwa 1.000 qkm große Mount Rwenzori Nationalpark (u. a. auch Ruvenzori und Ruwenzori geschrieben) befindet sich im Südwesten Ugandas an der Grenze zum Kongo und zum Virunga Nationalpark.
Der Name "Ruwenzori - Rwenjura" bedeutet so viel wie "Regenmacher", denn die bis zu 5.190 m hohe und fast 50 km breite Gebirgskette gehört zu den regenreichsten Regionen Afrikas. Im Winter mit Schnee bedeckt, nennt man sie auch "Mountains of the Moon" - "Mondberge", denn so hatte sie Ptolomäus aus Alexandrien im Jahre 150 bezeichnet, als er von schneebedeckten Bergen tief in Afrika als der Quelle des Nil schrieb. Aber erst 1889 konnte Henry Stanley die Existenz der Mondberge bestätigen.
Das Gebirge besteht aus sechs Teilbergen, die von tiefen Schluchten getrennt sind. Zu den höchsten Erhebungen zählen Mount Stanley (5.109m), Mount Speke (4.890m), Mount Baker (4,843m), Mount Emin (4,798m), Mount Gessi (4.715m) and Mount Luigi di Savoia (4.627m). Mount Stanley ist die mächtigste Erhebung und hat mehrere Gipfel, von denen der Magherita Peak (5.109 m) der höchste Punkt ist.

Der Mount Rwenzori Nationalpark ist eher für seine Flora denn für seine Fauna bemerkenswert. Zwar sind etwa 70 Säugetierarten registriert wie Riesenwaldschwein, Sumpfantilope, Ducker, Schimpansen und Baumschliefer sowie der sehr seltene Rwenzori-Stummelaffe und das Dreihorn-Chamäleon, aber zu sehen bekommen wird man sie nur selten. Außerdem gibt es etwa 241 Vogelarten, von denen nur 19 hier vorkommen. Dazu gehören z. B. die Afrikanische Waldohreule, die Ruwenzori-Nachtschwalbe, der Kastanienlist und der Lobelien-Nektarvogel.

Im Mittelpunkt eines Besuchs im Mount Rwenzori Nationalpark steht seine außergewöhnliche Flora.
Das Schmelzwasser der Gletscher und die hohen Regenfälle lassen eine unglaublich vielfältige und üppige Vegetation entstehen, die von riesenwüchsigen Pflanzen bis zu moosbehangenen tropischen Feuchtwäldern reicht. Hier wachsen, mit Wasser reichlich versorgt, Pflanzen wie das mehrere Meter hohe Riesenkreuzkraut, Riesenlobelien, Baumheide, vielfarbige Moose, Flechten, Wildblumen und Farne.

Das Rwenzori Gebirge bietet in seinen eindrucksvollen Landschaften zahlreiche Wanderungen, die von leichten bis herausfordernden Wanderstrecken reichen. Der Nationalpark kann auf verschiedenen leichten bis schwierigen Wanderungen erlebt werden. Eine 7-tägige Wanderung z. B. führt durch die Mobuku und Bujuku Täler unterhalb der höchsten Gipfel. Obgleich die Tagesstrecken relativ kurz sind, machen das Terrain, die Höhe und möglicherweise das Wetter doch recht anstrengend.
Wanderungen führen durch dramatische Vegetationszonen. Oberhalb des Bakonzo Farmlands zwischen etwa 1.500 und 2.500 m Höhe machen Bergwälder Platz für Bambushaine und Mimulopsis-Dickichte (Mimulopsis arborescens), die zu den Akanthus Gewächsen gehören. Dann folgt die Zone von Heide und Rapanea zwischen 3.000 und 4.000 m. Sie wird von riesigen Heidebäumen, Mosen und Flechten bestimmt. Hier tauchen auch die ersten Riesenlobelien und Kreuzkraut auf, die bis in die alpine Zone von 3.800 bis 4.500 m vorkommen. Auf dieser Höhe sind dann auch Helichrysum zu finden.

Weitere Erläuterungen zur Flora finden Sie u. a. auf der Webseite answers.com.

Übersichtliche Informationen zum Ruwenzori Gebirge finden Sie u. a. auf der Webseite von Wikipedia.