Mount Elgon Nationalpark Uganda

Mount Elgon Nationalpark

Der 1.146 qkm große Mount Elgon Nationalpark liegt nicht weit von Mbale an der Ostgrenze von Uganda zu Kenia. Mittelpunkt des Parks ist der 4.321 m hohe Mount Elgon, nach dem der Park benannt wurde und der teilweise auf das Gebiet von Kenia reicht. Der Mount Elgon selbst wurde nach dem Stamm der Elgonyi benannt, die an der Südseite des Bergs lebten. Bei den Massai in Kenia wurde er "Ol Doinyo Ilgoon" genannt, auf der ugandischen Seite "Masawa".

Der höchste Gipfel, der Wagagai (4.321 m), befindet sich auf der Seite Ugandas, von wo er auch am besten bestiegen wird. Der Elgon ist ein alter erloschener Vulkan, der in vergangener Zeit höher war als der Kilimandscharo heute. Der einst aktive Vulkan entstand vor mehr als 25 Millionen Jahren und brach im Laufe von Jahrmillionen zusammen, so dass sich die heutige Caldera mit fünf Gipfeln bildete. Die Kraterseen wurden durch Gletscher gebildet.
Landschaftlich wird der Nationalpark von Mooren, Grasland und dichtem Bergwald sowie Bambuswäldern, Lobelien, Seggengras und Baumsenezien geprägt.

Um wenigstens einen Teil der ursprünglichen Vegetation, besonders der Bergregenwald, die zunehmend von der Landwirtschaft zurückgedrängt wurde, zu schützen, gründete man 1993 den Nationalpark. Außerdem spielt die Bergregion eine außerordentlich wichtige Rolle für den Wasserhaushalt im östlichen Uganda.

Der Mount Elgon Nationalpark kann das ganze Jahr über besucht werden, am besten geeignet sind die trockenen Monate Juni bis August und Dezember bis März.

Auf dem Weg zum Mount Elgon kommt man zu dem Komplex der Sippi Falls. Er besteht aus vier voneinander getrennten Wasserfällen in de Nähe des Dorfes Kapchorwa am Nordhang des Mt. Elgon.
An den fruchtbaren Hängen in den Tieflagen werden Kaffee und Bananen angebaut, die man besichtigen sollte.

Eine besondere Sehenswürdigkeit sind die bis zu 60 m langen Höhlen, die Elefanten geschaffen haben, um an die verlockenden salzhaltigen Mineralien zu gelangen. Eine der bekanntesten und leicht zugänglichen Höhlen ist die Kitum Höhle, in der auch Tausende von Fledermäusen an der Decke hängen. Die Öffnung der Makingeny Höhle ist ein sehr gutes Fotomotiv.

Der Mount Elgon Nationalpark wird bisher nur von relativ wenig Reisenden besucht. Zwar kann man innerhalb des Nationalparks nur campen und Unterkünfte gibt es nur in Mbale und Budadiri, aber die Parkbehörden bemühen sich um eine Verbesserung der Infrastruktur im Park. Eigentlich ist der Mount Elgon eine gute Alternative zu den meist schwierigeren Bergbesteigungen in Ostafrika. Um auf die Gipfel zu gelangen ist keine besondere Ausrüstung erforderlich und man benötigt keine bergsteigerische Erfahrung. Dafür braucht man mindestens 3 Tage.

Sehenswert sind die etwa 90 m hohen Sipi Wasserfälle, die ganze Jahr über Wasser führen.