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Maswa Game Reserve

Lage:
Das Maswa Game Reserve erstreckt sich entlang des westlichen Serengeti Nationalparks und berührt im Südwesten die Ngorongoro Conservation Area. Das Tierschutzgebiet erfüllt damit die Funktion einer Pufferzone zwischen Umland und Nationalpark.
Die nördliche Hälfte des Maswa Game Reserve fällt zum Viktoriasee hin ab, der restliche Teil zum Lake Eyasi. siehe Landkarte

Landschaften:
Die einzigen offenen Graslandschaften, die für die Ebenen im Serengeti Nationalpark typisch sind, befinden sich im Norden in der Region um Ndoho und im Südosten in der Nähe der Ngorongoro Conservation Area. Hügel und Felsgruppen, die sogenannten "kopies", im Maswa Game Reserve sind meistens kleiner als die im Serengeti Nationalpark. Die Böden reichen von "black cotton soil", einem schweren, schwarzen sehr feinkörnigem Boden (Tierse-Boden), in den tiefer gelegenen und feuchteren Regionen bis zu sandigen Lehmböden an den Hängen der Hügel. Der "black cotton soil", tropisch schwerer Ton - so im Beolingus Wörterbuch - wird bei Nässe sehr glitschig und nahezu unbefahrbar.
Es regnet vorwiegend in der Zeit von November bis Mai, wobei die stärksten Niederschläge um die Mitte März fallen.

Geschichte:
Das Maswa Game Reserve wurde bereits 1962 als Pufferzone zum Serengeti Nationalpark geschaffen, aber bereits mehrere Male aufgrund des Bevölkerungsdrucks in den angrenzenden Gebieten und dem Verlangen der Menschen nach landwirtschaftlichere Nutzung des Landes verkleinert. Untersuchungen zeigen, dass besonders dort, wo sich Dörfer in der Nähe des Schutzgebiets befinden, ein schwer einzuschätzendes Problem mit Wilderei besteht.

Tierwelt:

Das Maswa Game Reserve ist bekannt für seine teilweise an der Migration, der großen Tierwanderung, die in der Serengeti und der Masai Mara stattfindet, beteiligten Tierarten. So tauchen Gnus gegen Ende Mai im Schutzgebiet auf, Zebras, Topi, Grant's und Thompson's Gazellen im Juli und August. Während die Gnus auf ihrer jährlichen Wanderung dem Regen und dem nachwachsenden Gras folgen, bleiben Zebras und Topis auch teilweise zurück und folgen nicht alle der Wanderung. Mitte November sind die Gnus dann wieder im Maswa Game Reserve zurück.
Andere Säugetiere halten sich das ganze Jahr über im Maswa Game Reserve auf. Dazu gehören Giraffen, Impalas, Kuhantilopen (auch Kongoni genannt), Pferdeantilopen (roan antilope), Wasserböcke, Elenantilopen, Warzenschweine, Büffel, Riedböcke sowie Raubtiere, zu denen u. a. Hyänen, Schakale, Leoparden, Löwen und Geparden gehören. Die Zahl der Geparden ist jedoch eher gering und Leoparden oder Wildhunde wird man nur mit sehr viel Glück zu sehen bekommen. Auch Elefanten sind eher selten, obgleich gelegentlich Herden aus der Serengeti oder der Ngorongoro Conservation Area durch das Schutzgebiet ziehen.

Probleme:
Die mit etwa 8 % jährlich wachsende Bevölkerung im Bereich des Maswa Game Reserve und ihrer Forderung nach landwirtschaftlicher Nutzung des Schutzgebiets insbesondere auch für Nutztiere stellt ein großes Problem und eine Bedrohung für das Tierschutzgebiet dar. Auch das Abholzen von Bäumen und Büschen für Feuerholz und Wilderei haben zunehmend zerstörerische Wirkungen.
Bisher hat das Vorkommen der Tsetsefliege das Halten von Nutztieren, die nicht gegen die von der Tsetsefliege übertragene Nagana Seuche resistent sind, beschränkt. Die örtliche Bevölkerung fordert jedoch die Ausrottung der Tsetse, damit das Schutzgebiet als Weideland für Nutztiere, vor allem Rinder und Ziegen, genutzt werden kann.
Mehr Informationen zur Tsetse finden Sie u.a. im DocCheckLexikon oder in Wikipedia.

Wenn Sie während Ihrer Reise im Busch blaue Tücher aufgespannt sehen, dann deutet dies auf Bekämpfungsmaßnahmen gegen die Tsetse hin. So lästig einem Tsetse mit ihrem stark juckenden Biss auch sein mögen, so sehr sorgen sie doch für den Schutz der ihren Krankheitserregern gegenüber resistenten Wildtiere. Trotz der Gefahren für Nutztiere sollen sich bereits zu Beginn der 80iger Jahre des 20. Jahrhunderts etwa eine halbe Million Haustiere im Schutzgebiet befunden haben. Sie sind jedoch nicht nur Nahrungskonkurrenten der Wildtiere, sondern auch Überträger ansteckender Krankheiten. So übertragen erkrankte Haushunde z. B. die Hundestaupe auf Wildhunde und Löwen.
Die zunehmende Bevölkerungszahl führt außerdem zu vermehrter Wilderei sowohl kommerzieller als auch "nur" subsistentieller Art, d. h. ausschließlich der Versorgung mit Nahrung, jedoch nicht zum Zwecke des Verkaufs.

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